Raststätte Hartmann

Es wurde mal wieder Freitag und das Sportfest stand an diesem Wochenende an. Den Anfang machte der Freitag, mit dem Trainingsauftakt und einem Altherrenspiel. Da ich leider wieder nicht früh genug von zu Hause weggekommen bin kam ich gerade rechtzeitig zum Ende des Trainings. Irgendwie habe ich in letzter Zeit ein Problem mit meinem Zeitmanagement. Aber ich war ja noch rechtzeitig, bevor es wieder losging mit der ganzen Trinkerei. Allerdings war der Freitag nicht ganz so prickelnd wie man erwarten könnte. Aber fangen wir von vorne an. Ankunft Sportplatz. Der erste Blick viel auf die dort aufgestellte Bierbude. Wie gemein, genau am Ein- und Ausgang stellt der Sportverein einen Getränkestand auf. Da kann man ja schlecht vorbei gehen. Also erstmal zum Markenstand und mit Marken eingedeckt. Denn die braucht man ja um an die tollen Getränke ranzukommen. Praktischerweise kamen die anderen gerade vom Laufen und schon war ich die erste Runde los. Hmmm, schlechtes Timing. Aber egal, ich komme schon auf meine Kosten, denn die anderen lassen sich mit ziemlicher Sicherheit auch nicht lumpen. Ich sollte Recht behalten, die Runden gingen dann immer sauber rum. Schlecht für die die dann später dazu kamen, denn die Runde wurde ja immer größer. So bleiben wir dann ein wenig da unten und zum Schluß sind dann nur Biensi und ich über geblieben. Man ahnt ja sicherlich was nun kommen wird. Richtig früher oder später geht es dann zwangsläufigerweise in die Werkstatt. Vorher kamen noch Schnitzel und Patrick zum Sportplatz, die wollten nämlich auch mit. Ich machte zwar den Vorschlag, nach Hilkerode zur Hirschparty zu fahren, aber da hatten die anderen keinen Bock. Warum hat man keinen Bock, zu einer Party zu fahren, bei der alle Getränke einen Euro kosten. Vielleicht weil es in Hilkerode war, vielleicht weil es im Überfluß Jägermeister gab? Gut, das könnte ein Grund gewesen sein. Aber egal, ich beugte mich also der Mehrheit und fuhr dann mit in die Werkstatt und da war eher gähnende Leere. Aber ein Lichtblick war dann halt die Conny, die mich auch gleich wieder erkannte und mir fast in einem Automatismus die Falsche Wodka hinstellen wollte. Sehr aufmerksam, die Gute. Aber diesmal nicht. Marco und Patrick wollten Jim Bram trinken, aber mit dem Zeug kann man mich jagen, seit den glorreichen Glashauszeiten. Ich konnte dann den Marco dazu überreden, das wir eine Flasche Havana Club in Angriff nehmen. Klasse, jetzt war es mir egal, was in der Werkstatt los war. Ist der Havana da, fängt die Party an. Und außerdem war ja noch Conny da. Irgendwie schien sie sich an letzte Woche erinnert zu haben, denn da hatte der Ingo eine Schüssel Chips nach der anderen weggeschrotet und diesmal hat den Part halt der Marco übernommen. Die gute Conny hat dann immer für ordentlich Nachschub gesorgt. Schnitzel und Patrick haben sich dann allerdings schon früh verabschiedet, denn die fanden es auch nicht so prickelnd. Da der Bienst aber noch absolut keinen Bock hatte nach Hause zu gehen, bleiben wir also noch da. Dafür trafen wir den Zickenbändiger (siehe letzte Woche) wieder, diesmal nüchtern und er bestätigte das es ein recht lustiger Abend war. Der Marco ging dann och unzählige Male tanzen und ich arbeitet mich durch die Havana Flasche. Jetzt kommt ein Zeitsprung. Die Falsche w2urde leerer und wir machten uns auf den Heimweg, mit dem unglücklichen Umstand, das wir noch bei McDonalds anhalten mußten. Dort machte ich einen folgeschweren Fehler. Ich bestellte mir die Los Scharfos. Ich mag ja scharfe Sachen, vielmehr haben meine Geschmacksnerven nichts dagegen einzuwenden, aber die waren pervers scharf. Und in Verbindung mit Alkohol, geben diese Los Scharfos eine ganz gefährliche Msichung ab. Das sollte ich spätestens am nächsten Morgen merken. Aber unser Abenteuer soll ja hier nicht enden. Wir setzten unseren Weg also fort, da wir ja irgendwann in der Mühlenstätte ankommen wollten. Erste Station war das Fenster zu Mannis Schlafzimmer. Lauthals weckten wir ihn und die Häuser ringsum. Nachdem unsere Arbeit getan war setzten wir unseren Weckdienst fort. Nächste Station, Holger Hartmann. Letztes Mal versprach er uns eine Flasche Bier, wenn wir nur länger warten würden. Das lässt sich einrichten. Los ging, mit einem fröhlichen „Wir wollen den Holger sehen!