Der Tag vor dem Tag der deutschen Einheit

28/09/2006

Auch „Der Tag an dem die Klapse Wandertag hat“ genannt. Dabei ist das nicht nur der Tag vor dem „Tag der deutschen Einheit“ sondern jeder Tag vor diversen Feiertagen. Will man wissen, was einen in der Hölle erwartet, so sollte man an einem Tag vor einem Feiertag einkaufen gehen. Und sei es auch nur eine Kleinigkeit. Man kehrt als veränderter Mensch wieder und verspricht Gott ein besserer Mensch zu werden, nur um das eben erlebte nicht noch einmal oder gar unendlich oft zu wiederholen. Denn das ist der Tag an dem die ganzen Bekloppten, Verrückten, Bescheuerten und Hammerkranken aus ihren Zellen gelassen werden und auf die Menschheit losgelassen werden. Denn der Tag vor dem Feiertag wird für Einkäufe genutzt, weil die Geschäfte ja ganze 24 h geschlossen haben. Doch der kommende Montag wird ein ganz besonderer Tag. In Fachkreisen der arbeitenden Bevölkerung wird er auch Brückentag genannt. Am Dienstag hat ganz Deutschland frei und somit wird der Montag gleich mit frei genommen um ein schönes langes Wochenende zu haben, was aber darauf hinausläuft, das man einen weiteren Tag hat sich zu betrinken. Ich muß zugeben, soweit gefällt mir das. Doch bleiben wir beim Wesentlichen. Am Tag vorm Feiertag packt 80% der Bevölkerung die Panik. Was passiert wenn auf einmal am 03.Oktober der 3. Weltkrieg ausbricht oder Deutschland spontan Weltmacht wird oder die Erdanziehungskraft immens zunimmt und der Mond droht auf die Erde zu stürzen oder die Erde selber tut sich auf und die Morlocks kommen zum Vorschein und verschleppen die friedlichen Eloi. Da muß man vorbereitet sein und wie ein Wahnsinniger einkaufen. Wehe dem, der an dem selben Tag eine Kleinigkeit besorgen will und frohen Mutes in die nahe Stadt fährt in der Hoffnung, schnell wieder zu Hause zu sein um zu entspannen. Ich gebe dem Menschen mit normalen Nerven, also keine Choleriker oder ehemalige Führer, 2 Minuten, spätestens dann springt eine Sicherung im Kopf aus ihrer Fassung und er wird zum potenziellen Psychopaten. Es beginnt auf dem Parkplatz. Dort hat sich die Nationalmannschaft der Parkweltmeister und der Kunstparker zusammengefunden um ein Park-Battle auszukämpfen. Man sieht die wundersamsten Arten zu Parken. Punkte von den Wertungsrichtern gibt’s aber nur wenn man sich so beschissen hinstellt, das man mindestens zwei Parkplätze belegt oder dort parkt, wo eigentlich gar kein Parkplatz ist. Sonderpunkte gibt es für Behindertenparkplätze. Die absolute Höchstpunktzahl erreicht der, der auf einem derart gefüllten Parkplatz mit einem Kleinwagen zwei Behindertenparkplätze belegt. Zu allem Überfluß laufen auch noch ein paar Spezies die aussehen wie Menschen mitten auf den Fahrspuren, weil sie meinen, nur weil sie für 1 € einen Einkaufswagen gemietet haben, dürften sie mitten auf dem Asphalt fahren. Hupen hilft nichts, da es geflissentlich ignoriert wird. Der Höhepunkt kommt dann wenn die Brocken dann auch noch auf sogenannte Bekannte treffen, denn dann wird einfach ohne Vorwarnung stehen geblieben und sich gegenseitig die neusten Neuigkeiten vorgegrunzt. Die Hemmschwelle für eine Verkehrsunfall mit Personenschaden ist in diesem Moment verdammt niedrig. Hat man dann in fünf Kilometern Entfernung vom Eingang einen Parkplatz gefunden. Macht man sich auf den Weg zum Markt. Total ausgetrocknet, von dem Gewaltmarsch kommt man dann am Eingang an und versucht sich irgendwie durch die schwitzenden Massen durch zukämpfen, die da natürlich wie eine Büffelherde dumpf in der Gegend herumstehen und warten das sie sich daran erinnern was sie machen wollten, falls sie den Supermarkt einmal verlassen sollten. Glücklicherweise braucht man keinen Einkaufswagen, da man ja nur eine Kleinigkeit benötigt. Im Inneren des Supermarktes fühlt man sich dann wie bei der Landung der Allierten in der Normandie. Irgendwie erwartet man schon das Sperrfeuer der deutschen MG-Stellungen. Besser gesagt man wünscht es sich. Hat man sich dann an den ganzen Hammerkranken vorbei gekämpft, teilweise indem man gerufen hat, das es auf der anderen Seite vom Supermarkt Schweinehälften im Sonderangebot gibt, erreicht man den Verkaufsbereich und das Drama beginnt erst richtig. Normalerweise sitzt man hinter eine 5-köpfigen Familie fest und kommt nicht vorbei, weil die nervigen Rangen überall umher springen und alles angrabbeln müssen. Und die Erzeuger der Geißel der Menschheit, wie später sicherlich einmal von ihren Klassenlehrern genannt werden, schaufeln alles was nur geht in den Einkaufwagen rein. 30-Liter-Frostschutz-Spar-Kanister, rein in den Wagen. 5 Pfund Backpulver, abgepackt in kleinen Beutelchen, ab in den zweiten Wagen, den der Alte schiebt. 37 Gläser Zentis Erdbeer Marmelade und ab dafür. 10 geräuchterte Schinken aus Tirol, man könnte ja auf einmal Japs auf Schinken bekommen, auf den Riesenkanister drauf. 78 Packungen Kukident, es könnte ja nach dem vermeintlichen Angriff des Russen keine Gebißreinigertabletten geben und in spätestens 10 Jahren kann man die ja eh gebrauchen. Eine Europalette Trill, man hat zwar keinen Vogel, aber falls man am Feiertag einen geschenkt bekommt hat man wenigstens was zum essen für den Piepmatz und muß ihm kein Schnitzel in den Käfig hängen. Gut das die Ameise gerade rumstand, damit kann man die Europalette super ziehen und da passt ja auch mehr drauf als in so einen gamelligen Einkaufswagen. Weiter geht’s, Fischkonserven, eingelegte Birnen, Edle Tropfen, Maccaroni mit Käse, Staudenweise Bananen, Maggi Fix für Hirschgulasch, Knorr Salatkrönung, 80 Pfund Butter, eine Vorbestellung auf 7 Schweine- und 3 Rinderhälften. Alles Dutzendweise drauf auf die Europlatte und die zwei mitgeführten Einkaufswagen. Und davon gibt’s dann nicht eine Familie, sondern 200, in jedem Supermarkt in ganz Deutschland. Aber man ist ja noch ruhig, auch als einen die Drecksbratzen zum 18ten Mal mir dem dämlichen Wagen in die Hacken gefahren sind. Ist man dann endlich an der Stelle angekommen, wo das Produkt der Wahl stehen sollte, muß man schon großes Glück haben wenn man noch eine letzte verbeulte Verpackung in die Hände bekommt. Überglücklich, noch das bekommen zu haben, was man eigentlich wollte begibt man sich dann zu Kasse. Weit muß man nicht gehen, denn die Schlange zieht sich mittlerweile schon einmal durch den ganzen Laden und egal was man macht, man braucht immer länger als alle anderen. Vor einem stehen nur vollgepackte Wagen, deren Kapazität schon mehr als um das Doppelte überzogen wurde. Man fühlt sich schon ein wenig verloren, wenn man dann mit einer kleinen Packung Klopapier und einer Falsche Havana Club dort steht. Aber nun soll man bloß nicht glauben, das jemand einen vor lässt. Klar, an jedem anderen Tag passiert sowas, da sind nette Menschen unterwegs, die einsehen, das man schon längst bezahlt hat, bevor die gesamte Ware auf dem Förderband verteilt wurde. Aber diese Menschen sind am Tag vor dem Feiertag nicht unterwegs. Das sind dann Momente in denen man sich eine Schrotflinte wünscht und diese auch benutzen würde, wenn man eine zwischen seinen schwitzigen Fingern hätte. Das ist dann auch der Moment wo man das Beten anfängt und zu Gott schwört das man ein besserer Mensch wird, wenn man nur so etwas nie wieder mitmachen muß. Doch man hat es noch nicht  überstanden. Bei den Leuten die an der Kasse vor einem stehen sind grundsätzlich mindestens Zwei dabei, die den Betrag auf den Cent genau bezahlen wollen und ein halbe Stunde in ihren Portemonnaie und diversen Taschen ihrer Jacken und Handtaschen suchen. Das linke Auge fängt schon langsam an zu zucken und das Gehirn entwickelt die kreativsten Methoden einen Menschen zu foltern. Endlich kann man bezahlen und der Weg zum Auto ist nun fast wie Erholung nachdem man die Einkaufhölle überstanden hat. Nun nur noch den Parkplatz des Grauens verlassen ohne den fahrbaren Untersatz zu beschädigen oder gar mit Blut zu besudeln und man hat es geschafft. Ist man erstmal zu Hause packen einen Schockzustände, von dem eben erlebten und man schwört sich beim nächsten Tag vor einem Feiertag zu Hause zu bleiben und zur Not auf den Havana zu verzichten. Aber eine kleine Stimme, ganz hinten im Kopf fängt leise an zu lachen, denn sie sorgt dafür, das man wieder etwas vergessen wird und gezwungen wird die Hölle auf Erden noch einmal zu durchleben. Aber diesmal ist man gewappnet, denn man hat sich einen Merkzettel geschrieben, was man beim nächsten Mal dabei haben sollte: Räumschild für das Auto oder besser gleich für diesen speziellen Tag einen ausrangierten SPz Marder organisieren (wer noch Kontakte zur Bundeswehr hat ist hier im Vorteil), Schrotflinte mit genügend Munition oder altes G3 mit mehreren gefüllten Magazinen (Habe ich die Bundeswehr schon erwähnt?), Splitterhandgranten für größere Feindansammlungen, Klappspaten für den Nahkampf (falls die Mun wieder erwarten ausgehen sollte). Damit sollte dann auch dieser Einkaufstag ohne Probleme zu überstehen sein. Sollte man wegen Amoklauf verhaftet werden pfeift man sich die Flasche Havana Club auf Ex rein und plädiert auf Unzurechnungsfähigkeit.

In diesem Sinne, viel Spaß beim Einkaufen!

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Happy birthday

27/09/2006

Das es einmal so weit kommen würde hätte ich nie gedacht. Mein weblog wird ein Jahr. Auch wenn ab und zu mal ein paar Verzögerungen drin waren, wurde aber jedes einzelne Wochenende schriftlich festgehalten.
Es war ein schönes Jahr mit Höhen und Tiefen, aber lustig war es eigentlich an jedem Wochenende. Und dank der Leser hat es mir auch immer Spaß gemacht die Einträge zu verfassen. Ich hoffe es hatten alle auch eine Menge Spaß beim Lesen. Das die Einträge immer länger werden konnte ich leider nicht verhindern. Denn wenn ich einmal in dem Schreibfluß drin war, konnte und wollte ich ihn schwer wieder kappen. Und da schreibe ich lieber etwas mehr, als etwas zu wenig. Und wenn die Frühstückspause vielleicht zu kurz sein sollte, dann kann man ja in der Mittagspause weiter lesen. :)

Der erste Eintrag vor ziemlich genau einem Jahr beschäftigte sich mit der Eröffnung, des weblogs. Tja, der war nun mal nicht so prickelnd, aber der darauf folgende ging dann gleich mit einer Einführung des Boßelns los. Und nun ratet mal, was am nächsten Wochenende ansteht. Jawoll, Boßeln. Herrlich, ich freue mich schon.

Laßt mich diese kurzen Zeilen mit einer sensationellen Weisheit aus dem Werbefernsehen beenden, die mir gestern beim Entspannen auf meinem neuen Sofa zu teil wurde: „Platzt auch mal der Zwillingsreifen – dank Proper-Weiß gibt´s keine Streifen.“

Grandios, was sich die westliche Werbeindustrie für Gedanken macht.

In diesem Sinne wünsche ich noch viel Spaß und vielen Dank an alle, die durch Aktionen jeglicher Art helfen dieses weblog zu füllen.

