weblog Probleme

29/07/2006

Irgendwie gabs hier wohl Probleme mit dem weblog. Ich selber hatte auch welche, weil mein neustes log nicht online gestellt wurde. Das hatte wohl mit irgendwelchen Server-Problemen zu tun, wegen einem Stromausfall in Frankfurt. Ich habe es mal ausprobiert und wenn ich meine Seite aufrufe, dann erscheint immer das log „Raststätte Hartmann“. Wenn man aber nun mal den Browser aktualisiert, dann sollte eigentlich das neuste log „Tutuzkis Junggesellenabschied“ erscheinen.
Vielleicht hat es sich aber schon mit diesem Eintrag erledigt.

Munter bleiben


Tutuzki’s Junggesellenabschied

28/07/2006

Wochenende Nr. 29, keine besonderen Vorkommnisse. Wer’s glaubt. Die Überschrift sagt glaube ich alles. Doch fangen wir erstmal mit dem Freitag an, denn der läutete das Wochenende ein. Mit Arbeit. Der Friede hat angerufen und gefragt ob ich am Freitag nochmal für zwei Stunden mit helfen könnte, da er ja auf Grund des Junggesellenabschiedes am Samstag nichts machen könnte. Er lockte mich mit leichter Arbeit, wie Ziegel auf das Dach fahren und was durfte ich dann machen. Steinharten Boden ausschachten. Erst sollte ich die Baugrube erweitern. Warum? Das wurde mir nicht gesagt. Doch dann überlegte sich der gute Friede, das die Arbeit ja viel zu einfach wäre. Also was anderes gesucht. Genau, der Graben für ein Abflußrohr mußte auch noch gegraben werden. Beton war gegen den knochentrockenen Boden ein Dreck. Aber mit Spitzhacke und Bundeswehrspaten (der unter mysteriösen Umständen, nach einer Geländeübung in Friedes Gelände-Scirocco liegen geblieben ist) ging es ganz gut. Anschließend wurde der Flüssigkeitsverlust mit zwei wunderbaren Hefe-Kaltschalen gelöscht. Als dann der Korn erwähnt wurde, bin ich schnell zu meinem Auto gelaufen und nach Hause gefahren, denn ich wollte ja noch zum Fondue bei Andre und Nadine im Garten. Natürlich war noch kein Fleisch geschnitten, ich mußte sogar froh sein, das ich Fleisch hatte. Da kann man mal sehen wie gestresst ich bin (Wer lacht da?). Da die anderen schon um 1900 Uhr da waren bin ich mit dem Christian hinterher gekommen, denn der war, pflichtbewussterweise, beim Fußballtraining. Aber bis 2030 Uhr hatte ich ja noch ein wenig Zeit. Also erstmal in Ruhe geduscht und das Fleisch geschnitten. Allerdings hatten die zwei Hefe die Geschmacksnerven geweckt und so einfach lassen sie sich dann nicht zufriedenstellen. Wasser geht da schon mal gar nicht. Also, schnell in den Keller und ein leckeres Pils hergekramt. Ein weiteres und es ging ab zum Sportplatz. Das Training war voll im Gange und was macht man während der Wartezeit? Man könnte zum Beispiel ein gekühltes Pils trinken oder auch drei. Dementsprechend war ich schon gut drauf als Felkl und ich bei Andre und Nadine aufschlugen. Das Fondue war dann schon vorbei, aber die anderen haben wohl noch auf uns gewartet um den zweiten Gang einzuläuten. Super. Kleine Fleischbrocken werden schön langsam gar. Das kann natürlich in einigen Fällen dauern, aber dafür hat ja der Andre ein leckeres Fäßen Bier bereitgestellt. Besser wäre es allerdings gewesen, wenn ich mir vorher ein oder zwei Weißbrote zugeführt hätte. Nun ja, das kann man nach dem zweiten Glas Bier ja immer noch machen. Irgendwann war dann mein Fleisch auch alle, da der Christian gut mit geholfen hatte und das Faß machte auch nur noch hohle Geräusche. Tja, da denke ich aber mit und konnte dann zu meinen vorher bereitgestellten, gekühlten Weizenbieren greifen. Davon passten aber nur noch zwei Stück rein, da mir dann urplötzlich die Augen zugefallen waren. Warum nur? Ich hatte aber ein paar wache Momente, denn ich mußte ja dann doch noch mein Hefe austrinken. Eigentlich hätte es ja gereicht und man könnte nach Hause gehen und die angefangenen Schläfchen im Bett fortsetzen. Wie langweilig. Also gingen Felkl und ich noch in die Werkstatt, aber auch nur, weil mich der Schnitzel vorher angeschrieben hat, ob wir noch hin kommen würden. Sind wir dann auch. Uhrzeit unbekannt. Beim eintreffen konnte folgendes Gesprächsprotokoll aufgenommen werden: „Havana?“ – „Havana?“ – „Havana!“ – grins „Hallo, Conny!“ Zunge verschluck! – „Eine Falsche Havana Club mit Cola aber ohne die widerlichen Zitronen, bitte.“ Und es ging los. Was los ging kann ich jetzt nicht mehr sagen, da irgendwie alle Erinnerungen aus meinem Gehirn extrahiert wurden. Ich schätze mal irgendein Außerirdischer sammelt Erinnerungen und nimmt nur die von Besoffenen, da bin ich ja prädestiniert für. Bei irgendeinem intergalaktischen e-bay-Server verkloppt er dann meine Erinnerungen für eine große Menge an goldgepressten Latinum. Nun ja, da wohl nichts außergewöhnliches passiert ist (sonst würde ich mich ja dran erinnern), gehe ich jetzt einfach mal von einem Standardabend mit viel Alkohol aus. Ich kann mich aber durchaus noch daran erinnern, das wir die Flasche nicht ganz geschafft haben (der Magen war wohl voll mir Bier) und ich sie mir nach Hause genommen habe.