“ bliesen wir zum Angriff. Biensi wusste wohl gar nicht worum es hier ging (Flasche Bier), denn er verlangte, das wir besser aufhören sollen. Doch keiner stellt sich zwischen mich und eine Flasche Bier. Eine weitere Runde und ein wenig warten und da öffnete sich die Tür. Drinnen stand Holger mit drei leckeren Pils. So ein kleines Sit-in am frühen Morgen (ca. 0430 Uhr) tut richtig gut, nach dem anstrengenden Marsch von der Werkstatt. Wir beschlossen dann gleich, das wir das jetzt jedes Wochenende machen werden. Tja, Holger selber Schuld. Da McDonalds immer so teuer ist, erwarten wir dann das nächste Mal leckere Schnittchen in verschiedenen Geschmacksrichtungen. Auch Nudelsalat ist gerne gesehen. Außerdem wollen wir jetzt eine kleine Holzkiste in Holgers Carport installieren, in der Marco und ich dann abwechselnd eine Kiste Bier verstauen, damit wir wenigstens ein Ziel haben wenn wir am Wochenende nach Hause kommen. Hmmm, das hätte ich jetzt hier nicht hinschreiben sollen. Denn es gibt ja so ein paar Spezies in Westerode, denen ich ohne weiteres zutrauen würde, das sie unser Bier austrinken. Dann bauen wir da halt ein paar Sicherheitsapparaturen dran. Bei der Bundeswehr habe ich wunderbare Möglichkeiten kennen gelernt, wie man Stolperfallen mit Hilfe von Draht und Handgranaten baut. Das Carport und die Kiste Bier wären dann zwar verloren, aber demjenigen wäre es eine Leere gewesen.
Samstag morgen. Ich hatte um 1100 Uhr Thekendienst und mir war irgendwie schlecht. Und ich hatte so ein komisches Gefühl im Magen. Könnte es sein, das ich gestern bei Holger Hartmann noch ein Bier getrunken habe, als ich nach Hause gekommen bin? Sehr seltsam. Das Gefühl im Magen wurde immer komischer. Jetzt kommts langsam. Da melden sich doch die Los Scharfos. Und das sollte nicht das letzte Mal gewesen sein an diesem sehr langen Tag. Ich machte mich also auf den Weg zum Sportplatz um meinen unglaublichen harten Dienst zu übernehmen. Jeder erfahrenen Sportfestgänger weiß, das die meisten Leute zwischen 1100 Uhr und 1400 Uhr kommen. Aber nicht in Westerode. Ein langer Dienst und jeder wusste von Biensi und meiner Biertrinkaktion von vergangener Nacht. Dabei war es doch erst 6 Stunden her. Schlimm, diese Gerüchteküche. Der Dienst verlief wie gesagt, recht ruhig und das ist noch übertrieben. Gegen 1300 Uhr fing ich dann an das erste Pils zu probieren. Irgendwann mußte es ja mal sein. Und was soll ich sagen, es hat geschmeckt und wie. Das Wasser das ich bis dahin getrunken hatte blieb dann irgendwie unbeachtet in der Ecke stehen. Um 1500 Uhr mussten wir dann gegen Seulingen spielen. Für mich hieß das dann ohne Bier in der prallen Sonne am Spielfeldrand stehen und dummes Zeug quatschen. Das kann ich, obwohl der Verzicht auf das Bier sehr schwer gefallen ist. Das Spiel war vorbei und wurde gewonnen. Die Stimmung dementsprechend gut. Der Schiri war ein Arschloch. Denn erstens war er voll und zweitens ist er Scheiße. Ich verzichte hier mit Absicht auf Namen. Wer da war weiß Bescheid. Später am Abend gab es dann noch die Olympiade. Diverse kleine Spielchen mußten gemacht werden. Unter anderem Stiefelweitwurf. Das hört sich ja jetzt erstmal einfach an und wenn andere das schon mal vormachen dann kann man auch eine große Fresse haben. Aber wenn man dann natürlich die erste Gruppe ist und das ganze mal vormachen muß, dann muß man erstmal probieren. Mein erster Wurf ging direkt in den Rasen. Aber immerhin ca 15 m. Der Zweite war dafür umso grandioser. 