Hochzeitsweizen

Gott liebt mich nicht mehr. Nun ist mir einiges klar. Nachdem er dann auch noch zugelassen hat, das die Franzosen ins Finale gekommen sind, hat er es dann auch noch zugelassen, das die Italiener gewinnen. Nun ja, da es jetzt amtlich ist, das er mich nicht liebt, wird mir so einiges klar. Aber lassen wir das. Kommen wir lieber zu erfreulicheren Themen. Der Olli hat hat am Freitag standesamtlich seine Michaela geheiratet und netterweise die erste Mannschaft zum kleinen Umtrunk eingeladen. Hmm, ob er wusste auf was er sich da einließ. Wir wollten uns also um 1650 Uhr beim Sporthaus treffen und von dort aus dann nach Krebeck fahren. Und diesmal, so nahm ich es mir wenigstens vor, wollt eich ich pünktlich Feierabend machen. Aber hat sich was. Schluß machen wollte ich um 1530 Uhr rausgekommen bin ich dann so gegen 1600 Uhr. Eine halbe Stunde mag nicht viel sein, aber ich mußte dann doch noch ganz schön auf die Tube drücken. Aber ich glaube es ist ziemlich egal, wenn ich in Heiligenstadt die Serpentinen mit 80 km/h nehme, merkt da eh keiner mehr. Denn ich rechnete schon fest damit, das ich wieder einen Spezi vor mir haben werde der es so gar nicht eilig am Freitag hat. Dank meines rasant-lebensmüden Fahrstil kam ich aber gut durch und hatte nur marginale Verspätung. Den ersten Regne haben wir dann erstmal abgewartete und sind dann los. Natürlich haben wir nicht auf den Regen gewartet, sondern auf diverse Mannschaftskollegen die es mit der Pünktlichkeit nicht so genau nahmen wie z. B. ich. Nach einer abenteuerlichen Fahrt nach Krebeck trafen wir auch gleich die Feuerwehr, denn die mußte einige Keller auspumpen. In Krebeck schien es dann doch deutlich mehr geregnet zu haben. Wir haben dann die tapferen Männer von der Wehr machen lassen und begaben uns auf eine Rundfahrt durch Krebeck, denn der Gartenweg war gar nicht soeinfach zu finden. Philip hatte zwar einige Andeutungen gemacht, die aber eher eine grobe Richtung vorgaben (Naja, zum Sportplatz und dann rechts oder links, das kriege ich noch raus!). Doch Stopper erkannt gleich „Grätsche“ (??) und schon wussten wir den Weg. Bei Olli mußten wir auf ein paar Nachzügler warten. Stellt euch mal vor wie hart das für mich war. Ich stand am Eingang des Hofes und auf den Tischen wurden schon herrlich kühle Krombacher bereit gestellt. Man mußte mich glaube ich mit zwei Mann festhalten und im Auto einsperren. Aber je länger man wartet, desto besser schmeckt das Bier. Das stimmt aber so nicht ganz, denn so länger man wartete desto schneller geht das Bier die Kehle runter. Aber erst nachdem man gratuliert hat. Ist ja wohl klar. Man saß also zusammen und stieß mit Braut und Bräutigam auf das neue Glück an. Bis es dann ungemütlich wurde. Der Bräutigam und sein Bruder (glaube ich zumindestens) gingen mit dem Hochzeitsweizen rum. Ich wußte eines ganz genau, trinke ich erstmal einen von dem eisgekühlten Hochzeitsweizen ist es vorbei. Ein innerer Wettkampf fing an zu toben. Hirn gegen Leber. Man kann sich ja nun denken, wer gewonnen hat. Bier und Korn ist mein Lieblingsgedeck. Das habe ich damals in Wilhelmshaven zu schätzen gelernt. Nach dem zweiten hörte ich auf zu zählen, da es eh keinen Sinn mehr hatte. Wahrscheinlich habe ich noch weiter gezählt, aber das weiß ich nun nicht mehr. Glücklicherweise wurden auch noch Schnittchen gereicht, die auch wirklich notwendig waren. Sonst bin ich ja nicht so der große Esser bei Feiern, aber an dem Freitag bin ich leider nicht zum Abendessen gekommen und somit war ich dankbar für die Brötchen. Es gab dann auch noch Kuchen. Den absoluten Oberhammer hat aber mal wieder Christian gebracht. Ich mußte aufs Klo, er auch. Nun hieß es Oberhand behalten, denn wer zuerst da war malte zuerst. Und ich hatte schon ordentlich Druck aufgebaut, damit es sich auch lohnt, denn ich wollte ja Olli Wasserrechnung nicht unnötig in die Höhe treiben. Mein Glück war es dann das unterwegs das Kuchenbuffet aufgebaut war. Während ich also im Klo verschwand, sagte Christian nur: „Och, dann ess ich halt so lange einen Kuchen!