Samstag, Augen auf. Mein Mund fühlt sich an, als wäre ein Sand-LKW durchgefahren und aus Versehen seine Ladung auf meiner Zunge abgekippt. Und wie sollte es anders sein, ist in genau diesem Moment keine Flasche erlösenden Wassers weit und breit. Was macht man, natürlich steht man nicht auf, sondern dreht sich um und versucht weiter zuschlafen. Aber alles an was man denken kann sind herrliche eisgekühlte Getränke (Ja, manche sind auch aus Bier). Also steht man eine halbe Stunde später auf und ärgert sich, das es erst 0940 Uhr ist. Hätte man nicht eine halbe Stunde später aufwachen können, denn dann hätte ich eh aufstehen müssen. Nun gut, dann konnte ich auch gleich mal abchecken, ob irgendwelche seltsamen Gegenstände den Weg ins Haus gefunden haben, denn man ist nie sicher, ob einem nicht böse Menschen irgendwelche illegalen Sachen in die Taschen stecken. Alles war im grünen Bereich. Doch irgendwie hatte ich im Kopf das da noch eine Falsche Havana Club sein müsste. Nichts zu finden. Erste Panik machte sich breit. Ruhe bewahren, vielleicht hat sie ja der Felkl mitgenommen. Denn kann man ja mal anrufen. Allerdings ist der Versuch den Felkl nach einer solchen Nacht um 0950 Uhr über das Telefon zu erreichen oder gar erkennbare Sätze aus ihm herauszubekommen genauso erfolgreich, wie einem Ameisenbären das Gedicht „Die Glocke“ beizubringen. Wobei die Chancen bei dem Ameisenbären um einiges besser stehen. Da ich eh schon wach war konnte ich mich auch gleich fertig machen. Es gab noch einiges zu tun, bis der Junggesellenabschied startete. Aber ich schaffte es right in time (<- Easy, diese eingestreuten englischen Einwürfe). Ich wollte mich gerade auf den Weg zu Torte machen als ich aus der Haustür stolperte und feststellen mußte das die Sonne heißer ist, als ich sie in Erinnerung hatte. Oder war das der Mond? In meiner großen Verwirrung beging ich beinahe einen großen Fehler. Ich konnte gerade noch verhindern, das ich gegen eine günstig platzierte Havana Club Falsche (ohne Deckel) trat. Ein freundlicher Mensch (wahrscheinlich ich selber) hat sie dort hingestellt. Zwei Fragen drängten sich mir auf. Warum stand die Flasche vor meiner Haustür und wo zum Teufel war der Deckel? Hatte ich etwa auf dem Rückweg genascht. Falls jemand bei intergalactic-ebay meine Erinnerungen ersteigert hat, dann bitte ich um Aufklärung. Nun ja, Torte war leider nicht in der Lage mit zu Tutz zu kommen, jedenfalls nicht zu dem Zeitpunkt, da er mit seinem kleinen Sohn noch Fußball spielen mußte. Also mußte ich alleine und verlassen, nur mit einem Brötchen in der Hand zu den Hölschers gehen. Aber es gibt schlimmeres. Wie zum Beispiel kein Bier beim Start des Junggesellenabschiedes. Aber das wurde schnell organisiert. Genauso wie der ehemalige Junggeselle, der mit einem 500SL abgeholt wurde. OK, ich als Ingenieur finde alles mit Motoren gut. Aber ein Auto was so aussieht und 500 PS hat muß man lieben, egal was man ist. Was für ein Geschoß. Der Spritverbrauch ist jenseits von Gut und Böse, aber wen juckt das. Besonders nicht wenn man so ein Auto fährt. Ich glaube da juckt einen gar nichts mehr. Nach dem 500SL (in schwarz, muß ich mehr sagen?) wurden die fahrbaren Untersätze gewechselt. Von 500PS gings auf 2 PS und einer Kutsche. Die Abgase waren auch nicht so super gefiltert wie beim Mercer, aber es war schön eng und unglaublich warm. Anfangs war das Bier noch kalt und nach dem wir dann großzügig aus unserer Kühltasche Bier verteilt haben, gab es plötzlich nur noch für ausgewählte Herren (das schreibe ich jetzt hier ausdrücklich hin, denn die waren allesamt schon gesetzteren Alters). Aber auch warmes Bier geht die Kehle runter. Auch wenn es einen leichten Fleischbrühebeigeschmack hatte. In Seeburg angekommen überfielen wir den Kiosk am See und konnten unsere gepeinigten Kehlen an gekühltem Bier laben. Nur der Schmierpopel mußte wieder aus der Reihe tanzen und bestellte sich eine schöne fette Curry-Wurst. Er hätte sich auch ein Eisbein bestellt, aber es stand leider nicht auf der Karte. Verrückt! Wir traten also wieder die Rückfahrt an und erreichten Bernshausen. Gefühlte Zeit ca. 20 Minuten. Der Super-GAU trat ein. Es gab nur noch Alster. Haaargh. Zwei wirklich warme Alster später waren wir aber auch schon in Westerode. Ja, ich schäme mich ein bisschen, das ich trotz Abscheu Alster in mich rein gekippt habe. Aber versteht mich bitte, ich war verzweifelt.  In Westerode gab es dann aber wieder einigermaßen gekühltes Bier und was zu grillen. Das war dann aber auch nötig. Wir saßen nett zusammen, kippten Unmengen an Bier in die Schlünde und redeten eine Menge dummes Zeug. Bis dann das unvermeidliche passieren musste. Chief Heavy-Tongue ist angekommen und hat seine Tipis auf dem B-Platz aufgeschlagen. Vorher wurde da noch bei gefühlten 80°C im Schatten Fußball gespielt. Es gibt halt Verrückte und ganz Verrückte. Der erste Pfeil vom Chief war schon keine Warnung mehr, er traf genau ins Ziel. Und das Ziel war mal wieder Friedwart. Kurze Zeit später klatschte der Chief mit dem Sandmann ab, der mit einem großen Caterpillar-LKW ankam und den ganzen Sand direkt in Friedes Augen ab lud. Es wurde also später und später und die 12 Stunden-Marke nährte sich. Doch für viele ist jetzt aber lange noch nicht Schluß. Einige ganz Verrückte mußten noch nach Nesselröden zur Bolzplatzparty fahren. Unmöglich, finde ich sowas. Das Taxi nahm dann Schnatter, Manuel und mich mit nach Nesselröden und das Drama nahm seinen Lauf. Dort angekommen gingen noch ein paar Bier rein. Ja selbst nach all den Bieren passen immer noch ein paar rein. Doch nicht mehr viele um ehrlich zu sein, denn an der Theke lockten diverse Havana Club Flaschen mit ihren Rufen und Reizen. Da habe ich mich natürlich ncht lange bitten lassen. Und die erste Mischung fand den Weg in meinen Rachen. Das es jetzt vorbei war mit Bier trinken dürfte wohl klar sein. Praktischerweise traf man dann noch ein paar alte Bekannte in Nesselröden. Unter anderen die Westeröder Jugend. Doch an tiefergehende Gespräche kann oder will ich mich nicht erinnern. Dann war da noch der Akki. Ausbilderkollege von der Feuerwehr. Da kann ich mich eigentlich nur noch an eine herzige Umarmung und ordentlich Scheiße labern erinnern. Das übliche Programm halt. Weiter geht’s im Programm. Besonders habe ich mich gefreut, die Simone mal wieder zu sehen. Die arbeitet jetzt nämlich weit weg, ergo sieht man sich nicht mehr so häufig. Eike war auch da, mit der ich mich ein wenig unterhalten habe. Und dann natürlich noch der Ingo. Klasse, dann muß ich wenigstens das Taxi alleine nicht bezahlen. Aber, der Ingo war Fuchs und hat sich eine Schlafgelegenheit in Nesselröden besorgt. Verdammt. Aber ich konnte trotzdem gut einen mit ihm trinken. Ach ja, dann waren da noch ein paar ehemaligen Schulkollegen von meinem Bruder, die mich glaube ich irgendwie verkuppeln wollten, aber es hat wohl nicht geklappt. Wie gesagt, die Erinnerungen sind nicht mehr allzu frisch. Nun muß man aber auch dazu sagen, das ich immer noch das T-Shirt vom Junggesellenabschied an hatte. Darauf war ein Bild vom jungen Tutz in Bundeswehrklamotten vor seinem aufgeräumten Spind. Sehr kleidsam und kommt mit ziemlicher Sicherheit bei den Damen sehr gut an. Dazu stelle man sich jetzt einen leicht verklärten Blick und eine ordentliche Fackel vor. Wie immer halt, nur mit einem coolen T-Shirt und nicht solche Lappen wie ich sonst immer an habe. Das war es dann also schon mit dem Abend. Glaubt ihr nicht, na gut, dann sollt ihr alles