Munter bleiben


Die Akte ist geschlossen

26/09/2006

Ein neues Wochenende steht an und das bedeutet viel Alkohol, viel Ehre. Freitag gings geruhsam los mit dem Geburtstag meiner Mutter. Sollte man zumindestens denken, aber es blieb ja nicht beim Geburtstag. Zuerstmal hatte ich ja noch ein Treffen mit alten Kommilitonen vom Studium, aber der zeitliche Rahmen erlaubte es mir nicht an dem Treffen teilzunehmen. Was mich dann doch sehr geärgert hat, denn ich habe die Vögel seit geraumer Zeit nicht gesehen. Schade, ich wäre gerne hingegangen. Nachdem dann also zu Hause gespeist wurde und schon das dritte Weizen dem kurz vorher getrunkenen Obstler folgte, klingelte mein Telefon und der Sascha war dran. Ich solle mich doch schnellstmöglich ins Zack in Göttingen begeben, denn die anderen Schergen sind schon da und wollen gerne Erfahrungen und Berichte austauschen. Alles bei einer netten Tasse schwarzen Tees. Wers glaubt. Natürlich wollten sie sich ordentlich die Hucke zu hauen und Scheiße labern bis es weh tut. Umso mehr tat es mir dann weh, Sascha und die anderen auf später zu vertrösten, aber ich konnte es nicht mehr verantworten, mit den getrunkenen Getränken ein motorisiertes Fahrzeug zu bewegen. Und den Feuerwehrjockel hatte ich gerade nicht zur Hand. Aber ich konnte mich ja mit noch ein bis zwei Weizen trösten. Schnaps ging dann zum Glück nicht mehr rein. Aber was sollte man mit dem angebrochenen Abend machen. Genau, man sagt dem Felkl Bescheid und geht zur Dankesfeier vom Krombacher-Club. Zwischendurch wird noch der Porno aufgegabelt und man stößt auf die vollste Truppe seit Boßeln vor einem Jahr. Die Krombacher haben sich ordentlich betrunken und bei manchen waren schon leichte Sprachschwierigkeit zu bemerken. Nichtsdestotrotz mußten noch ein paar Bier rein. Andere waren schon beim Wodka-RedBull angekommen. Manch einer mag sich jetzt vielleicht fragen, warum ich dann immer noch beim Bier bin. Dafür gibt es eine ganze einfache Erklärung mit weiblichen Attributen. Die Conny war Schuld. Nachdem ich letztes Mal eine Abfuhr bekommen habe, die laut Schnitzel keine Abfuhr war, habe ich mir diesmal vorgenommen sie anzusprechen wenn ich nüchtern bin. Kommt vielleicht besser. OK, ganz nüchtern bin ich am Wochenende nur so lange die Sonne scheint und solange ich noch alles weiß und die deutsche Sprache klar und deutlich beherrsche, kann man das schon mal als nüchtern bezeichnen. Nun gut, irgendwann ging es dann in die Werkstatt und der Türsteher (alter Bekannter) begrüßte mich mit den Worten, das Conny schon da sei. Hmm, sollte ich mir Sorgen machen? Auch nicht wegen dem seltsamen Grinsen welches er sich ins Gesicht gezaubert hat? Aber wenn sie da war, dann war ja alles in Butter. Mein Plan nahm langsam Formen und Farben an, die Farben können aber auch von der crazy Discobeleuchtung in der Werkstatt kommen. Und die Werkstatt war gut voll, ob das nun gut oder schlecht war, konnte ich noch nicht so richtig einschätzen. Nun gut, wir suchten uns also einen Platz an der Theke. Conny war im Blickfeld, kurz gewunken und der erste Kontakt war hergestellt. Felkl machte den Vorschlag eine Flasche Havana zu bestellen. Ich sagte, das ich nicht mitmachen würde und sie doch auf die anderen warten sollten, wenn sie eine Flasche haben wollte. Ach ja, der Alex war noch dabei. Das wollten sie aber nicht und wurden bockig. Ende vom Leid , ich habe mich breit schlagen lassen und habe mich an der Flasche beteiligt. Erster Fehler. Ich war ruhig, konzentriere mich und machte mir die ersten beiden sachten Mischungen. Danach fasste ich mir ein Herz und sprach sie an. Unglücklicherweise war gerade Ansturm hoch drei und sie sagte das sie gleich wieder kommen würde. Zweiter Fehler. Sie kam aber nicht wieder und der Ansturm wurde immer mehr. Und ich überbrückte die Zeit mit mehr Havana Club. Dritter Fehler. Dann war ich auch noch ein alter Sturkopf und sprach sie nicht nochmal an, weil sie eh kein Interesse hatte. Vierter Fehler. Nach dieser Niederlage und derart deprimiert hielt ich mich dann an mehr Havana Club. Fünfter Fehler. Als Christian sie dann später nochmal fragen wollte, war mir alles egal und da sagte sie ihm das ich nicht ihr Typ sei. Zu dem Zeitpunkt war ich aber auch schon weit vorne, was den Alkoholkonsum anging. Damit wäre dann die Akte Conny geschlossen. Ich habe es probiert und es hat nicht geklappt. Man kann mir vorwerfen, das ich es nicht zu sehr probiert habe und die ganzen Fehler des Abends, aber das ändert nichts daran, das ich eine weitere Akte in das „Erledigt“-Regal stellen kann. Was ich nicht verstehe (das mußte ja jetzt kommen) ist, warum sie mir das nicht schon vor einer Woche gesagt hat. Eine Woche der nervlichen Qualen lagen hinter mir. Die Wochenendplanung gingen alle auf die Werkstatt hinaus und ich habe schon mit einem nüchternen Freitag gerechnet, nur um Conny in der Werkstatt zu treffen. Alles für die Katz. Eine Woche voller Tortour wären mir erspart geblieben, wenn die Frau mir von Anfang an reinen Wein eingeschenkt hätte. Wer aber nun denkt, das ich mich in Selbstmitleid weide, der irrt. Das Leben geht weiter und es ist kurz. Dafür habe ich nach dem Tod noch genügend Zeit. Außerdem habe ich das den Abend schon genügend gemacht. Fies wurde es später, als die Cola alle war und wir auf Red Bull zurückgreifen mußte. Das hatte nicht so den Effekt, den man erwartet hat. Der Red Bull neutralisiert komplett den äußerst leckeren Geschmack des Havana und ersetzt ihn mit einem zuckerigen Nachgeschmack der einen an Zuckererbrochenen erinnert. Mmhhh, lecker. Auf dem Heimweg diskutierte ich mit Felkl noch meine Zukunftspläne und weidete mich weiter in Selbstmitleid. Ich weiß, ich sollte eigentlich drüber stehen. Aber die Stimmung war gerade so schön melancholisch, das liebe ich ja und da habe ich dem Christian wohl eine oder drei Kanten ans Knie gelabert. Dafür sind aber Freunde da. Nächster Stop Jugendraum, wo uns ein paar prügelnde Florians, Kais und Günners über den Weg liefen. Irgendwie kamen dann noch Porno und Schnitzel dazu. Ich saß teilnahmslos dem Jugendraum gegenüber und auf der anderen Straßenseite wurde sich gekloppt. Nur zum Spaß wie der eindeutige Tenor war. Tja, Porno legte sich dann einfach mal neben mich in eine Einfahrt. Kai, der das mit einem Auge zuhaltend mitbekommen hatte. Lief rüber und tat so als ob er ihn in die Seite treten wolle. Das ging ca. drei mal gut und dann hat volles Brett getroffen. OK, ich muß zugeben, da habe ich gelacht. Nicht sehr nett, aber es war verdammt lustig. Irgendwie sind wir dann weiter Richtung Heimat gegangen. Dabei hat dann Porno noch einen Ausflug in diverse Gebüsche von Franz Lichtenberg gemacht. Vor Kai Haus wollten wir dann Kai ablaschen, bis und Wolfgang, Kais Vater störte. Irgendwie mußte ich laut gedacht und vorgeschlagen haben, das wir bei Vollmer einen Kaffee trinken könnten. Der erkannte die Gefahr und begann zu laufen. Aber nicht mit uns Schnitzel nahm die Verfolgung auf direktem Weg auf und ich nahm die Abkürzung über den Klingebeutelschen Hof. Fehler. Erstens großes Gatter, das ich mit einer Flugrolle nahm. Das Aufkommen auf der anderen Seite endete in einem Strukeln mit Überschallgeschwindigkeit. Torkelnd erreichte ich den ersten Jägerzaun, den ich auch noch bewältige, doch ich unterschätze die Höhe aus der ich absprang. Mit einer gekonnten Bundeswehrrolle fing ich mich ab. Na gut, ich bin halt hingefallen und nur unter Schmerzen wieder hochgekommen, aber so ähnlich sieht das beim Bund auch aus wenn man voll aufgerödelt und mit Waffe über die Hindernisbahn muß. Diese kleine Verzögerung nutze Florian um die rettenden Haustür aufzuschließen. Glück gehabt. Schnitzel hat die Verfolgung schon weit vorher aufgegeben und somit konnten alle in Ruhe nach Hause gehen. Jetzt kommt aber noch ein kleiner Nachtrag über Porno. Görtler wollte nämlich den Porno mit einer nicht näher genannten jungen Dame verkuppeln. ER hat die zwei Mädels also vollgelabert, das Porno ein ganz lieber ist und so weiter und so fort. Die erste Frage nach dem Namen,ließ Görtler unbeantwortet, die zweite Frage danach welcher es sei wurde so beantwortet: „He Porno, guck mal gut!“ Doch das war bei Porno nicht mehr möglich, denn die Wodka-Fee hatte ihm ein paar schöne Klüsen dorthin gezaubert wo vorher seine Augen waren. Klasse.

Der Samstag wurde von Möbel umräumen in meinem Haus bestimmt. Mein Bruder half dabei die alte Sofagarnitur vor die Tür zu bringe, denn am Montag würde meine neuen Sachen kommen. Ja ich leiste mir auch mal was, was nicht mit Saufen zu tun hat. Nur indirekt, denn das Bier trinken auf dem Sofa macht unheimlich viel Spaß. Abends ging es dann zum Elferratsessen. Normalerweise eine Veranstaltung, an der ich nicht so gerne teilnehme, weil sich viele schon früh verabschieden und der Abend recht früh vorbei ist. Meistens dann so, das alle anderen schon Weg sind oder auch nichts gemacht haben. Dieses Jahr haben wir aber ein paar neue Mitglieder und ich war voller Hoffnung, zumal ja Schnitzel schon gesagt hat, das wir anschließend ordentlich einen drauf machen. Ankunft Löwen. Der erste Satz von Schnitzel war, das er nichts machen würde, weil er zu schlapp war. Enttäuscht wie ich war, tröstet ich meine Tränen an dem nächstbesten Weizen was mir kredenzt wurde. Erstmal abwarten, der Abend hat ja gerade erst angefangen. Gut das Görtler, mit mir Weizen trank, denn dann fiel es nicht so auf. Er und Susanne haben mich freundlicherweise mitgenommen. Das Essen war Klasse. Nicht zu viel und sehr lecker, auch wenn manche die Brokkoli(?)-Kaltschale nicht mochten. Besonders fällt mir hier Patrizia ein, die sich kurz bevor der Teller abgeräumt wurde auf die Toilette verdünnisierte, damit sie keine unangenehmen Fragen seitens der Kellnerin beantworten mußte. DAS Essen war vorüber und die Reihen lichteten sich. Zuerst gingen die, von denen ich erwartet habe, das sie bis zum Schluß durchhalten. Schnitzel, Kai und Wiebke, Patrick und Julia und Florian und Patrizia. Der Weizenzähler auf meinem Deckel (sehr verhängnisvoll, wenn man Strichlisten führt) zeigte vier Hefe an. Ging also noch. Görtler trank mit mir noch ein Abschiedsweizen, denn er mußte auch los und nahm Susanne und Thomas Bee mit. Wheatcounter: 5. Man rückte also zusammen. Anwesende: Morchel, Schmirie mit seiner Frau Anja, Sevenkiller mit Petra, Guido und Nicole und ich. Und weiter gings. Fortgeschrittene Stunde und es wurden Ekelheiten aus alles Welt präsentiert und getrunken. Den Anfang machte ein Averner. Definitiv nicht mein Lieblingsgetränk. Nächste Runde nahm ich dann eine Linie und bleib dabei. Warum nun der Schnaps mit rein mußte konnte keiner so richtig erklären, aber es wurde zum Pflichtprogramm. Der Wheatcounter lief natürlich nebenbei weiter. Bei all den Getränken rief natürlich öfter mal die Sanitären Einrichtungen. Und jedesmal mußte man durch den Frühstücksraum durch, der schon eingedeckt war. Etwas irritiert war ich dann schon als Sevenkiller mit einer Banane vom Klo kam. Sollte er etwa der Bananenscheißer sein. Nein, sie wurde frisch vom Frühstücksbuffett mitgenommen. Wobei es mich auch nicht  gewundert hätte, wenn sie aus Wachs gewesen wäre. Als Schmierpopel dann  mit einer Packung Knäckebrot wieder kam, wunderte mich nichts mehr. Gegen 0200 Uhr wollten wir uns dann auf den Weg machen. Doch vorher kam die Rechnung. Irgendein Unhold hat meinen Wheatcounter auf 10 gestellt. Wen ich den erwische, dann ist aber Achterbahn. Zusätzlich mußte ich noch diverse andere Getränke bezahlen. Den Preis unterschlage ich jetzt hier mal, aber ich kann sagen, das ich einer von denen war, die noch am wenigsten bezahlen mußten. Naja, ich habe ja auch am wenigsten Geld von den ganzen die noch da waren. Komischerweise muß das Navigationssystem des Taxis kaputt sein, denn trotz der Anweisung nach Westerode zu fahren, hielten wir vor der Werkstatt und mußten reingehen. Ich wollte gar nicht. Und es sah auch irgendwie anders aus seit letzter Nacht. Na klar, es waren gar nicht so viel Leute da. Dann macht man sich halt vor ein paar Leutchen zum Horst. DAS Trinken wurde aber nicht weniger. Im Gegenteil. Ich bleib aber bei meinem neuen Plan, mehr Bier als Mischungen zu trinken um nicht immer so vollstramm zu werden. Naja, das war jetzt eh zu spät. Markus war aber die Härte. Er kam rein, setzte sich auf ein Sofa und schlief ein. Großer Fehler. Schmirie knöpfte ihm das Hemd auf und Guido organisierte Lippenstift. Unter anderen auch von einer sehr gut aussehenden, hochgewachsenen Blonden. Aber fragt mich nicht wie sie aussah, ich weiß nur noch das sie hübsch war. Der Lippenstift, den er dann letztendlich von seiner Frau bekommen hatte, wurde dann an Morchels Brust ausprobiert. Schöne Herzen, ein paar Kussmündern. Sah gut aus. Morchel, der absolut schmerzbefreit war, ging in dem Zustand, offenes Hemd, bemalter Oberkörper, dann nochmal aufs Klo und legte sich wieder auf das Sofa. Es wurde später und später und wir mußten dann doch irgendwann nach Hause.

