Die Fickmaschine wird 40

23/08/2006

Jetzt muß ich mich erstmal für den obzönen Titel entschuldigen, aber es ging nicht anders. Eigentlich sollte der Eintrag ja „Glöckners 40ster Geburtstag“ heißen, aber das ging nach dem Geburtstag am Samstag absolut nicht mehr. Aber dazu später mehr. Denn das Wochenende fing glücklicherweise an einem Donnerstag an.
Donnerstag war nicht nur der letzte Tag vom Zelten mit der Jugendfeuerwehr, sonder auch der Tag an dem wir von der Feuerwehr eine Großübung in Friedes Haus (was noch nicht fertig ist) machen durften. Nun gut, so groß war die Übung aber nicht, weil halt viele zum Üben da waren, aber die die da waren hatten Spaß. Hinterher wurde noch ein paar getrunken und das große Ziel des Abends hieß Werkstatt. Es war ja schließlich Donnerstag und da konnte man ruhig mal wieder dem Eberhard einen Besuch abstatten. Der freut sich ja immer so. Also wartete ich auf den Schnitzel der sich noch umziehen mußte. Alleine im Feuerwehrhaus. Plötzlich kam der Florian rein und meinte das er jetzt zu Görtler geht und Schnitzel und ich hinterher kommen sollen. Ich mußte also hoffen, das der Schnitzel sich beeilte. Tat er aber nicht. Also schrieb ich ihm, das er gleich zum Görtler gehen soll. Natürlich nicht bevor ich mein Hefe (5. an der Zahl) ausgetrunken habe. Bei Görtler ging dann noch ein Becks Gold rein und dann gings auch schon los in die Werkstatt. Florian, Schnitzel, Porno und ich. Eine ganz gefährliche Kombination. Da es in der Werkstatt selber tierisch voll war, haben wir uns draußen an der frischen Luft gleich einen Platz gesichert. So hämmert es dann auch besser rein, wenn man mal zum pinkeln oder Nachschub holen wieder rein muß. Die Entscheidung war schnell getroffen, was an diesem Abend das Getränk der Wahl sein sollte. Da viele verschiedenen Geschmäcker zusammentrafen einigten wir uns schnell auf Wodka-Red Bull. Das hämmert immer gut in den Schero rein und wenn wir ehrlich sind, braucht man das auch wenn man den Abend in der Werkstatt überstehen will. Die erste Falsche stand also auf dem Tisch und es dauerte nicht lange, bis der Porno Hunger bekam oder wenigstens die Verpflegung sicherstellen wollte. Also ist er schnell zum Dönermann und hat nachgefragt bis wann die Küche geöffnet hat. Denn je leerer die Wodka-Flaschen, umso größer der Hunger. Mit strahlendem Gesicht kam er zurück und verkündete das bis 0400 Uhr warme Speisen gereicht werden. Für ihn war die Information allerdings total unnütz, wie sich später herausstellen sollte. Aber alles der Reihe nach. Nachdem wir dann die zweite Flasche zur Hälfte geleert hatten, kamen wir langsam auf den Trichter das es drinnen doch etwas angenehmer sein könnte, zumal sich die Uhr auch schon nach Mitternacht vor gewagt hat und man davon ausgehen konnte, das einige der Schüler schon nach Hause mußte. Die Sperrstunde wird in der Werkstatt nämlich groß geschrieben. Uns aber egal, denn der Porno geht locker als 18 durch. Nun ja, als wir dann drinnen angekommen sind, versagte zwischenzeitlich auch mein Kurzzeitgedächtnis, denn alle Ereignisse bekomme ich jetzt nicht mehr so ganz auf die Reihe, aber ich breichte erstmal die die mir noch im Gedächtnis hängen geblieben sind. Zuerstmal sind wir an die Theke und da bin ich dann mit Schnitzel hängen geblieben. Der Vollmer allerdings hatte einen bestimmten Auftrag an dem Abend, welchen wussten weder wir noch er, aber er saß mit ein paar Mädels aus Heiligenstadt an der Theke und laberte denen irgendwas vor und zeigte immer auf uns. Das sind dann immer so Momente, in denen ich Angst bekomme. Später stellte sich heraus, das er nur auf uns zeigte weil er mit uns da war und die Mädels bestimmten dann unser Alter. Wie sie das machten bleibt aber geheim, ich vermute mal sie beobachteten uns beim Trinken und schätzen dann an Hand der verwertete Menge unser Alter. Jetzt denken natürlich alle das sie mich auf 120 Jahre geschätzt haben, aber nein, ich wurde auf 23 geschätzt. Da bin ich dann schon ein wenig stolz drauf, obwohl ich mir aus so was nie was gemacht habe. Ich bin 28 und das stört mich kein bisschen. Das bringt mich meinem großen Ziel nur näher. Schnitzel wurde übrigens auf 28, Florian auf 18 und Porno auf 16 geschätzt. Alles falsch, aber bei Porno waren sie wenigstens nah dran. Es sollte ich dann also begeben, das unter den jungen Damen aus Heiligenstadt auch die liebe Conny war. Gutaussehende Bedienung aus der Werkstatt, heute mal an ihrem freien Tag. Tja, als ich mich zu ihr setzte waren da noch mehr, aber nach ca. 5 Minuten saß ich dann alleine mit ihr an der Theke. Es tat ihr ganz doll leid, das sie nicht zu meiner Party kommen konnte, aber sie war an dem Wochenende leider auf Urlaub an der Ostsee und somit begann die Unterhaltung. Und es lief gut, es lief wirklich gut. Aber ich wäre nicht Pitsche, wenn ich es nicht in den Sand gesetzt hätte. Hat jemand was anderes erwartet. Ich weiß nicht wann ich sie verloren habe, aber es muß wohl irgendwann bei den Berichten von den letzten Wochenende gewesen sein. Aber noch ist nicht alles verloren. Sie hat zwar nicht gerade begeistert ausgesehen, aber das kann auch an meinem Auftreten gelegen haben. Man sollte bedenken, das ich zu dem Augenblick schon die dritte Flasche Wodka in Bearbeitung hatte. Sie mußte dann irgendwann los und ich war mal wieder dem Spott ausgesetzt. Aber ich habe mir schon vorgenommen, das ich beim nächsten Mal nicht erst wieder drei Flaschen Wodka abwarte bevor ich sie anspreche. Nur zwei Flaschen und dann geht’s los. Es bringt aber auch nichts der verpassten Chance hinterher zu weinen und somit wurde der Rest der Falsche gekillt. Irgendwo zwischen Falsche zwei und drei haben wir dann auch den Porno verloren, aber so richtig wurde er nicht vermisst. Vielleicht hat er sich auch verabschiedet, aber keiner konnte sich so richtig dran erinnern. Also war der Porno erstmal raus aus unserer Runde. Bleiben nur noch Schnitzel, Florian und ich. Der Schnitzel war aber heftigst am Baggern und somit bleiben nur noch Florian und ich, die den Heimweg antraten. Erste Station McDonalds. Die hatten schon zu oder noch gar nicht offen, denn es war so gegen 0500 Uhr. Da wir nichts zu essen bekamen, nahmen wir dann aber erstmal die Bildzeitungen mit, die dummerweise da rumlagen. So hatte man was zu lesen. Es waren dann aber ein paar mehr und da wir nette Menschen sind haben wir die dann in Westerode verteilt. Halt wie Robin Hood, wir nahmen es von den Reichen (McDonalds) und gaben es den Westerödern (Achim, Manni, Schnitzel, Holger und diversen anderen). Da man aber von einer Bildzeitung nicht satt wurde, kehrten wir nochmal kurz beim Bäcker ein und versorgten uns mit Käsebrötchen und Schoko-Croissants. Gute Mischung. Erst was deftiges um die Verdauung in Gang zu bringen und dann was süßes, damit man gut einschlafen kann. Man sollte aber aufpassen, das man nicht an Inkontinez leidet, sonst gibt es eine böse Überraschung am nächsten Morgen. Nicht das mir jetzt so was passiert wäre. Aber nach Hause gings noch nicht. Erstmal zum Vollmer und die Croissants mit nem leckeren Kaffee runter spülen. Hiermit kann ich auch dem Vollmer den Titel „Bester Stramm- Kaffeekocher“ verleihen. Während er Kaffee kochte, suchte ich die Fräulein Rottenmeier. Das ist der Hamster. Aber er war nicht da. Auf Nachfrage, meinte Florian nur, das er tot sei. Von dieser Nachricht erschüttert schlürfte ich meinen Kaffee und ging nach Hause um mich im Bett auszuweinen. Da kam ich aber gar nicht  zu da ich gleich einschlief.