erfahren. Allerdings kommt hier jetzt ein Einschub. Pause auf dem Rekorder. Bis vor wenigen Tagen dachte ich das wären alle Leute die ich da getroffen habe. Bis dann der Eintrag in mein Gästebuch von thommy kam. Erst war mir einiges unklar, doch dann fiel es mir plötzlich ein. Es war wie solche Flashbacks in Filmen wo kurze Bilder, von schon vergangenen Ereignissen eingeblendet werden. Und dann war mir klar, das ich ja auch noch Thomas van der Grinten getroffen habe und ihm erstmal gesagt habe, wie großartig die Party war (Wir erinnern uns, in Göttingen, vor ein paar Wochen, mit der Unbekannten, blonde Strähnen, gut aussehend und gut gebaut). Plötzlich lief es mir heiß und kalt den rücken runter. Denn im Eintrag erwähnte er das er natürlich weiß von wem ich berichtete und er sogar den Namen und Wohnort kannte. Nun bin ich mir nicht mehr sicher, ob ich ihn gefragt habe. Und er hat mir eventuell auch den Namen gesagt. Aber ich wäre ja nicht der Pitsche, wenn ich es nicht wieder versiebt hätte und mich an keinen Namen erinnern kann. Das sind halt so typische Sachen die mir immer passieren. Ende vom Lied, ich weiß den Namen immer noch nicht, aber ich weiß woher sie kommt. Dafür sind die Erinnerungen wieder zurück gekommen und nun denke ich schon wieder seit zwei Tagen darüber nach, wer das ist und woher ich sie kenne. Warum kann der Außerirdische nicht mal die Erinnerung extrahieren. Nein, er nimmt immer die wichtigen. Vielleicht liest ja Thomas die Zeilen und kann mir noch mal auf die Sprünge helfen. Es gibt ja e-mail. :) Aber wo waren wir stehen geblieben. Ach ja, trinken mit Ingo. Nachdem wir uns durch die Havana Vorräte gekämpft haben gingen wir zu irgendwas über. Erinnerungen gibt es nicht. Ich weiß nur das es für mich einen Grund zu trinken gab, den ich hier aber nicht näher erläutern möchte/darf. Zum Schluß erwischte ich mich dann wirklich dabei, das ich Wodka mit Pfirsicheistee getrunken habe. Definitiv nichts zum trinken sondern eher zum Toilette putzen, dann doch lieber Martini Bianco. Dann war alles alle. Ingo war weg und ich mußte nach Hause. Es wurde auch schon langsam hell. Da ich eh voll war, schlecht drauf und einfach mal Bock hatte zu Fuß zu laufen, machte ich mich auf den Weg. Dumme Idee, sehr dumme Idee. Der Weg von Nesselröden nach Westerode zieht sich ganz schön hin. Als ich in der Mühlenstätte angekommen bzw. aufgewacht bin, lag meine Jacke auf einem nahe liegenden Feld und die Sonne konnte man schon am Horizont erkennen. Fragt mich jetzt aber nicht wie meine Jacke auf das Feld gekommen ist. Aber ich erreichte mein Bett.

Sonntag morgen, 1037 Uhr, ein Riesenarsch klingelt Sturm. Ich ignoriere es. Er macht weiter. Ich stehe auf mit Gedanken im Kopf die ich hier aufgrund der Altersbeschränkungen nicht hinschreiben darf. Ich observierte erstmal die Lage ob es nicht irgendwelche Schlägertrupps waren. Nein, es war der Ortsbrandmeister. Da fiel mir noch was ein. Wir hatten ja Übung der Seniorentruppe um 1030 Uhr. Schieße, zu spät. Die Runde Bier ist eh flöten, da kann ich auch gleich dem Drücken in meinem Darm nachgeben und den Brandmeister noch ein wenig schmoren lassen. Da saß ich nun und entspannte mich, als ich einen Schlüssel im Schloß drehen hörte und kurze Zeit später reif der Kai durchs Haus, wo ich wäre. Total perplex reif ich runter das ich auf dem Klo sei und wie er denn rein gekommen sei. Wie sich herausstellte, steckte mein Schlüssel von außen an der Haustür. Super, so kommt man schneller zu einem weiteren Fernseher als man denkt. Wann ich zu Hause war kann ich nun nicht mehr sagen, aber Sonnenaufgang war um 0533 Uhr und es war definitiv später. Bei der Übung hatte ich dann nichts mehr zu lachen. Verständlicherweise, nicht zu recht, aber verständlicherweise.


Raststätte Hartmann

19/07/2006

Es wurde mal wieder Freitag und das Sportfest stand an diesem Wochenende an. Den Anfang machte der Freitag, mit dem Trainingsauftakt und einem Altherrenspiel. Da ich leider wieder nicht früh genug von zu Hause weggekommen bin kam ich gerade rechtzeitig zum Ende des Trainings. Irgendwie habe ich in letzter Zeit ein Problem mit meinem Zeitmanagement. Aber ich war ja noch rechtzeitig, bevor es wieder losging mit der ganzen Trinkerei. Allerdings war der Freitag nicht ganz so prickelnd wie man erwarten könnte. Aber fangen wir von vorne an. Ankunft Sportplatz. Der erste Blick viel auf die dort aufgestellte Bierbude. Wie gemein, genau am Ein- und Ausgang stellt der Sportverein einen Getränkestand auf. Da kann man ja schlecht vorbei gehen. Also erstmal zum Markenstand und mit Marken eingedeckt. Denn die braucht man ja um an die tollen Getränke ranzukommen. Praktischerweise kamen die anderen gerade vom Laufen und schon war ich die erste Runde los. Hmmm, schlechtes Timing. Aber egal, ich komme schon auf meine Kosten, denn die anderen lassen sich mit ziemlicher Sicherheit auch nicht lumpen. Ich sollte Recht behalten, die Runden gingen dann immer sauber rum. Schlecht für die die dann später dazu kamen, denn die Runde wurde ja immer größer. So bleiben wir dann ein wenig da unten und zum Schluß sind dann nur Biensi und ich über geblieben. Man ahnt ja sicherlich was nun kommen wird. Richtig früher oder später geht es dann zwangsläufigerweise in die Werkstatt. Vorher kamen noch Schnitzel und Patrick zum Sportplatz, die wollten nämlich auch mit. Ich machte zwar den Vorschlag, nach Hilkerode zur Hirschparty zu fahren, aber da hatten die anderen keinen Bock. Warum hat man keinen Bock, zu einer Party zu fahren, bei der alle Getränke einen Euro kosten. Vielleicht weil es in Hilkerode war, vielleicht weil es im Überfluß Jägermeister gab? Gut, das könnte ein Grund gewesen sein. Aber egal, ich beugte mich also der Mehrheit und fuhr dann mit in die Werkstatt und da war eher gähnende Leere. Aber ein Lichtblick war dann halt die Conny, die mich auch gleich wieder erkannte und mir fast in einem Automatismus die Falsche Wodka hinstellen wollte. Sehr aufmerksam, die Gute. Aber diesmal nicht. Marco und Patrick wollten Jim Bram trinken, aber mit dem Zeug kann man mich jagen, seit den glorreichen Glashauszeiten. Ich konnte dann den Marco dazu überreden, das wir eine Flasche Havana Club in Angriff nehmen. Klasse, jetzt war es mir egal, was in der Werkstatt los war. Ist der Havana da, fängt die Party an. Und außerdem war ja noch Conny da. Irgendwie schien sie sich an letzte Woche erinnert zu haben, denn da hatte der Ingo eine Schüssel Chips nach der anderen weggeschrotet und diesmal hat den Part halt der Marco übernommen. Die gute Conny hat dann immer für ordentlich Nachschub gesorgt. Schnitzel und Patrick haben sich dann allerdings schon früh verabschiedet, denn die fanden es auch nicht so prickelnd. Da der Bienst aber noch absolut keinen Bock hatte nach Hause zu gehen, bleiben wir also noch da. Dafür trafen wir den Zickenbändiger (siehe letzte Woche) wieder, diesmal nüchtern und er bestätigte das es ein recht lustiger Abend war. Der Marco ging dann och unzählige Male tanzen und ich arbeitet mich durch die Havana Flasche. Jetzt kommt ein Zeitsprung. Die Falsche w2urde leerer und wir machten uns auf den Heimweg, mit dem unglücklichen Umstand, das wir noch bei McDonalds anhalten mußten. Dort machte ich einen folgeschweren Fehler. Ich bestellte mir die Los Scharfos. Ich mag ja scharfe Sachen, vielmehr haben meine Geschmacksnerven nichts dagegen einzuwenden, aber die waren pervers scharf. Und in Verbindung mit Alkohol, geben diese Los Scharfos eine ganz gefährliche Msichung ab. Das sollte ich spätestens am nächsten Morgen merken. Aber unser Abenteuer soll ja hier nicht enden. Wir setzten unseren Weg also fort, da wir ja irgendwann in der Mühlenstätte ankommen wollten. Erste Station war das Fenster zu Mannis Schlafzimmer. Lauthals weckten wir ihn und die Häuser ringsum. Nachdem unsere Arbeit getan war setzten wir unseren Weckdienst fort. Nächste Station, Holger Hartmann. Letztes Mal versprach er uns eine Flasche Bier, wenn wir nur länger warten würden. Das lässt sich einrichten. Los ging, mit einem fröhlichen „Wir wollen den Holger sehen!