“ Ich glaube der russische Zupfkuchen hatte es ihm wirklich angetan. Man kann aber dem Hochzeitspaar nicht den ganzen Abend auf den Sack gehen, da es ja nur ein kleiner Umtrunk sein sollte. Also blieb uns nach dem Aufbruch nur eine Wahl: Die Werkstatt. Aber nicht ohne Zwischenstop im MaxM. Davon weiß ich aber nur noch Bruchstücke. Auf jeden Fall bleiben mir zwei Weizen in Erinnerung. Sehr lecker und nach dem ganzen Bier und Korn mal was leichtes im Magen. Dann gings auch schon weiter in die Werkstatt. Wenn ich den Fotos glauben darf, waren David, Morchel, Biensi, Christian, Ingo und man höre und staune sogar der Stopper dabei. Ein sensationellen Schnapschuss habe ich vom Stopper wie er gerade ein Glas Wodka RedBull geleert hat und sichtlich begeistert war. Solche Fotos eignen sich besonders gut für runde Geburtstage. :) Wie man aus den oberen Zeilen ganz richtig entnehmen konnte, gab es Wodka Red Bull, aber ich weiß (Fotos) das ich noch Desperados getrunken habe. Und das muß wohl mit Ingo gewesen sein, denn der trinkt das Zeug ganz gerne. Erinnerungen gleich Null. Ich sollte mir echt eine kleine Kamera an die Brille machen, dann kann ich den Samstag gleich mit einer Beweisaufnahme starten. Doch halt, ich glaube die Conny aus Heiligenstadt war auch noch da. Oder das habe ich geträumt. Könnte natürlich auch gut sein.

Es wurde also Samstag morgen und ich hatte absolut keinen Bock aufzustehen, denn es erwarte mich nur die Vorbereitung für das Jugendfeuerwehrwartgrillen. Also einkaufen und das mache ich mindestens genauso gerne wie mir ins Knie schießen. Wobei das ins Knie schießen, bestimmt spaßiger ist. Aber glücklicherweise gibt’s ja den Schnitzel der mir gerne geholfen hat. Das einkaufen ging dann auch problemloser als ich dachte. Ich wäre nämlich in die Stadt, also in die Hochburg der Hammerkranken am Samstagmittag, gefahren um die Getränke beim Marktkauf zu holen. Aber wir haben ja von der Feuerwehr ein Konto bei ehemals Gottsknecht. Geil. Hingefahren, die Feuerwehrjolle voll geladen und abgehauen. Nur eine Unterschrift später und wir konnte wieder abdampfen. Kein Geld ausgegeben aber ordentlich Stoff dabei. Anschließend gings dann doch noch in die Einkaufhölle, aber nur um eine Flasche Havana zu organisieren. Man kann ja schließlich nicht den ganzen Abend Bier trinken. Und es wurde abend und der Grillabend ging unter, da es pünktlich zum Beginn der Feier angefangen hat zu regnen. So macht es doch immer wieder Spaß, aber ich glaubte ja immer noch an das Gute und hoffte auf Sonnenschein. Der kam aber nicht und so durfte ich den Grill durch den Regen in die Garage ziehen. Natürlich wurde das ganze kommentiert von Regin, der die ganze Zeit sagte, das er das ja gleich vor hatte und es schon vorher gesagt hätte. Ich stellte mir in der Zwischenzeit vor wo ich ihm den Grill hinschieben werde, wenn er erstmal an ist. Das Dumme ist nur, das er Recht hatte. Verdammt! Ich hasse es wenn Leute recht haben und es einem dann auch noch unter die Nase reiben. Aber der Tag der Rache wird kommen. Als dann das Fleisch kam wurde es auch Ruck Zuck auf dem Grill in den richtigen Zustand zum Essen gebracht. Die Mägen waren gefüllt und es wurde Zeit den Korn auf den Tisch zu bringen. Denn es waren doch ein paar neue Gesichter dabei, denen man erstmal auf den Zahn fühlen mußte ob sie wirklich alles trinken was man ihnen vorsetzt. Der