Das Wochenende der Kopfschmerzen

Eigentlich sollte es ein Wochenende der Veränderung sein, aber es kam wie es kommen mußte. Die Kater kamen und gingen und man hätte dieses Kapitel auch „Ballern…..mit Anlauf“ nennen können. Doch wie kam es dazu. War es Absicht, war es ein Versehen, war es Schicksal oder war es vielleicht göttliche Fügung? Niemand weiß es und niemand wird es vermutlich erfahren. Doch beginnen wir wie immer bei dem Freitag, der Beginn einer unglaublichen Reise in das Land der Kopfschmerzen.

Böse Zungen behaupten das die Planung für diesen Freitag schon am vorausgegangen Freitag in der Werkstatt stattgefunden hat. Davon hat mir aber keiner Bescheid gesagt. Es waren glaube ich auch die gleichen bösen Zungen, die behaupten der Vorschlag würde von mir kommen. Tja, wenn ich mich daran nur erinnern könnte, dann wäre mit um einiges geholfen. Nun erfreut sich jemand anderes an meinen Erinnerungen, wo weiß nur ein gemeines Alien, der sich auf meine Kosten einen goldenen Arsch verdient. Kann man aber nicht ändern. Die Planung stand also für einen netten, gemütlichen Abend in Göttingen. Gemütlich!? Von wegen, das hat sich mein Hirn so fein ausgedacht, aber da machen wir mal einen schönen Strich durch die Rechnung. Die Teilnehmer waren: David und Ellen, Christian und Sabrina und ich. Laut der Gerüchte wollten wir Sabrina, Christians Freundin aus Fulda, mal das Nachtleben von Göttingen zeigen. Normalerweise gehört dazu ja ein Besuch bei Wolfis Tanzdiele um 0500 Uhr morgens, aber das konnte man ihr nicht antun, außerdem ist das ein idealer Treffpunkt, wenn man eine nette Männerkenipentour macht, da müßen die Frauen ja nicht unbedingt hin und sehen wie man sich voll wie die Nacht versucht ein Schnitzel mit Jägersoße in den Mund zu schieben. Natürlich hat man die Stücken viel zu groß geschnitten und man trifft das Loch, was am Beginn des Abends noch der Mund war und schnellstmöglichst zur Alkoholentsorgungsöffnung umfunktioniert wurde, nicht mehr so gut. Das dabei dann ein paar Pilze dem sicheren Tod entrinnen wollen ist ja klar, aber sie kommen dann nur wieder auf den Teller oder in den meisten Fällen irgendwo auf den Pullover oder Jacke respektive Jackentaschen und werden dann Monate später gefunden. Ellen wollte fahren, doch sie und David mußten vorher noch zum Kegeln und wir hatten ein wenig Zeit zum Aufwärmen. Beim Training habe ich mir erstmal zwei Bier rein getan, die bekamen dann bei Christian Gesellschaft durch weitere Pilse die taktisch klug, vorher in der Nähe des Haupteingangs zur Felkl Residenz deponiert hatte. Als die Beiden dann endlich kamen, tranken wir noch ein Getränk und los gings. Erste Station auf dem Göttinger-Nachtleben-Fahrplan war das Thanner’s. Hier verbrachte ich einen Großteil meiner Oberstufen-Mittwochnachmittage, um dann angetrunken im vollbesetzten Bus zurück ins Eichsfeld zu fahren. Kein Geschenk, aber man hatte immer einen Sitzplatz für sich alleine, da man ja so lecker nach Hefe aus dem Mund roch, am späten Nachmittag. Good ol‘ Thanner’s, it is good to be back, auch wenn eher weniger los war, aber die Hefe schmeckten immer noch hervorragend. Gut gekühlt und nett serviert, so wie ich sie am liebsten mag. Das Publikum war sehr überschaubar, aber zu dieser späten Stunde waren dann überwiegend Männer da und die paar Mädels die noch da waren, waren schon wieder auf dem Sprung. Aber allzu lange wollten wir ja eh nicht bleiben. So lange wir aber da waren genoß ich das Weizen und die Aussichten. Das Weizen war vortrefflich, ich kann gar nicht mehr sagen, wie viele es waren, aber