Der Freitag fing grauenhaft an. Am frühen Morgen (die Uhrzeit konnte ich mir auf Grund des Schocks nicht merken, aber sie war einstellig) rief mich der Porno an und fragte wie er nach Hause gekommen ist. Total perplex mußte ich erstmal meine Gedanken ordnen und feststellen wie ich nach Hause gekommen war. Leider konnte ich ihm nicht weiterhelfen, aber ich versicherte ihm alle meine Anstrengungen in die Nachforschungen zu stecken. Er schrieb mir dann noch ein paar wirre SMS, aber dann gings schon wieder. Raus gekommen ist, das er wohl mit Vanessa Günther abgehauen ist und zu Hause eine schöne Schweinerei angerichtet hat. Seine Mutter war wohl nicht so begeistert. Schon war es abends und ich bin mir Ingo auf die Bolzerparty in Nesselröden gefahren. 10 € Eintritt und man konnte sich die Hucke zuknallen, bis nichts mehr rein ging. Vorteilhaft war, das Anne-Christin bediente, da konnte man glatt seine Bestellung vergessen (Bier! Ähhhh, wieviele? Öhhh, keine Ahnung? Gib doch zwei her, ich habe ja auch zwei Hände? *grins* *sabberwegwisch*). Bei unserer ersten Runde über den Platz trafen wir erstmal den Noxley, der erstmal einen Rüffel von Ingo einstecken mußte, weil er so früh von meiner Party abgehauen ist. Noxi hatte sich aber schon einen angetrunken und somit war es ihm egal. Aber er freute sich das sich Linda und Simone so schön betrunken haben. Er hatte ja die Beiden von meiner Party abgeholt und anschließend Linda wieder hingefahren. Mein vollster Respekt vor dieser Frau. Solche Aktionen höre ich sonst immer nur von mir. Sind natürlich nur böse Gerüchte in Wirklichkeit bin ich gar nicht so schlimm. In der Ecke von Noxi standen dann auch ein paar von der Feuerwehr Duderstadt. Also erstmal mit Akki einen getrunken. Halt nein, auf meine Frage wo denn der Akki sei, war der allgemeine Tenor: Freßbude. Klar, also ab zum Freßtempel. Natürlich nicht ohne vorher bei dem Bierwagen anzuhalten. Das Bier wird auch immer so schnell alle, irgendwie bekomme ich immer den Becher mit dem Loch. Nachdem ich dann mit Akki ein paar getrunken hatte traf ich dann auch den Schötti, Mambo und Mambos Bruder, David. Na also, man findet doch immer wen zum trinken. Ach ja, vorher traf ich noch die Westeröder. Schnitzel, Vollmer, Patrick und Porno. Alkoholiker on Tour. Der Vollmer hatte wohl vergangenes Wochenende, sein Wochenende der Aufträge. Der Freitag-Abend-Auftrag lautete: So vielen Leuten wie möglich zu sagen, das sie in mein weblog gucken sollte. Die Adresse die er dabei raus haute stimmte nicht immer, aber war ja auch egal. Jedesmal wenn er mich sah schrie er laut aus das alle auf www.myblog.de/bierpumpe gucken sollen. Naja, wer weiß, vielleicht habe ich wieder ein paar neue Leser gewonnen. Nun ja, wo war ich stehen geblieben. Ach ja, ich stand also mit Schöttler und Mambo zusammen, als dann die Linda plötzlich auftauchte und uns sofort erkannt. Gar keine so schlechte Leistung. Das habe ich schon besser hinbekommen. Manche Leute die mich ansprechen kenne ich gar nicht, bis sie mir erzählen wie stramm ich doch war, dann wird mir schlagartig einiges klar. So lief denn dann der Abend weiter, bis man sich einen klasse Stehtisch erobert hat und dann war da so ein Typ der alle zwei Minuten Wodka-Eistee-Mischungen anbrachte. Bis der Tisch voll war und dann sollten wir trinke wie die Geisteskranken weil er nochmal 20 Stück bestellt hat und die müssen ja irgendwo hin. Hallo, ich bin ja schon gut, aber so gut auch nun wieder nicht. Aber wir taten unser Bestes. Das Bier wurde nach einiger Zeit auch immer mehr im Mund. Aber das Umsteigen auf Mischungen wurde sehr schwer, da der Mischungsstand sehr überfüllt war. Bevor ich mich da anstellte, mußte schon sehr viel passieren. Zum Beispiel hätte das Bier schlagartig alle sein müssen. Aber das passiert ja nicht so schnell. Nachdem man aber den anfänglichen Brechreiz von Wodka-Eistee überwunden hat oder besser gesagt, wenn dann die Geschmacksnerven überlastet sind und abschalten kann man sich auch Wodka-Eistee antun. Der Weg dahin ist aber sehr beschwerlich und nur die ganz Harten kommen dadurch. Die Hürde hätten wir also, jetzt bleibt nur noch den gesamten Tisch auszutrinken plus die Mischungen, die noch angebracht werden. Unser Becherturm, den wir nach einiger Zeit anfingen wuchs schnell in die Höhe und wir können von Glück sagen, das das Dach des Unterstandes vor dem Sporthaus Nesselröden so hoch war. Doch auch sämtliche Mischungen gehen mal in den Schlund rein und die Uhr tickte unaufhaltsam Richtung Sonnenaufgang. Ich nutze die Chance und nahm den Rückweg mit Schnitzel und Patrick. Nicht ohne Hintergedanken, denn Patrick hatte noch den Auftrag bekommen ein Plakat für Glöckner aufzuhängen, der seit ca. 5 Stunden 40 Jahre alt war zu dem Zeitpunkt. Das Taxi was uns dann nach Hause gefahren hat, hat uns dann noch ins Puttfeld gebrachtund wir brachten das Plakat an. Natürlich waren wir dabei total leise und man konnte uns kaum hören….wenn man in Breitenberg wohnt. Einer der größten Fehler die man als Bewohner von Westerode machen kann, ist ein übergroßes Trampolin in seinem Garten aufzustellen. Und wenn man das schon macht, dann sollte man es spätestens am Donnerstag abend wieder abbauen und über das Wochenende wegschließen. Glöckner hatte nun so ein Ding in seinem Vorgarten stehen und nachdem dann das Plakat in Stellung gebracht wurde stellte Schnitzel fest, das er doch ganz gut in die Trampolin-Nationalmannschaft passen würde. Gut, am Salto mortale rückwärts und am Abstieg vom Trampolin muß er noch etwas arbeiten, aber dafür klappten die Amateur-Wrestling-Einlagen mit Patrick umso besser. Ich war so froh das ich meinen Fotoapparat zur Hand hatte. Leider genügte das nicht um den Glöckner aufzuwecken. Da genügte irgendwie gar nichts. Schnitzel drückte diverse Rollos hoch und Patrick warf Steine in der Größe von Kinderäusten an die Fenster. Glöckner wurde nicht wach. Auch gut, gehen wir halt nach Hause mit Bäckerzwischenstopp und Spiegelrichten vor Schnitzels Haus. Der Spiegel wurde nämlich von Vandalen umgedreht, so das Schnitzel nicht mehr sah, wenn er mit dem Trecker vom Hof geschossen kam und unschuldige Fußgänger in dem Profil seiner Treckerreifen hatte. Das macht immer so eine Arbeit bei der Reinigung.

