Die Fickmaschine wird 40

Jetzt muß ich mich erstmal für den obzönen Titel entschuldigen, aber es ging nicht anders. Eigentlich sollte der Eintrag ja „Glöckners 40ster Geburtstag“ heißen, aber das ging nach dem Geburtstag am Samstag absolut nicht mehr. Aber dazu später mehr. Denn das Wochenende fing glücklicherweise an einem Donnerstag an.
Donnerstag war nicht nur der letzte Tag vom Zelten mit der Jugendfeuerwehr, sonder auch der Tag an dem wir von der Feuerwehr eine Großübung in Friedes Haus (was noch nicht fertig ist) machen durften. Nun gut, so groß war die Übung aber nicht, weil halt viele zum Üben da waren, aber die die da waren hatten Spaß. Hinterher wurde noch ein paar getrunken und das große Ziel des Abends hieß Werkstatt. Es war ja schließlich Donnerstag und da konnte man ruhig mal wieder dem Eberhard einen Besuch abstatten. Der freut sich ja immer so. Also wartete ich auf den Schnitzel der sich noch umziehen mußte. Alleine im Feuerwehrhaus. Plötzlich kam der Florian rein und meinte das er jetzt zu Görtler geht und Schnitzel und ich hinterher kommen sollen. Ich mußte also hoffen, das der Schnitzel sich beeilte. Tat er aber nicht. Also schrieb ich ihm, das er gleich zum Görtler gehen soll. Natürlich nicht bevor ich mein Hefe (5. an der Zahl) ausgetrunken habe. Bei Görtler ging dann noch ein Becks Gold rein und dann gings auch schon los in die Werkstatt. Florian, Schnitzel, Porno und ich. Eine ganz gefährliche Kombination. Da es in der Werkstatt selber tierisch voll war, haben wir uns draußen an der frischen Luft gleich einen Platz gesichert. So hämmert es dann auch besser rein, wenn man mal zum pinkeln oder Nachschub holen wieder rein muß. Die Entscheidung war schnell getroffen, was an diesem Abend das Getränk der Wahl sein sollte. Da viele verschiedenen Geschmäcker zusammentrafen einigten wir uns schnell auf Wodka-Red Bull. Das hämmert immer gut in den Schero rein und wenn wir ehrlich sind, braucht man das auch wenn man den Abend in der Werkstatt überstehen will. Die erste Falsche stand also auf dem Tisch und es dauerte nicht lange, bis der Porno Hunger bekam oder wenigstens die Verpflegung sicherstellen wollte. Also ist er schnell zum Dönermann und hat nachgefragt bis wann die Küche geöffnet hat. Denn je leerer die Wodka-Flaschen, umso größer der Hunger. Mit strahlendem Gesicht kam er zurück und verkündete das bis 0400 Uhr warme Speisen gereicht werden. Für ihn war die Information allerdings total unnütz, wie sich später herausstellen sollte. Aber alles der Reihe nach. Nachdem wir dann die zweite Flasche zur Hälfte geleert hatten, kamen wir langsam auf den Trichter das es drinnen doch etwas angenehmer sein könnte, zumal sich die Uhr auch schon nach Mitternacht vor gewagt hat und man davon ausgehen konnte, das einige der Schüler schon nach Hause mußte. Die Sperrstunde wird in der Werkstatt nämlich groß geschrieben. Uns aber egal, denn der Porno geht locker als 18 durch. Nun ja, als wir dann drinnen angekommen sind, versagte zwischenzeitlich auch mein Kurzzeitgedächtnis, denn alle Ereignisse bekomme ich jetzt nicht mehr so ganz auf die Reihe, aber ich breichte erstmal die die mir noch im Gedächtnis hängen geblieben sind. Zuerstmal sind wir an die Theke und da bin ich dann mit Schnitzel hängen geblieben. Der Vollmer allerdings hatte einen bestimmten Auftrag an dem Abend, welchen wussten weder wir noch er, aber er saß mit ein paar Mädels aus Heiligenstadt an der Theke und laberte denen irgendwas vor und zeigte immer auf uns. Das sind dann immer so Momente, in denen ich Angst bekomme. Später stellte sich heraus, das er nur auf uns zeigte weil er mit uns da war und die Mädels bestimmten dann unser Alter. Wie sie das machten bleibt aber geheim, ich vermute mal sie