Sonntag morgen, ich kann mich dunkel daran erinnern, das ich Guido eine SMS geschrieben habe, in der ich mich nach einer gewissen, hochgewachsenen Blonden erkundigt habe. Ein späterer Anruf bestätigte das. Verdammt, mit einer habe ich abgeschlossen, da geht es schon wieder von vorne los.


Die Probleme mit dem weiblichen Geschlecht

19/09/2006

Eigentlich sollte ich am Freitag bei Vokkes Vater auf dem Geburtstag zapfen. Eine Aufgabe wie für mich geschaffen. Doch berufliche Umstände hinderten mich daran und somit mußte ich leider absagen. Also ich dann um 2000 Uhr endlich zu Hause war, habe ich mich schnell unter die Dusche begeben und anschließend etwas zu Essen eingeworfen, damit ich nicht ganz unvorbereitet in den Freitag abend starte. Da ich ja nun auf Grund meiner Verspätung nicht mehr zum Geburtstag gegangen bin, führte mich mein Weg in Richtung Mehrzweckhalle, denn da war Elferratssitzung. Nicht so mein favorisiertes Alternativprogramm, aber da gabs dann wenigstens Bier. Ich meine wer geht schon gern auf Versammlungen. Dort war ich natürlich auch schon zu spät, aber ich konnte den Biervorsprung leicht einholen. Eine halbe Stunde kriegt man immer hin. Da müssen dann halt die ersten zwei Bier schneller getrunken werden und dann kann man langsam wieder einen Gang runterschalten. Man sollte zwar einen Motor kurz nach dem Anwerfen nicht gleich in den oberen Drehzahlbereich jagen, aber bei mir ist das schon in Ordnung, ab und zu braucht die Pumpe eine solche Behandlung. Eine kleine Justage hier und dort ein Schräubchen gedreht und das wars. Die Besprechung ging vorüber und der Weg war von Beginn an vorprogrammiert. Die Endstation hieß Werkstatt. Was meinen Mitstreitern natürlich nicht entfallen war, war die gewisse Sache die ich noch mit Conny zu erledigen hatte. Verflucht, ich dachte, sie könnten sich nicht mehr daran erinnern. Aber nun gut, da muß ich dann wohl durch. Es war 2243 Uhr und wir trafen in der Werkstatt ein. So früh war ich noch nie da und so nüchtern war ich beim Eintritt in die Werkstatt auch noch nie. Eigentlich Anzeichen, das der Abend böse in die Hose gehen könnte. Aber man lässt sich ja durch nichts schocken. Schnitzel der gewissermaßen die Vorhut bildete, drehte sich nach wenigen Metern freudig um und verkündete lauthals das die Conny da ist. OK, kurzer Zwischencheck. Alkoholpegel: noch zu niedrig. Auftreten: einigermaßen sicher. Stuhlgang: fest. Nervlicher Zustand: bis eben noch ganz gut, befand sich nach der Information von Schnitzel im dunkelroten Bereich. Also gut, dann wollen wir mal. Heimlich wollten ich mich hintenrum schleichen, doch die Conny hatte sich taktisch klug aufgebaut. Aber das Hallo und das Lächeln kam grandios über die Lippen. Sie lächelte zurück, wenigesten ein Anfang. Als wir dann unsere finale Abschußposition gefunden hatten, ging die Frage nach dem obligatorischen Getränk los. Was schreibe ich hier um den heißen Brei rum, natürlich wurde es das allseits beliebte Wodka-Scheißendreck. Aber wir liefen ja mit ein paar mehr Mann auf als normal. Und schon wurden die ersten Zweifel laut. Würde denn eine Falsche überhaupt reichen? Da kriegt ja der Vorletzte schon nichts mehr ab. Also wurden prompt zwei Flaschen bei Conny bestellt. Ich hielt mich dezent im Hintergrund und verbarg mein Gesicht vor lauter Peinlichkeit in meinen Händen. Aber nur kurz, denn als die Falschen dann da war, wurde mir das erste Glas quasi aufgezwungen. Erst sträubte ich mich ja ein wenig, aber dann brachen die Reflexe durch und das Unheil nahm seinen Lauf. Da die Theke gut bevölkert war gesellte ich mich ein wenig in den Hintergrund. Einmal um den Angriff auf Conny zu planen und um ein wenig mit Kai und Keile-Günther zu plaudern. Was sich allerdings als Diskussion über Lehrstoff entpuppte. Kai macht zur Zeit Fachoberschule Technik und Keile bildet sich zum Meister weiter. Und schon wurde ich mit Fragen zu Physik und Mechanik bombadiert. Naja, jetzt unterstütze ich halt den Kai ein wenig wenn er Probleme in Mathe, Physik und Mechanik hat. Mach ich ja gerne, aber wenn ich mir überlege, das ich mit Kai lernen soll, dann kommen plötzlich Erinnerungen an meine Studienzeit hoch. Wo ich mich auch mit Kommilitonen zum Lernen bei irgendwem zu Hause getroffen habe. Das es nicht trocken bleibt war irgendwie klar, aber das es jedesmal mit teilweisen Totalausfällen von einigen Mitgliedern der Lerngruppe kommen sollte war auch mir neu. Besonders beliebt waren die Lerntreffen bei Rene der immer unbegrenzten Zugang zu einer Zapfanlage im Partykeller hatte. Das lernen ging dann eh nur eine halbe Stunde oder besser gesagt, bis die erste Zigarettenpause an stand und dann wurde schon mal ein Pils getrunken. Alles was danach kam konnte sich eh nicht im Hirn festsetzen, da von nun an immer Nachschub organisiert wurde. Aber lassen wir uns überraschen, wie das mit Kai wird, denn ich kenne den ganzen Sermon ja schon und Kai will ihn beigebracht kriegen. Während der ganzen Talkrunde wurde das Glas welches einmal ein Gemisch aus Wodka und Red Bull beinhaltete immer wieder voll gefüllt. Allerdings wurde aus der anfänglichen Mischung nach geraumer Zeit, ohne das ich davon Kenntnis genommen habe, ein volles Glas Wodka mit einem Spritzer Red Bull. Man schmeckte es aber auch nicht. Der Alkoholpegel steig rasend an und meine Nervosität ging nur marginal nach unten. Den Zeitpunkt Conny ohne Selbstschädigung anzusprechen war vorbei. Vielleicht ein letzter Satz zum Abschluß. Florian war mal wieder der Hammer. Wir waren noch keine 1,5 Stunden in der Werkstatt, als die Westeröder Mädels ankamen. Darunter auch Florians Freundin. Die guckte nicht schlecht als sie sah, in welchen Zustand sich der Gute befand, hatte er doch großspurig am Abend versprochen, nicht so so viel zu trinken wenn nicht sogar gar nichts zu trinken. Wir müssen ihm zu Gute halten, das er es probiert hat. Wenigstens eine Stunde lang, bis dann der Löwentor bei der Versammlung auf den Tisch gekommen ist. Nun ja, die Mädels waren also da und Florian war so gut drauf das er auf einen Hocker steig und erstmal anfing seine Hose auf zuknöpfen. Voller Panik in den Augen versuchte Patrizia das Schlimmste zu verhindern indem sie ihn die Hose festhielt und weiter Helfer dem Florian vom Hocker halfen. Ein Bild für die Götter. Und es war wohlgemerkt erst kurz vor 0100 Uhr. Während also allerhand los war, hatte Schnitzel einen Auftrag, der ihm wahrscheinlich der Herr persönlich aufgetragen hat, denn ich wüsste sonst nicht wie er auf solche Ideen kommt. Aber dazu später mehr, denn ich habe von der Sache auch erst später erfahren. Der Abend verlief weiter und meine Erinnerungen wurden immer weniger und der Wodka immer mehr. Schnitzel und Porno waren auch erstmal schön tanzen und die Hüfte auch, deren Jacke ich dann halten sollte. Wie man sich so erzählt wäre ich auch beinahe mit Hüfte und Thomas Bee nach Hause gefahren, aber als kein Taxi vor der Tür stand bin ich gleich wieder rein marschiert. Warum sollte ich auch Zeit verschwenden in dem ich auf ein Taxi warte. Die kann man auch besser nutzen. Als dann irgendwann die Theke vorbei kam bin ich dann ausgestiegen und habe mich festgehalten. Wer zu dem Zeitpunkt noch da war kann ich nicht sagen, aber Schnitzel war bestimmt noch da. Aber auch der Schnitzel muß mal nach Hause und ich wollte mich anschließen. Das habe ich aber irgendwie nicht mehr hin bekommen. Was ich allerdings noch hin bekommen habe ist Conny zu fragen ob sie mich mal anrufen würde. Ihr Kommentar dazu war, das ich sie beim nächsten Mal nochmal fragen sollte. Für mich kam es so vor, als wären alle Worte im klarsten Hochdeutsch aus meinem Mund gekommen und der Satzbau war nahezu perfekt. Für Aussenstehende hat sich bestimmt angehört als hätte ich einen Golfball im Mund und könnte die deutsche Sprache erst seit zwei Tagen. In dem Gedanken gerade eine wunderbare Abfuhr bekommen zu haben ging ich also nach Hause. Was ich vorhin vergessen habe zu erwähnen ist, das ich am nächsten Morgen zugesagt hatte, bei Friede auf dem Bau zu helfen. Klasse. Dank des Red Bulls geht das morgen wie von selbst.