0 m aber dafür geschätzte 50 Höhenmeter. Ich soll demnächst als Flag eingesetzt werden. Der Rest der Spiele ging recht gut von der Hand. Eigentlich waren wir von der Feuerwehr eigentlich immer oben dabei, nur beim Stiefelweitwurf, der Disziplin, die am meisten Punkte brachte, versagten wir auf ganzer Linie. Das brachte uns dann auch den letzten Platz ein. Egal, wir waren voll. Doch was macht man nun? Nein, nicht die Werkstatt, diesmal gings ins Glashaus. Endlich mal wieder. Der ehemalige Krengeljäger war unser Ziel und es war tierisch überfüllt. Nicht das jetzt dort unten übermäßig Platz ist, seit dem Umbau sogar noch weniger als vorher. Ich weiß gar nicht wie man so was schaffen kann. Die Entscheidung des Getränkes fiel auf eine Falsche Bacardi. Kostenfaktor 40 € und eine Menge Streß. Die Flasche muß von der Kasse geholt werden und das Eis gibt’s wieder an der Theke. Totaler Schwachsinn. Für mich stehe fest, das ich nächste Mal beim Bier bleibe oder bei Mischungen von der Bedienung gemacht. Damit haben sie wohl ihr Ziel erreicht. Die Band die gespielt hat war ganz in Ordnung. Zum Glück mußte ich nicht tanzen. Das übernahmen dann Biensi und Matten. Die zwei tanzten sich echt einen Wolf. Großartig. Matten machte dann zwischendurch sich lustige Frisuren mit seinen nassen Haaren. Man steht dann also so rum und schaut sich ein wenig um, was denn so an weiblichem Geschlecht herumläuft. Da ich aber anscheinend von Natur aus ein großes Glückskind bin, ist der einzige der mich anspricht ein Kerl, der an die Theke will und so eine seltsame sanfte Stimme hat. Da ich mir gerade einen Bacardi-Cola machte, vermutete ich das er nur auf die Flasche scharf war und mich als kleineres Übel sah. Doch da hat er sich geschnitten. Ich schirmte die Falsche sauber mit meinem Köper ab. Hat sich was mit Schmarotzen. Dann kam Wiebke, eine alte Bekannte, des Weges. Nachdem sie mich schon zweimal zur Schnecke gemacht hat, weil ich sie nicht erkannt habe, weiß ich ab damals wie sie aussieht und würde sie in einer Menschenmenge heraus erkennen. Das war mir eine Lehre. :) Mit ihr habe ich mich dann den Rest des Abends recht nett unterhalten. Ach ja, jetzt hätte ich es ja beinahe vergessen. Es kommt hier trotzdem rein, denn ich muß auf Vollständigkeit bestehen. Wiebke überredete mich dann auch noch zum Tanzen. Ich versuchte alles um da wieder rauszukommen. Verstauchter Knöchel, alte Kriegsverletzung, traumatisches Erlebnis bei der Tanzschule, Heute ist der Welt-Nicht-Tanz-Tag, aber es half nichts. Aber ich bin ja doch Fuchs und wir schafften es gerade so zum Schluß des leides auf die Tanzfläche. So ein Ärger aber auch. Danach fing ein Lambada und meine flehenden Blicke haben mich dann wohl erlöst. Ich vertröstet sie auf einen späteren Tanz. Dafür spendierte ich auch einen an der Theke. Dumm nur, das ich sie aussuchen lassen habe. Martini Bianco, war das Getränk der Wahl. Martini Bianco, das kannte ich irgendwoher. Doch nur wo. Die Antwort kam stehenden Fußes. „Das trinken die bei Sex and the city auch immer!“ Toll, Sex and the city, meine Lieblingsserie. Und Martini Bianco mag ich jetzt mindest genauso gerne wie die Serie. Also ich konnte dem Getränk nichts abgewinnen, war mir einfach zu süß. Danach warf ich dann och eine Runde Havana Club in die Runde. Das mochte sie dann wieder nicht. Gleichstand. Mittlerweile sind dann auch die anderen alle abgehauen, nur noch Morchel und ich hielten die Stellung. Aber der wollte auch bald los. Also tranken wir noch einen Scheidebecher. Tequila, wenn das man kein Eigentor war. Aber so langsam kann ich wieder an den Tequila ran. Es gab mal Zeiten da hat mich der bloße Anblick der Falsche schon zu Schweißausbrüchen getrieben. Die Fahrt nach Hause war dann vom Schlaf bestimmt. Kurz vorher weckte mich Morchel auf, da er noch einen Zwischenstop bei McDreck machen wollte. Da ich ja nie aus Fehlern lerne und mich gerne selber quäle, nahm ich nochmals die Los Scharfos. Gute Entscheidung. Mein Verdauungsorgane stöhnten leise. Glück war nur, das ich den ganzen Tag nicht viel gegessen hatte.
Sonntag war wieder Sportfest, aber ohne Bier. War irgendwie nicht ganz so lustig.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: