Schlaaaand, Schlaaaand, Schlaaaand

Was für ein grandioses Spiel. Die Argentinier wiegten sich schon in Sicherheit, doch dann schlugen die Deutschen zu und dank ihrem überragenden Torwart stehen wir jetzt im Halbfinale. Saubere Leistung! Geguckt wurde bei David. Da das Spiel mal wieder um 1700 Uhr angepfiffen wurde, durfte ich mich wieder beeilen um die Hymne rechtzeitig mit zubekommen. Das Schlimme ist, ja wenn man es besonders eilig hat, dann fährt meistens irgendein Arsch vor einem her und man kann nicht überholen. In meinem Fall war es ein älterer Herr, der sich dachte, das er den Anpfiff prima um 1700 Uhr mitbekommt, wenn er nur noch 30 km/h fährt. Ist auch viel angenehmer und man kommt streßfrei an. Das andere Leute noch was anderes vor haben, daran denkt man ja nicht. Die können sich doch bitteschön genauso viel Zeit nehmen wie er und einfach ein wenig früher losfahren. Graaaaaaaah! Ich habe es dann aber doch noch rechtzeitig geschafft, doch meinem Blutdruck tat die Fahrt gar nicht gut. Während des Spiels liefen dann erstmal diverse gekühlte Bier meinen Schlund runter. Diesmal wurde aber eine akkurate Strichliste geführt, damit ich zum Schluß nicht wieder schätzen mußte wieviel ich vertilgt habe. Allerdings weiß ich nicht mehr die genaue Anzahl, da mein Hirn wahrscheinlich wieder in den Selbstschutz gegangen ist. Aber es waren ausreichend. Das 1:0 fiel und die Hoffnung sank. Die zweite Halbzeit begann und so langsam machte man sich mit dem Fakt klar, das man bis ins Viertelfinale gekommen ist. Dann kam der Gegentreffer und alles war wieder offen. Elfmeter schießen und alles war klar. Ich glaube Lehmann ist mit Matten verwandt. Der ging so ruhig in das Schießen rein, wie es nur ein echter Schwedhelm machen könnte. Als dann der Schuß der Argentinier kam und Lehmann ihn hielt, gab es kein halten mehr. Wir sind weiter. Nach dem Spiel ging es in Richtung Mehrzweckhalle. Da wurde noch ordentlich gefeiert. Ich glaube der Vollmer war so stramm, das er nicht mehr reden konnte. Allerdings darf ich mich da jetzt nicht außen vor lassen, denn meine Sprache hört sich auch nicht mehr so ganz nach Deutsch an. Aber wir haben uns verstanden. Wo wir gerade mal da oben waren konnte ich auch gleich noch Vanessa, Natascha und natürlich Kathrin Schäfer nachträglich zum Geburtstag gratulieren. Kathrin bedankte sich auch gleich lieb für meine SMS. SMS? Hatte ich doch was verschickt. Naja, umso besser. Anscheinend nimmt das Gehirn dann automatisch wichtige Tätigkeiten war. Da aber alle stramm waren bleib nur noch ein Ausweg. Die MZH dicht machen und die Party in die Werkstatt verlegen. Klingt ja eigentlich logisch oder? Heike, die Freundin von Kathrin, fuhr uns freundlicherweise noch zur Werkstatt. Wer nun aber dabei war kann ich nicht mehr genau verifizieren. Da es einfach zu viele Bier waren. Oder waren es zu viele Leute? Ich weiß es nicht mehr. In der Werkstatt labten wir uns erstmal an einer schon bestellten Flasche Wodka. Sie schien aus dem nichts gekommen zu sein. Nein, natürlich nicht. Andere Westeröder haben sie gekauft und wir haben einfach mit getrunken. Dafür haben wir dann aber auch die nächsten zwei Falschen gekauft. Gehört sich ja so. Und das war es dann auch schon mit meinen Erinnerungen für den Abend. Die Fotos habe ich (glücklicherweise (?)) noch nicht ausgewertet. Und ein wenig habe ich schon Angst davor. Ich weiß aber noch das ich mir fünf mal „Temple of love“ von den Sisters of Mercy gewünscht habe und dann hat der DJ es endlich gespielt mit der Voraussetzung das ich dann aber auch Tanzen müsse. Hmmmm, da frage ich mich wer da mehr von hatte. Ich oder der DJ, der dann gesehen hat wie ich mich zum Ei gemacht habe. Als ich am nächsten Tag meine Jacke inspizierte fand ich eine Handvoll McDonalds-Strohhalme. Ergo, muß ich wohl noch bei McDreck gewesen sein, aber bestimmt nicht alleine. Ich vermute sehr stark, da ich mit dem Biensi nach Hause getorkelt bin, da mit Holger noch von diversen Sprechgesängen vor seiner Haustür berichtet hat. Irgendwas mit „Wir wollen den Holger sehen!“ Naja, er hat jedenfalls den Biensi raus gehört, da bin ich ja schon mal fein raus.