Samstag früh, der Wecker macht Geräusche die sich anfühlen als würde ein verrosteter, handbetriebener Spiralbohrer direkt in meine Großhirnrinde eindringen. Bekannte Worte streiften mein Gehirn: „Oh shit!“ und dann flackerte permanent der letzte Augenblick vor meinem inneren Auge auf, an den ich mich erinnern kann. Die Abfuhr von Conny. Deprimiert und mit einem Kater fuhr ich zu Friede, der mich mit den Worten: „Du siehst ja scheiße aus!“ Danke, genau solche aufbauenden Worte braucht man nach einem solchen Abend. Und die Arbeit die er für mich aufgehoben hat, war auch wieder vom feinsten. Kies aufschütten. Aber zumindestens kann man genügend Scheiße labern. Dann kam der Anruf von Schnitzel und wir diskutierten den vergangenen Abend. Es bleibt weiterhin im Dunkeln wie ich nach Hause gekommen bin. Aber Schnitzel versicherte mir, das ich von Conny keine Abfuhr bekommen habe. Ich solle sie beim nächsten Mal nochmal fragen und zwar dann, wenn ich nicht fünf Promille drauf hätte. Das dürfte sich aber als schwierigeres Unterfangen herausstellen als mir leib ist, denn schließlich arbeitet sie in der Werkstatt. Ich werde aber mein Bestes versuchen und mich zusammenreißen. Versprochen! Dann erzählte er mir noch was, was ich hier aber nicht wieder geben will/kann/darf. Der Leser darf sich nun eine Möglichkeit aussuchen, die ihm am Besten gefällt. Aber mir ging es schon besser. Was aber auch daran liegen könnte, das der Red Bull mein Herz nicht mehr auf Überschallgeschwindigkeit beschleunigte. Nach getaner Arbeit ruhte ich mich aus und legte den Fahrplan für den Abend fest. Felkl und ich wollten ins Ambiente, denn da war Sommerasbchlußparty. Dort wollten wir uns mit Köppel, Näppchen, Ingo und Anne treffen. Vorher sollten wir aber noch vorglühen. Also ein paar Pils bei Christian reingepfiffen. Und ab gings ins Ambiente. Dort hat eine Live-Band gespielt die durchaus hörenswert war. Sie haben zwar nur Cover gespielt, aber die waren wirklich gut, zumal sie auch Pop-Songs das Rocksigel aufgepresst haben. Leider waren sie ziemlich laut und unser Platz war sehr Boxennah. Man kann halt nicht alles haben. Dafür war die Aussicht umso besser. In jedem Winkel konnte man hübsche Mädels sehen. So macht dann auch das Trinken wieder Spaß. Aber ich muß gestehen, das ich nicht mehr so richtig stramm wurde. Es folgten also Becks nach Becks und nebenbei wurde das Trommelfell von zu lauter Musik malträtiert. Die Musik war gut, aber eben viel zu laut. Dafür wurde beim dem wummerden Bass der Darmtrakt ordentlich angeregt. Gott sei Dank hatte ich den Tag über nicht viel gegessen, sonst wäre es durchaus zu einem sanitären Notfall im Ambiente gekommen. Und wie es nicht anders sein kann hat man jede Menge alte Bekannte getroffen. Eike war auch da und sie erzählte mir das sie gerade vom Bedienen auf einer Feier gekommen war und dort war ein Alleinunterhalter der die ganze Zeit englische Lieder gesungen hat, aber in seinem Leben noch keinen richtigen englischen Satz gesprochen hat. Das stelle ich mir schon recht fies vor. Wenn man dann das gebrochenen Englisch hört und die ganzen Liedtexte machen keinen Sinn. Aber es gibt schlimmeres. Zum Beispiel der zeitweise Biernotstand, da die Bedienung nie bis zu uns durchgedrungen ist. Also mußte ich wieder auf Biersafari gehen. Warum ich? Weil ich immer der war der zuerst ausgetrunken hatte. Ja ich weiß, aber so war es nun mal. Aber die Bedienung am anderen Ende des Ambientes freute sich immer wenn ich auf die Theke zu kam, denn dort war eher weniger los. Zum Schluß gab dann der Köppel nochmal alles und begeisterte sogar den Sänger. Die Zeit schritt fort und Christian wollte nach Hause. Doch nicht ohne an der Werkstatt anzuhalten, denn ich nahm mir die Worte von Conny wirklich zu Herzen. Leider war sie nicht da und auch sonst keiner in der Werkstatt. Also gings weiter nach Hause. Ich muß zugeben, das der Freitag nicht spurlos an mir vorbei gegangen ist. Punkt eins war, das ich nicht richtig stramm war, allerhöchstes angeheitert (Genau der richtige Zustand Conny zu frage, aber wer war nicht da?). Punkt zwei, ich war müde. Sollte die körperliche Arbeit bei Friede das bewirkt haben. Denn am Schlafentzug kann es nicht gelegen haben. Da habe ich schon weniger geschlafen und anschließend mehr geleistet, ich sage nur Truppmann-Ausbildung Teil 1. Zwar weniger körperlich, aber dafür nervlich.

Sonntag, ausnüchtern und den Gedanken nachhängen. Was da in meinem Kopf abging, kann ich hier nicht niederschreiben. Es trudeln ja jetzt schon Beschwerden ein, das ich zu viel schreiben würde, sodas manche meine Einträge nicht mehr auf der Arbeit lesen könnten. Ich will doch nicht Schuld sein, das Deutschland durch meine Einträge in den wirtschaftlichen Ruin getrieben wird. :)


Das Wochenende der Kopfschmerzen

13/09/2006

Eigentlich sollte es ein Wochenende der Veränderung sein, aber es kam wie es kommen mußte. Die Kater kamen und gingen und man hätte dieses Kapitel auch „Ballern…..mit Anlauf“ nennen können. Doch wie kam es dazu. War es Absicht, war es ein Versehen, war es Schicksal oder war es vielleicht göttliche Fügung? Niemand weiß es und niemand wird es vermutlich erfahren. Doch beginnen wir wie immer bei dem Freitag, der Beginn einer unglaublichen Reise in das Land der Kopfschmerzen.

Böse Zungen behaupten das die Planung für diesen Freitag schon am vorausgegangen Freitag in der Werkstatt stattgefunden hat. Davon hat mir aber keiner Bescheid gesagt. Es waren glaube ich auch die gleichen bösen Zungen, die behaupten der Vorschlag würde von mir kommen. Tja, wenn ich mich daran nur erinnern könnte, dann wäre mit um einiges geholfen. Nun erfreut sich jemand anderes an meinen Erinnerungen, wo weiß nur ein gemeines Alien, der sich auf meine Kosten einen goldenen Arsch verdient. Kann man aber nicht ändern. Die Planung stand also für einen netten, gemütlichen Abend in Göttingen. Gemütlich!? Von wegen, das hat sich mein Hirn so fein ausgedacht, aber da machen wir mal einen schönen Strich durch die Rechnung. Die Teilnehmer waren: David und Ellen, Christian und Sabrina und ich. Laut der Gerüchte wollten wir Sabrina, Christians Freundin aus Fulda, mal das Nachtleben von Göttingen zeigen. Normalerweise gehört dazu ja ein Besuch bei Wolfis Tanzdiele um 0500 Uhr morgens, aber das konnte man ihr nicht antun, außerdem ist das ein idealer Treffpunkt, wenn man eine nette Männerkenipentour macht, da müßen die Frauen ja nicht unbedingt hin und sehen wie man sich voll wie die Nacht versucht ein Schnitzel mit Jägersoße in den Mund zu schieben. Natürlich hat man die Stücken viel zu groß geschnitten und man trifft das Loch, was am Beginn des Abends noch der Mund war und schnellstmöglichst zur Alkoholentsorgungsöffnung umfunktioniert wurde, nicht mehr so gut. Das dabei dann ein paar Pilze dem sicheren Tod entrinnen wollen ist ja klar, aber sie kommen dann nur wieder auf den Teller oder in den meisten Fällen irgendwo auf den Pullover oder Jacke respektive Jackentaschen und werden dann Monate später gefunden. Ellen wollte fahren, doch sie und David mußten vorher noch zum Kegeln und wir hatten ein wenig Zeit zum Aufwärmen. Beim Training habe ich mir erstmal zwei Bier rein getan, die bekamen dann bei Christian Gesellschaft durch weitere Pilse die taktisch klug, vorher in der Nähe des Haupteingangs zur Felkl Residenz deponiert hatte. Als die Beiden dann endlich kamen, tranken wir noch ein Getränk und los gings. Erste Station auf dem Göttinger-Nachtleben-Fahrplan war das Thanner’s. Hier verbrachte ich einen Großteil meiner Oberstufen-Mittwochnachmittage, um dann angetrunken im vollbesetzten Bus zurück ins Eichsfeld zu fahren. Kein Geschenk, aber man hatte immer einen Sitzplatz für sich alleine, da man ja so lecker nach Hefe aus dem Mund roch, am späten Nachmittag. Good ol‘ Thanner’s, it is good to be back, auch wenn eher weniger los war, aber die Hefe schmeckten immer noch hervorragend. Gut gekühlt und nett serviert, so wie ich sie am liebsten mag. Das Publikum war sehr überschaubar, aber zu dieser späten Stunde waren dann überwiegend Männer da und die paar Mädels die noch da waren, waren schon wieder auf dem Sprung. Aber allzu lange wollten wir ja eh nicht bleiben. So lange wir aber da waren genoß ich das Weizen und die Aussichten. Das Weizen war vortrefflich, ich kann gar nicht mehr sagen, wie viele es waren, aber drei Stück mindestens. Die Aussicht war auch recht nett. Nette Bedienung und nette Thekennachbarin. Die allerdings gegangen ist ohne sich von mir zu verabschieden. Könnte auch daran gelegen haben, das ich kein einziges Wort mit ihr gesprochen habe. Wer weiß das schon, ich dachte halt sie könne Gedanken lesen. Nun gut, nachdem dann das letzte Hefe den Schlund runter gegangen ist, gings in den JT-Keller. Früher wären wir jetzt in Osho gegangen, aber irgendwie war es wohl das letzte Mal nicht so prickelnd und der JT-Keller bietet immer gute Unterhaltung. Ach ja, das Osho, als ich noch in Göttingen gewohnt habe, war es nach dem Thanners immer meine Standardtour an einem beliebigen Mittwoch. Erst im Thanner’s vorglühen und die Freuden des Studentenlebens genießen und dann sich im Osho bei günstigen, guten Bier den Rest um dann am Donnerstag aufzuwachen und zu merken, da man wohl irgendwie die ersten zwei Vorlesungen verpasst hat. So ein Ärger aber auch! Gehen wir aber zurück zum JT-Keller. Dort war Vollmond-Party, was immer das auch heißen mag. Auf jeden Fall hieß es wohl warm und stickig, denn kurz nach dem Vorhang den man passierte traf man auf eine Wand geballte Hitze und luftarmen Raum. So, beste Voraussetzungen um sich richtig schön abzuschießen. Man darf nur nicht zu früh den Weg nach draußen wagen. David und Christian sind ja schon seit Beginn des Abends auf dem Mischungenzug aufgesprungen, aber der fuhr mir definitv noch zu schnell, ich blieb also beim Bier. Becks aus der Flasche, für 2 Euronen. Kann man eigentlich nicht meckern. Klar, die verdienen sich damit einen goldenen Testikel, aber ich habe auch schon mal mehr für ein Bier gezahlt. David machte sich also auf Mischungsorganisation und ich begab mich auf Biersafari. Da es glücklicherweise auch eine extra Biertheke gibt, die nicht immer so voll ist, habe ich natürlich das leichtere Los gezogen. Als die Versorgung mit weiterem Alkohol sicher gestellt war, machte ich mich daran das Publikum zu sondieren, denn im Keller trifft man durchaus ein paar alte Schulkollegen vom Abi. Eigentlich wollte ich mich ja mal wieder mit Onnen und Benny verabreden, wenn ich das nächste Mal in Göttingen unterwegs war, aber das ging diesmal alles ein wenig kurzfristig und somit habe ich sie nicht mehr erreicht. Schade, eigentlich. Und so wirklich bekannte Gesichter waren auch nicht da. Und schon war das erste Bier alle. Wie schnell das ging, aber die Theke war ja zum Glück nicht weit. Das ging dann noch zwei oder dreimal so und es kam über mich. Der Bierzug fuhr einfach zu langsam und ich wurde langsam neidisch auf die Kollegen die mit doppelter Geschwindigkeit in dem Mischungszug auf dem Nachbargleis an mir vorüber sausten. Einmal kurz angesetzt, die Entfernung und die Geschwindigkeit geschätzt und in meine Berechnungen mit einkalkuliert und zack war ich drüben und hatte eine große Mischung Havana Club Cola in der Hand. Ja, so machte es Spaß, die Welt rauschte nun schneller an mir vorbei. David und Christian waren zwar schon weiter vorn, aber das machte nichts. Cool war der Christian, der wirklich alles gab um zu vertuschen, das er schon ganz schön den Arsch voll hatte. Tanzen besser gesagt strukeln gehörte da noch zu den raffinierten Ablenkungsmanövern. Aber ich muß zugeben, ich habe Christian selten so im Partnertanz aufgehen sehen. Nachdem ich dann auf dem Mischungszug war ging alles recht schnell. Nett war auch noch der Kollege, der versuchte krampfhaft auf der Toilette das Pinkelbecken zu treffen und jedes mal die Fliesen erwischte. Erinnerte mich ein wenig an die Stelle bei Kurt und Gürgen, wo Kurt versuchte an alte Zeiten anzuschließen. Damals mit Benzeng in der Bretterpenne, aber das ist eine andere Geschichte. Zum Schluß habe ich noch die liebe Jasmin getroffen. Die war nämlich erstmal auf Austausch in Ecuador und hat immer fleißig mails geschrieben. Aber leider konnten wir uns nicht lange unterhalten, da wir so langsam los wollten. Es wurde aber auch Zeit denn der Christian hatte es sich schon ein wenig gemütlich au einem der Sofas gemacht. Auf dem Weg zum Auto telefonierte ich nochmal mit dem Schnitzel um zu erfahren, ob in der Werkstatt noch was los sei und ob eine gewisse junge Dame dort sei. Tja, Schnitzel war wohl schon voll und zu Hause und meinte das die gewisse junge Dame nicht da gewesen wäre, aber wohl am nächsten Abend da sei. Ein winzig kleiner Stein fiel mir vom Herzen. Wer nun denkt, da es schnurstracks nach Hause ging, der irrt. Bei der ganzen Flüssigkeit muß jetzt noch was zu essen eingefahren werden. Am Besten schön salzig und ungesund. Da traf es sich gut das es den Burger King in Göttingen gibt. Mit vereinten Kräften versuchten David und ich dann Ellen zum Bürger King zu lotsen. Ich muß zugeben, das ich die Strecke in meinem Kopf vorfahren mußte um Ellen einigermaßen richtig zu navigieren, aber der David unterstützte Tatkräftig und immer wenn ich dann in diverse unbekannte Richtungen abbiegen wollte intervenierte er frühzeitig. Mit vereinten Kräften und mit diversen Abkürzungen und Umwegen haben wir es dann doch geschafft um dann beim Burger King das wohlverdiente Kraftfutter zu bekommen. Soweit ich mich noch erinnern kann, nahm ich einen Texas irgendwas. Großer Fehler, die Hölle nistete sich direkt auf meiner Zunge ein und mir wurde nach dem dritten Bissen schlagartig bewusst, das ich an diesem Burger am nächsten Tag nochmal meine Freude haben werde. So soll er denn kommen, der nächste Tag. Zurück in Ellen Auto hat es schätzungsweise vom Zuschlagen der Tür bis zum Einlegen des Rückwärtsganges gedauert bis David, Christian und ich eingeschlafen waren. Als ich dann den Weg vom Auto bis zu meinem Bett zurückgelegt hatte (teilweise unter zu Hilfenahme der Hände, also nicht auf allen vieren, aber die wand gab mir eine gute Stütze und Leitung in mein Zimmer), zeigte der digitale Wecker eine große 06 und eine winzig kleine 24.