beobachteten uns beim Trinken und schätzen dann an Hand der verwertete Menge unser Alter. Jetzt denken natürlich alle das sie mich auf 120 Jahre geschätzt haben, aber nein, ich wurde auf 23 geschätzt. Da bin ich dann schon ein wenig stolz drauf, obwohl ich mir aus so was nie was gemacht habe. Ich bin 28 und das stört mich kein bisschen. Das bringt mich meinem großen Ziel nur näher. Schnitzel wurde übrigens auf 28, Florian auf 18 und Porno auf 16 geschätzt. Alles falsch, aber bei Porno waren sie wenigstens nah dran. Es sollte ich dann also begeben, das unter den jungen Damen aus Heiligenstadt auch die liebe Conny war. Gutaussehende Bedienung aus der Werkstatt, heute mal an ihrem freien Tag. Tja, als ich mich zu ihr setzte waren da noch mehr, aber nach ca. 5 Minuten saß ich dann alleine mit ihr an der Theke. Es tat ihr ganz doll leid, das sie nicht zu meiner Party kommen konnte, aber sie war an dem Wochenende leider auf Urlaub an der Ostsee und somit begann die Unterhaltung. Und es lief gut, es lief wirklich gut. Aber ich wäre nicht Pitsche, wenn ich es nicht in den Sand gesetzt hätte. Hat jemand was anderes erwartet. Ich weiß nicht wann ich sie verloren habe, aber es muß wohl irgendwann bei den Berichten von den letzten Wochenende gewesen sein. Aber noch ist nicht alles verloren. Sie hat zwar nicht gerade begeistert ausgesehen, aber das kann auch an meinem Auftreten gelegen haben. Man sollte bedenken, das ich zu dem Augenblick schon die dritte Flasche Wodka in Bearbeitung hatte. Sie mußte dann irgendwann los und ich war mal wieder dem Spott ausgesetzt. Aber ich habe mir schon vorgenommen, das ich beim nächsten Mal nicht erst wieder drei Flaschen Wodka abwarte bevor ich sie anspreche. Nur zwei Flaschen und dann geht’s los. Es bringt aber auch nichts der verpassten Chance hinterher zu weinen und somit wurde der Rest der Falsche gekillt. Irgendwo zwischen Falsche zwei und drei haben wir dann auch den Porno verloren, aber so richtig wurde er nicht vermisst. Vielleicht hat er sich auch verabschiedet, aber keiner konnte sich so richtig dran erinnern. Also war der Porno erstmal raus aus unserer Runde. Bleiben nur noch Schnitzel, Florian und ich. Der Schnitzel war aber heftigst am Baggern und somit bleiben nur noch Florian und ich, die den Heimweg antraten. Erste Station McDonalds. Die hatten schon zu oder noch gar nicht offen, denn es war so gegen 0500 Uhr. Da wir nichts zu essen bekamen, nahmen wir dann aber erstmal die Bildzeitungen mit, die dummerweise da rumlagen. So hatte man was zu lesen. Es waren dann aber ein paar mehr und da wir nette Menschen sind haben wir die dann in Westerode verteilt. Halt wie Robin Hood, wir nahmen es von den Reichen (McDonalds) und gaben es den Westerödern (Achim, Manni, Schnitzel, Holger und diversen anderen). Da man aber von einer Bildzeitung nicht satt wurde, kehrten wir nochmal kurz beim Bäcker ein und versorgten uns mit Käsebrötchen und Schoko-Croissants. Gute Mischung. Erst was deftiges um die Verdauung in Gang zu bringen und dann was süßes, damit man gut einschlafen kann. Man sollte aber aufpassen, das man nicht an Inkontinez leidet, sonst gibt es eine böse Überraschung am nächsten Morgen. Nicht das mir jetzt so was passiert wäre. Aber nach Hause gings noch nicht. Erstmal zum Vollmer und die Croissants mit nem leckeren Kaffee runter spülen. Hiermit kann ich auch dem Vollmer den Titel „Bester Stramm- Kaffeekocher“ verleihen. Während er Kaffee kochte, suchte ich die Fräulein Rottenmeier. Das ist der Hamster. Aber er war nicht da. Auf Nachfrage, meinte Florian nur, das er tot sei. Von dieser Nachricht erschüttert schlürfte ich meinen Kaffee und ging nach Hause um mich im Bett auszuweinen. Da kam ich aber gar nicht  zu da ich gleich einschlief.