“ bliesen wir zum Angriff. Biensi wusste wohl gar nicht worum es hier ging (Flasche Bier), denn er verlangte, das wir besser aufhören sollen. Doch keiner stellt sich zwischen mich und eine Flasche Bier. Eine weitere Runde und ein wenig warten und da öffnete sich die Tür. Drinnen stand Holger mit drei leckeren Pils. So ein kleines Sit-in am frühen Morgen (ca. 0430 Uhr) tut richtig gut, nach dem anstrengenden Marsch von der Werkstatt. Wir beschlossen dann gleich, das wir das jetzt jedes Wochenende machen werden. Tja, Holger selber Schuld. Da McDonalds immer so teuer ist, erwarten wir dann das nächste Mal leckere Schnittchen in verschiedenen Geschmacksrichtungen. Auch Nudelsalat ist gerne gesehen. Außerdem wollen wir jetzt eine kleine Holzkiste in Holgers Carport installieren, in der Marco und ich dann abwechselnd eine Kiste Bier verstauen, damit wir wenigstens ein Ziel haben wenn wir am Wochenende nach Hause kommen. Hmmm, das hätte ich jetzt hier nicht hinschreiben sollen. Denn es gibt ja so ein paar Spezies in Westerode, denen ich ohne weiteres zutrauen würde, das sie unser Bier austrinken. Dann bauen wir da halt ein paar Sicherheitsapparaturen dran. Bei der Bundeswehr habe ich wunderbare Möglichkeiten kennen gelernt, wie man Stolperfallen mit Hilfe von Draht und Handgranaten baut. Das Carport und die Kiste Bier wären dann zwar verloren, aber demjenigen wäre es eine Leere gewesen.
Samstag morgen. Ich hatte um 1100 Uhr Thekendienst und mir war irgendwie schlecht. Und ich hatte so ein komisches Gefühl im Magen. Könnte es sein, das ich gestern bei Holger Hartmann noch ein Bier getrunken habe, als ich nach Hause gekommen bin? Sehr seltsam. Das Gefühl im Magen wurde immer komischer. Jetzt kommts langsam. Da melden sich doch die Los Scharfos. Und das sollte nicht das letzte Mal gewesen sein an diesem sehr langen Tag. Ich machte mich also auf den Weg zum Sportplatz um meinen unglaublichen harten Dienst zu übernehmen. Jeder erfahrenen Sportfestgänger weiß, das die meisten Leute zwischen 1100 Uhr und 1400 Uhr kommen. Aber nicht in Westerode. Ein langer Dienst und jeder wusste von Biensi und meiner Biertrinkaktion von vergangener Nacht. Dabei war es doch erst 6 Stunden her. Schlimm, diese Gerüchteküche. Der Dienst verlief wie gesagt, recht ruhig und das ist noch übertrieben. Gegen 1300 Uhr fing ich dann an das erste Pils zu probieren. Irgendwann mußte es ja mal sein. Und was soll ich sagen, es hat geschmeckt und wie. Das Wasser das ich bis dahin getrunken hatte blieb dann irgendwie unbeachtet in der Ecke stehen. Um 1500 Uhr mussten wir dann gegen Seulingen spielen. Für mich hieß das dann ohne Bier in der prallen Sonne am Spielfeldrand stehen und dummes Zeug quatschen. Das kann ich, obwohl der Verzicht auf das Bier sehr schwer gefallen ist. Das Spiel war vorbei und wurde gewonnen. Die Stimmung dementsprechend gut. Der Schiri war ein Arschloch. Denn erstens war er voll und zweitens ist er Scheiße. Ich verzichte hier mit Absicht auf Namen. Wer da war weiß Bescheid. Später am Abend gab es dann noch die Olympiade. Diverse kleine Spielchen mußten gemacht werden. Unter anderem Stiefelweitwurf. Das hört sich ja jetzt erstmal einfach an und wenn andere das schon mal vormachen dann kann man auch eine große Fresse haben. Aber wenn man dann natürlich die erste Gruppe ist und das ganze mal vormachen muß, dann muß man erstmal probieren. Mein erster Wurf ging direkt in den Rasen. Aber immerhin ca 15 m. Der Zweite war dafür umso grandioser. 