Berühmte erste Worte: „Oh shit!“ So fing also mein Samstag morgen an. Und ich war heilfroh, das die Ausbildung für den Truppmann Teil 2 verschoben wurde. Denn ansonsten wäre ich zu dem Zeitpunkt schon beim zweiten Frühstück gewesen. Bewegungen des Kopfes sollten vermieden werden, denn ansonsten könnte es vorkommen, das mein Gehirn an den Schädel stößt. Es war unerklärlicherweise über Nacht gewachsen, aber mein Schädel behielt sein Volumen. Sehr störend. Gegen frühen Nachmittag hatte mein Gehirn leicht an Volumen verloren und stieß nun nicht mehr bei jeder Bewegung des Kopes an die Wandung. Allerdings stellte ich meine handwerklichen Fähigkeiten unter Beweis und tauschte meine analoge Satellitenanlage gegen eine Digitale aus. Alte Schüssel runter holen und neue installieren. Leichter gesagt als getan, wenn man nicht gerade sicheren Stand hat und auf einer extra langen Leiter an der Hauswand rumkraxelt. Aber ich hab es hinbekommen, obwohl ich erst einen falschen Neigungswinkel eingestellt hatte. Aber wozu hat man Freunde die man in solchen Notfällen anrufen kann. Gut, hätte es nicht geklappt hätte Schüssel mit samt Reciever fliegen gelernt und wäre anschließend vom guten alten Güldner Tessin überrollt worden. Mehrmals!

Nach getaner Arbeit ruht man sich dann gerne mal bei einem oder zwei Bierchen aus. Zum Glück veranstaltete die Feuerwehr an dem Abend ihren Grillabend. Wenn das man nicht gepasst hat wie die Faust aufs Auge. Guten Mutes ging ich also zur Grillfeier ohne zu ahnen, das der Abend schlimm enden sollte. Den Anfang machten erstmal zwei Bierchen, denn man mußte den Magen langsam auf das Kommende vorbereiten. Aber ich wollte langsam machen, denn wenn der Abend in der Werkstatt enden sollte (wovon man zu 80% ausgehen kann), sollte ich nicht zu stramm sein. Ich saß also mit Holger und Kai dort alleine rum und wir rätselten wer denn überhaupt noch zum Grillabend kommen würde, als dann plötzlich der Görtler um die Ecke kam. Er erzählte mir von dem großartigen Werkstattabend und meinte das Porno schon richtig heiß auf heute Abend sei. Also hieß das große Ziel auf das man hintrank die Werkstatt. Als ich dann mein zweites Bier leerte machte der Görtler schon so komische Bemerkungen, das ich mich wohl heute Abend zurückhalte, weil ich ja vielleicht noch was vor hatte. Papperlapapp und schon stand das erste Hefe auf den Tisch. Nicht weiter schlimm, denn kurz nach dem Weizen wanderte noch das eine oder andere Steak den Rachen hinunter. Dann kam die erste Hürde. Kai kam mit diversen Schnäpsen aus dem Feuerwehrhaus. Still und heimlich habe ich mich erstmal verpisst, doch im Unterbewusstsein muß ich wohl im Vollautomatismus muß ich wohl auf die Frage nach der Schnapssorte Kümmerling geantwortet haben. Den so ein Getränk wartete auf mich, als ich von der sanitären Anlage wiederkehrte. Die Uhrzeit habe ich vergessen, aber es dürfte nicht später als 2100 Uhr gewesen sein. Verflucht, das Gehirn war schon weggesperrt und die Gliedmaßen machten sich selbstständig und der Schnaps war unten. Da man ja auch einem oder fünf Beinen nicht stehen kann folgten dem ersten Kümmerling noch ein paar. Zählen war zu dem Zeitpunkt nicht mehr möglich, da ja zeitgleich die Weizenaufnahme erhöht wurde, um einem möglichen Flüssigkeitsverlust vorzubeugen. Zusammen eine ganz gefährliche Mischung. Der Kümmerling war dann alle und ich dachte ich hätte es geschafft und zu dem Zeitpunkt macht eich noch eine recht gute Figur. Da sich die Temperaturen recht schnell abkühlten verlagerten wir den Trinkerstandort an das nebenbei entzündete Lagerfeuer. Ich glaube Philip hat es unter Einsatz seiner Augenbrauen in Gang gebracht. Wer ein echter Feuerwehrmann ist, kriegt sowas schon mal hin. Da ,am aber nicht einfach so am Feuer sitzen kann und nur Bier trinken kann, mußten mal wieder ein paar Schnäpse rein. Hatten wir ja schon lange nicht mehr. Nun kam die schlimmste Waffe im Arsenal der Spirituosenindustrie: Der Rote. Sehr süß und haut mächtig rein. Gläser waren nun passe, es wurde schlimmer. An dieser Stelle möchte ich mich von den Lesern unter 18 Jahren verabschieden, denn was jetzt kommt ist Ballern unterster Kanone, schlimmer geht es wirklich nicht und ich möchte nicht das jüngere Leser hier auf dumme Gedanken kommen. Alle weg? Fabian Hartmann, sehe Dich noch, weg vom Rechner oder ich sag Deinem Vater Bescheid! Also, was macht man wenn man keine Schnapsgläser mehr hat oder einfach keine mehr findet? Die Lösung heißt Daumentrinken und ist wirklich etwas ganz fieses. Man hält den Daumen an die Flasche und trinkt dann direkt aus der Flasche und muß halt unter den Daumen kommen. Hört sich nicht nur sehr assig an, ist es auch. Und die Promillezahl schnellt mit Lichtgeschwindigkeit nach oben. Nachdem dann zwei Flaschen alle waren füllte unser Oberschlau-Ortsbrandmeister die Flaschen mit Rotwein auf und meinte es merkte keiner. Merkten wir aber doch und es war uns egal, hauptsache das Zeug macht doof im Kopf. Rainer fiel dann noch von der Bank und die Stimmung war gerettet. Doch es sollte noch besser kommen, die Werkstatt wartete und Porno saß schon auf heißen Kohlen, obwohl er sich schon grob geschätzt 25 Steaks einverleibt hat. Dieser Junge ist ein Faß ohne Boden. Egal ob es Nahrungsmittel oder Alkohol ist, da geht alles rein, entweder Pfund- oder literweise. Also bildeten Porno und ich die Vorhut und die anderen wollten nachkommen. Warum ich nun unbedingt noch in die Werkstatt wollte war mir unklar, denn Reden fiel schon schwer. Der Satzbau stimmte auch nur ansatzweise und an Frauen ansprechen war nun gar nicht mehr zu denken. Ach ja, die Geschichte mit dem Lanz. Als wir dann in die Werkstatt rein sind sah ich mit gemischten Gefühlen zur Theke. Was würde ich tun wenn Conny da war. Ich hatte mir ja vorgenommen mal etwas mehr als zwei Sätze zu reden. Aber ich war ja auch schon im Land des Rausches und da war ich schon seit ein paar Stunden und das Sprachzentrum funktionierte nicht mehr wie es die Bedienungsanleitung vorschrieb. Da werde ich auch nochmal einen Beschwerdebrief schreiben. Ein paar Weizen und schon hört man sich an als hätte man getrunken. Nun ja, die Enttäuschung oder vielleicht sogar Erleichterung folgte kurze Zeit später. Nachdem der Weg zur Theke gefunden war stellte ich fest das Conny nicht da war. Also wurde erstmal eine Falsche Havana geordert. Auf Wunsch von Porno. Ich hätte eigentlich nichts mehr gebraucht, denn ich hatte genug für Zwei. Aber man ist ja nicht so und trinkt dann aus Gesellschaft noch ein paar Mischungen mit. Wer nun in der Werkstatt war oder ob überhaupt jemand in der Werkstatt war entzieht sich meinem Erinnerungsvermögen. Ich kann mich nur sehr deutlich an die Falsche Havana erinnern und an Porno der mich immer zum trinken animierte. Kurze Zeit später hat die ganze Grillgemeinschaft in die Werkstatt verlegt. Halt, nicht alle. Wolfgang fehlte, sehr zu meinem Bedauern. Nun stelle man sich vor das jetzt ca. 10 volltrunkene Männer die gerade vom Grillen kommen und die ganze Zeit am Feuer gesessen haben in die Werkstatt kamen. Es roch schlagartig nach Zeltlager. Und die Stimmung stieg um 95%. Gucke ich mir die Fotos an, waren doch noch andere Gäste da, aber von denen weiß ich nichts mehr. An was ich mich aber sehr deutlich erinnern kann ist Rainer auf der Tanzfläche. Birkenstockschuhe und hochgekrempelten Jeans und eine flotte Sohle aufs Parkett gelegt. Sensationell. Görtlers Freundin kam dann auch noch vorbei und die hat dann Porno, Görtler und mich auch irgendwann nach Hause gefahren, weil es einfach absolut nicht mehr ging, bei keinem. Die Fotos zeigen mir ein komplett außer Gefecht gesetztes Kommando. Ortsbrandmeister, stellv. Ortsbrandmeister und Gruppenführer, Jugendwart, alle Jenseits von Eden. Naja, der Schnitzel war ja nicht mit, dann hätte halt der stellv. Jugendwart das Kommando übernommen. Man kann froh sein, das es noch Rückhalt gibt.

Sonntag morgen, ich glaube ich hatte ein Deja vu. Die ersten Worte: „Oh shit!“ Mein Kopf wollte platzen und ich konnte ihn nicht dran hindern. Viel schlimmer war, das er eine leichte Neigung nach vorne hatte, an der ich noch weniger ändern konnte. Dazu kamen dann noch sehr angenehme Nackenschmerzen. Um mich am Kopf kratzen zu können hätte ich Verlängerungen für die Arme gebraucht denn die Oberseite des Kopfes konnte ich mit den standardmäßig mitgelieferten Armen nicht erreichen. Selbst die Dusche und anschließende frische Luft brachten keine Besserung. Erst als ich abends in mein Bett kroch, konnte ich dem Schmerz ein wenig entfliehen, allerdings nur in einer Liegeposition. So einen Sonntag hatte ich zu letzte vor gefühlten 1000 Jahren, auf jeden Fall eine Ewigkeit nicht mehr. Nie wieder Schnaps. Bald ist Boßeln. Verdammt!