Der Freitag fing grauenhaft an. Am frühen Morgen (die Uhrzeit konnte ich mir auf Grund des Schocks nicht merken, aber sie war einstellig) rief mich der Porno an und fragte wie er nach Hause gekommen ist. Total perplex mußte ich erstmal meine Gedanken ordnen und feststellen wie ich nach Hause gekommen war. Leider konnte ich ihm nicht weiterhelfen, aber ich versicherte ihm alle meine Anstrengungen in die Nachforschungen zu stecken. Er schrieb mir dann noch ein paar wirre SMS, aber dann gings schon wieder. Raus gekommen ist, das er wohl mit Vanessa Günther abgehauen ist und zu Hause eine schöne Schweinerei angerichtet hat. Seine Mutter war wohl nicht so begeistert. Schon war es abends und ich bin mir Ingo auf die Bolzerparty in Nesselröden gefahren. 10 € Eintritt und man konnte sich die Hucke zuknallen, bis nichts mehr rein ging. Vorteilhaft war, das Anne-Christin bediente, da konnte man glatt seine Bestellung vergessen (Bier! Ähhhh, wieviele? Öhhh, keine Ahnung? Gib doch zwei her, ich habe ja auch zwei Hände? *grins* *sabberwegwisch*). Bei unserer ersten Runde über den Platz trafen wir erstmal den Noxley, der erstmal einen Rüffel von Ingo einstecken mußte, weil er so früh von meiner Party abgehauen ist. Noxi hatte sich aber schon einen angetrunken und somit war es ihm egal. Aber er freute sich das sich Linda und Simone so schön betrunken haben. Er hatte ja die Beiden von meiner Party abgeholt und anschließend Linda wieder hingefahren. Mein vollster Respekt vor dieser Frau. Solche Aktionen höre ich sonst immer nur von mir. Sind natürlich nur böse Gerüchte in Wirklichkeit bin ich gar nicht so schlimm. In der Ecke von Noxi standen dann auch ein paar von der Feuerwehr Duderstadt. Also erstmal mit Akki einen getrunken. Halt nein, auf meine Frage wo denn der Akki sei, war der allgemeine Tenor: Freßbude. Klar, also ab zum Freßtempel. Natürlich nicht ohne vorher bei dem Bierwagen anzuhalten. Das Bier wird auch immer so schnell alle, irgendwie bekomme ich immer den Becher mit dem Loch. Nachdem ich dann mit Akki ein paar getrunken hatte traf ich dann auch den Schötti, Mambo und Mambos Bruder, David. Na also, man findet doch immer wen zum trinken. Ach ja, vorher traf ich noch die Westeröder. Schnitzel, Vollmer, Patrick und Porno. Alkoholiker on Tour. Der Vollmer hatte wohl vergangenes Wochenende, sein Wochenende der Aufträge. Der Freitag-Abend-Auftrag lautete: So vielen Leuten wie möglich zu sagen, das sie in mein weblog gucken sollte. Die Adresse die er dabei raus haute stimmte nicht immer, aber war ja auch egal. Jedesmal wenn er mich sah schrie er laut aus das alle auf www.myblog.de/bierpumpe gucken sollen. Naja, wer weiß, vielleicht habe ich wieder ein paar neue Leser gewonnen. Nun ja, wo war ich stehen geblieben. Ach ja, ich stand also mit Schöttler und Mambo zusammen, als dann die Linda plötzlich auftauchte und uns sofort erkannt. Gar keine so schlechte Leistung. Das habe ich schon besser hinbekommen. Manche Leute die mich ansprechen kenne ich gar nicht, bis sie mir erzählen wie stramm ich doch war, dann wird mir schlagartig einiges klar. So lief denn dann der Abend