Der Samstag stand ganz im Zeichen von Glöckners 40sten Geburtstag. Er hatte die erste Mannschaft eingeladen und sich was ganz spezielles gewünscht. Und da wir ja darauf spezialisiert sind besondere Wüscnhe zu erfüllen, hingen wir uns dahinter. Ok, Ingo und ich hingen uns dahinter. Aber eine Stripperin war schnell organisiert. Von Ollis Erotikagentur aus Braunschweig. Laut Ingo ein ganz netter Kontakt und so macht man ja gerne Geschäfte. Der Auftritt sollte aber erst später kommen. Die Kinder sollten dann schon nicht  mehr anwesend sein. Aber das kriegen wir ja schon hin. Vorher mußte ich aber noch zum Vereinsangeln, denn in Westerode war Teichfest. Leider konnte ich nichts trinken, denn ich wollte ja fit sein für den Abend. Ein sehr hartes Los, denn Angeln ist nun nicht gerade eine actiongeladene Sportart. Aber ich habe zwei Fische raus geholt. Sehr männlich, ich weiß! Wir trafen uns also um kurz vor 1900 Uhr und schon gings los. Glöckner bedankte sich erstmal für die tolle Plakataktion und gab zu schon wach gewesen zu sein, aber er hatte Angst aus dem Haus zu gehen, da er nicht wusste wen er alles antreffen würde. Ich kann ihn ehrlich gesagt verstehen. Naja, zum Essen liefen dann erstmal ein paar Bier rein, irgendwomit muß man ja anfangen. Als dann das Essen vorbei war aktivierte sich unaufhaltsam die Thekenanziehungskraft. Das ist eine bisher nicht untersuchte physikalische Kraft, die immer dann auftritt, wenn sich an den Sitzplätzen die Langeweile breit macht. Man sitzt halt rum und hat immer dieselben Gesprächspartner. Und zu allem Überfluß ist man auf die Gnade des Bedienpersonals angewiesen, die in meist zu langen Zeitabständen an den Tischen vorbei kommen und fragen ob sie noch was zu trinken bringen sollen. Meistens tritt die Thekenanzeihugnskraft dann auf wenn mehrere Männer zusammen an einem Tisch sitzen und jede weibliche Person an einem anderen Tisch als diesem speziellen Tisch sitzt. Solche wiederen Umstände treten häufig bei Hochzeiten, runden Geburtstagen oder Beerdigungen auf. Neben der Thekenanziehungskraft gibt es noch das Rauchersyndrom. Das tritt meistens vor der Anziehungskraft auf und zieht sämtliche Raucher in unterschiedlichen Zeitintervallen vor die Tür, falls in dem Festivitäten-Raum Rauchverbot herrscht. Aber bleiben wir bei der Thekenanziehungskraft. Den Anfang macht meistens ein männliches Individuum, das ein dringendes Bedürfnis plagte, welches das Vorhandensein von sanitären Anlagen verlangte. Auf dem Rückweg von der Ruhestätte passiert man meistens die Theke. Ab da schaltete das Gehirn aus und die Leber übernimmt das Denken. „He, warum nicht gleich mal eine Rutsche Bier mit an den Tisch nehmen und währenden der Wartezeit nebenbei noch ein Bier schlürfen?“ schallt es da im Körperinneren. Und wer ist denn schon so mutig und überhört die Stimme seines Körpers? Und wenn erstmal einer da vorne steht hat sich binnen weniger Sekunden der Rest der Meute auch dort gesammelt. Nach dem Männern folgen dann die Frauen, die einerseits darauf hoffen, das getanzt wird oder sie eingesehen haben, das nun die Getränkezufuhr durch die männlichen Artgenossen abgeschnitten wurde. Klar, wenn dann ca. 20 durstige Männer vor der Theke stehen bleibt für Rundgänge im Saal keine Zeit mehr. So oder so ähnlich hat es sich dann auch bei Glöckner zugetragen. Aber erst mußte der Verdauungsschnaps rein. Einer geht ja, aber dann sollte man langsamer schütten, denn sonst könnte man den Auftritt der exotischen Tänzerin verpassen. Wie es denn nun mal so ist, bei so runden Geburtstagen, werden allerlei lustige Sachen für den Jubilar vorgeführt. Doch keiner hat bei einem harmlosen Phantomimenspiel mit solchen Folgen gerechnet. Aber das kommt halt raus, wenn Glöckner der Ratende ist. Das Spiel sollte folgendermaßen ablaufen. Ein kleines Mädchen (Verwandtschaft) hielt hinter Glöckner Begriffe hoch die Glöckner erraten mußte. Diese Begriffe wiederum wurden pantomimisch von Verwandten von Glöckner dargestellt. Zu dem Zeitpunkt war allerdings schon das erste 50 Liter Faß alle. Die Stimmung war gut und die Bewegungen der Akteure dementsprechend lustig. Dann kam der Begriff „Sexbombe“. Noch war nichts zu ahnen. Die Akteure gaben ihre beste pantomimische Darbietung. Sie holten alles aus sich raus. Die eindeutige Bewegung bei der man beide Arme anwinkelt und immer wieder an den Körper ranzieht konnte nur als sexueller Akt verstanden werden. Dazu wurde dann noch mit Worten nachgeholfen. Die kritischen Worte waren allerdings: „Du bist eine….“. Dann ließ Glöckner die Bombe platzen. Vor versammelter Familie inklusive Kinder und Freunden ließ er als Antwort „Fickmaschine“ verkünden. Die Reaktion auf diese Antwort war, als würde man ein Streichholz in einen Raum voll mit Dynamit, Handgranaten, MILAN-Panzerabwehrgeschosse, 120mm-Geschosse für den Leo, Flitzebogen, Luftgewehrpatronen, einem Glas ultra-scharfer Peperonischoten vom Penny-Markt und einem Berg von Schießpulver so groß wie der Großglockner werfen. Es explodierte einfach. Die gesamte Mannschaft stand an der Theke und für die kam dieser Ausspruch wie eine Steilvorlage die mit einem Fallrückzieher im Tor versenkt wird. Die Rufe begannen mit einfachem „Fickmaschinen“-gegröhle und steigerten sich bis zu „Wir sind der Meinung Glöckner ist einer FICKMASCHINE!“. Ich hatte die glorreiche Aufgabe die ganze Aufführung mit der Videokamera festzuhalten. Glücklicherweise war ich bei der Fickmaschine ganz dicht dran und ich mußte so lachen. Es war unglaublich. Als dann die Sprechgesänge anfingen war ich froh, das an der Kamera ein Halteriemen dran war, denn sonst wäre sie mir lang hingefallen, so sehr lachen mußte ich. Nun war es schwer die Fickmaschine zu toppen. Aber wir hatten ja noch was in petto. Es wurde dann 2330 Uhr und der Countdown zeigte T-01h. Als plötzlich der Ingo den Anruf bekam, das die junge Dame und ihr Begleiter eingetroffen war. Panik machte sich breit. Dann wird der Auftritt halt vorgezogen. Die junge Dame wurde in Empfang genommen und sie sah ähh gut aus. Ehrlich und der Körper war eine glatte 1 mit Lachgesicht. Als besonderes Schmankerl sollte sie dann in Glöckners Trikot einmarschieren und die erste Mannschaft ging vorweg, natürlich auch mit Trikot und zwar nur mit Trikot und Unterbuchse. Der Glöckner sorry, die Fickmaschine wusste mit ziemlicher Sicherheit was ihn erwartete, denn er saß freudestrahlend auf dem Stuhl. Dann kam die erste Mannschaft und wir waren alle schon ziemlich hacke. Ach ja, bevor es weiter geht muß ich noch schnell die Geschichte von Carsten erzählen. Carsten wollte seine Frau am nächsten Morgen zum Bahnhof fahren,deswegen ließ er schon zu Anfang verlauten das er um 2200 Uhr die Biege machen wollte. Um 2200 Uhr war er aber nicht auf dem Weg nach Hause sondern hat abgetanzt wie ein Großer zu einschlägigen Disco-Krachern. Und wenn er erstmal soweit war, dann konnte er ja nicht den Auftritt der Tänzerin verpassen. Nun ja, er war dann auch einer der Ersten die Glöckner mit einem Lapdance heiß machten. Dann folgte der Morchel. Die junge Dame stand ein wenig ratlos rum und fragte den Ingo, ob sie denn auch noch mal dran kommen würde oder ob die zwei Kerle den Abend übernehmen würden. Ingo beruhigte sie und meinte, das es ganz normal sei. In gewisser Weise. Und dann kam ihr Auftritt und kam gut an, denn die Show die sie bot war wirklich erste Sahne. Und Glöckner hat sich gefreut, der durfte ja auch Sahne schlecken. Aber auch der Keile Günther, wurde bedacht. Sie rieb ihren Hintern kurz an ihm und das Lächeln in seinem Gesicht verschwand die nächsten drei Stunden nicht mehr. Nur Silke, Fickmaschines Frau, guckte ein wenig sparsam drein, aber nur bis kurz nach dem Auftritt, denn da machte der Glöckner ja alles wieder gut. Ich weiß zwar nicht was er ihr versprochen hat, aber es war wohl das Richtige. Diese Fickmaschine, nein, nein, nein. Direkt nach dem Auftritt sprang natürlich die erste Mannschaft wie die Bekloppten um den Glöckner rum und riefen seinen neuen Kampfnamen. Ein wenig erinnerte diese Situation an einen Stamm Wilder die gerade rausgefunden haben, das man das Feuer auch benutzen kann um in dunklen Höhlen nackte Ärsche anzugucken. Und Fickmaschine war ihr König! Ich muß allerdings zugeben, das ich mich auch mitten unter ihnen befand. So ist das halt mit dem Rudeltrieb. Aber Spaß gemacht hat es ohne Ende. Da durch die nackte Tänzerin alle Hemmungen weit weg geschoben wurden, öffneten sich einige Hemden, natürlich nur bei den Männern und man sah einige Brustbehaarung bei manchen vorlugen. Ingo und Köppel sind jetzt allerdings zu den Luden von Westerode aufgestiegen, denn die Fotos die bei der Geldübergabe gemacht wurden sind einmalig. Ganz großes Tennis. Ach ja, ich muß ja noch ein Titel vergeben. Strammsack des Abends. Der geht eindeutig an Olli. Zum Schluß hatte das Sprachzentrum einen Totalausfall und trinken ging nur noch im Sitzen an der Theke. Aber es ging noch. Respekt. Allerdings ging sonst nicht mehr viel, daher rief ich ihm ein Taxi und verfrachtete ihn kurzer Hand da rein und fragte wie teuer die Fahrt nach Krebeck wäre, dem Taxifahrer das Geld in Hand gedrückt und dann kam der schwerste Teil. Irgendwie mußte ich seine Adresse aus ihm herauskriegen. Nach mehrmaligen Nachfragen antwortete er immer nur Krebeck. Dann aber erreichten meine Worte einen Teil des Gehirns, welcher noch einigermaßen funktionierte. Und heraus kam die Gartenstraße. Und ab ging die Post. Am nächsten Tag erfuhr ich dann das es die Adresse seiner Schwiegereltern war, aber er ist wohl zu Hause angekommen. Auch wenn ihn seine Frau nicht mehr wieder erkannt hat. Um 0500 Uhr war dann die Party vorbei und ich durfte auch nach Hause gehen. Und es war eine absolut geile Party. Da wird mir jeder Recht geben. Ich freue mich jetzt schon auf den 50. Geburtstag, obwohl dieser schwer zu toppen ist.

Sonntag Fußball und ausnüchtern. Und die halbe Mannschaft war stramm. Den Vogel abgeschossen hat allerdings Carsten, der auf seinem Nachhauseweg leicht in den Busch gefallen ist und sich sein Schienbein an einem etwas höherstehenden Gullideckel aufriß. Was lernt man daraus? Wenn man zum Saufen geht sollte man besser Schienbeinschoner anziehen.

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Zelten mit der Jugendfeuerwehr

19/08/2006

Zuerstmal, auf einer viel zu kleinen Luftmatratze mit einer viel zu dünnen Decke zu schlafen macht nur dann wirklich Spaß, wenn man sich den Abend auch ordentlich zuschütten kann und die Schmerzen im Kopf am nächsten Morgen die Schmerzen im Rücken und anderen Körperteilen um Längen übertreffen. Aber was macht man nicht alles als Jugendfeuerwehrwart um die Kleinen zufrieden zu stellen. Die ganze Aktion ist aber nicht auf meinem Mist gewachsen, sondern auf dem des feinen Herren Ortsbrandmeister und dessen Stellvertreter. Man passte mal wieder einen der seltenen Augenblicke ab in denen ich Alkohol getrunken habe und dann konfrontierte man mich mit dem Vorschlag mal mit der Jugendfeuerwehr zu zelten. Damals hörte sich das ja alles noch gut an, da beide Strategen mitmachen wollten. Aber es kommt ja meistens anders als man denkt. Ich hatte also ein großes Zelt organisiert und wir wollten hinter dem Angelteich in Westerode zelten. Aber der Wettergott hat uns leider einen strich durch die Rechnung gemacht. Unbeständiges Wetter warf seine Schatten voraus und ich entschied kurzer Hand, das wir im Feuerwehrhaus übernachten. Schön wenn man die Macht dazu hat. Aber nur der Schnitzel übernachtete mit, weil der feine Herr Ortsbrandmeister auf Montage mußte und sein Stellvertreter hat sich in sein warmes, kuscheliges Bett zurückgezogen. Ehrlich gesagt hätte ich das auch gerne gemacht, aber ich hatte ja meine Luftmatratze, die für Personen gemacht wurde, die ca. 1,50 m groß waren. In der ersten Nacht sollten wir eh kaum schlafen, da wir eine Nachtwanderung machen wollten. Die Route überlegte ich mir ca. eine Stunde vor dem Start, da mein Zeitmanagement ein kleinen Fehler aufwies, ich hatte die Ausarbeitung der Strecke nicht mit einbezogene. Aber wir sind ja patente Kerle und stricken so was mal eben zusammen. Die Überraschung kam dann, als umgestürzte Bäume auf dem Weg lagen. Aber auch das Hindernis ließ sich überwinden. Hätte ich Flecktarn angehabt und ein G3 in der Hand gehalten, wäre ich beim Bund gewesen. Stockfinstere Nacht, unter Stacheldraht durch über matschige Wiesen. Wie damals als man noch Krieg mit scharfer Mun gespielt hat. Kurz vor Ziel fingen die ersten schon maulen an, wie weit es denn noch wäre. Auftrag erfüllt, die fallen gleich ins Bett und wir haben unsere Ruhe und wenigstens ein wenig Schlaf. Auch hier sollte ich mich irren, denn die Kleinen haben durchaus Durchhaltevermögen. So kamen wir dann erst um 0400 Uhr zu der verdienten Ruhe. 0900 Uhr: wir wurden unsanft geweckt. Die Jugend hatte Hunger. Ich übrigens auch, denn die paar Havana Club vom Vorabend, die sich Schnitzel, Matze und ich noch reingezogen haben halten nicht lange vor. Aber da wir ja alle Fuchs sind (ein buschiger Schwanz reicht da nicht), haben wir am Vorabend gleich klar gemacht, das zwei von den Jugendlichen zum Supermarkt fahren und Frühstück kaufen. Halt, der Vorschlag kam von denen, ich wollte mit dem Feuerwehrbock fahren. Sie bereuten auch den Vorschlag, aber da kann man nichts machen, gesagt ist gesagt. Dann kam Matzes Mutter um die Ecke, die ihn erstmal zusammenfaltete, da er zu Hause nicht Bescheid gesagt hat, das er bei der Feuerwehr schläft. Matze freute sich nur. Nach dem Mittag gings dann zum Mini-Golf. Volk will unterhalten werden. Abends gabs dann Stockbrot und Rühreier und die letzte Nacht stand bevor. Wie sehr wünschte ich mir mein Bett herbei, denn es war nicht nur unbequem auf der Matratze sondern auch noch kalt, da meine Bundeswehrdecke nicht mehr so toll warm hielt wie früher. Oder sollte es an dem fehlenden Alk liegen. Das letzte Zelten lag schon ein paar Jährchen zurück und da hat man sich ordentlich einen reingefenstert. Da hat dann die Kälte oder der harte Boden nichts ausgemacht. Aber so ohne Stoff, merkt man erst die Vorzüge eines Bettes zu schätzen. Nach dem Frühstück wurde dann noch Klar Schiff gemacht, was zu meiner großen Überraschung problemlos klappte. Somit haben sie die Feuertaufe bestanden und im nächsten Jahr können wir das Zeltlager der Jugendfeuerwehren aus dem Stadtgebiet mitmachen. Oh Gott, auf was habe ich mich da eingelassen. Bleibt mir nur mit einem weisen Satz zu schließen: Zelten macht nur Spaß, wenn man genügend Bier dabei hat!