0 m aber dafür geschätzte 50 Höhenmeter. Ich soll demnächst als Flag eingesetzt werden. Der Rest der Spiele ging recht gut von der Hand. Eigentlich waren wir von der Feuerwehr eigentlich immer oben dabei, nur beim Stiefelweitwurf, der Disziplin, die am meisten Punkte brachte, versagten wir auf ganzer Linie. Das brachte uns dann auch den letzten Platz ein. Egal, wir waren voll. Doch was macht man nun? Nein, nicht die Werkstatt, diesmal gings ins Glashaus. Endlich mal wieder. Der ehemalige Krengeljäger war unser Ziel und es war tierisch überfüllt. Nicht das jetzt dort unten übermäßig Platz ist, seit dem Umbau sogar noch weniger als vorher. Ich weiß gar nicht wie man so was schaffen kann. Die Entscheidung des Getränkes fiel auf eine Falsche Bacardi. Kostenfaktor 40 € und eine Menge Streß. Die Flasche muß von der Kasse geholt werden und das Eis gibt’s wieder an der Theke. Totaler Schwachsinn. Für mich stehe fest, das ich nächste Mal beim Bier bleibe oder bei Mischungen von der Bedienung gemacht. Damit haben sie wohl ihr Ziel erreicht. Die Band die gespielt hat war ganz in Ordnung. Zum Glück mußte ich nicht tanzen. Das übernahmen dann Biensi und Matten. Die zwei tanzten sich echt einen Wolf. Großartig. Matten machte dann zwischendurch sich lustige Frisuren mit seinen nassen Haaren. Man steht dann also so rum und schaut sich ein wenig um, was denn so an weiblichem Geschlecht herumläuft. Da ich aber anscheinend von Natur aus ein großes Glückskind bin, ist der einzige der mich anspricht ein Kerl, der an die Theke will und so eine seltsame sanfte Stimme hat. Da ich mir gerade einen Bacardi-Cola machte, vermutete ich das er nur auf die Flasche scharf war und mich als kleineres Übel sah. Doch da hat er sich geschnitten. Ich schirmte die Falsche sauber mit meinem Köper ab. Hat sich was mit Schmarotzen. Dann kam Wiebke, eine alte Bekannte, des Weges. Nachdem sie mich schon zweimal zur Schnecke gemacht hat, weil ich sie nicht erkannt habe, weiß ich ab damals wie sie aussieht und würde sie in einer Menschenmenge heraus erkennen. Das war mir eine Lehre. :) Mit ihr habe ich mich dann den Rest des Abends recht nett unterhalten. Ach ja, jetzt hätte ich es ja beinahe vergessen. Es kommt hier trotzdem rein, denn ich muß auf Vollständigkeit bestehen. Wiebke überredete mich dann auch noch zum Tanzen. Ich versuchte alles um da wieder rauszukommen. Verstauchter Knöchel, alte Kriegsverletzung, traumatisches Erlebnis bei der Tanzschule, Heute ist der Welt-Nicht-Tanz-Tag, aber es half nichts. Aber ich bin ja doch Fuchs und wir schafften es gerade so zum Schluß des leides auf die Tanzfläche. So ein Ärger aber auch. Danach fing ein Lambada und meine flehenden Blicke haben mich dann wohl erlöst. Ich vertröstet sie auf einen späteren Tanz. Dafür spendierte ich auch einen an der Theke. Dumm nur, das ich sie aussuchen lassen habe. Martini Bianco, war das Getränk der Wahl. Martini Bianco, das kannte ich irgendwoher. Doch nur wo. Die Antwort kam stehenden Fußes. „Das trinken die bei Sex and the city auch immer!“ Toll, Sex and the city, meine Lieblingsserie. Und Martini Bianco mag ich jetzt mindest genauso gerne wie die Serie. Also ich konnte dem Getränk nichts abgewinnen, war mir einfach zu süß. Danach warf ich dann och eine Runde Havana Club in die Runde. Das mochte sie dann wieder nicht. Gleichstand. Mittlerweile sind dann auch die anderen alle abgehauen, nur noch Morchel und ich hielten die Stellung. Aber der wollte auch bald los. Also tranken wir noch einen Scheidebecher. Tequila, wenn das man kein Eigentor war. Aber so langsam kann ich wieder an den Tequila ran. Es gab mal Zeiten da hat mich der bloße Anblick der Falsche schon zu Schweißausbrüchen getrieben. Die Fahrt nach Hause war dann vom Schlaf bestimmt. Kurz vorher weckte mich Morchel auf, da er noch einen Zwischenstop bei McDreck machen wollte. Da ich ja nie aus Fehlern lerne und mich gerne selber quäle, nahm ich nochmals die Los Scharfos. Gute Entscheidung. Mein Verdauungsorgane stöhnten leise. Glück war nur, das ich den ganzen Tag nicht viel gegessen hatte.
Sonntag war wieder Sportfest, aber ohne Bier. War irgendwie nicht ganz so lustig.