weiter, bis man sich einen klasse Stehtisch erobert hat und dann war da so ein Typ der alle zwei Minuten Wodka-Eistee-Mischungen anbrachte. Bis der Tisch voll war und dann sollten wir trinke wie die Geisteskranken weil er nochmal 20 Stück bestellt hat und die müssen ja irgendwo hin. Hallo, ich bin ja schon gut, aber so gut auch nun wieder nicht. Aber wir taten unser Bestes. Das Bier wurde nach einiger Zeit auch immer mehr im Mund. Aber das Umsteigen auf Mischungen wurde sehr schwer, da der Mischungsstand sehr überfüllt war. Bevor ich mich da anstellte, mußte schon sehr viel passieren. Zum Beispiel hätte das Bier schlagartig alle sein müssen. Aber das passiert ja nicht so schnell. Nachdem man aber den anfänglichen Brechreiz von Wodka-Eistee überwunden hat oder besser gesagt, wenn dann die Geschmacksnerven überlastet sind und abschalten kann man sich auch Wodka-Eistee antun. Der Weg dahin ist aber sehr beschwerlich und nur die ganz Harten kommen dadurch. Die Hürde hätten wir also, jetzt bleibt nur noch den gesamten Tisch auszutrinken plus die Mischungen, die noch angebracht werden. Unser Becherturm, den wir nach einiger Zeit anfingen wuchs schnell in die Höhe und wir können von Glück sagen, das das Dach des Unterstandes vor dem Sporthaus Nesselröden so hoch war. Doch auch sämtliche Mischungen gehen mal in den Schlund rein und die Uhr tickte unaufhaltsam Richtung Sonnenaufgang. Ich nutze die Chance und nahm den Rückweg mit Schnitzel und Patrick. Nicht ohne Hintergedanken, denn Patrick hatte noch den Auftrag bekommen ein Plakat für Glöckner aufzuhängen, der seit ca. 5 Stunden 40 Jahre alt war zu dem Zeitpunkt. Das Taxi was uns dann nach Hause gefahren hat, hat uns dann noch ins Puttfeld gebrachtund wir brachten das Plakat an. Natürlich waren wir dabei total leise und man konnte uns kaum hören….wenn man in Breitenberg wohnt. Einer der größten Fehler die man als Bewohner von Westerode machen kann, ist ein übergroßes Trampolin in seinem Garten aufzustellen. Und wenn man das schon macht, dann sollte man es spätestens am Donnerstag abend wieder abbauen und über das Wochenende wegschließen. Glöckner hatte nun so ein Ding in seinem Vorgarten stehen und nachdem dann das Plakat in Stellung gebracht wurde stellte Schnitzel fest, das er doch ganz gut in die Trampolin-Nationalmannschaft passen würde. Gut, am Salto mortale rückwärts und am Abstieg vom Trampolin muß er noch etwas arbeiten, aber dafür klappten die Amateur-Wrestling-Einlagen mit Patrick umso besser. Ich war so froh das ich meinen Fotoapparat zur Hand hatte. Leider genügte das nicht um den Glöckner aufzuwecken. Da genügte irgendwie gar nichts. Schnitzel drückte diverse Rollos hoch und Patrick warf Steine in der Größe von Kinderäusten an die Fenster. Glöckner wurde nicht wach. Auch gut, gehen wir halt nach Hause mit Bäckerzwischenstopp und Spiegelrichten vor Schnitzels Haus. Der Spiegel wurde nämlich von Vandalen umgedreht, so das Schnitzel nicht mehr sah, wenn er mit dem Trecker vom Hof geschossen kam und unschuldige Fußgänger in dem Profil seiner Treckerreifen hatte. Das macht immer so eine Arbeit bei der Reinigung.