Die Party

15/08/2006

Endlich habe ich Urlaub und was macht am Besten im Urlaub, der an einem Donnerstag startet. Genau man geht erstmal in die Werkstatt und betrinkt sich. Schnitzel, Kai und Görtler mit am Start und ab ging die Post. Vorher hatte ich eh mit Kai was im Feuerwehrhaus zu besprechen und so konnte man prima schon mal das eine oder andere Weizen probieren ob man überhaupt schon wieder lust hat Alkohol zu trinken. Tja, meine inneren Organen gaben grünes Licht. In der Werkstatt war sowas wie eine School’s out Party, aber da ja gerade Ferien sind kann man so was ja jeden Tag feiern. Es war halt eine Menge junges Volk unterwegs und zum ersten Mal in meinem Leben habe ich mir gewünscht 10 Jahre jünger zu sein. Ging aber nicht, also fand ich mich mit den Tatsachen ab und pfiff mir mit Schnitzel, Görtler und Porno-Patrick eine Flasche Wodka mit Red Bull rein. Ja ich bin wieder da angelangt wo ich schon längst nicht mehr hin wollte. Wodka mit Red Bull oder wie man in Westerode sagt: Wodka-Scheißendreck. Als dann die Flasche alle war, waren wir aber noch lange nicht voll. Da Schnitzel sich verabschieden wollte, da er am nächsten Tag arbeiten mußte (Harte Sau, sage ich da nur!). Begann wie immer eine kleine Diskussion über die Weiterführung der Trinkgewohnheiten. Stieg man um auf Bacardi, Beam oder Havana. Ich mache es mal einfach kurz, der Havana hat mit absoluter Mehrheit gewonnen. Also Flasche Havana am Start. An die Flasche kann ich mich nur noch leider zur Hälfte erinnern. Danach machte mein Kurzzeitgedächtnis die Grätsche. Es geht immer als erstes, aber ich lebe ja auch von den Erinnerungen der anderen. Wenn man den ganzen bösen Gerüchten glauben darf, haben Görtler und ich erstmal sämtliche jungen Damen zu Pornos Geburtstag am 26.08. eingeladen. Das Problem ist nur das er gar nicht feiern wollte. Warum sagt er uns auch, das er Geburtstag hat, da ist ja wohl klar, das wir uns Erstens selber einladen und Zweitens alle Anderen die uns irgendwie über den Weg laufen. Die Erinnerung daran ist allerdings nicht mehr so gegeben. Desweiteren sollen wir noch einen Döner gegessen haben, daran kann sich mein Magen auch nach eingängiger Befragung nicht mehr erinnern. Aber e wurde mir am Samstag nochmal bestätigt, von jemanden an den ich mich auch beim besten Willen nicht mehr erinnern kann. Wer weiß wozu es gut war. Der Rückweg muß wohl auch voller Überraschungen gewesen sein, denn irgendwie nahm ich einen anderen als Görtler und Porno. Sie meinten nur das ich irgendwann nicht mehr bei ihnen war. Tja, da werde ich wohl die altbekannte Abkürzung genommen haben. Fragt mich jetzt aber nicht welche. Es scheint da mehrere zu geben.

Freitag morgen, irgendwie geht es mir nicht so gut und der Kopf tut leicht weh. Und ich muß aufstehen und mit dem Biensi die Party vorbereiten. Aber das ging recht fix von der Hand, nur der Getränke-Fuzzi kam ein wenig später als erwartet. Ich nahm es allerdings eher gelassen, weil ich ja mir schon dachte das ein wenig Verspätung drin sein mußte. Der Marco allerdings war ein Nervenbündel. Als er dann endlich kam, hatte er aber auch nicht genug Zeug mit. Jedenfalls nicht das was wir bestellt hatten. War aber immer noch genug. Ich hatte ja dann doch ein wenig Angst vor dem Abend, da ich nicht mehr genau wusste wen ich alles eingeladen hatte. Klar es gab eine offizielle Gästeliste, aber da ja ein paar Parties die letzte Zeit waren habe ich ab und zu die Beherrschung verloren. Da lädt man dann alle ein die man irgendwie vom Sehen her kennt. Sowas kann dann aber auch leicht nach hinten los gehen. So langsam wurde es dann auch 2000 Uhr und die Party sollte offziell losgehen. Nebenbei machte die 1. Mannschaft noch ihr Training und wir hatten wenigstens was zu gucken. Ich glaube allerdings das die Jungs gerne früher Schluß gemacht hätten und mal ordentlich einen getrunken hätten. Aber da mußten sie sich noch ein wenig gedulden. Erst die Arbeit, dann das Bier. Und die Party wurde voller und voller. Allerdings bleib der große Ansturm aus . Entweder waren die anderen auch stramm als ich sie eingeladen habe und sie haben es schon wieder vergessen oder sie hatten einfach keine Zeit. Klar auf der Einladung stand, das man sich zurück melden sollte, damit man ein wenig besser planen konnte, aber glaubt man denn das sich die Leute daran halten. Bloß nicht. Nun gut, wir hatten also definitv genug Getränke eingekauft.  Von manchen Leuten war ich dann doch ein wenig enttäuscht da sie erst zugesagt haben und dann doch nicht da waren, dafür hat es mich aber umso mehr gefreut einige andere Leute zu sehen. Im Nachhinein war es doch eine lustige Party und ich hoffe alle anderen hatten genügend Spaß, denn so eine Arbeit werde ich mir bestimmt so schnell nicht wieder machen. Was ein wenig Schade war, ist das es so schweinekalt war. Aber da konnte man sich ja warm trinken. Der Noxi mußte dann leider früher nach Hause. Er sagte, das ihm kalt war und er am nächsten morgen arbeiten müsse, aber das habe ich ihm nicht geglaubt auch nicht das er Nippel wie Treckerventile hatte. Er konnte es wahrscheinlich nicht mit ansehen wie sich alle betrinken und er mußte Auto fahren. Wenn ich mich an eine Woche vorher erinnere, dann kann man es schwer aushalten nüchtern auf einer Party zu sein auf der alle anderen sich ordentlich betrinken können. Ich kann ihn aber gut verstehen, deswegen ein weiser Rat: Niemals auf eine Party gehen, wenn man nichts trinken kann. Er brachte ja die Simone mit und die hat mir dann erstmal erzählt, das Noxi und ich sie letzten Samstag von der Zapfe-Party aus angerufen haben. Oh oh, wann soll denn das gewesen sein? Aber Noxi hat ja für alles Aufzeichnungen, also schnell mal Das Handy gezückt und nachgeguckt. Es muß dann wohl so gegen 0300 Uhr gewesen sein. Danach mußte ich Simone erstmal mit Entschuldigungen überschütten, aber sie fand es gar nicht so schlimm. Schlimm fand sie dann nur, das sie nicht nach Esplingerode gekommen war. Naja, dafür konnte sie sich ja heute dann richtig betrinken. Meine Tour ging dann weiter. Man muß ja als Gastgeber hier mal gucken und da mal gucken und eigentlich überall mal gucken und vor allem überall mal einen mit trinken. Das können aber auch andere Leute. Intern hab eich so eine kleine Titelvergabe gemacht. Strammsack des Abends und den hat mit leichten Vorsprung der Vokke geholt. Vokke hat so gegen 2230 Uhr den Havana Club für sich entdeckt und mußte mir erstmal mitteilen, wie geil das Getränk doch schmecke und ich soll mal ordentlich einen mit trinken. Da ich aber doch ein wenig nüchtern bleiben wollte, vertröstete ich ihn auf später. Was ihn aber nicht davon abhielt weiter Havana zu trinken. Eine Stunde später hatte seine Brille die typische Vokke-vollstramm Position eingenommen. Mit dem Satzbau haperte es auch schon ein wenig, aber er hatte einen guten Trinkpartner gefunden. Jörg aus Nesselröden. Der war mindestens genauso stramm wurde später dann aber vom guten Vokke leicht überholt. Allerdings machte Vokke sich dann an sämtliche Mädels die noch Single waren ran. Gute Taktik, aus Erfahrung weiß ich das Frauen nicht so auf den besoffenen Typen stehen. An dieser Stelle nochmal einen lieben Dank an Kathrin und ihre Freundin Heike, die Vokke so nett ertragen haben und nicht ausfällig wurden. Anders der Vokke allerdings der sich erstmal zu Bolle gesetzt hat, der wiederum mit Linda gesprochen hat. Vokke meinte dann in schwer verständlichem Deutsch, warum denn Bolle noch da wäre, da er ja doch schon älter ist. Bolle nahm es allerdings mit Humor und der Vokke hat es ja nicht so gemeint. Lustig war der Spruch allerdings schon und vor allem Bolles Gesicht danach. Aber ansonsten ist Vokke ein echt friedlicher Zeitgenosse. Die Party ging weiter und weiter und irgendwann war es dann Simone die ein wenig vollstramm war, sie mußte ja auch die verpasste Esplingerode-Party wieder wett machen. Deutsch gehörte nicht mehr zu ihrer Muttersprache und der Gleichgewichtssinn versagte auch stellenweise. War aber alles nicht so schlimm, da es doch recht süß aussah. Das bestellte Taxi mußte dann leider wieder weggeschickt werden, da sie sich noch nicht in der Lage fühlte mit einem Auto mitzufahren. Am Schärfsten war aber der Nolte. Der wollte doch tatsächlich zu Fuß zurück auf den Breitenberg latschen. Als gestandener Feuerwehrmann schafft er sowas. Eigene Aussage. Nun ja, Verrückte soll man nicht aufhalten. Aber der Clou war ja das er sich dann doch in sein Auto gelegt hat und bis zum nächsten morgen da geschlafen hat. Also nichts mit Marathonlauf am frühen Morgen, egal wie viel man getrunken hat. Aber besser so als wenn er selber gefahren wäre. Sowas würde er auch nie machen, denn als Feuerwehrmann hat man schon ein paar Situationen erlebt in denen man solche Verrückten aus dem Auto schneiden mußte und das geht meistens nie gut aus. Cool war auch der Biensi. Am Anfang meinte er das es sich auch zurückhalten wollte, war ja schließlich auch Gastgeber, fing aber gleich mit Wodka-Scheißendreck an. Außerdem würde er mächtig Ärger mit seiner Freundin bekommen, wenn er so früh schon wieder so voll war. Aber er hat die Wirkung des Wodka-Scheißendreck unterschätzt. Seine Freundin war da und er brauchte nicht mehr viel. Als ich dann die Herrschaft über die Musikanlage übernahm und Marco mit Dance-Klassikern fütterte, war alle Hoffnung verloren. Marco ging ab wie ein Zäpfchen und kurze Zeit später ging er dann auch Hause. War aber nicht so schlimm, denn die Party befand sich schon in der Endphase. Das soll bedeuten, das nur noch die härtesten Strammsäcke da waren. Vokke war zwar schon zu Hause hatte aber so einen Vorsprung vorgelegt, das er unmöglich eingeholt werden konnte. Das nenn ich mal gute Arbeit. Auf der Rangliste war Felkl aber mindesten unter den ersten zehn Plätzen. Seine Freundin meinte zwar das es auch die ersten fünf gewesen sein könnte. Aber ich kenne ihn ja. Zum Abschluß saß er nur neben mir und ich mußte aufpassen, das er mir mit seinen Klüsen nicht im Gesicht schabte, den die standen bestimmt fünf Zentimeter hervor. Saubere Arbeit. Er versicherte mir aber das er eine Menge Spaß hatte. Wie der geneigte Leser sicher merkt, war ich gar nicht so sehr stramm. Ich konnte auch machen was ich wollte. In der Zwischenzeit bin ich nun schon auf Havana Club umgestiegen und trotzdem wurde ich nicht voller. Verdammt den Zug habe ich verpasst. Gegen 0500 Uhr waren dann wirklich nur noch ganz Harten da. Jörg ist gerade nach Hause gegangen und das war auch gut so, denn da ging gar nichts mehr. Der Teil der für das Sprechen zuständig war hatte Totalausfall und die Motorik lief auch nicht mehr so ganz rund. Später erzählte er mir das er eigentlich zu Fuß nach Hause wolle, wurde aber von einem Netten Autofahrer mitgenommen. Also im Auto, nicht überfahren. Die anderen Harten waren dann noch David, Matze und Stopper. Da ich dachte das die Party nicht mehr allzu lange gehen würde fing ich schon mal langsam an aufzuräumen. Tja und als ich dann knappe drei Stunden später so weit war nach Hause zu gehen, dachten sich die drei, Das sie auch nach Hause gehen könnte. Ich war sowas von fertig und war nun fast 24 Stunden wach. Ich hätte auch nicht für möglich gehalten, das ich das durchstehe. Gegen 1300 Uhr habe ich mich dann mit Marco getroffen und wir haben den Rest gemacht. Vier Stunden Schlaf reichen vollkommen aus.

