Geburstag und Revival

Um das Wochenende standesgemäß einzuläuten hat der Ingo Geburtstag gehabt. Allerdings hat Ingo immer das Glück das an seinem Geburtstag grundsätzlich schlechtes Wetter ist. Im letzten Jahr waren Orkanböen unterwegs die beinahe das Zelt wegbliesen und in diesem Jahr dachte sich der Wettergott, das er mal ein wunderbares Unwetter loslassen müsste. Jeder wie er will, denn der Ingo war gerüstet. Zelte und genug zu trinken. Wir trafen uns erstmal bei Christian , zum Karte unterschreiben. Naja, wir waren eigentlich nur Ellen, Christian und ich, da die anderen später kamen oder schon da waren. Der weg von der Mühlenstätte zur Blumenau bescherte mir schon ein nasses Beinkleid, da es unglaublich stark geregnet hat. Als wir dann vom Haus in Ellens Auto wollten, war ich schon wieder naß, da ich ja von zu Hause wie immer den größten Schirm den es gab bekommen habe. Ich habe einen Maxi-Körper und bekomme einen Mini-Schirm. Klar, das da nicht alles von dem Körper drunter geht und einige Stellen werden dann zwangsläufigerweise naß. Nicht sehr angenehm, aber da kann man nichts dran ändern. Als wir dann im Niederdorf angekommen waren hat der Wolkenbruch aber noch lange nicht aufgehört. Nach einigem zögern wagte ich dann aber doch den Ausstieg und war innerhalb drei Millisekunden naß. Was solls, die Frisur sieht eh scheiße aus. Als wir dann bei Ingo angekommen waren, konnte ich mich erstmal an einem Bier laben. Das Markus nach einigem hin und her aus dem Keller besorgt hat. Allerdings stellte er fest, das die Waschmaschine schon leicht feucht von unten war. Irgendwie scheint Wasser durch den Gulli gedrückt haben. Dann war erstmal Alarm. Die Waschmaschine sollte in Sicherheit gebracht werden und die Sirenen ging los. Meine Stimmung stieg auf den Nullpunkt. Warum passiert sowas immer wenn ich gerade mein erstes Bier zur Hälfte ausgetrunken hatte. Aber Pflicht ist Pflicht und Schnaps ist Schnaps. Mit einem letzten sehnsüchtigen Blick auf meine Bierflasche setzte ich mich bei Morchel ins Auto und der fuhr mich gütigerweise erst nach Hause zum Umzeihen und dann ins Feuerwehrhaus. Dort traf ich nur noch Andreas an, der dann in die Stadt gefahren ist. Der Gewölbekeller vom Restaurant „Budapest“ stand unter Wasser und die Feuerwehr Duderstadt ist schon ausgelastet, deswegen wurden die Ortswehren rausgezogen. Na herrlich, da lasse ich die Party sausen, nur weil ein Keller voll gelaufen ist. Ankunft Einsatzstelle, waren zwei Tauchpumpen im Einsatz. Die ziehen jetzt natürlich nicht gerade viel Wasser. Aber die Duderstädter haben sich mit ihrem Riesengefährt taktisch so klug positioniert wie nur sie es können. Dafür durften wir unsere Pumpe aber zwischen den ganzen Autos durch tragen. Hat auch was. Kai meinte, das ich die Pumpe bedienen sollte. Naja, wenn es sonst keiner macht, dann mache ich mir halt die Ohren kaputt, denn die gute Rosenbauer, hat einen unwahrscheinlich lauten Klang. Und die Fehlzündungen sind auch nicht zu verachten. Da knallt schon mal das eine oder andere Trommelfell. Nachdem ich aber gesehen habe, das an die Pumpe 10 Sauglängen dran gemacht wurden, fragte ich Kai erstmal wer denn hier den Schuß nicht gehört hat. Ich kann doch nicht 10 Leitungen entlüften, normal sind 6 Stück. Das geht schon. Gut, wenn ihr meint. Da waren wieder soviel Klugschwätzer unterwegs, da will ich lieber gar nichts mehr sagen, sondern habe die Pumpe auf Vollgas gestellt. Nachdem ich mit der Entlüftungseinrichtung ein kleines Wortgefecht hatte („Dämliches Scheißding, jetzt geh da endlich rein! Warum?!? Du mieses…..! Geht doch!