Der Samstag stand ganz im Zeichen von Glöckners 40sten Geburtstag. Er hatte die erste Mannschaft eingeladen und sich was ganz spezielles gewünscht. Und da wir ja darauf spezialisiert sind besondere Wüscnhe zu erfüllen, hingen wir uns dahinter. Ok, Ingo und ich hingen uns dahinter. Aber eine Stripperin war schnell organisiert. Von Ollis Erotikagentur aus Braunschweig. Laut Ingo ein ganz netter Kontakt und so macht man ja gerne Geschäfte. Der Auftritt sollte aber erst später kommen. Die Kinder sollten dann schon nicht  mehr anwesend sein. Aber das kriegen wir ja schon hin. Vorher mußte ich aber noch zum Vereinsangeln, denn in Westerode war Teichfest. Leider konnte ich nichts trinken, denn ich wollte ja fit sein für den Abend. Ein sehr hartes Los, denn Angeln ist nun nicht gerade eine actiongeladene Sportart. Aber ich habe zwei Fische raus geholt. Sehr männlich, ich weiß! Wir trafen uns also um kurz vor 1900 Uhr und schon gings los. Glöckner bedankte sich erstmal für die tolle Plakataktion und gab zu schon wach gewesen zu sein, aber er hatte Angst aus dem Haus zu gehen, da er nicht wusste wen er alles antreffen würde. Ich kann ihn ehrlich gesagt verstehen. Naja, zum Essen liefen dann erstmal ein paar Bier rein, irgendwomit muß man ja anfangen. Als dann das Essen vorbei war aktivierte sich unaufhaltsam die Thekenanziehungskraft. Das ist eine bisher nicht untersuchte physikalische Kraft, die immer dann auftritt, wenn sich an den Sitzplätzen die Langeweile breit macht. Man sitzt halt rum und hat immer dieselben Gesprächspartner. Und zu allem Überfluß ist man auf die Gnade des Bedienpersonals angewiesen, die in meist zu langen Zeitabständen an den Tischen vorbei kommen und fragen ob sie noch was zu trinken bringen sollen. Meistens tritt die Thekenanzeihugnskraft dann auf wenn mehrere Männer zusammen an einem Tisch sitzen und jede weibliche Person an einem anderen Tisch als diesem speziellen Tisch sitzt. Solche wiederen Umstände treten häufig bei Hochzeiten, runden Geburtstagen oder Beerdigungen auf. Neben der Thekenanziehungskraft gibt es noch das Rauchersyndrom. Das tritt meistens vor der Anziehungskraft auf und zieht sämtliche Raucher in unterschiedlichen Zeitintervallen vor die Tür, falls in dem Festivitäten-Raum Rauchverbot herrscht. Aber bleiben wir bei der Thekenanziehungskraft. Den Anfang macht meistens ein männliches Individuum, das ein dringendes Bedürfnis plagte, welches das Vorhandensein von sanitären Anlagen verlangte. Auf dem Rückweg von der Ruhestätte passiert man meistens die Theke. Ab da schaltete das Gehirn aus und die Leber übernimmt das Denken. „He, warum nicht gleich mal eine Rutsche Bier mit an den Tisch nehmen und währenden der Wartezeit nebenbei noch ein Bier schlürfen?“ schallt es da im Körperinneren. Und wer ist denn schon so mutig und überhört die Stimme seines Körpers? Und wenn erstmal einer da vorne steht hat sich binnen weniger Sekunden der Rest der Meute auch dort gesammelt. Nach dem Männern folgen dann die Frauen, die einerseits darauf hoffen, das getanzt wird oder sie eingesehen haben, das nun die Getränkezufuhr durch die männlichen Artgenossen abgeschnitten wurde. Klar, wenn dann ca. 20 durstige Männer vor der Theke stehen bleibt für Rundgänge im Saal keine Zeit mehr. So oder so ähnlich hat es sich dann auch bei Glöckner zugetragen. Aber erst mußte der Verdauungsschnaps rein. Einer geht ja, aber dann sollte man langsamer schütten, denn sonst könnte man den Auftritt der exotischen Tänzerin verpassen. Wie es denn nun mal so