Man sollte jetzt eigentlich meine, das jeder Körper nach eine zweitägigen Sauftour fertig wäre, aber nicht mein Körper. In tagelanger Selbsgeisselung habe ich mir einen harten Willen an trainiert, wenn es um das feiern geht. Ein wenig Ruhe vor dem Fernseher und es konnte weiter gehen. Und zwar zur Ballermann-Party nach Breitenberg. Es war eigentlich abgemacht, das wir uns um 2130 Uhr bei Kai treffen. Daraus wurde aber nichts, da Schnitzel noch auf dem Feld zu tun hatte und somit verschob sich der Abflug auf 2220 Uhr. Auch nicht verkehrt, denn besser später als gar nicht auf eine Party zu kommen. Ich muß allerdings zugeben, das mein Körper sich schon auf einen Sofaabend eingestellt hat. Es war zwar etwas ungewöhnlich für ihn, das es an einem Samstag abend so weit sein soll, aber er hatte schon resigniert. Die Rechnung wurde allerdings ohne meinen Willen gemacht. Der war wie immer stärker, wurde er auch mehr trainiert als mein Körper. Also auf gings zum Hügel, Verzeihung zum Breitenberg. Jetzt muß ich mal ehrlich sein. Das Bier war nun wirklich nicht die Offenbarung und benötigte unbedingt eine Kur, am Besten bei Becks oder Krombacher. Aber was tut man sich nicht alles rein um schön stramm zu werden. Ich war aber ein wenig misstrauisch. Was wäre wenn es mir so ginge wie den Vorabend. Da half nur eins, ordentlich was reinkippen. Das Bier wurde auch nach dem zehnten Becher nicht besser, aber man prügelte es sich irgendwie rein. Das Klientel war dann auch eher von der Jüngeren Sorte, war auch irgendwie klar, da die neue Ballermann-Party auch von den Jüngeren gemacht wurde. Ich traf aber meinen Arbeitskollegen und unterhielt mich dann noch ein wenig mit ihm. War ganz nett. Doch seiner Freundin war eine wenig kalt und sie sind dann nach Hause gefahren. Somit war klar, das wir unseren Standort taktisch günstiger positionieren mußte. Näher an der Theke mit den Mixgetränken. Zwischendurch wurden immer mal ein paar Havana Club reingefahren, damit noch wusste das man am Leben war. An der Mix-Theke traf man dann noch weitere alte Bekannte. Wie zum Beispiel den Matze. Granatenstramm versuchte er zwei Getränke zu balancieren. In jeder Hand eins und trotzdem verschüttete er mehr als die Hälfte. Sensationeller Auftritt. Aber der war noch nicht zu Ende. Er entdeckte das andere Geschlecht in Form eine kleinen Blondine an der Wurst-Theke stehen. Schwebte irgendwie rüber, wie nur er es kann und wiederholte ständig die magischen Worte: „Ohh, ist die süß!“. Sie fand es eher irritierend und lief schreiend weg. Wir müssen fair sein, geschrien hat sie nicht, aber der Geschichtsausdruck sagte alles. Mittlerweile sind wir dann auch auf Wodka-Scheißendreck umgestiegen und so richtig stramm wurde ich immer noch nicht. Angeheitert ja, aber stramm rückte in weite Ferne. Andere hatten da mehr Glück, denn die machten einen Salto Rückwärts von der Theke aus über zwei Bierzeltgarnituren. Sind wieder aufgestanden und haben sich die nächste Mischung reingepfiffen. Meine aufrichtige Bewunderung für diesen Stunt, den Colt Sievers nicht besser hinbekommen hätte. Unter anderem trafen wir auch eins der Mädels wieder die Görtler und ich am Donnerstag zu Pornos Geburtstag eingeladen haben. Porno erkannte sie gleich, Görtler und ich nicht die Bohne. Ehe man sich versah zeigte der kleine Zeiger schon wieder auf die fünf und der große Zeiger rückte näher in Richtung vier. Die Auswahl der Mixgetränke wurde weniger und nach einer Mischung Wodka- Pfirsicheistee wurde es Zeit den Heimweg anzutreten. Leichter gesagt als getan, denn auf einmal wollte alle nach Hause. Und dann wird das mit dem Taxi schon schwer. Auf dem Rückweg habe ich dann noch Kathrin Schäfer getroffen. Naja, sagen wir sie hat mich getroffen, da es dunkel war und ich nicht mehr soviel Leute erkannt habe. Könnte es sein, das ich dann doch ein wenig stramm werde? Guter Zeitpunkt. Der Taxifahrer war natürlich auch die Wucht in Tüten. Als wir in Westerode angekommen sind meine er die Fahrt würde 12 € kosten. Daraufhin wies ihn Görtler daraufhin das er für die Hinfahrt aber nur 10,50 € bezahlt hatte. Eiskalt meinte der Fahrer, das wir ihm 7,00 € geben sollten. Verstanden haben ich das nicht, aber es war mir auch egal. Dann sind wir halt noch zu Porno und haben norwegisches Bier aus der Dose getrunken. Als ich dann merkte das es dunkel wurde, weil meine Augen zugefallen sind bin ich auch gleich nach Hause gegangen. Zu Hause angekommen mußte ich ja erstmal bei Friede auf dem Anrufbeantworter eine Nachricht hinterlassen, das habe ich schon seit Ewigkeiten nicht mehr gemacht. Die erste ging noch ganz gut und da ich nicht fertig geworden bin, wollt eich noch eine zweite hinterlassen. Leider bin ich dann bei dem Ansagetext, der verdammt lang ist, eingeschlafen und kurz vorm Ablauf der Zeit eingeschlafen. So kanns gehen.

Am nächsten Morgen wurde ich dann gerade so rechtzeitig zur Feuerwehrübung wach. Die aber nicht wahr. Was mir Kai aber erst mitteilte als ich ihn anrief. Danke fürs Gespräch. Ich habe ja nur den ganzen Abend mit ihm verbracht, da gab es anscheinend keine Gelegenheit mal mit mir zu reden.