drei Stück mindestens. Die Aussicht war auch recht nett. Nette Bedienung und nette Thekennachbarin. Die allerdings gegangen ist ohne sich von mir zu verabschieden. Könnte auch daran gelegen haben, das ich kein einziges Wort mit ihr gesprochen habe. Wer weiß das schon, ich dachte halt sie könne Gedanken lesen. Nun gut, nachdem dann das letzte Hefe den Schlund runter gegangen ist, gings in den JT-Keller. Früher wären wir jetzt in Osho gegangen, aber irgendwie war es wohl das letzte Mal nicht so prickelnd und der JT-Keller bietet immer gute Unterhaltung. Ach ja, das Osho, als ich noch in Göttingen gewohnt habe, war es nach dem Thanners immer meine Standardtour an einem beliebigen Mittwoch. Erst im Thanner’s vorglühen und die Freuden des Studentenlebens genießen und dann sich im Osho bei günstigen, guten Bier den Rest um dann am Donnerstag aufzuwachen und zu merken, da man wohl irgendwie die ersten zwei Vorlesungen verpasst hat. So ein Ärger aber auch! Gehen wir aber zurück zum JT-Keller. Dort war Vollmond-Party, was immer das auch heißen mag. Auf jeden Fall hieß es wohl warm und stickig, denn kurz nach dem Vorhang den man passierte traf man auf eine Wand geballte Hitze und luftarmen Raum. So, beste Voraussetzungen um sich richtig schön abzuschießen. Man darf nur nicht zu früh den Weg nach draußen wagen. David und Christian sind ja schon seit Beginn des Abends auf dem Mischungenzug aufgesprungen, aber der fuhr mir definitv noch zu schnell, ich blieb also beim Bier. Becks aus der Flasche, für 2 Euronen. Kann man eigentlich nicht meckern. Klar, die verdienen sich damit einen goldenen Testikel, aber ich habe auch schon mal mehr für ein Bier gezahlt. David machte sich also auf Mischungsorganisation und ich begab mich auf Biersafari. Da es glücklicherweise auch eine extra Biertheke gibt, die nicht immer so voll ist, habe ich natürlich das leichtere Los gezogen. Als die Versorgung mit weiterem Alkohol sicher gestellt war, machte ich mich daran das Publikum zu sondieren, denn im Keller trifft man durchaus ein paar alte Schulkollegen vom Abi. Eigentlich wollte ich mich ja mal wieder mit Onnen und Benny verabreden, wenn ich das nächste Mal in Göttingen unterwegs war, aber das ging diesmal alles ein wenig kurzfristig und somit habe ich sie nicht mehr erreicht. Schade, eigentlich. Und so wirklich bekannte Gesichter waren auch nicht da. Und schon war das erste Bier alle. Wie schnell das ging, aber die Theke war ja zum Glück nicht weit. Das ging dann noch zwei oder dreimal so und es kam über mich. Der Bierzug fuhr einfach zu langsam und ich wurde langsam neidisch auf die Kollegen die mit doppelter Geschwindigkeit in dem Mischungszug auf dem Nachbargleis an mir vorüber sausten. Einmal kurz angesetzt, die Entfernung und die Geschwindigkeit geschätzt und in meine Berechnungen mit einkalkuliert und zack war ich drüben und hatte eine große Mischung Havana Club Cola in der Hand. Ja, so machte es Spaß, die Welt rauschte nun schneller an mir vorbei. David und Christian waren zwar schon weiter vorn, aber das machte nichts. Cool war der Christian, der wirklich alles gab um zu vertuschen, das er schon ganz schön den Arsch voll hatte. Tanzen besser gesagt strukeln gehörte da noch zu den raffinierten Ablenkungsmanövern. Aber ich muß zugeben, ich habe Christian selten so im Partnertanz aufgehen sehen. Nachdem ich dann auf dem Mischungszug war ging alles recht schnell. Nett war auch noch der Kollege, der versuchte krampfhaft auf der Toilette das Pinkelbecken zu treffen und jedes mal die Fliesen erwischte. Erinnerte mich ein wenig an