Der Schweineflüsterer

06/09/2006

Da wären wir mal wieder. Ein weiteres Wochenende ist ins Land gezogen und hat seine Spuren hinterlassen, bei mir vor allem im Kopf oder auch am Kopf, wie man es nimmt. Man sitzt also nichts ahnend bei der Arbeit und versucht sich krampfhaft auf Problemlösungen zu konzentrieren, während die ersten Gehirnzellen schon Richtung Wochenendaktivitäten abdriften. Ein paar hörte ich schon singen. Dann klingelte auch noch das Handy, zum Glück nur eine SMS. Wer schrieb? Der Porno und fragte ob ich mir schon ein Bier rein ziehe. Woher kann er meine Gedanken lesen? Natürlich habe ich mir kein Bier rein gezogen, aber ich würde gerne, doch der liebe Gott bzw. mein Chef hat davor noch zwei Stunden Arbeiten gesetzt, aber der Countdown lief. Nicht mehr lange und ich konnte meine Lippen an ein wohlverdientes, kühles Bier legen und genießen. Da das Training wegen eines Spiels einer anderen Mannschaft ausgefallen war lag die Vorlaufzeit noch offen. Z Hause angekommen telefonierte ich erstmal mit dem Felkl was denn ginge und das die allgemeine Tendenz in Richtung Werkstatt ging. Er hatte wie immer keinen Bock, aber seine Freundin schon, damit war er in einer Zwickmühle und ich hatte den besseren Standpunkt. Das Ende vom Lied war das ich in Zusammenarbeit mit Sabrina den Christian zu einem Werkstattbesuch überreden konnte. Das Sprichwort mit dem Lanz ist ja jedem bekannt und es trifft zu, das kann ich aus Erfahrung sagen. Nun ja, da kein Bier mehr da war, mußte ich vorher noch zur Tanke und konnte so dem Felkl und Sabrina noch eine Flasche Bacardi mitbringen. „Wie kein Bier bei Peter zu Hause? Wie geht denn das? Waren da etwa die illegalen Bierklauer aus Pilsen am Werk?“ höre ich da doch schon wieder Einige schreien. Nein, ich hatte natürlich Bier zu Hause, aber da habe ich es auch vergessen in der Hoffnung, das meine Eltern noch was im Keller hatten, aber da war leider auch nichts mehr, weil mein Bruder am Wochenende zu Hause war und mein Vater noch kein Neues gekauft hat. Aber es gibt ja noch die Tanken und man kauft ja gerne überteuertes Bier, dem Staat geht es ja so schlecht und da sollte man ihn und die armen Ölgesellschaften unterstützen wo man nur kann. Beim Felkl habe ich dann kurz vier der sechs Flaschen inhaliert und schon gings auch in die Werkstatt. Dort war es primär sehr laut, weil irgendein pseudo-berühmter DJ auflegte. Aber mein Sonne ging gleich auf als ich die Theke passierte, denn die Conny bediente. Da fiel mir schlagartig ein, das ich mich ja ganz nett mit ihr vor ca zwei Wochen unterhalten habe, nur das ich total stramm war und sie einigermaßen nüchtern. Da könnte eventuell eine Entschuldigung fällig sein. Aber dazu hat man ja später noch Zeit, bevor ich überhaupt an ein Gespräch denken kann, muß ich erstmal mein Gehirn ein wenig betäuben und verwirren, damit hinterher nicht sowas raus kommt wie: „Kommst Du öfters hier her?“, nebenbei bemerkt, O-Ton Florian zur McDonalds-Bedienung, kurz bevor Porno seine vier Cheeseburger mit dem am Tresen angeketteten Lebenshilfe-Spendenhäuschen bezahlen wollte. Ja, wir sind immer gerne bei McDonalds gesehen. Aber ich schweife ab. Kurz zu Conny gewunken und sie hat lächelnd zurückgewunken, so schlimm kann es also nicht gewesen sein. Unseren erste Position schlugen wir taktisch klug in der Nähe der Toiletten auf. Da ist der meiste Publikumsverkehr und man bekam schneller mit, wer alles so da ist. Ach ja, das hätte ich ja fast vergessen, Kathrin Schäfer habe ich gleich mal am Eingang getroffen. Es ist immer eine Freude wenn sie da ist. Nachdem wir unseren Standort befestigt haben kamen dann euch irgendwann Kai, Andreas und noch später dann Schnitzel, der Glückliche durfte noch mehr auf seinem Mähdrescher umher fahren und Felder mähen. Ein paar Westeröder Mädels schauten auch sporadisch mal vorbei. Die erste Flasche war dann auch nach einiger Zeit alle und obwohl wir mit dreieinhalb Mann (Sabrina zählt nur zur Hälfte) dran tranken hat sie relativ lang gehalten. Eigentlich ein schlechter Schnitt, aber man muß es ja nicht übertreiben. Eigentlich wäre jetzt der richtige Zeitpunkt gewesen, mal zur Conny rüberzuschlendern und ihr ein Gespräch auf zu zwingen, da sie aber arbeiten mußte und es gerade ziemlich voll an der Theke, verschob ich das einfach mal nach hinten. Ich kann nun nicht sagen das ich darüber nicht gerade erleichtert war. Aber wir verlegten unseren Standort erstmal an die Theke, dort kann man besser sitzen, hat mehr Platz und man ist näher an Conny dran. Logisch, oder? Und es dauerte auch nicht lange, bis dann die zweite Flasche auf dem Tresen stand und man immer mehr Leutchen getroffen hat. Anne, Ingos Freundin war auch dabei und trotz meiner Überredungsversuche per SMS, war der Ingo nicht aus seiner Wohnung zu bekommen. Dabei habe ich ihm vorgeschwärmt wer so alles in der Werkstatt ist, aber da war leider nichts zu machen. Flasche Zwei neigte sich dem Ende und es wurde schon die Sammlung für die Nachfolge gestartet. Während all dieser netten Unterhaltungen und dem ganzen Wodka habe ich ganz die Conny vergessen, aber vielleicht hat sie auch mein Gehirn absichtlich von der „To do“-Liste gestrichen. Aber nun war absolut nicht der richtige Zeitpunkt, da schon leichte Probleme mir der Konzentration auftraten. Aber ohne was zu sagen sollte ich mich auch nicht verabschieden. Genau, Verabschieden ist das Stichwort. Wenn ich dann gehe, sage ich kurz was. Toller Plan. Davon erzählte ich natürlich keinem was, was dann die anderen auf den Plan brachte. Es wurde gestichelt und gelästert. Der Schnitzel machte mir schon die Hölle heiß, das sie die ganze Zeit zu mir rüber gucken würde und ich nicht so verdammt feige sein sollte. Aber gerade wenn eindeutige Zeichen verschickt werden (falls Schnitzel die Wahrheit gesagt haben sollte) und es fast zu einfach sein könnte. Schaltet mein Gehirn in den Leerlauf und die Instinkte übernehmen und ich mache genau das Gegenteil von dem was eigentlich das richtige wäre. Durch das ganze Aufsticheln ist meine Leber trotzig geworden und hat blockiert ergo ging gar nichts mehr. Zwischenzeitlich konnte ich das Gehirn ein wenig aus der Reserve holen und war drauf und dran was zu ihr zu sagen. Doch ich hatte die Rechnung ohne meine sogenannten Freunde gemacht. Denn die fingen auf einmal an mich lauthals anzufeuern und Lieder auf mich zu singen. Allen voran Christian, der mit den Liedern anfing. Kann es eigentlich noch peinlicher werden. Das ich nun nichts mehr gemacht habe dürfte ja wohl klar sein und Conny hat mit ziemlicher Sicherheit nichts mitbekommen. Nein, denn die Westeröder waren ja so leise und so dezent wie immer. Nach solchen Aktionen zweifele ich ernsthaft an meinem Verstand, ob ich hier überhaupt richtig sei. Das ist doch nicht normal, oder? Wenn mich jetzt nochmal irgendwann einer von denen ernsthaft fragen sollte, warum ich keine Freundin habe, dann serviere ich einfach diese Geschichte. Nun ja, da ich ja nun eh die Lacher auf meiner Seite hatte, ging der Abend munter weiter, das war ja alles kein Grund Trübsal zu blasen. Felkl haute irgendwann bei der Hälfte der dritten Flasche dann ab, da er müde war. Zwei Mischungen später machte Porno den Vorschlag noch eine Flasche Havana Club zu ordern, wenn denn die Flasche Wodka alle ist. Aber ein kurzer Blick in die Runde zeigte, das es schon eine Schwierigkeit wurde diese Flasche zu leeren. Wir haben es dann aber geschafft und bereiteten uns auf den Abmarsch vor. Aber so ganz hat es mir dann doch keine Ruhe gelassen und ich wollte wenigstens noch ein zwei Sätze mit Conny wechseln. Geschickt wie ein Fuchs ließ ich den anderen den Vortritt, damit sie mir nicht wieder in Wort fallen konnten und schnappte mir Conny an der Theke. Ich entschuldigte mich also für den Auftritt der Westeröder und vor allem wegen unserem Zusammentreffen vor ca. zwei Wochen, weil ich da so stramm war. Aber sie fand mich gar nicht so stramm und fand es eigentlich recht nett. Ich muß ja zugeben, das mir ein nicht gerade kleiner Stein vom Herzen gefallen ist. Mit einem lauten Plumps landete er in einem See aus Wodka Red Bull. Wäre ich jetzt dageblieben, dann möchte ich nicht wissen, was in Westerode rum erzählt worden wäre, noch bevor ich zu Hause gewesen wäre. Also verließ ich die Werkstatt mit einem recht guten Gefühl und einiger Vorfreude auf den nächsten Besuch. Draußen erwarteten mich die Anderen mit einem Grinsen im Gesicht, wenn sie keine Ohren gehabt hätten, würden sie im Kreis grinsen. Auf gings zum Empfangen der Marschverpflegung bei McDonalds und anschließend nach Hause.

Vertraute Geräusche eines viel zu lauten Weckers rissen mich aus meinem Schönheitsschlaf. „Kergl!“ war wohl das erste Wort was ich denken konnte. So langsam stellte sich die Betriebsbereitschaft ein und wie ein leuchtendes Warnschild wurde folgende Mitteilung an mein inneres Auge projiziert. „Wanderrallye mit der Jugendfeuerwehr!“ Oh Gott, der Kater hat den Kopf noch nicht erreicht, aber man muß schon wieder wandern mit neun Jugendlichen die meinen, das man ihnen eher zuhört wenn sie so laut redeten wie es nur geht. Gut, ganz so schlimm ist es nicht, da sie ja schon ein wenig älter sind, aber alleine der Hartmann reicht für zwei Nervensägen. Egal was man ihm sagt, er macht genau das was anschließend den meisten Schaden an Objekten, ihm selber und Umstehenden anrichtet. Noch dazu kommt das es bei der Wanderrallye immer erniedrigende Spiele für den Jugendfeuerwehrwart gibt. Ich erinnere nur an Karaoke singen oder Seilspringen, bei dem ich kläglich versagt habe. Wir wanderten in Immingerode und dem Pferdeberg umher und die Kids durften lustige Spiele machen. Noch war alles in Ordnung, zwar ein wenig anstrengend, da es den Berg hoch ging, aber den gings ja irgendwann wieder runter. Auf dem Laufzettel wurde es schon angedroht, der Jugendwart mußte was schätzen. Ich ahnte schon schlimmes und gerade weil Ralf und Gerald die Sachen ausgearbeitet haben. Gerald befragte mich gleich mal was ich mit dem Inhalt der Vase gemacht habe die ich bei dem Revival mit Bier voll gemacht habe. Jetzt war eigentlich ein richtiger Zeitpunkt ihm zu sagen das der Inhalt (Sand und Kerze) auf dem Dach entsorgt wurden. Vor den ganzen Zeugen würde er nichts machen. Nun ja, bei der Ankunft am Feuerwehrhaus wurde ich erstmal von Gerald und einem weiterem Kameraden dezent um die Ecke geführt. Ich rechnete ja jeden Moment damit das ich gleich ins Gebüsch gezerrt werde und hinterher raten muß wie viele Leute mich gerade vertrimmt haben, aber so gemein waren sie nicht. Ich wurde in einen Garten geführt und sollte das Gewicht von zwei Hängebauch-Schweine schätzen. Super, wo ist der Schnitzel wenn man ihn mal braucht. Eins der Schweine verkroch sich gleich in die hinterste Ecke als ich kam und das andere konnte ich mit Katzenfutter anlocken. Schließlich mußte ich es ja anheben, damit ich ein Gefühl für das Gewicht bekam. Aber erstmal mußte ich das Schwein zu packen bekommen. Gar nicht mal so einfach. Zumal es ja wie bekloppt anfing zu quieken, als ich Hand an es anlegte. Zu Recht, wie ich hier mal hinwerfen möchte. Unter großem Gelächter von Gerald und dem Besitzer der Schweine drehte ich also meine Runden im Schweinegehege um das Schwein zu packen. Es dauerte auch nicht lange, bis Gerald wieder mal einen neuen Namen für mich fand: Der Schweineflüsterer. Ende vom Lied ich habe mich komplett verschätzt weil ich mich vor lauter Lachen nicht konzentrieren konnte.