“) gings los. Es war natürlich klar, das ich erstmal die ganze Luft herauskriegen mußte, was natürlich bei 10 Leitungen seine Zeit dauert. Fehlzündungen inklusive. Ich bin sogar der Meinung ich habe den einen oder anderen Feuerstoß aus dem Auspuff gesehen. Ist aber ganz normal für die Rosenbauer. Irgendwann hatte ich dann 0,8 bar Unterdruck und 0 bar Ausgangsdruck. Und ich sog immer wieder Luft an. Aber jeder Keller wird mal leer und wir durften die große Pumpe wieder abbauen. Dann kam ich auch mal dazu mir das ganze Spektakel aus der Nähe anzugucken. Ich hätte als erstes mal ein Geländer wegflexen lassen. Minus eine Sauglänge. Dann hätte ich die Pumpe in den Keller bringen lassen. Minus 5 Sauglängen und schon wäre alles einfach gewesen und vor allem wäre ich nicht so naß geworden. Beim ersten entlüften, lief mir nämlich schön das Brackwasser am Bein runter weil irgendein Stoffhund den unbenutzten Abgang nicht geschlossen hat. Und dann hatte es ja noch nicht aufgehört zu regnen. Den Helm brauchte man eh nicht und somit war ich einmal komplett naß und sah aus wie ein Schwein. Nachdem dann die Pumpe abgebaut wurde hat sich die Duderstädter Wehr verabschiedet. Viel gemacht außer kluge Sprüche und den Einsatz „geleitet“ haben sie eh nicht. Als ich gesehen habe wer dort Gruppenführer war, dann wurde mir einiges schlagartig klar. Ein Sprichwort trifft es ganz gut: Schickste Scheiße, kriegste Scheiße! Wir sollten dann mit 16 Mann auf eine Tauchpumpe aufpassen. Ich glaube es hackt. Ich habe mich dann ordnungsgemäß bei Kai abgemeldet und bin zurück zur Bömekenschen Einsatzstelle gefahren. Natürlich nicht ohne vorher zu duschen. Dort konnte ich dann mein Bier in Ruhe austrinken und noch ein paar mehr. Allerdings kamen dann irgendwann noch ein paar Schnäpse dazu. Erst Obstler und dann Pefferminzlikör (Ja, ich trinke mittlerweile alles). Außerdem gab es bei Ingo die bessere Aussicht. Ann-Christin. Und die Toilette war sehr schwer zu finden. Denn normalerweise nimmt man den Weg der beleuchtet ist. Aber nicht Peter, der latscht erstmal geradeaus und wundert sich, das es plötzlich so rutschig ist. Dicht gefolgt von Morchel ist mir dann auch der beleuchtete Weg durch den Stall aufgefallen. Gut, Markus hat ja noch gerufen nicht geradeaus zu gehen, aber ich höre so viel Stimmen, da kann ich nicht jede berücksichtigen. Zurück am Platz war dann der Pfefferminzlikör immer noch nicht alle. Aber daran lässt sich arbeiten. Irgendwann als ein paar Kumpels nach Hause gegangen sind, meinte einer zu mir, das er davon aber im weblog lesen möchte. Hrmpf, wer kennt denn alles mein weblog und vor allem woher. Das Rätsel lässt sich aber lösen (nicht so wie das von der schönen Dunkelhaarigen mit den blonden Strähnen). Ein ehemaliger Fußballkollege (Asche auf mein Haupt, ich habe den Namen schon wieder vergessen) von Ingo und Florian und der detsche Florian hat wohl beim Training erzählt, das ich immer meine Geschichten ins Internet stelle. Tja, so geht’s. Irgendwann wurde dann aber auch für uns Zeit und Ellen hat mich netterweise nach Hause gefahren, obwohl ich immer wieder betont habe, das ich auch zu Fuß gehen würde. Ach ja, zum Abschluß muß ich mir wohl noch einen Liter Bowle mit Fruchtstücken reingepfiffen haben. Warum auch immer, aber lecker war die Bowle schon. Ingo meinte, man hätte mich auch gar nicht zwingen müssen.