die Stelle bei Kurt und Gürgen, wo Kurt versuchte an alte Zeiten anzuschließen. Damals mit Benzeng in der Bretterpenne, aber das ist eine andere Geschichte. Zum Schluß habe ich noch die liebe Jasmin getroffen. Die war nämlich erstmal auf Austausch in Ecuador und hat immer fleißig mails geschrieben. Aber leider konnten wir uns nicht lange unterhalten, da wir so langsam los wollten. Es wurde aber auch Zeit denn der Christian hatte es sich schon ein wenig gemütlich au einem der Sofas gemacht. Auf dem Weg zum Auto telefonierte ich nochmal mit dem Schnitzel um zu erfahren, ob in der Werkstatt noch was los sei und ob eine gewisse junge Dame dort sei. Tja, Schnitzel war wohl schon voll und zu Hause und meinte das die gewisse junge Dame nicht da gewesen wäre, aber wohl am nächsten Abend da sei. Ein winzig kleiner Stein fiel mir vom Herzen. Wer nun denkt, da es schnurstracks nach Hause ging, der irrt. Bei der ganzen Flüssigkeit muß jetzt noch was zu essen eingefahren werden. Am Besten schön salzig und ungesund. Da traf es sich gut das es den Burger King in Göttingen gibt. Mit vereinten Kräften versuchten David und ich dann Ellen zum Bürger King zu lotsen. Ich muß zugeben, das ich die Strecke in meinem Kopf vorfahren mußte um Ellen einigermaßen richtig zu navigieren, aber der David unterstützte Tatkräftig und immer wenn ich dann in diverse unbekannte Richtungen abbiegen wollte intervenierte er frühzeitig. Mit vereinten Kräften und mit diversen Abkürzungen und Umwegen haben wir es dann doch geschafft um dann beim Burger King das wohlverdiente Kraftfutter zu bekommen. Soweit ich mich noch erinnern kann, nahm ich einen Texas irgendwas. Großer Fehler, die Hölle nistete sich direkt auf meiner Zunge ein und mir wurde nach dem dritten Bissen schlagartig bewusst, das ich an diesem Burger am nächsten Tag nochmal meine Freude haben werde. So soll er denn kommen, der nächste Tag. Zurück in Ellen Auto hat es schätzungsweise vom Zuschlagen der Tür bis zum Einlegen des Rückwärtsganges gedauert bis David, Christian und ich eingeschlafen waren. Als ich dann den Weg vom Auto bis zu meinem Bett zurückgelegt hatte (teilweise unter zu Hilfenahme der Hände, also nicht auf allen vieren, aber die wand gab mir eine gute Stütze und Leitung in mein Zimmer), zeigte der digitale Wecker eine große 06 und eine winzig kleine 24.

Berühmte erste Worte: „Oh shit!“ So fing also mein Samstag morgen an. Und ich war heilfroh, das die Ausbildung für den Truppmann Teil 2 verschoben wurde. Denn ansonsten wäre ich zu dem Zeitpunkt schon beim zweiten Frühstück gewesen. Bewegungen des Kopfes sollten vermieden werden, denn ansonsten könnte es vorkommen, das mein Gehirn an den Schädel stößt. Es war unerklärlicherweise über Nacht gewachsen, aber mein Schädel behielt sein Volumen. Sehr störend. Gegen frühen Nachmittag hatte mein Gehirn leicht an Volumen verloren und stieß nun nicht mehr bei jeder Bewegung des Kopes an die Wandung. Allerdings stellte ich meine handwerklichen Fähigkeiten unter Beweis und tauschte meine analoge Satellitenanlage gegen eine Digitale aus. Alte Schüssel runter holen und neue installieren. Leichter gesagt als getan, wenn man nicht gerade sicheren Stand hat und auf einer extra langen Leiter an der Hauswand rumkraxelt. Aber ich hab es hinbekommen, obwohl ich erst einen falschen Neigungswinkel eingestellt hatte. Aber wozu hat man Freunde die man in solchen Notfällen anrufen kann. Gut, hätte es nicht geklappt hätte Schüssel mit samt Reciever fliegen gelernt und wäre anschließend vom guten alten Güldner Tessin überrollt worden. Mehrmals!