Abend wollte ich dann mit Fabian und Katja in das Backsteinhaus, weil da wohl eine Band spielte. Das ist aber ins Wasser gefallen, weil sie auf einmal keine Lust mehr hatte. Nun ja, so konnte ich mich dann der Glashaustruppe anschließen. Von der allerdings nur noch Görtler und Porno überblieben. Die sagte mir auch gleich Bescheid, das ich noch zu Guido kommen sollte, denn da gabs Bier, weil seine Tochter Einschulung hatte. Das lasse ich mir aber nicht zweimal sagen. Guido hatte sich so eine Genuine-Draft-Schicki-Micki-Anlage zugelegt und das erste Bier trank ich ein wenig skeptisch. Aber ich muß ehrlich zugeben, das Bier war ein Gedicht. Gut, es war Becks, da hat es ja gleich genügend Scorer-Punkte von Beginn an, aber es schmeckte wirklich verdammt gut. Vielleicht sollte ich mir auch so eine Anlage zulegen, aber dann wäre meine Bude wohl immer voll, außerdem habe ich bei MediaMarkt den ultimativen Kühlschrank gesehen. Mit eingebautem Faß. Sind zwar diese 5-Liter-Party-Fäßchen, aber der dicke Zapfhahn am Kühlschrank macht schon einiges her. Bei Guido wurde dann der Porno wieder aktiv und erzählte jedem von meiner log-Adresse. Gibt es wirklich Leute die sich das hier durchlesen? Von Guido aus starteten wir dann zum Glashaus. Bei der Ankunft war es wie immer. Ehrlich gesagt darf man ins Glashaus nur mit Scheuklappen gehen. So viele heiße, hübsche Frauen auf einem Fleck gehören eigentlich verboten. Das Gehirn hat gleich mit einem Overload reagiert und in unsichtbarer Faden zog mich an die Theke in den Club Havana. Ich fing langsam mit Bier an und wollte dann später auf Mischungen umsteigen. Das Publikum im Havana war sehr spärlich. Also verlegten wir in die Arena und ich war froh das ich eine Brille auf hatte, denn sonst wären meine Augen aus den Höhlen gefallen. Dort war nämlich Studio 54 Party und überall hüpften leicht bekleidete GoGo-Tänzerinnen rum. Was tun, in meiner Panik trank ich mein Bier auf Ex aus und hielt mich an der Theke fest und bestellte gleich noch ein eins. Guter Platz, wie ich feststellte, denn zwischen den ganzen heißen Frauen und mir war ein Menschenpuffer mit vereinzelten heißen Frauen. Dann kam Oems. Ein alter Freund aus der Schulzeit. Er stellte sich mit seiner Frau und einer Freundin in unsere Nähe und ich war mir im ersten Augenblick nicht sicher, ob er es wirklich ist, aber kurze Zeit später war alles klar. Also erstmal mit Oems und seinen Begleiterinnen einen trinken. Die Freundin war die gute Ilka. Sie kam zu mir an und fragte ob ich auf der Realschule war. Nachdem ich dem zustimmen konnte konfrontierte sie mich gleich mit meinem Namen. Worauf meine Pupillen zu Fragezeichen wurden, denn ich kannte sie nicht, nicht mal vom sehen. Aber sie klärte mich auf, das wir in einem Jahrgang waren. Leider verschwanden die Fragezeichen nicht aus meinen Augen. Ich habe aber mittlerweile alle fehlenden Puzzleteile bei Oems erfragt. Später kam dann Susanne, Görtlers Freundin, vorbei und meinte ich solle Sven sagen er sei ein ganz großes Arschloch, weil er mit einer anderen Frau an der Theke steht. Mache ich doch gerne, aber dann kam doch der kleine Versöhnungsschmieder in mir durch und ich klärte sie auf, das die Frau schon vergeben sei und sie sich nur unterhalten. Das wäre ihr egal. Nun ja, ich bin ja nur der Überbringer der Nachricht. Zeitsprung. Mittlerweile habe ich Bemi und Nina, Conrady und Anja, den Langen und Dr Dieck getroffen. Nach dem obligatorischen Scheißelabern gab Conrady erstmal einen auf seinen Geburtstag aus. Seine Wahl fiel auf B-52’s und die Wahl war schlecht. Also B-52 ist ein Schnaps aus Schnäpsen gemischt, ein sogenannter Shooter. Und der shootet aber auch direkt in das Gehirn ohne Umwege über die Blutkörperchen zu machen. Ich kann mich an B-52s erinnern, nach denen ich am Liebsten die Kloschüssel näher untersucht hätte. Nur der Geiz hat in drinnen gehalten. Mit Panik in den Augen sah ich zu wie die Thekendame das Höllengebräu zusammen mixte. Als es dann vor mir stand brauchte ich dann auch zwei Anläufe bis es unten war. Aber es brachte mich auf der Promilleskala schnell weit nach vorne. Während des Zeitsprungs bin ich auch auf Havana-Club Cola umgestiegen und spülte damit gleich nach. Eigentlich viel zu schade, aber sie hatten gerade kein Fünf-Liter-Krug mit Bier da. Zwei Arbeitskollegen habe ich auch noch getroffen und ich wägte ab ob ich mich zusammenreißen sollte, aber sie waren ja nur marginal jünger als ich. Zwischenzeitlich habe ich auch wieder den Weg zu Glöckner, Porno und Oems gefunden. Auf den diversen Podesten hatten die GoGo’s gerade irgendwelche Kerle gezogen und fingen an die auszuziehen. Und ich rege mich auf wenn mich Leute lauhals anfeuern wenn ich eine Frau ansprechen will. In unserer Nähe hatten gerade zwei Blondinen einen blonden Jüngling am Wickel. Und wer sollte es anders sein, als mein Arbeitskollege. Soviel zu der Zurückhaltung. Sah aber gut aus. Und seine Freunde hatten eine Menge Spaß. Später gratulierte ich ihm nochmal zu dem gelungenen Auftritt und freute mich schon auf Montag. Der Streit zwischen Görtler und Susanne ist dann leider eskaliert und wir begaben uns auf Susannes Spuren. Als ich sie dann endlich gefunden hatte verzog sich Görtler mit ihr erstmal und Porno und ich sind dann alleine nach Hause. Zum Glück trafen wir noch Tobias und seine Freundin an der Kasse, die uns netterweise mit genommen haben. Eine abenteuerliche Fahrt sollte uns erwarten. Die direkte Verbindung zwischen Worbis und Duderstadt ist leider unterbrochen, da in Gerblingerode Vollsperrung ist. Also gings über Kleckerdörfer. So weit so gut, bis wir dann nach Ecklingerode kamen. Dort befand sich eine Baustellenampel. Meine Uhr zeigte 0400 Uhr und wir standen an einer Baustellenampel in der ehemaligen SBZ. Kein Auto kam vorbei. Die Ampel schaltete nach gefühlten drei Stunden endlich mal auf grün und ich erwartete mindestens eine Baustelle so groß wie der Münchner Flughafen oder aber einen Bombenkrater von einer zu spät hochgegangenen 500kg-Fliegerbombe mit Aufschlagzünder. Aber nichts dergleichen. Da war nichts nicht mal ein Baustellenschild. Was soll das? Hatte da jemand die Ampel noch im Keller stehen und hat sich einen Jux gemacht? Ich weiß es nicht. Vielleicht waren es auch Außerirdische die sich darüber tierich gefreut haben. Endlich zu Hause oder auch nicht. Denn der Tobi-Express hielt erstmal an der Werkstatt. Aber Conny war nicht da. Schnief. Dafür kam Wippi um die Ecke und wir erzählten und tranken nett. Porno hing ein wenig durch und wurde schon leicht angezählt, also trank ich aus und wir begaben uns nach Hause. Mein Bett, endlich konnte ich mal ausschlafen ohne zu irgendwelchen Feuerwehrsachen zu müssen. Erlösung.

„Kergel!!“ so auch der Anfang des Sonntags und es kamen noch „Gnnr“ und dashashabegesternnichtvielgetrunken“ dazu. Muß ich mehr schreiben?