Samstag morgen, der Wecker klingelt und ich mußte bei Friede helfen. Was heißt mußte helfen, das mache ich gerne. Zack, Arbeitsklamotten an und ab aufs Dach und mit dem Ollibert das Dach gedeckt. Er hat gedeckt und ich habe die Ziegel mit der Flex zugeschnitten. Blöde Sprüche haben wir beide gemacht. Hat Spaß gemacht, bis mir die Sonne ein wenig das Hirn verbrannt hat, denn mit wurde urplötzlich schwindelig. Eigentlich ganz praktisch, wenn man auf dem Dach steht. Da mußte ich dann estmal runter und habe danna uch Feierabend gemacht. War ja auch immerhin 5 Stunden die in der Briete gestanden habe. Das schlägt dann schon mal auf den Schero. Aber ich mußte mich dann auch fertig machen für den Abend. David hatte eine Einladung von Thomas van der Grinten bekommen, der eine Einweihungsparty für seine Hypnosepraxis machte. Und David sollten noch ein paar Leute mitbringen. Tja, die paar Leute bestanden dann aus mir. Aber ich bin ja immer da wo es was zu trinken gibt. Ankunft Party und es war nett. Bierbude und ne Menge Leute. Mein Blick ging natürlich erstmal dorthin, denn dort lagen die Antworten auf alle meine Fragen. „Gibt es hier Bier?“, Krieg ich noch ein Bier?“, „Ist das da eine Flasche Havana Club?“ und viele mehr. Doch der Blick wurde gleich abgelenkt, von Conny. Mich trifft der Schlag. Cornelia hat den weiten Weg aus Nürnberg gemacht und sagt nicht mal Bescheid, das sie in Göttingen ist. Aber ich habe mich sehr gefreut sie endlich mal wieder zu sehen. Seit dem Klassentreffen ist ja schon eine Zeit vergangen. Unterhalten konnte man sich später noch, erstmal mußte der Organismus mit Bier versorgt werden. David, Ellen und ich sicherten uns einen recht thekennahen Platz. Ok, ich gebe es zu, ich stand zuerst direkt an der Theke und wurde dort erstklassig versorgt. Später dann als ich merkte das alle ein wenig weiter weg standen, habe ich dann auch einen Anstandsabstand zwischen mir und der Theke gebracht. Aber nicht zu viel, denn wer weiß wann der Notstand eintritt. Als meine leicht verquollenen Augen (natürlich von der trockenen Hitze und der harten Arbeit und nicht vom Alkohol!) plötzlich Sie erblickten. Sie war dunkelhaarig, mit blonden Strähnen, gut gebaut, hatte tolle Augen, schaute zu mir rüber und kam mir irgendwie bekannt vor. Aber das hätten wir gleich, ich komme da noch drauf. Eine Stunde später ist es mir immer noch nicht eingefallen. Verdammte Axt! Also erstmal Ellen gefragt, die wusste es auch nicht. Eine weiter Stunde später, als der David mal wieder bei uns stand, fragte ich dann mal David, aber der wusste es auch nicht richtig und seine Vermutungen waren, sagen wir mal, falsch. Mir fällt es bestimmt noch irgendwann ein. Widmen wir uns also wieder dem Trinken, da kenne ich mich wenigstens aus. Nebenbei lief auch noch das Spiel Brasilien gegen Frankreich. Die Franzacken haben dann auch noch gewonnen. Und Frankreich gehört ja bekanntlich zu meinen Leiblingsländern. Ich habe mich also erstmal schön aufgeregt, darüber das die dämlichen Franzosen gewonnen haben und dann ist mir plötzlich aufgefallen, das der eine Typ, der das Bier zapfte einen Akzent hatte. In meinem derzeitigen Zustand konnte ich leider nicht mehr unterscheiden, ob es ein französischer oder ein polnischer war. War mir auch egal, ich mag Frankreich nun mal nicht. Aber ich im nachhinein war dann glaube ich doch Pole, denn mein Pils war immer tadellos. Ellen wollte dann auf einmal die Biege machen, weil sie es nicht so toll fand und kaum jemanden kannte. Aber die liebe Conny hatte sich dann angeboten uns mit nach Hause nehmen, da sie noch ein wenig dableiben wollte. Klasse, der Abend war gerettet. Also haben wir uns erstmal ein Tisch gesucht und haben über alte Zeiten gequatscht. Als Sie sich plötzlich an einen Nachbartisch gesetzt hat. Ihr wisst schon, dunkle Haare, mit blonden Strähnen, gut gebaut. Da fiel mir wieder was ein. Natürlich nicht der Name, aber das ich darüber nachgrübeln wollte, wer Sie war. Einfach mal Conny fragen! Conny wusste es auch nicht und sie kam ihr auch nicht bekannt vor. Grmpf! Woher kannte ich Sie? Aus heiterem Himmel trat dann der Zigarettennotstand ein. Also sind David und Conny mal eben kurz zur Tanke gefahren und haben Zichten geholt. Tja und alle anderen die ich kannte waren weg. Ach was solls. Gehe ich halt zur Theke. Dort war der Weg für den Havana Club, auf den ich schon vor geraumer Zeit umgestiegen bin, auch viel kürzer. Kaum war ich an der Theke bekam ich schon einen Wodka hingestellt. Ach du Scheiße und ich bin doch schon auf Schnaps mit Cola umgestiegen. Hoffentlich geht das nicht in die Hose. Und wenn mußte ich erblicken, kurz bevor ich das Schnapsglas ansetzte? Genau, Sie, also doppelt peinlich, wenn es in die Hose geht. Im Endeffekt habe ich den Wodka gar nicht gespürt. Mein Schlund war schon auf schlucken programmiert, wenn eine leicht alkoholische Flüssigkeit die Lippen berührte. Was mache ich mir eigentlich Sorgen. Irgendwie kannte mich die junge Dame hinter dem Bierwagen auch schon (die mir übrigens auch bekannt vorkam). Sie begrüßte mich mit einem herzlichen „Ahh, der Jim Beam Mann!“ Daraufhin konnte ich nur antworten „Nein, der Havana Club Mann!“An der Theke ging dann glaube ich auch der Abend zu Ende. Vermute ich wenigstens. Die Conny hat uns aber ohne Probleme zum Auto bekommen und die Rückfahrt habe ich dann durchgeschlafen. Bleibt dann nur noch die Frage, wie Sie denn hieß oder woher ich Sie kannte. Ich weiß es leider immer noch nicht und das ist das fatale. Ich laufe jetzt schon seit drei Tagen mit ihrem Gesicht im Kopf umher und überlege wer Sie war und woher ich Sie kenne. Das ist schlimmer als Folter wenn man auf so einfache Sachen nicht kommt. Klar, ich hätte ja auch einfach hingehen und sie fragen können, aber das wäre ja zu einfach gewesen und einfach kann jeder. Und ich hätte ja auch noch mit ihr sprechen müssen, was wahrscheinlich komplett in die Hose gegangen wäre. Naja, jetzt habe ich ein weiteres unlösbares Rätsel im Kopf. Macht ja nix.