Nach getaner Arbeit ruht man sich dann gerne mal bei einem oder zwei Bierchen aus. Zum Glück veranstaltete die Feuerwehr an dem Abend ihren Grillabend. Wenn das man nicht gepasst hat wie die Faust aufs Auge. Guten Mutes ging ich also zur Grillfeier ohne zu ahnen, das der Abend schlimm enden sollte. Den Anfang machten erstmal zwei Bierchen, denn man mußte den Magen langsam auf das Kommende vorbereiten. Aber ich wollte langsam machen, denn wenn der Abend in der Werkstatt enden sollte (wovon man zu 80% ausgehen kann), sollte ich nicht zu stramm sein. Ich saß also mit Holger und Kai dort alleine rum und wir rätselten wer denn überhaupt noch zum Grillabend kommen würde, als dann plötzlich der Görtler um die Ecke kam. Er erzählte mir von dem großartigen Werkstattabend und meinte das Porno schon richtig heiß auf heute Abend sei. Also hieß das große Ziel auf das man hintrank die Werkstatt. Als ich dann mein zweites Bier leerte machte der Görtler schon so komische Bemerkungen, das ich mich wohl heute Abend zurückhalte, weil ich ja vielleicht noch was vor hatte. Papperlapapp und schon stand das erste Hefe auf den Tisch. Nicht weiter schlimm, denn kurz nach dem Weizen wanderte noch das eine oder andere Steak den Rachen hinunter. Dann kam die erste Hürde. Kai kam mit diversen Schnäpsen aus dem Feuerwehrhaus. Still und heimlich habe ich mich erstmal verpisst, doch im Unterbewusstsein muß ich wohl im Vollautomatismus muß ich wohl auf die Frage nach der Schnapssorte Kümmerling geantwortet haben. Den so ein Getränk wartete auf mich, als ich von der sanitären Anlage wiederkehrte. Die Uhrzeit habe ich vergessen, aber es dürfte nicht später als 2100 Uhr gewesen sein. Verflucht, das Gehirn war schon weggesperrt und die Gliedmaßen machten sich selbstständig und der Schnaps war unten. Da man ja auch einem oder fünf Beinen nicht stehen kann folgten dem ersten Kümmerling noch ein paar. Zählen war zu dem Zeitpunkt nicht mehr möglich, da ja zeitgleich die Weizenaufnahme erhöht wurde, um einem möglichen Flüssigkeitsverlust vorzubeugen. Zusammen eine ganz gefährliche Mischung. Der Kümmerling war dann alle und ich dachte ich hätte es geschafft und zu dem Zeitpunkt macht eich noch eine recht gute Figur. Da sich die Temperaturen recht schnell abkühlten verlagerten wir den Trinkerstandort an das nebenbei entzündete Lagerfeuer. Ich glaube Philip hat es unter Einsatz seiner Augenbrauen in Gang gebracht. Wer ein echter Feuerwehrmann ist, kriegt sowas schon mal hin. Da ,am aber nicht einfach so am Feuer sitzen kann und nur Bier trinken kann, mußten mal wieder ein paar Schnäpse rein. Hatten wir ja schon lange nicht mehr. Nun kam die schlimmste Waffe im Arsenal der Spirituosenindustrie: Der Rote. Sehr süß und haut mächtig rein. Gläser waren nun passe, es wurde schlimmer. An dieser Stelle möchte ich mich von den Lesern unter 18 Jahren verabschieden, denn was jetzt kommt ist Ballern unterster Kanone, schlimmer geht es wirklich nicht und ich möchte nicht das jüngere Leser hier auf dumme Gedanken kommen. Alle weg? Fabian Hartmann, sehe Dich noch, weg vom Rechner oder ich sag Deinem Vater Bescheid! Also, was macht man wenn man keine Schnapsgläser mehr hat oder einfach keine mehr findet? Die Lösung heißt Daumentrinken und ist wirklich etwas ganz fieses. Man hält den Daumen an die Flasche und trinkt dann direkt aus der Flasche und muß halt unter den Daumen kommen. Hört sich nicht nur sehr assig an, ist es auch. Und die Promillezahl schnellt mit Lichtgeschwindigkeit nach oben. Nachdem dann zwei Flaschen alle waren füllte unser Oberschlau-Ortsbrandmeister die Flaschen mit Rotwein auf und meinte es merkte keiner. Merkten wir aber doch und es war uns egal, hauptsache das Zeug macht doof im Kopf. Rainer fiel dann noch von der Bank und die Stimmung