Die Zapfe-Party (Eichsfeld-Party)

09/08/2006

Das war eins der härtesten Wochenenden seit langem. Dabei sollte es ein ganz gemütliches Wochenende mit Freunden werden. In Esplingerode war die Zapfe-Party und vorher wollten wir bei mir sitzen und Das ein oder andere Pils trinken. Doch es wurde wieder mal sehr hart. Aber, zuerst der Freitag.

Ich kam von der Arbeit und freute mich auf ein nettes Bierchen bei Friede, denn der machte eine Helferparty bei seinen Eltern. Da ich aber immer leicht abgelenkt bin wenn ich die Worte „Bier“ und „umsonst“ höre, habe ich nicht genau hingehört und bin erstmal zur Baustelle getapert. Da war dann keiner und ich bekam es schon mit der Angst. Ist die Party vorbei? Ist Das Bier schon alle? Sind alle nach Hamburg auf die Reeperbahn gefahren? Da hilft nur der Telefonterror. Sekunden später war Gewissheit da. Sie saßen bei Friedes Eltern und ich solle mich beeilen, denn das Essen wird kalt. Essen? Habe ich da wieder was überhört? Verdammt, warum habe ich mir denn zu Hause was gemacht? Naja, dann gebe ich halt mehr Gas beim Pils. Als ich dann bei Friede auf den Hof kam, war schon ordentlich was los, denn die Party ging schon mal um 1800 Uhr los. Da ich aber noch eine Menge auf der Arbeit zu tun hatte, ging es bei mir nicht früher. Außerdem wäre ich dann ja noch früher zu Hause gewesen, wenn ich früher mit dem Bier angefangen hätte. Der einzige Platz der frei war war gegenüber von Ollibert und neben Friedes Vater. Sollt eich es wagen. Allerdings stand in leuchtenden und warnenden Buchstaben „Hier muß man Schnaps trinken!“ über dem Platz. Ach egal, ich kann ja nein sagen. Ja genau, als wenn ich solche Worte kennen würde, wenn es um einen Verdauungsschnaps gehen würde. Aber lassen wir es erstmal langsam angehen, ich muß ja den Schnaps nicht erwähnen. Vielleicht bleibt er dann ja in der Flasche. Erstmal zwei Krombacher in den Schlund, damit man so langsam auf Betriebstemperatur kommt. Dann kam auch schon der Friede und meinte er hätte ein Fäßchen Hefe in der Truhe stehen. Wie kann man nur so gemein sein. Was sollte ich auf eine solche Informationen antworten. „Nein, ich bleibe beim Bier und gehe eh bald nach Hause.“ Also wurden dann zwei bis drei wundervolle Hefe kredenzt und die schmeckten sowas von gut. Als ich Das zweite Hefe gerade in Arbeit hatte fielen die gefürchteten Worte: „Jetzt trinken wir zu Verdauung erstmal einen schönen Schnaps!“ Wie zu welcher Verdauung? Ich habe doch nur zwei Bier und anderthalb Hefe bisher getrunken! Das kann ja nicht als Mahlzeit zählen. Ist das denn überhaupt Rechtens? Während ich die Anfrage an meinen Rechtsanwalt zum Prüfen weiterleitete mußte ich zwei Obstler trinken. Hoffentlich die Letzten. Nein, waren es dann nicht. So ging es dann munter weiter, bis immer mehr nach Hause gingen und ich irgendwann an einem anderen Tisch mit Olli, Friede, Ute und noch ein paar anderen saß. Bier und Schnaps liefen nur noch rein. Doch auch das muß mal aufhören und ich begab mich auf den Nachhauseweg. Falsch gedacht. Denn der Schnitzel rief an. Ich soll doch zum Sportplatz runter kommen, denn da feiert Theresa, Jensis Freundin, ihren Geburtstag. Ich wollte aber nach Hause und meinte zu Schnitzel, Das ich nicht mehr könne und morgen für die Zapfe-Party fit sein möchte. Er drohte mir mit Kündigung der Freundschaft und Das er mich aus dem Bett holen würde und damit einer Schubkarre runter fahren wollte. Dermaßen unter Druck stehend habe ich dann mein Gewissen davon überzeugt für ein Bier zum Sportplatz zu gehen. Schön wärs. Als ich unten angekommen bin wollte ich erstmal Theresa gratulieren kam aber nur schwer vorwärts, da mir alle anderen auch noch nachträglich zum Geburtstag gratulieren wollten. Aber ich kämpfte mich durch, ein paar bleiben auf der Strecke, aber Verluste hat man immer. Tja, am Sportplatz muß ich dann wohl noch ein paar Bier und Mischungen getrunken haben, ordentlich Scheiße gelabert haben und Schnitzel vor einer Prügelei bewahrt haben. Das sind die wenigen Erinnerungen die ich noch habe. Da fällt mir ein, hat schon jemand eine Erinnerung von mir beim galaktischen e-bay ersteigert. Ich hätte dann gerne die von der Party in Göttingen, wo ich den Namen der Dame mit den blonden Strähnen erfahre und ihn mir gemerkt habe. Irgendwann muß ich dann auch zu Hause gewesen sein, denn ich wachte am Samstag in meinem Bett auf. Nein, halt, ich wurde unsanft vom Telefon geweckt. Eine besorgte Nachbarin aus Esplingerode wollte Honig haben. Klar, sowas muß man um 0800 Uhr morgens mitteilen.

Nach dem Schock bin ich dann auch sofort aufgestanden. Allerdings muß ich ohnmächtig geworden sein, denn als ich aus der Dusche kam zeigte der Wecker 1134 Uhr. Eine sinnvolle Tätigkeit werde ich heute eh nicht zustande bringen, aber ich mußte wenigstens noch ein klein wenig Klar Schiff in Esplingerode machen, bevor die Gäste kommen würden. Aber das ist ja erst heute abend. Vorher kann man noch ordentlich abhängen. Was auch durchaus nötig war um für die Zapfe-Party vorbereitet sein. Könnte es etwa möglich sein, das jemand die Zapfe-Party nicht kennt. Mit ziemlicher Sicherheit. Also eine kleine Einführung. Vor Jahren haben sich ein paar Parties im Eichsfeld etabliert die nun jedes Jahr statt finden. Dort bezahlt man einen Festbetrag, der in den letzten Jahren deutlich nach oben gegangen ist. Anfangs waren es mal 10 DM, mittlerweile sind wir bei 15 € angekommen. Aber dafür darf man dann soviel trinken wie man kann / da ist. Hört sich lustig an und das ist es auch. Auf solchen Parties trifft man Land und Leute und sogar Länder ähhh Leute die man längere Zeit nicht gesehen hat. Gefeiert wird grundsätzlich bis die Sonne aufgeht. Denn zu hause kennt man einen ja schon. Normalerweise wäre am Freitag die Hüttenparty in Obernfeld gewesen, aber die ist leider ausgefallen. Diverse Gründe sind mir zu Ohren gekommen, aber um keine Gerüchte in die Welt zu setzten verzichte ich hier mal auf die Aufzählung. Nun gut, um 2000 Uhr kamen dann die ersten Gäste. Und ehe ich mich mich versah war mein Wohnzimmer proppenvoll. Das ist so eine kleine Krankheit von mir, immer mehr Leute einzuladen, als ich überhaupt Platz habe. Aber es ging noch, außerdem wollten wir ja eh bald zur Party. Gesagt getan, kurz angestanden und Scheiße gelabert und drinnen waren wir. Ich glaub eich bin gleich zur Theke durchmarschiert, denn ich war ja immerhin schon ganze 6 Minuten ohne Bier. Als dann die Bierversorgung einigermaßen gesichert war konnte ich mich den Gästen zu wenden. Man mußte ja gucken wer alles so da ist und wen man so alles von früher her kennt. Tja, es waren allerhand und nun kann man sich vorstellen das man nicht einfach so Hallo sagen kann und dann wieder die Biege machen kann. Mit jedem Bekannten müssen mindestens zwei Alkoholische Getränke eingenommen werden. Das ist bei mir so ein ungeschriebenes Gesetz. Der Boxenstop war dann bei der Clique, die einen aber auch nicht vergessen haben, bei der Getränkefrage, was ich sehr nett finde. Man geht kurz zum Pinkeln und trifft dabei irgendwen („Verdammt was liegt hier denn für ein alter Sack auf dem Boden? Oh bist Du ja, ….“ (Name dem Redakteur bekannt)) und schon ist man wieder an der Theke und bestellt irgendein Getränk. Und die Getränke kann man ja nicht einfach umkommen lassen. Klar, es ist alles umsonst, aber trotzdem ist es Bier. In einer kleinen Verschnaufpause kam dann Marcos neue Freundin, Naddel, an und sagte zu mir, das Marco ihr erzählt hat, das ich gerne Tequila trinken würde. Hääää? Wie kommt Marco immer auf so was? Da muß ich wohl ganz kurz unaufmerksam gewesen sein und habe etwas gestammelt was sich wohl wie ein Ja angehört hat und schon war ich wieder an der Theke mit Naddel. Erster Tequila rein. Meine Geschmacksknospen begingen in diesem Moment Selbstmord hatten sie doch noch mit dem Obstler vom Vortag zu kämpfen. Da sie nun hinüber waren bestellte ich mir gleich mal zwei Havana Club, damit ich nicht in drei Sekunden wieder an der Theke stehen würde. Aber das hat Naddel nicht interessiert und bestellte gleich mal die zweite Runde Tequila. Naja, bestellt ist gut. Sie hat sich einfach die Flasche geschnappt und mir einen Doppelten eingeschüttet. Auch der ging rein. Früh genug schaltet diesmal meine Leber die genau wusste, das Tequila nur in bestimmten Mengen bei mir reingeht. Die Leber sendete sofort das Notfallsignal an mein Gehirn und ich antwortete mit einer feigen Ausrede. Es hat aber geholfen. Ich war zurück bei den anderen und um einiges betrunkener. Soll ja nicht von Schaden sein, wie ich mal gehört habe. Als nächstes habe ich dann Wiebke und Adrian getroffen. Auch sehr nett. SO ging es dann den ganzen Abend munter weiter. Man traf Leute und trank. Ein besonderes Highlight war noch der Noxi. Der muß wohl von irgendeiner Fete gekommen sein und war schon leicht volltrunken. Jedenfalls konnte man nicht mehr jeden Satz verstehen den er von sich gab. Das hinderte uns aber nicht daran noch die eine oder andere Mischung in uns reinzukippen. Je früher der Morgen wurde um so weniger wurden die Gäste. Aber ein echter Westeröder hält bis zum bitteren Ende durch. Darf ich den Fotos von meinem Fotoapparat glauben, dann habe ich die letzten Fotos um 0621 Uhr gemacht. Übrigens sehr lustige Fotos. Danach war aber meines Wissens noch lange nicht Schluß. Ich kann mich noch daran erinnern, das der Ingo (der hat nämlich mit mir so lange ausgehalten) Partnertanz gemacht hat und ich vor der Scheune mit ca. drei Mischungen gestanden habe. Und es kam mir alles so vor als würde ich die ganze Szenerie von außen betrachten. Eigentlich deutliche Zeichen dafür, das man so langsam den Heimweg antreten sollte. Dabei hatte ich es gar nicht weit. Aber irgendwas hielt mich noch. Es muß dann so gegen 0700 Uhr oder 0730 Uhr gewesen sein, wo Ingo und ich dann die Segel gestrichen haben. Es hat dann aber auch gereicht. Sehr komische Worte aus meinem Mund. Ingo und ich haben dann auf das Taxi gewartet und als der Ingo dann abgefahren ist, bin ich nach Hause gegangen. Um diese Zeit muß es gewesen, als der Außerirdische gekommen war um meine Erinnerungen zu extrahieren. Ich kann mich nämlich noch daran erinnern, das ich mich vor den Computer gesetzt habe (ein Auge mußte dabei zugehalten werden) um Musik an zumachen. Das nächste was ich weiß, ist das Kai mich auf dem Handy angerufen hat. ER sollte mich abholen zur Feuerwehrübung (schon wieder). Ich hätte ihn um 0600 Uhr angerufen und ihm Bescheid gesagt (Dafür hat er sich dann auch nochmal herzlich bedankt!). Dazu kann ich leider nichts sagen, da ich nicht mehr die Kontrolle über meinen Körper hatte. Die hatten meine inneren Organe. Das Aufstehen erwies sich aber als Schwierigkeit, da meine Brille verschwunden war. Und ohne Brille bin ich ziemlich aufgeschmissen. Ich sehe nur noch Verschwommen und das ist nun wirklich kein Geschenk. Also hab eich erstmal den Kai rein gelassen (nachdem ich mir eine Hose und ein T-Shirt angezogen habe) und der half mir dann die Brille zu suchen. Allerdings brachte das nichts, denn Kai hat sie nicht gefunden. Dafür aber ich. Sie lag in meinem Arbeitszimmer (ja, sowas habe ich ) auf dem Boden. Wie sie dahin gekommen ist entzieht sich meiner Vorstellungskraft. So ausgerüstet führte ich dann die Übung durch. An Einzelheiten erinnere ich mich jedenfalls nicht mehr. Nur noch das kräftig gelacht wurde. Ich habe es schon nicht leicht!