Korn wurde allerdings mit Wick Blau verfeinert und stand seit geraumer Zeit im Kühlfach. Anders kann man den auch nicht trinken. Es haben dann aber nicht alle mitgezogen. Umso mehr für den tapferen Rest. Das Fußballspiel fing an und wir warteten ab. Draußen war es noch sehr angenehmen und die Unterhaltungen können dann nicht einfach so abgebrochen werden. Gerade wenn man so wichtige Themen in der Bierlaune drauf hat. Irgendwie ist dann auch das ganze Spiel an mir vorbei gelaufen. Ein wenig schäme ich mich schon, aber uns wurde ja immer lauthals verkündet wenn wir ein Tor geschossen hatten. Und da wir ja früh in Führung gingen konnte die Nationalmannschaft auf meine Unterstützung verzichten. Während des Spiels wurde dann auch der WickBlau-Korn geleert. Ich habe ihn lange nicht mehr zubereitet, aber er schmeckt immer noch, wobei sie aber die Bolchen in der Wick Blau Tüte wohl verringert haben , denn früher war das Zeug irgendwie blauer. Naja, hauptsache macht doof im Kopf. Irgendwann wurde es dann doch recht frisch draußen und die Party wurde nach drinnen verlegt. Dort begann das die Talfahrt. Der Havana Club wurde ausgepackt und eingeschenkt. Was nun folgt kommt mir vor wie durch einen beschlagenen Duschvorhang betrachtet (Man beachte die grandiosen Vergleiche!). Die Duderstädter und Mingeröder sind zum Schützenfest abgehauen. Der Rest scheint wohl dageblieben zu sein. Es wurde ein Menge Mist erzählt und ich trank Havana Club. Dann tauchte Keile Günther auf und war voll wie ein Eimer, besser zwei. Dann wurde mir schwarz vor Augen und ich legte mein gebeultetes Haupt auf den Tisch. Aber nicht das man mich in Ruhe gelassen hat. Erst wurden seltsame Fotos von mir gemacht und dann wurde ich in die Werkstatt mitgeschleift. Dort war ich dann wieder fit und mußte feststellen, das nur Günner und Schnitzel mitgekommen waren. Naja, ein paar Verluste hat man immer. In der Werkstatt trafen wir dann aber den Rest von Davids WM-Studio. Super, dann kann es hier ja gleich weitergehen. An die Momente an die ich mich erinnern kann, spielte jedenfalls Wodka Red Bull eine große Rolle. Der FC Quienst war auch noch da und das endet immer böse. Der Günner mußte dann leider früh nach Hause, weil es einfach gar nicht mehr ging. Da ich mich schon einigermaßen nüchtern getrunken hatte, rief ich ihm ein Taxi. Er faselte nur was, das er nicht mit Ide mitfahren würde. Mir wars egal, wo er mitfährt. Das erste Taxi was anhielt wurde natürlich von Frau Ide gefahren und vorne stieg jemand ein. Günner der gerade pinkeln war sah es, setzte zum Sprung an und saß auf der Rückbank. Aber der Fahrgast wollte eh durch Westerode durch und hat dann den Günner mitgenommen. Dann trafen wir noch einen Zickenbändiger (stand auf seinem T-Shirt, Namen sind Schall und Rauch). Der war ganz gut drauf und hat ordentlich mit gefeiert und dann waren wir zu Hause. Ich bin auch ziemlich sicher, das wir noch vor Holgers Haus gesungen haben (Wir wollen den Holger sehen), aber er ist nicht raus gekommen. Verdammt, nächstes Mal müssen wir lauter singen. Dann endlich, Bett! Sonntag, aufstehen und aufräumen, bevor das Treffen der Seniorengruppe (da gehöre ich auch zu, da kann man mal sehen wie weit es mit mir schon gekommen ist) anfängt. Als ich das Feuerwehrhaus betrat, bezweifelte ich, das ich gestern jemals dort war. Schön mit einem netten Schwindelgefühl wurden die Überreste beseitigt, keine sehr schöne Aufgabe. Dann kam noch der Friede vorbei und sprühte den ganzen Raum mit DDT ein, weil da ja so viele Fliegen waren. Das ich da abgewaschen habe, scheint keinen so richtig gestört zu haben. Aber ich lebe noch. Auch wenn es nicht immer so aussieht.

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