war gerettet. Doch es sollte noch besser kommen, die Werkstatt wartete und Porno saß schon auf heißen Kohlen, obwohl er sich schon grob geschätzt 25 Steaks einverleibt hat. Dieser Junge ist ein Faß ohne Boden. Egal ob es Nahrungsmittel oder Alkohol ist, da geht alles rein, entweder Pfund- oder literweise. Also bildeten Porno und ich die Vorhut und die anderen wollten nachkommen. Warum ich nun unbedingt noch in die Werkstatt wollte war mir unklar, denn Reden fiel schon schwer. Der Satzbau stimmte auch nur ansatzweise und an Frauen ansprechen war nun gar nicht mehr zu denken. Ach ja, die Geschichte mit dem Lanz. Als wir dann in die Werkstatt rein sind sah ich mit gemischten Gefühlen zur Theke. Was würde ich tun wenn Conny da war. Ich hatte mir ja vorgenommen mal etwas mehr als zwei Sätze zu reden. Aber ich war ja auch schon im Land des Rausches und da war ich schon seit ein paar Stunden und das Sprachzentrum funktionierte nicht mehr wie es die Bedienungsanleitung vorschrieb. Da werde ich auch nochmal einen Beschwerdebrief schreiben. Ein paar Weizen und schon hört man sich an als hätte man getrunken. Nun ja, die Enttäuschung oder vielleicht sogar Erleichterung folgte kurze Zeit später. Nachdem der Weg zur Theke gefunden war stellte ich fest das Conny nicht da war. Also wurde erstmal eine Falsche Havana geordert. Auf Wunsch von Porno. Ich hätte eigentlich nichts mehr gebraucht, denn ich hatte genug für Zwei. Aber man ist ja nicht so und trinkt dann aus Gesellschaft noch ein paar Mischungen mit. Wer nun in der Werkstatt war oder ob überhaupt jemand in der Werkstatt war entzieht sich meinem Erinnerungsvermögen. Ich kann mich nur sehr deutlich an die Falsche Havana erinnern und an Porno der mich immer zum trinken animierte. Kurze Zeit später hat die ganze Grillgemeinschaft in die Werkstatt verlegt. Halt, nicht alle. Wolfgang fehlte, sehr zu meinem Bedauern. Nun stelle man sich vor das jetzt ca. 10 volltrunkene Männer die gerade vom Grillen kommen und die ganze Zeit am Feuer gesessen haben in die Werkstatt kamen. Es roch schlagartig nach Zeltlager. Und die Stimmung stieg um 95%. Gucke ich mir die Fotos an, waren doch noch andere Gäste da, aber von denen weiß ich nichts mehr. An was ich mich aber sehr deutlich erinnern kann ist Rainer auf der Tanzfläche. Birkenstockschuhe und hochgekrempelten Jeans und eine flotte Sohle aufs Parkett gelegt. Sensationell. Görtlers Freundin kam dann auch noch vorbei und die hat dann Porno, Görtler und mich auch irgendwann nach Hause gefahren, weil es einfach absolut nicht mehr ging, bei keinem. Die Fotos zeigen mir ein komplett außer Gefecht gesetztes Kommando. Ortsbrandmeister, stellv. Ortsbrandmeister und Gruppenführer, Jugendwart, alle Jenseits von Eden. Naja, der Schnitzel war ja nicht mit, dann hätte halt der stellv. Jugendwart das Kommando übernommen. Man kann froh sein, das es noch Rückhalt gibt.

Sonntag morgen, ich glaube ich hatte ein Deja vu. Die ersten Worte: „Oh shit!“ Mein Kopf wollte platzen und ich konnte ihn nicht dran hindern. Viel schlimmer war, das er eine leichte Neigung nach vorne hatte, an der ich noch weniger ändern konnte. Dazu kamen dann noch sehr angenehme Nackenschmerzen. Um mich am Kopf kratzen zu können hätte ich Verlängerungen für die Arme gebraucht denn die Oberseite des Kopfes konnte ich mit den standardmäßig mitgelieferten Armen nicht erreichen. Selbst die Dusche und anschließende frische Luft brachten keine Besserung. Erst als ich abends in mein Bett kroch, konnte ich dem Schmerz ein wenig entfliehen, allerdings nur in einer Liegeposition. So einen Sonntag hatte ich zu letzte vor gefühlten 1000 Jahren, auf jeden Fall eine Ewigkeit nicht mehr. Nie wieder Schnaps. Bald ist Boßeln. Verdammt!

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