Geburstag und Revival

03/08/2006

Um das Wochenende standesgemäß einzuläuten hat der Ingo Geburtstag gehabt. Allerdings hat Ingo immer das Glück das an seinem Geburtstag grundsätzlich schlechtes Wetter ist. Im letzten Jahr waren Orkanböen unterwegs die beinahe das Zelt wegbliesen und in diesem Jahr dachte sich der Wettergott, das er mal ein wunderbares Unwetter loslassen müsste. Jeder wie er will, denn der Ingo war gerüstet. Zelte und genug zu trinken. Wir trafen uns erstmal bei Christian , zum Karte unterschreiben. Naja, wir waren eigentlich nur Ellen, Christian und ich, da die anderen später kamen oder schon da waren. Der weg von der Mühlenstätte zur Blumenau bescherte mir schon ein nasses Beinkleid, da es unglaublich stark geregnet hat. Als wir dann vom Haus in Ellens Auto wollten, war ich schon wieder naß, da ich ja von zu Hause wie immer den größten Schirm den es gab bekommen habe. Ich habe einen Maxi-Körper und bekomme einen Mini-Schirm. Klar, das da nicht alles von dem Körper drunter geht und einige Stellen werden dann zwangsläufigerweise naß. Nicht sehr angenehm, aber da kann man nichts dran ändern. Als wir dann im Niederdorf angekommen waren hat der Wolkenbruch aber noch lange nicht aufgehört. Nach einigem zögern wagte ich dann aber doch den Ausstieg und war innerhalb drei Millisekunden naß. Was solls, die Frisur sieht eh scheiße aus. Als wir dann bei Ingo angekommen waren, konnte ich mich erstmal an einem Bier laben. Das Markus nach einigem hin und her aus dem Keller besorgt hat. Allerdings stellte er fest, das die Waschmaschine schon leicht feucht von unten war. Irgendwie scheint Wasser durch den Gulli gedrückt haben. Dann war erstmal Alarm. Die Waschmaschine sollte in Sicherheit gebracht werden und die Sirenen ging los. Meine Stimmung stieg auf den Nullpunkt. Warum passiert sowas immer wenn ich gerade mein erstes Bier zur Hälfte ausgetrunken hatte. Aber Pflicht ist Pflicht und Schnaps ist Schnaps. Mit einem letzten sehnsüchtigen Blick auf meine Bierflasche setzte ich mich bei Morchel ins Auto und der fuhr mich gütigerweise erst nach Hause zum Umzeihen und dann ins Feuerwehrhaus. Dort traf ich nur noch Andreas an, der dann in die Stadt gefahren ist. Der Gewölbekeller vom Restaurant „Budapest“ stand unter Wasser und die Feuerwehr Duderstadt ist schon ausgelastet, deswegen wurden die Ortswehren rausgezogen. Na herrlich, da lasse ich die Party sausen, nur weil ein Keller voll gelaufen ist. Ankunft Einsatzstelle, waren zwei Tauchpumpen im Einsatz. Die ziehen jetzt natürlich nicht gerade viel Wasser. Aber die Duderstädter haben sich mit ihrem Riesengefährt taktisch so klug positioniert wie nur sie es können. Dafür durften wir unsere Pumpe aber zwischen den ganzen Autos durch tragen. Hat auch was. Kai meinte, das ich die Pumpe bedienen sollte. Naja, wenn es sonst keiner macht, dann mache ich mir halt die Ohren kaputt, denn die gute Rosenbauer, hat einen unwahrscheinlich lauten Klang. Und die Fehlzündungen sind auch nicht zu verachten. Da knallt schon mal das eine oder andere Trommelfell. Nachdem ich aber gesehen habe, das an die Pumpe 10 Sauglängen dran gemacht wurden, fragte ich Kai erstmal wer denn hier den Schuß nicht gehört hat. Ich kann doch nicht 10 Leitungen entlüften, normal sind 6 Stück. Das geht schon. Gut, wenn ihr meint. Da waren wieder soviel Klugschwätzer unterwegs, da will ich lieber gar nichts mehr sagen, sondern habe die Pumpe auf Vollgas gestellt. Nachdem ich mit der Entlüftungseinrichtung ein kleines Wortgefecht hatte („Dämliches Scheißding, jetzt geh da endlich rein! Warum?!? Du mieses…..! Geht doch!“) gings los. Es war natürlich klar, das ich erstmal die ganze Luft herauskriegen mußte, was natürlich bei 10 Leitungen seine Zeit dauert. Fehlzündungen inklusive. Ich bin sogar der Meinung ich habe den einen oder anderen Feuerstoß aus dem Auspuff gesehen. Ist aber ganz normal für die Rosenbauer. Irgendwann hatte ich dann 0,8 bar Unterdruck und 0 bar Ausgangsdruck. Und ich sog immer wieder Luft an. Aber jeder Keller wird mal leer und wir durften die große Pumpe wieder abbauen. Dann kam ich auch mal dazu mir das ganze Spektakel aus der Nähe anzugucken. Ich hätte als erstes mal ein Geländer wegflexen lassen. Minus eine Sauglänge. Dann hätte ich die Pumpe in den Keller bringen lassen. Minus 5 Sauglängen und schon wäre alles einfach gewesen und vor allem wäre ich nicht so naß geworden. Beim ersten entlüften, lief mir nämlich schön das Brackwasser am Bein runter weil irgendein Stoffhund den unbenutzten Abgang nicht geschlossen hat. Und dann hatte es ja noch nicht aufgehört zu regnen. Den Helm brauchte man eh nicht und somit war ich einmal komplett naß und sah aus wie ein Schwein. Nachdem dann die Pumpe abgebaut wurde hat sich die Duderstädter Wehr verabschiedet. Viel gemacht außer kluge Sprüche und den Einsatz „geleitet“ haben sie eh nicht. Als ich gesehen habe wer dort Gruppenführer war, dann wurde mir einiges schlagartig klar. Ein Sprichwort trifft es ganz gut: Schickste Scheiße, kriegste Scheiße! Wir sollten dann mit 16 Mann auf eine Tauchpumpe aufpassen. Ich glaube es hackt. Ich habe mich dann ordnungsgemäß bei Kai abgemeldet und bin zurück zur Bömekenschen Einsatzstelle gefahren. Natürlich nicht ohne vorher zu duschen. Dort konnte ich dann mein Bier in Ruhe austrinken und noch ein paar mehr. Allerdings kamen dann irgendwann noch ein paar Schnäpse dazu. Erst Obstler und dann Pefferminzlikör (Ja, ich trinke mittlerweile alles). Außerdem gab es bei Ingo die bessere Aussicht. Ann-Christin. Und die Toilette war sehr schwer zu finden. Denn normalerweise nimmt man den Weg der beleuchtet ist. Aber nicht Peter, der latscht erstmal geradeaus und wundert sich, das es plötzlich so rutschig ist. Dicht gefolgt von Morchel ist mir dann auch der beleuchtete Weg durch den Stall aufgefallen. Gut, Markus hat ja noch gerufen nicht geradeaus zu gehen, aber ich höre so viel Stimmen, da kann ich nicht jede berücksichtigen. Zurück am Platz war dann der Pfefferminzlikör immer noch nicht alle. Aber daran lässt sich arbeiten. Irgendwann als ein paar Kumpels nach Hause gegangen sind, meinte einer zu mir, das er davon aber im weblog lesen möchte. Hrmpf, wer kennt denn alles mein weblog und vor allem woher. Das Rätsel lässt sich aber lösen (nicht so wie das von der schönen Dunkelhaarigen mit den blonden Strähnen). Ein ehemaliger Fußballkollege (Asche auf mein Haupt, ich habe den Namen schon wieder vergessen) von Ingo und Florian und der detsche Florian hat wohl beim Training erzählt, das ich immer meine Geschichten ins Internet stelle. Tja, so geht’s. Irgendwann wurde dann aber auch für uns Zeit und Ellen hat mich netterweise nach Hause gefahren, obwohl ich immer wieder betont habe, das ich auch zu Fuß gehen würde. Ach ja, zum Abschluß muß ich mir wohl noch einen Liter Bowle mit Fruchtstücken reingepfiffen haben. Warum auch immer, aber lecker war die Bowle schon. Ingo meinte, man hätte mich auch gar nicht zwingen müssen.