Die Stengel-Party

01/09/2006

Die Stengel-Fete, ist eine der ersten „großen“ Sommerparties auf die ich mal gegangen bin. Hat damals noch 10 DM Eintritt gekostet und man konnte unbegrenzt saufen. Je nach körperlicher Verfassung. Damals war ich aber noch im Aufbautraining. Heutzutage kostet die Stengel-Fete 15 € Eintritt, aber das Programm ist geblieben. Und ich habe einiges an Kondition aufgebaut. Sollte das etwa der Grund für die Explosion des Eintritts sein. Nun ja, die erste Erhöhung kam wohl mit dem Euro, aber vielleicht ist es doch die hohe Anzahl an Schluckspechten, die die Inflation des Preises verursacht hat. Ich hoffe das liest hier keiner, sonst werde ich noch gesteinigt. Aber erstmal war das Fußballtrainig angesagt. In meinem Fall hieß das zum Sportplatz runtertigern und dem Rest beim Training zugucken und hoffen das sie schon eine Kiste Bier in die Kabine gestellt haben. Denn wenn man von der Mühlenstätte zum Sportplatz runter geht, dann wird man ganz schön durstig. Aber ich kann mich ja auf Carsten verlassen. Kiste Bier war da und die erste Kanne ging auch relativ fix runter. Training war vorbei und die Einzigen die nach Hilkerode zur Fete gefahren sind waren dann Christian, Fasel und ich. Erschreckende Ausbeute, denn die Vorwoche wollten noch einige Leute mehr mit. Was solls, manche kann man halt zu ihrem Glück nicht zwingen. Fasel ist gefahren, da er eher selten Alkohol trinkt hat er das freiwillig gemacht. Nicht das jetzt wieder wer sagt, wir hätten hier irgendwen gezwungen Sachen zu machen zu denen er keine Lust hat. Als wir dann in Hilkerode angekommen sind, erschrak ich gleich schon wieder, denn es war gähnende Leere und man bekam ohne Probleme einen Parkplatz. Das ist bei der Stengel durchaus ein besorgniserregender Zustand, zumal es schon 2300 Uhr war. Zuerst dachte ich, das ich mich im Tag geirrt habe, aber auf der Einladung stand eindeutig das Datum von dem Freitag. Also begaben wir uns auf den langen, einsamen Weg zum Schützenhaus. Normalerweise traf man hier bereits die ersten Betrunkenen, aber keine Spur von jeglichen Alkoholleichen. Nur in weiter Ferne, als kleiner Punkt am Horizont, sah man ein beleuchtetes Pavillon was wohl den Eingang zur Party darstellen sollte. Es lag also ein beschwerlicher Weg voller Gefahren zwischen uns und dem ersten Bier. Nach der Ankunft am Zelt bezahlte wir mit zittrigen Händen, die Leber wurde langsam nervös und ließ es den ganzen Körper spüren. Wie konnte ich es wagen, sie erst auf Touren mit Bier im Sporthaus zu bringen und dann auf einmal den Nachschub zu unterbrechen. Nun war sie sauer. Das kann ja ein ganze heiterer Abend werden. Wir postierten uns erstmal vor dem Schützenhaus, da das Wetter noch recht gut war. Doch meine Leber trieb mich in Richtung Theke und somit bot ich mich großzügig an die erste Runde für Felkl und mich zu organisieren, Fasel ist irgendwie am Eingang hängen geblieben. Also rein ins Schützenhaus und erstmal Andrea begrüßt. Doch die Thekenanziehungskraft schlug unbarmherzig zu. Ich gab also eine einfache Bestellung auf: „Ein Bier und ein Cola-Bacardi.“ Der Typ hinter der Theke schaute mich begeistert an und machte sich gleich auf den Weg. Endlich mal jemand der motiviert an die Sache ranging. Alle anderen Bedienungen waren weiblich, da kann man mal wieder sehen, das ich ein Händchen für sowas habe. 10000 Mann im Stadion und wer kriegt den Ball ab? Eine der Bedienungen (klein, blond, muß ich mehr sagen) hatte ein rätselhaftes T-Shirt an: „Was ist geil und kommt aus Göttingen?“ Oh Gott, ein weiteres Rätsel! Sofort drehte ich mich in Panik um ob irgendwas Geiles aus Göttingen hinter mir steht und mich gleich anfällt, doch ich hatte Glück, hinter mir stand nur jemand Unbekanntes. Ich schob die Frage erstmal weiter nach hinten in meine Gehirnwindungen. Irgendwann werde ich auch dieses Rätsel lösen, ich hoffe nur bis dahin wird mein Gehirn nicht überfüllt. Nun ja, der Typ kam also mit einer Mischung Bacardi-Cola zurück und fragte mich allen Ernstes was meine andere Bestellung gewesen ist. Erst dachte ich er wolle mich ein wenig verkohlen, aber er hatte es tatsächlich auf dem Weg von der Theke zur Mischungsstation und wieder zurück vergessen. Soll vorkommen, aber als ich dann mein Bier in meiner Hand hielt, war alles wieder gut. Schnell zurück zum Felkl und weiter gings mit rumstehen. Sehr spannend, aber so konnte man am Besten kontrollieren, welche Personen vom anderen Geschlecht die Party betraten, so weiß man später noch an wen man absolut nicht ran kommt. Fasel hatte sich in der Zwischenzeit auch zu uns gesellt und schlürfte ein wenig sparsam guckend seine Cola. Ich konnte ihn gut verstehen, aber wie gesagt er wollte freiwillig fahren. Dann kam die Tochter von seinem Chef und irgendwoher kannte ich sie. Fasel klärte mich auf, das es Jeanette Burchardt war, die ich aus dem Kindergarten kannte. Nicht von früher, aber von dem diesjährigen Karneval wo wir vom Elferrat schon leicht angeduselt dem Kindergarten einen Besuch abstatteten. Der Fehler das ich neben Görtler stand und wir die ganze Zeit rätselten, wer der gut aussehende Engel an der Tür war. Wir beschlossen das es eine Kindergärtnerin war und wir definitiv im nächsten Jahr wieder dabei sind. Eike tauchte dann auch irgendwann auf und wir haben uns kurz unterhalten. Der Felkl hatte allerdings mehr Glück, er hatte an dem Abend das Schild „Bitte vollabern!“ abbekommen. Normalerweise habe ich bei jeder Festivität eine Option an dem Schild, aber diesmal ist der Kelch an mir vorüber gegangen. Es gibt immer irgendwelche Vögel, die versuchen einem ein Gespräch aufzudrängen und man krampft sich an sein Bier, welches dann nach und nach immer weniger wird. Ist es alle, hat man verloren, denn die Theke ist in weite Ferne gerückt. Ein einfaches: „Ich hole mal was zu trinken, willst Du auch was?“ Hilft da nicht mehr. Im Besten Fall geht dann der Laberer mit zur Theke, so kann man sich wenigstens mit Alkohol betäuben. Im Schlimmsten Fall lässt er einen nicht weg und erzählt „nur noch diese eine Sache“. Während die anderen einen Vorsprung aufbauen, den man eigentlich nur noch mit intravenösen Korn aufholen kann, bleibt man auf einer Party stehen, wie ein Flugzeugabsturzüberlebender in der Wüste Gobi. Viel schlimmer ist, das man langsam aber sicher den Alkoholspiegel abbaut und wenn dann alle nach Hause wollen, kann man eigentlich auch wieder gefahrlos eine motorgetriebenes Fahrzeug bedienen. Nun ja, Felkl, der Sack, löste sich mit einem geschickten Griff aus dem Schwitzkasten des Laberers. Es gab einen kleinen Seitenkommentar zu mir, den ich wiederum kommentieren mußte. Ende vom Lied, Felkl war den Laberer los und Eike hat sich verkrümelt. Alles klar, das wird alles auf die interne Liste notiert. Dann kam der Nolte und andere Breitenberger. Kurz mit Manuel, dem Berufsfeuerwehrmann (<- Er zwang mich es zu schreiben), gelabert, der sich mit den Worten: „Wir trinken nachher noch einen zusammen!“ verabschiedete. Damit habe ich alle Hoffnungen verabschiedet, morgen zu wissen wie ich den Abend nach Hause gekommen bin. Weiter gings. Adrian und Wiebke hatten ihren Auftritt. Wiebke tat es leid, das sie so früh von meiner Party abgehauen sind, aber es war so kalt. Naja,sie hatten ja recht, aber was hätte ich machen sollen? Lange Unterbuchsen von der Bundeswehr verteilen. Davon habe ich selber nur drei Stück und den Wirkplüsch. Aber auch auf der Stengel wurde es kälter und somit begaben wir uns nach drinnen. Großer Fehler. Ging man dann wieder raus schlug der Hammer zu, also immer schön drinnen bleiben. Doch ab und zu nötigte die Blase einen mal die frische Luft zu besuchen. Die Toiletten im Inneren, für die man ja die Gebühr am Eingang gezahlt hatte waren hoffnungslos überfüllt. Wie sollte es auch anders sein, hatte das weibliche Geschlecht auf die Männertoilette in Beschlag genommen. Man ist ja Gentleman und lässt sie gewähren. Drinnen traf ich dann auf den Langen und Helena, dort mußte eine schicksalhafte Begnung zwischen der Jacke vomLangen und mir statt gefunden haben. Dazu später mehr. In der Zwischenzeit bin ich dann auch auf Bacardi-Mischungen umgestiegen. Zu dem Zeitpunkt als ich umgestiegen bin, hatte der Felkl schon leichte Probleme mit der Zunge. Irgendwie kamen die Worte die er eigentlich sagen wollte, leicht verzerrt aus seinem Mund. Interessanter Effekt, wenn man noch nicht ganz so stramm ist. Ich war aber schlauer geworden und bestellte jetzt bei der jungen Dame mit dem Rätsel auf dem T-Shirt, von dem ich immer noch nicht wusste was es ist. Vielleicht waren es unsichtbare kleine Würmer, die bei Berührung nüchtern machen. Auch wenn ich nicht so aussah, ich hatte eine ganz schöne Angst, die ganzen 15 Euro umsonst wenn aus Versehen auf so ein Tierchen trete. Die Bestellungen wurden aber nicht besser. Ich: „Ein Cola-Rum, bitte.“ Sie: „Rum haben wir nicht, nur Bacardi.“ Ich kurz gewartet, ob es ein Scherz sein, dann die Lage gerafft, das es kein Scherz war: „Naja, dann nehme ich halt einen Bacardi-Cola.“ Wenigstens sah sie gut aus. Ob sie wohl aus Göttingen kommt? Die Mischungen hatten es natürlich in sich, das konnten sie natürlich nicht schlecht, kein Wunder das der Felkl schon wieder Stimmen zu hören schien, die nur für ihn bestimmt waren. Der Augenblick kam, auf einem unbedachten Weg zu den natürlichen, sanitären Einrichtungen traf ich die versammelte Breitenberger Truppe. Es hilft ja nichts und es wurde kräftig weiter getrunken. Sehr kräftig. Als ich da weg bin, mußte ich mir schon ein Auge zu halten, damit ich den Weg zu Felkl zurück fand. Und ich fand ihn an der Tanzfläche. Ich ahnte Schlimmes. Als erstes drückte er mir eine Jacke in die Hand und meinte ich solle sie mal halten, da mit er auf Toilette kann. Mach ich. Als er zurück kam wollte er plötzlich die Jacke nicht mehr wieder haben und auf die Frage wem die Jacke denn gehöre konnte er nur mit einem versuchten Schulter zucken antworten. Da stand ich also mit einer herrenlosen Jacke. Felkl nutze meinen kurzen Augenblick der Verwirrung und begab sich auf die Tanzfläche. Nun war eh alles zu spät. Netterweise gesellte sich Andrea zu mir und wir unterhielten uns über dies und das. Irgendwann kamen dann auch noch Wiebke und Andrian vorbei, aber denen gehörte die Jacke auch nicht. Tja, die Uhr schlug 0400 Uhr und nach einer kurzen Abstimmung von Felkl und mir beschlossen wir mit absoluter Mehrheit das es Zeit wurde nach Hause zu fahren. Nie war es einfacher ein Taxi von der Stengel-Party nach Hause zu bekommen. Ich kann mich zwar nicht mehr ganz genau daran erinnern, aber ich bin der festen Überzeugung, das wir uns das Taxi mit Adrian und Wiebke geteilt haben. Aber wer kann das schon genau sagen, nachdem man sich soviel Rum, Verzeihung, Bacardi, den Rum gabs ja nicht, reingezogen hat. Wie ich dann schlußendlich nach Hause gekommen bin kann ich nicht mehr mit Sicherheit sagen. Auf jeden Fall lag ich in meinem Bett, als am nächsten Morgen um 0900 Uhr der Wecker klingelte.

Der Samstag nachmittag kam und ein Anruf von Markus Ballhausen kam mit ihm. Helena, seine Freundin, war dran und fragte ob ich Markus Jacke mit nach Hause genommen hatte. Endlich ein Rätsel konnte mein Gehirn verlassen. Als ich nämlich aufgestanden bin, schwirrte mir eine Frage im Kopf rum: „Was ist geil und kommt aus Göttingen?“ und als ich dann an die Garderobe blickte drängte sich eine zweite Frage auf: „Wem, zur Hölle, gehört die Jacke?“ Alles klar, Jacke war weg, nun bleibt noch die Göttingen-Frage und die Angst vor unsichtbaren Würmern. Abends ging es dann zu Porno-Patrick, der hatte nämlich Geburtstag und wir hatten uns selber eingeladen. Hatte ich schon wieder vergessen, aber aufmerksame Mittrinker haben mich dran erinnert. Dummerweise war ich ein wenig spät dran, denn alsich ankam bekam ich nur noch ein letztes Glas aus dem 5 Liter Fäßchen. Traurig klammerte ich mich an die nächstbeste Kiste Bier die dort rumstand und leerte ein paar Flaschen. Wir überspringen nun ein paar Stunden. Die Tür ging auf und wer kam rein? Keile Günther, frisch vom Straßenfest und seinen kleinen Bruder im Schlepptau, der sich wie bekloppt freute, mal ein paar Betrunkene zu sehen. Die es ja mit ziemlicher Sicherheit beim Straßenfest nicht gab. Ja klar. Als Günner den Raum betrat hörte man einen kleinen Angstschrei von der zierlichen Anlage unterhalb der Theke. Sie war doch noch so klein und Günner machte sie bestimmt mit seinen Amokattacken kaputt. Zielsicher steuerte er die Anlage an und schon war es geschehen. Der Lautstärkeknopf wurde auf Funktion überprüft. Nun ja, sie hielt einiges aus, bestimmt nicht auf Dauer, aber für den Moment ging es. Sobald Günner die Anlage im Sturm übernommen hatte, trat Philip auf den Plan. Der hat in letzter Zeit irgendwelche illegalen Kräuter genommen, scheint mir, denn seid er die Stripperin, bei Glöckners Geburtstag gesehen hat, kann er die Klamotten nicht mehr am Leib halten. So legte er zu schwungvollen Rhythmen, die Keile auflegte, einen Strip für das Geburtstagskind hin. Porno wusste allerdings nicht so richtig wie ihm geschieht. Als dann auch noch Keile-Günther, alias die Killerplautze ins Geschehen eingriff war es vorbei. Günner zog Porno sein T-Shirt über den Kopf und Philip kam von der rückwärtigen Seite. So ein schwules Sandwich hat man schon lange nicht gesehen. Glücklicherweise hatte ich meinen Fotoapparat dabei, obwohl ich schon Angst hatte, das er jeden Moment in tausend Teile zerspringt. Denn einen solchen Anblick erträgt man nicht ohne weiteres mehr als 5 Sekunden. Aber er hat ja schon ganz andere Sachen fotografiert. Die Party ging weiter und plötzlich stand eine Flasche Wodka auf dem Tisch und der dazugehörige Scheißendreck. Ehe ich mich versah, hatte ich dann auch sofort ein Glas in der Hand. Böse Zungen mögen jetzt behaupten, das ich die Falsche angebracht habe oder besser sie gefordert hatte, aber dazu kann ich nur sagen, das in dem Moment mal wieder die Leber das Kommando über mein Sprachzentrum, welches noch tadellos funktionierte, übernommen hatte. Günner pfiff sich zu dem Zeitpunkt eine weiter Flasche Bier auf Ex rein und sein Bruder der den Ernst der Lage erkannt hatte, schüttelte nur unverständlich den Kopf. Er wusste, das es wieder eine harte Nacht für Günner werden würde. Die Fußballer auf der anderen Seite verabschiedeten sich recht früh, stand doch am nächsten Tag ein wichtiges Spiel an, sehr vorbildlich. Und der Rest, der noch über blieb, mußte dafür dann doppelte Kraft fahren. Kai, der schon lange nur noch halbe Kraft fährt übernahm sich dabei ein wenig. Mehrmals ging er raus um seine Blase zu entleeren, aber in 70 Prozent der Fälle stand er einfach nur im Garten rum und wartete wahrscheinlich auf besseres Wetter. Und wenn er es dann doch mal geschafft hat, die Flüssigentsorgung zu aktivieren, fiel er dabei hin. Natürlich nicht einfach auf den Rasen, nein, sondern von der Mauer. Ist ja klar, man ist ja noch nicht stramm und hält locker das Gleichgewicht. Oder eben nicht. Als dann bei allen die Augen ein wenig schwer wurden, wurde es Zeit in die Werkstatt zu fahren. Aber es war schon 0400 Uhr am Morgen, da würde sich das nicht mehr lohnen. Trotzdem beharrten einige doch darauf. Schlußendlich ist aber dann doch keiner mehr hingefahren. War auch besser so. Ich habe mich dann mit Kai auf den Heimweg gemacht und war froh als ich endlich im Bett lag.

Sonntag morgen, früh aufstehen und zum Feuerwehrwettkampf. Kein Geschenk. Atze kam zu spät und sah aus wie jemand den sie gerade aus einer Schrottpresse gekratzt haben. Und im Endeffekt lief auch beim Wettkampf nicht alles so rund. Da erste Bier mußte ich mir dann doch runterwürgen. Und dann hat man immer diese Klugschwätzer daneben, die dann rumlästern, das man gar nichts ab kann. Klar, die sind ja auch nicht schon seit Freitag unter Strom!


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