Eigentlich wollte ich am Samstag mal in Esplingerode wischen, aber die Lsut verleiß mich schlagartig bei der Ankunft. Doch früher oder später mußte es dann doch sein. Abends gings dann erstmal nach Göttingen ins Sausalitos. Netter Laden mit Strand vor der Tür. Runde 1: Zombi in Jumbogröße. War aber gar nicht so Jumbo, allerdings konnte sich die Mischung durchaus Jumbo nennen. Runde 2: Lectric Lemon. Schmeckte irgendwie nach Limonen, sollte man gar nicht vermuten bei dem Namen. Aber die Mischung war nach meinem Geschmack. Die zwei haben aber auch gereicht, denn dann wurde draußen der Laden dicht gemacht. Was nun? Genau, Thanner’s. Da war ich schon ewig nicht mehr. Und kaum war ich drin, schaltete sich der Automatismus ein. Theke und ein Hefe bestellt. Natürlich wurde auf die anderen gewartet, versteht sich ja von selbst. Nach dem zweiten Hefe hatte aber schon die Hüfte angerufen und fragte wo ich den bleibe. Sie hatte mir nämlich Karten für eine Party in Mingerode besorgt und wollte jetzt los. Da aber noch nicht klar war, sagte ich ihr, das ich nachkommen würde. Vielleicht könnte ich ja den David noch überreden, mitzukommen. Nach zwei Long Island und ein paar Jim Beam ist er sehr leicht zu überzeugen. Und so war es, Ellen hat uns dann also noch nach Mingerode gefahren, wo uns Hüfte schon am Eingang erwartete. Reingekommen, Bier geholt und Arbeitskollegen getroffen. Kurz unterhalten und weiter gings. Dann trafen wir Verderber, Ellens Freundin aus Amerika. Sehr nett. Aber ich habe so das Glück das ich nie lange mit Frauen zusammenstehen kann, weil innerhalb weniger Sekunden jemand ankommt, der mich kennt und mich an die Theke schleift um mit mir zu trinken. An der Theke trifft man dann wieder mehrere andere Leute und schon ist man mittendrin und hackevoll. Ich trank mich also durch meine Bekanntschaften. War aber extrem lustig. Da trifft man Leute wieder die man längere Zeit nicht gesehen hat. Mit Karina habe ich mich auch noch nett unterhalten. Aber irgendwann drückt dann auch mal die Blase und man muß hinter einen Busch/Baum. Konnte man sich da aussuchen. Oder hellbeleuchtete Dixis. Da fällt die Wahl echt schwer. Auf dem Weg zum Busch meiner Wahl traf ich dann Katja, eine alte Bekannte aus der Werkstatt. Die wollte mir ihre Freundin vorstellen. Irgendwie wurde ich das Gefühl nicht los, das ich verkuppelt werden sollte, denn plötzlich stand ich mit ihr alleine da. Und der Bierwagen war nur wenige Meter entfernt. So ganz gefunkt hat es aber nicht. Dazu hätte es schon eine Treckerbatterie gebraucht. Also suchte man schnell nach einer Ausrede um das Weite zu suchen. Erst wollte ich sie mit dem alten Guck-mal-da-ist-ein-Einhorn-Trick ablenken und dann weglaufen, aber das wäre zu dreist gewesen. Ich bin dann auch irgendwie da raus gekommen, aber kann nicht mehr sagen wie, da ich zu dem Zeitpunkt schon auf Bacardi umgestiegen war und die ersten Informationen nicht mehr abgespeichert wurden. Zurück zu Karina und weiter trinken. Dann war ich irgendwie mit David unterwegs und dann wollten wir auch schon nach Hause (Gefühlte Zeit: 0200 Uhr, gemessene Zeit: 0530 Uhr). Verderber und ihre Freundin nahmen uns freundlicherweise mit nach Westerode. Ich wäre ja auch zu Fuß gegangen, aber dann wäre ich vor 1100 Uhr nicht da gewesen, denn der Weg zieht sich ungemein.