Eigentlich wollte ich am Samstag mal in Esplingerode wischen, aber die Lsut verleiß mich schlagartig bei der Ankunft. Doch früher oder später mußte es dann doch sein. Abends gings dann erstmal nach Göttingen ins Sausalitos. Netter Laden mit Strand vor der Tür. Runde 1: Zombi in Jumbogröße. War aber gar nicht so Jumbo, allerdings konnte sich die Mischung durchaus Jumbo nennen. Runde 2: Lectric Lemon. Schmeckte irgendwie nach Limonen, sollte man gar nicht vermuten bei dem Namen. Aber die Mischung war nach meinem Geschmack. Die zwei haben aber auch gereicht, denn dann wurde draußen der Laden dicht gemacht. Was nun? Genau, Thanner’s. Da war ich schon ewig nicht mehr. Und kaum war ich drin, schaltete sich der Automatismus ein. Theke und ein Hefe bestellt. Natürlich wurde auf die anderen gewartet, versteht sich ja von selbst. Nach dem zweiten Hefe hatte aber schon die Hüfte angerufen und fragte wo ich den bleibe. Sie hatte mir nämlich Karten für eine Party in Mingerode besorgt und wollte jetzt los. Da aber noch nicht klar war, sagte ich ihr, das ich nachkommen würde. Vielleicht könnte ich ja den David noch überreden, mitzukommen. Nach zwei Long Island und ein paar Jim Beam ist er sehr leicht zu überzeugen. Und so war es, Ellen hat uns dann also noch nach Mingerode gefahren, wo uns Hüfte schon am Eingang erwartete. Reingekommen, Bier geholt und Arbeitskollegen getroffen. Kurz unterhalten und weiter gings. Dann trafen wir Verderber, Ellens Freundin aus Amerika. Sehr nett. Aber ich habe so das Glück das ich nie lange mit Frauen zusammenstehen kann, weil innerhalb weniger Sekunden jemand ankommt, der mich kennt und mich an die Theke schleift um mit mir zu trinken. An der Theke trifft man dann wieder mehrere andere Leute und schon ist man mittendrin und hackevoll. Ich trank mich also durch meine Bekanntschaften. War aber extrem lustig. Da trifft man Leute wieder die man längere Zeit nicht gesehen hat. Mit Karina habe ich mich auch noch nett unterhalten. Aber irgendwann drückt dann auch mal die Blase und man muß hinter einen Busch/Baum. Konnte man sich da aussuchen. Oder hellbeleuchtete Dixis. Da fällt die Wahl echt schwer. Auf dem Weg zum Busch meiner Wahl traf ich dann Katja, eine alte Bekannte aus der Werkstatt. Die wollte mir ihre Freundin vorstellen. Irgendwie wurde ich das Gefühl nicht los, das ich verkuppelt werden sollte, denn plötzlich stand ich mit ihr alleine da. Und der Bierwagen war nur wenige Meter entfernt. So ganz gefunkt hat es aber nicht. Dazu hätte es schon eine Treckerbatterie gebraucht. Also suchte man schnell nach einer Ausrede um das Weite zu suchen. Erst wollte ich sie mit dem alten Guck-mal-da-ist-ein-Einhorn-Trick ablenken und dann weglaufen, aber das wäre zu dreist gewesen. Ich bin dann auch irgendwie da raus gekommen, aber kann nicht mehr sagen wie, da ich zu dem Zeitpunkt schon auf Bacardi umgestiegen war und die ersten Informationen nicht mehr abgespeichert wurden. Zurück zu Karina und weiter trinken. Dann war ich irgendwie mit David unterwegs und dann wollten wir auch schon nach Hause (Gefühlte Zeit: 0200 Uhr, gemessene Zeit: 0530 Uhr). Verderber und ihre Freundin nahmen uns freundlicherweise mit nach Westerode. Ich wäre ja auch zu Fuß gegangen, aber dann wäre ich vor 1100 Uhr nicht da gewesen, denn der Weg zieht sich ungemein.

1000 Uhr, SMS von Friede. Er holt mich in einer halben Stunde ab. Mir gings irgendwie nicht gut. Erstmal anziehen, duschen, versuchen was zu essen. Und schon ist die halbe Stunde rum. Ab zu Friede ins Auto. Die Fahrt nutze ich jetzt mal um das Revival zu erläutern. Das Revial wird einmal im Jahr vom Ferarri-Club aus Westerode gefeiert. Anlaß ist das Rennen in Hockheim. Ausrichter ist immer der Champion vom Vorjahr. Es geht also Vormittags los und man trinkt einfach nur aus Spaß an der Freude und natürlich auf den Champion und die Formel 1 im Allgemeinen. Die Veranstaltung ist sehr lustig. Jedenfalls für die, die gerne Unmengen an Bier in sich reinkippen. Wer jetzt an mich denkt denkt da richtig. Mein erstes Revival war bei Hölschers auf dem Hof. Damals war Tutz Champion und es war einer der lustigsten Sonntagen in meinem Leben. Seit dem Jahr gehöre ich zum Inventar und freue mich jedes Jahr wieder auf die Veranstaltung. Man muß es einfach mal mitgemacht haben. Soviel Scheiße wie an dem Sonntagnachmittag gelabert wird, kommt manchmal das ganze Jahr nicht zusammen. Außer halt bei ähnlichen Veranstaltungen. Vergangenes Jahr war Gerald Champion und somit Ausrichter. Und da sind wir auch schon in Immingerode. Ankunft 1100 Uhr. 1130 Uhr das zweite Bier steht vor mir. Das erste mußte ich mir leicht runterkämpfen, denn die Bierpumpe mußte erst in Gang gebracht werden. Manche Leitungen waren von klebriger Cola verstopft, die erstmal weggespült wurden. Aber dann lief es prima. Bis zum Rennbeginn gingen dann noch ein paar Pils rein. Es wurde also 1430 Uhr und das Rennen war im vollen Gange. Teilnehmer zu dem Zeitpunkt waren. Friede, Kalle, Tutz, Gerald, Leiche, Schwager und Semmel, der aber mehr draußen bei seiner Frau war. Mein interner Zähler muß am Vortag kaputt gegangen sein, denn er zeigte 23 Bier an. Um 1430 Uhr, ist das normal? Mich wundert nichts mehr. Aber erstmal eine neue Runde Bier ranholen. Dummerweise war die Leinwand in der Garage und die Zapfanlage auf dem Balkon. Dazwischen lag eine Heimtückische Wendeltreppe. Runter ging es immer gut, doch beim Hochgehen habe ich mehr als einmal dem Geländer meine Gesundheit zu verdanken. Spätestens da habe ich meinen Zähler ausgestellt, hatte eh keinen Sinn mehr. Das Rennen war vorbei und ich glaube sogar der Schumi hat gewonnen. Und damit wurde die Runde auf den Balkon verschoben. Außer Kalle, der sich heimlich weggestohlen hat. Dieses Revival war im Allgemeinen mau besucht. Es fehlten einige Spezialisten, aber die Stimmung war trotzdem super. Denn es gab ja Bier und glücklicherweise keinen Schnaps. Es wurde dann irgendwann 1700 Uhr und die Augen von Friede gingen zu und der Chief Heavy Tongue wurde auf dem Rollrasen von Gerald gesichtet. Es wurde also Zeit. Zum Weitertrinken wohlgemerkt. Unsere Runde hat sich in der Zwischenzeit drastisch verkleinert. Es waren nur noch Friede, Gerald und ich über. Als wir auf den Langen zu sprechen kamen. Der wurde auch gleich flugs von Gerald angerufen und kam rüber getapert und hat auch gleich ordentliche einen mit weggezogen. Und wenn man dann erstmal ordentlich einen in der Kiste hat kommt ja meistens auf die besten Ideen. Meine Augen erblickten eine wunderbares Bierglas welches genau das richtige Fassungsvermögen für mich hatte. Leider sagte Geralds Frau Vase dazu und hat sie mit Sand und einer Kerze dekoriert. Hmm, es gibt aber nichts was der Ingenieur nicht hinbekommt. Also in einem unbeobachteten Moment schnell den Sand mit Kerze auf das Dach entsorgt und ordentlich ausgespült. Dann nochmal auf Toilette und mit Flüssigseife desinfiziert (Wachs klebt so an den Zähnen), nochmal durchgespült und mit Bier voll gemacht. Das Foto ist sensationell geworden. Davon passte dann aber leide rnur noch ein Glas rein, aber die Mühe war es wert. Wir haben unseren Standort auch nach drinnen verlegt, denn der Wettergott meinte es mal wieder ordentlich plästern zu lassen. Dort lief auf dem Breitbildfernseher irgendeine Fortsetzung von „Auf der Flucht“. Schemenhafte Erinnerungen von einem Schwarzen auf einem Zug wurden hierzu aufgezeichnet. Friede ist unterdessen auf dem Sofa eingeschlummert. Die Uhr zeigte nach dem fünften Hingucken endlich mal eine normale Zeit. 2130 Uhr, vorher haben sich die Zeiger immer so schnell bewegt, das es unmöglich war die Zeit anständig abzulesen. Mein gesamter Körper (absolute Mehrheit von 80%) war dafür nach Hause zu fahren, denn ich mußte ja am Montag arbeiten. Ich hatte mir ja eigentlich Gleitzeit genommen, aber mein Chef sagte das die Station zwei Tage früher fertig sein muß. Schönen Schrank! 2200 Uhr, ich bin wieder da wo der Tag angefangen hat. Und freue mich ungemein auf den kommenden Arbeitstag. Ein sehr harter und langer Arbeitstag, wenn ich das hier mal erwähnen darf!


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