ist, bei so runden Geburtstagen, werden allerlei lustige Sachen für den Jubilar vorgeführt. Doch keiner hat bei einem harmlosen Phantomimenspiel mit solchen Folgen gerechnet. Aber das kommt halt raus, wenn Glöckner der Ratende ist. Das Spiel sollte folgendermaßen ablaufen. Ein kleines Mädchen (Verwandtschaft) hielt hinter Glöckner Begriffe hoch die Glöckner erraten mußte. Diese Begriffe wiederum wurden pantomimisch von Verwandten von Glöckner dargestellt. Zu dem Zeitpunkt war allerdings schon das erste 50 Liter Faß alle. Die Stimmung war gut und die Bewegungen der Akteure dementsprechend lustig. Dann kam der Begriff „Sexbombe“. Noch war nichts zu ahnen. Die Akteure gaben ihre beste pantomimische Darbietung. Sie holten alles aus sich raus. Die eindeutige Bewegung bei der man beide Arme anwinkelt und immer wieder an den Körper ranzieht konnte nur als sexueller Akt verstanden werden. Dazu wurde dann noch mit Worten nachgeholfen. Die kritischen Worte waren allerdings: „Du bist eine….“. Dann ließ Glöckner die Bombe platzen. Vor versammelter Familie inklusive Kinder und Freunden ließ er als Antwort „Fickmaschine“ verkünden. Die Reaktion auf diese Antwort war, als würde man ein Streichholz in einen Raum voll mit Dynamit, Handgranaten, MILAN-Panzerabwehrgeschosse, 120mm-Geschosse für den Leo, Flitzebogen, Luftgewehrpatronen, einem Glas ultra-scharfer Peperonischoten vom Penny-Markt und einem Berg von Schießpulver so groß wie der Großglockner werfen. Es explodierte einfach. Die gesamte Mannschaft stand an der Theke und für die kam dieser Ausspruch wie eine Steilvorlage die mit einem Fallrückzieher im Tor versenkt wird. Die Rufe begannen mit einfachem „Fickmaschinen“-gegröhle und steigerten sich bis zu „Wir sind der Meinung Glöckner ist einer FICKMASCHINE!“. Ich hatte die glorreiche Aufgabe die ganze Aufführung mit der Videokamera festzuhalten. Glücklicherweise war ich bei der Fickmaschine ganz dicht dran und ich mußte so lachen. Es war unglaublich. Als dann die Sprechgesänge anfingen war ich froh, das an der Kamera ein Halteriemen dran war, denn sonst wäre sie mir lang hingefallen, so sehr lachen mußte ich. Nun war es schwer die Fickmaschine zu toppen. Aber wir hatten ja noch was in petto. Es wurde dann 2330 Uhr und der Countdown zeigte T-01h. Als plötzlich der Ingo den Anruf bekam, das die junge Dame und ihr Begleiter eingetroffen war. Panik machte sich breit. Dann wird der Auftritt halt vorgezogen. Die junge Dame wurde in Empfang genommen und sie sah ähh gut aus. Ehrlich und der Körper war eine glatte 1 mit Lachgesicht. Als besonderes Schmankerl sollte sie dann in Glöckners Trikot einmarschieren und die erste Mannschaft ging vorweg, natürlich auch mit Trikot und zwar nur mit Trikot und Unterbuchse. Der Glöckner sorry, die Fickmaschine wusste mit ziemlicher Sicherheit was ihn erwartete, denn er saß freudestrahlend auf dem Stuhl. Dann kam die erste Mannschaft und wir waren alle schon ziemlich hacke. Ach ja, bevor es weiter geht muß ich noch schnell die Geschichte von Carsten erzählen. Carsten wollte seine Frau am nächsten Morgen zum Bahnhof fahren,deswegen ließ er schon zu Anfang verlauten das er um 2200 Uhr die Biege machen wollte. Um 2200 Uhr war er aber nicht auf dem Weg nach Hause sondern hat abgetanzt wie ein Großer zu einschlägigen Disco-Krachern. Und wenn er erstmal soweit war, dann konnte er ja nicht den Auftritt der Tänzerin verpassen. Nun ja, er war dann auch einer der Ersten die Glöckner mit einem Lapdance heiß machten. Dann folgte der Morchel. Die