Der Sonntag ist ja eigentlich zum Ausruhen gedacht, aber nicht für den Jugendfeuerwehrwart, der auch am Sonntag mit seinen Schützlingen los darf und sich bei sengender Hitze Probleme aussetzten darf, die normale Menschen nicht haben. Wie zum Beispiel Drehungen in C-Schläuchen oder sehr seltsamen Fragen. Ich lese zum Beispiel Schnitzel was aus der Wettkampfordnung vor, da kommt der Fabian an und fragt ob über ihn was da drin stehen würde. Daraufhin meinte ich das es nur mit dem Läufer 9 was zu tun hat und nichts mit ihm. Anstatt wieder von dannen zu ziehen fragt er Warum. Das war zuviel für die Denkmurmel. Mein Gesicht was wohl totales Unverständnis ausgedrückt haben mußte klärte dann den Rest und er zog ab. Manchmal frage ich mich ob die mich absichtlich in den Wahnsinn treiben wollen. Die Übung war alles in allem gar nicht so schlecht, aber andere Wehren sind so heiß, das sie schon jetzt mit Üben für das nächste Jahr anfangen. Ich würde gerne mit der Truppe nochmal zum Bezirk fahren und das schaffen wir auch im nächsten Jahr. Das hat bisher erst eine Truppe aus der Stadt geschafft. Nämlich wir vor ca. 6 Jahren und da war ich auch schon Jugendfeuerwehrwart. Oh Gott, mache ich den Job schon mehr als 6 Jahre, kein Wunder wo die nervösen Zuckungen herkommen. Auf der Rückfahrt ist dann auch noch die Kupplung der Feuerwehrjolle kaputt gegangenen. Ich wollte gerade in den dritten Gang schalte, als plötzlich Klang machte. Hmm, die Kupplung ließ sich nicht mehr betätigen. Na super und da vorne kommt ein Kreisel. Also mit 80 km/h durch den Kreisel und versucht anzuhalten. Ich glaube ich war das erst Feuerwehrfahrzeug, was auf zwei Reifen durch den Rosdorfer Kreisel gefahren ist. Als ich dann nach geguckt habe hat sich der kleine Verbindungsbolzen, der das Kupplungspedal mit dem Zylinder, der dann die Kupplung betätigt, verbindet gelöst. Wer hat das jetzt verstanden? Lange Rede kurzer Sinn, ich habe den Bolzen wieder in die dafür vorgesehene Position geschoben, mir schnell mal das Hemd eingesaut und den Kindern wo ich gestern gefeiert habe. Und ab gings nach Hause und ich hatte Ruhe. Bis auf die permanente Frage, die mir jetzt schon seit 80 Stunden durch den Kopf saust. Wer ist Sie?

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One Response to Schlaaaand, Schlaaaand, Schlaaaand

  1. […] Hemd an, was er nun wohl nie wieder anziehen wird. Als ich das Orange sah, fühlte ich mich an eine Fete vom letzten Juli in Göttingen erinnert. Es war gerade Fußball-WM und zu sehr später Stunde und nach einigen verbotenen […]

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