1000 Uhr, SMS von Friede. Er holt mich in einer halben Stunde ab. Mir gings irgendwie nicht gut. Erstmal anziehen, duschen, versuchen was zu essen. Und schon ist die halbe Stunde rum. Ab zu Friede ins Auto. Die Fahrt nutze ich jetzt mal um das Revival zu erläutern. Das Revial wird einmal im Jahr vom Ferarri-Club aus Westerode gefeiert. Anlaß ist das Rennen in Hockheim. Ausrichter ist immer der Champion vom Vorjahr. Es geht also Vormittags los und man trinkt einfach nur aus Spaß an der Freude und natürlich auf den Champion und die Formel 1 im Allgemeinen. Die Veranstaltung ist sehr lustig. Jedenfalls für die, die gerne Unmengen an Bier in sich reinkippen. Wer jetzt an mich denkt denkt da richtig. Mein erstes Revival war bei Hölschers auf dem Hof. Damals war Tutz Champion und es war einer der lustigsten Sonntagen in meinem Leben. Seit dem Jahr gehöre ich zum Inventar und freue mich jedes Jahr wieder auf die Veranstaltung. Man muß es einfach mal mitgemacht haben. Soviel Scheiße wie an dem Sonntagnachmittag gelabert wird, kommt manchmal das ganze Jahr nicht zusammen. Außer halt bei ähnlichen Veranstaltungen. Vergangenes Jahr war Gerald Champion und somit Ausrichter. Und da sind wir auch schon in Immingerode. Ankunft 1100 Uhr. 1130 Uhr das zweite Bier steht vor mir. Das erste mußte ich mir leicht runterkämpfen, denn die Bierpumpe mußte erst in Gang gebracht werden. Manche Leitungen waren von klebriger Cola verstopft, die erstmal weggespült wurden. Aber dann lief es prima. Bis zum Rennbeginn gingen dann noch ein paar Pils rein. Es wurde also 1430 Uhr und das Rennen war im vollen Gange. Teilnehmer zu dem Zeitpunkt waren. Friede, Kalle, Tutz, Gerald, Leiche, Schwager und Semmel, der aber mehr draußen bei seiner Frau war. Mein interner Zähler muß am Vortag kaputt gegangen sein, denn er zeigte 23 Bier an. Um 1430 Uhr, ist das normal? Mich wundert nichts mehr. Aber erstmal eine neue Runde Bier ranholen. Dummerweise war die Leinwand in der Garage und die Zapfanlage auf dem Balkon. Dazwischen lag eine Heimtückische Wendeltreppe. Runter ging es immer gut, doch beim Hochgehen habe ich mehr als einmal dem Geländer meine Gesundheit zu verdanken. Spätestens da habe ich meinen Zähler ausgestellt, hatte eh keinen Sinn mehr. Das Rennen war vorbei und ich glaube sogar der Schumi hat gewonnen. Und damit wurde die Runde auf den Balkon verschoben. Außer Kalle, der sich heimlich weggestohlen hat. Dieses Revival war im Allgemeinen mau besucht. Es fehlten einige Spezialisten, aber die Stimmung war trotzdem super. Denn es gab ja Bier und glücklicherweise keinen Schnaps. Es wurde dann irgendwann 1700 Uhr und die Augen von Friede gingen zu und der Chief Heavy Tongue wurde auf dem Rollrasen von Gerald gesichtet. Es wurde also Zeit. Zum Weitertrinken wohlgemerkt. Unsere Runde hat sich in der Zwischenzeit drastisch verkleinert. Es waren nur noch Friede, Gerald und ich über. Als wir auf den Langen zu sprechen kamen. Der wurde auch gleich flugs von Gerald angerufen und kam rüber getapert und hat auch gleich ordentliche einen mit weggezogen. Und wenn man dann erstmal ordentlich einen in der Kiste hat kommt ja meistens auf die besten Ideen. Meine Augen erblickten eine wunderbares Bierglas welches genau das richtige Fassungsvermögen für mich hatte. Leider sagte Geralds Frau Vase dazu und hat sie mit Sand und einer Kerze dekoriert. Hmm, es gibt aber nichts was der Ingenieur nicht hinbekommt. Also in einem unbeobachteten Moment schnell den Sand mit Kerze auf das Dach entsorgt und ordentlich ausgespült. Dann nochmal auf Toilette und mit Flüssigseife desinfiziert (Wachs klebt so an den Zähnen), nochmal durchgespült und mit Bier voll gemacht. Das Foto ist sensationell geworden. Davon passte dann aber leide rnur noch ein Glas rein, aber die Mühe war es wert. Wir haben unseren Standort auch nach drinnen verlegt, denn der Wettergott meinte es mal wieder ordentlich plästern zu lassen. Dort lief auf dem Breitbildfernseher irgendeine Fortsetzung von „Auf der Flucht“. Schemenhafte Erinnerungen von einem Schwarzen auf einem Zug wurden hierzu aufgezeichnet. Friede ist unterdessen auf dem Sofa eingeschlummert. Die Uhr zeigte nach dem fünften Hingucken endlich mal eine normale Zeit. 2130 Uhr, vorher haben sich die Zeiger immer so schnell bewegt, das es unmöglich war die Zeit anständig abzulesen. Mein gesamter Körper (absolute Mehrheit von 80%) war dafür nach Hause zu fahren, denn ich mußte ja am Montag arbeiten. Ich hatte mir ja eigentlich Gleitzeit genommen, aber mein Chef sagte das die Station zwei Tage früher fertig sein muß. Schönen Schrank! 2200 Uhr, ich bin wieder da wo der Tag angefangen hat. Und freue mich ungemein auf den kommenden Arbeitstag. Ein sehr harter und langer Arbeitstag, wenn ich das hier mal erwähnen darf!

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