junge Dame stand ein wenig ratlos rum und fragte den Ingo, ob sie denn auch noch mal dran kommen würde oder ob die zwei Kerle den Abend übernehmen würden. Ingo beruhigte sie und meinte, das es ganz normal sei. In gewisser Weise. Und dann kam ihr Auftritt und kam gut an, denn die Show die sie bot war wirklich erste Sahne. Und Glöckner hat sich gefreut, der durfte ja auch Sahne schlecken. Aber auch der Keile Günther, wurde bedacht. Sie rieb ihren Hintern kurz an ihm und das Lächeln in seinem Gesicht verschwand die nächsten drei Stunden nicht mehr. Nur Silke, Fickmaschines Frau, guckte ein wenig sparsam drein, aber nur bis kurz nach dem Auftritt, denn da machte der Glöckner ja alles wieder gut. Ich weiß zwar nicht was er ihr versprochen hat, aber es war wohl das Richtige. Diese Fickmaschine, nein, nein, nein. Direkt nach dem Auftritt sprang natürlich die erste Mannschaft wie die Bekloppten um den Glöckner rum und riefen seinen neuen Kampfnamen. Ein wenig erinnerte diese Situation an einen Stamm Wilder die gerade rausgefunden haben, das man das Feuer auch benutzen kann um in dunklen Höhlen nackte Ärsche anzugucken. Und Fickmaschine war ihr König! Ich muß allerdings zugeben, das ich mich auch mitten unter ihnen befand. So ist das halt mit dem Rudeltrieb. Aber Spaß gemacht hat es ohne Ende. Da durch die nackte Tänzerin alle Hemmungen weit weg geschoben wurden, öffneten sich einige Hemden, natürlich nur bei den Männern und man sah einige Brustbehaarung bei manchen vorlugen. Ingo und Köppel sind jetzt allerdings zu den Luden von Westerode aufgestiegen, denn die Fotos die bei der Geldübergabe gemacht wurden sind einmalig. Ganz großes Tennis. Ach ja, ich muß ja noch ein Titel vergeben. Strammsack des Abends. Der geht eindeutig an Olli. Zum Schluß hatte das Sprachzentrum einen Totalausfall und trinken ging nur noch im Sitzen an der Theke. Aber es ging noch. Respekt. Allerdings ging sonst nicht mehr viel, daher rief ich ihm ein Taxi und verfrachtete ihn kurzer Hand da rein und fragte wie teuer die Fahrt nach Krebeck wäre, dem Taxifahrer das Geld in Hand gedrückt und dann kam der schwerste Teil. Irgendwie mußte ich seine Adresse aus ihm herauskriegen. Nach mehrmaligen Nachfragen antwortete er immer nur Krebeck. Dann aber erreichten meine Worte einen Teil des Gehirns, welcher noch einigermaßen funktionierte. Und heraus kam die Gartenstraße. Und ab ging die Post. Am nächsten Tag erfuhr ich dann das es die Adresse seiner Schwiegereltern war, aber er ist wohl zu Hause angekommen. Auch wenn ihn seine Frau nicht mehr wieder erkannt hat. Um 0500 Uhr war dann die Party vorbei und ich durfte auch nach Hause gehen. Und es war eine absolut geile Party. Da wird mir jeder Recht geben. Ich freue mich jetzt schon auf den 50. Geburtstag, obwohl dieser schwer zu toppen ist.

Sonntag Fußball und ausnüchtern. Und die halbe Mannschaft war stramm. Den Vogel abgeschossen hat allerdings Carsten, der auf seinem Nachhauseweg leicht in den Busch gefallen ist und sich sein Schienbein an einem etwas höherstehenden Gullideckel aufriß. Was lernt man daraus? Wenn man zum Saufen geht sollte man besser Schienbeinschoner anziehen.

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One Response to Die Fickmaschine wird 40

  1. […] daran gefunden, bei runden Geburtstagen eine Stripperin zu schenken. Nach großartigem Erfolg bei Glöckners Geburtstag im letzten Jahr mußte in diesem Jahr auch wieder eine her. Da aber wieder mal der Ansturm der […]

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