Hochzeitsweizen

14/07/2006

Gott liebt mich nicht mehr. Nun ist mir einiges klar. Nachdem er dann auch noch zugelassen hat, das die Franzosen ins Finale gekommen sind, hat er es dann auch noch zugelassen, das die Italiener gewinnen. Nun ja, da es jetzt amtlich ist, das er mich nicht liebt, wird mir so einiges klar. Aber lassen wir das. Kommen wir lieber zu erfreulicheren Themen. Der Olli hat hat am Freitag standesamtlich seine Michaela geheiratet und netterweise die erste Mannschaft zum kleinen Umtrunk eingeladen. Hmm, ob er wusste auf was er sich da einließ. Wir wollten uns also um 1650 Uhr beim Sporthaus treffen und von dort aus dann nach Krebeck fahren. Und diesmal, so nahm ich es mir wenigstens vor, wollt eich ich pünktlich Feierabend machen. Aber hat sich was. Schluß machen wollte ich um 1530 Uhr rausgekommen bin ich dann so gegen 1600 Uhr. Eine halbe Stunde mag nicht viel sein, aber ich mußte dann doch noch ganz schön auf die Tube drücken. Aber ich glaube es ist ziemlich egal, wenn ich in Heiligenstadt die Serpentinen mit 80 km/h nehme, merkt da eh keiner mehr. Denn ich rechnete schon fest damit, das ich wieder einen Spezi vor mir haben werde der es so gar nicht eilig am Freitag hat. Dank meines rasant-lebensmüden Fahrstil kam ich aber gut durch und hatte nur marginale Verspätung. Den ersten Regne haben wir dann erstmal abgewartete und sind dann los. Natürlich haben wir nicht auf den Regen gewartet, sondern auf diverse Mannschaftskollegen die es mit der Pünktlichkeit nicht so genau nahmen wie z. B. ich. Nach einer abenteuerlichen Fahrt nach Krebeck trafen wir auch gleich die Feuerwehr, denn die mußte einige Keller auspumpen. In Krebeck schien es dann doch deutlich mehr geregnet zu haben. Wir haben dann die tapferen Männer von der Wehr machen lassen und begaben uns auf eine Rundfahrt durch Krebeck, denn der Gartenweg war gar nicht soeinfach zu finden. Philip hatte zwar einige Andeutungen gemacht, die aber eher eine grobe Richtung vorgaben (Naja, zum Sportplatz und dann rechts oder links, das kriege ich noch raus!). Doch Stopper erkannt gleich „Grätsche“ (??) und schon wussten wir den Weg. Bei Olli mußten wir auf ein paar Nachzügler warten. Stellt euch mal vor wie hart das für mich war. Ich stand am Eingang des Hofes und auf den Tischen wurden schon herrlich kühle Krombacher bereit gestellt. Man mußte mich glaube ich mit zwei Mann festhalten und im Auto einsperren. Aber je länger man wartet, desto besser schmeckt das Bier. Das stimmt aber so nicht ganz, denn so länger man wartete desto schneller geht das Bier die Kehle runter. Aber erst nachdem man gratuliert hat. Ist ja wohl klar. Man saß also zusammen und stieß mit Braut und Bräutigam auf das neue Glück an. Bis es dann ungemütlich wurde. Der Bräutigam und sein Bruder (glaube ich zumindestens) gingen mit dem Hochzeitsweizen rum. Ich wußte eines ganz genau, trinke ich erstmal einen von dem eisgekühlten Hochzeitsweizen ist es vorbei. Ein innerer Wettkampf fing an zu toben. Hirn gegen Leber. Man kann sich ja nun denken, wer gewonnen hat. Bier und Korn ist mein Lieblingsgedeck. Das habe ich damals in Wilhelmshaven zu schätzen gelernt. Nach dem zweiten hörte ich auf zu zählen, da es eh keinen Sinn mehr hatte. Wahrscheinlich habe ich noch weiter gezählt, aber das weiß ich nun nicht mehr. Glücklicherweise wurden auch noch Schnittchen gereicht, die auch wirklich notwendig waren. Sonst bin ich ja nicht so der große Esser bei Feiern, aber an dem Freitag bin ich leider nicht zum Abendessen gekommen und somit war ich dankbar für die Brötchen. Es gab dann auch noch Kuchen. Den absoluten Oberhammer hat aber mal wieder Christian gebracht. Ich mußte aufs Klo, er auch. Nun hieß es Oberhand behalten, denn wer zuerst da war malte zuerst. Und ich hatte schon ordentlich Druck aufgebaut, damit es sich auch lohnt, denn ich wollte ja Olli Wasserrechnung nicht unnötig in die Höhe treiben. Mein Glück war es dann das unterwegs das Kuchenbuffet aufgebaut war. Während ich also im Klo verschwand, sagte Christian nur: „Och, dann ess ich halt so lange einen Kuchen!“ Ich glaube der russische Zupfkuchen hatte es ihm wirklich angetan. Man kann aber dem Hochzeitspaar nicht den ganzen Abend auf den Sack gehen, da es ja nur ein kleiner Umtrunk sein sollte. Also blieb uns nach dem Aufbruch nur eine Wahl: Die Werkstatt. Aber nicht ohne Zwischenstop im MaxM. Davon weiß ich aber nur noch Bruchstücke. Auf jeden Fall bleiben mir zwei Weizen in Erinnerung. Sehr lecker und nach dem ganzen Bier und Korn mal was leichtes im Magen. Dann gings auch schon weiter in die Werkstatt. Wenn ich den Fotos glauben darf, waren David, Morchel, Biensi, Christian, Ingo und man höre und staune sogar der Stopper dabei. Ein sensationellen Schnapschuss habe ich vom Stopper wie er gerade ein Glas Wodka RedBull geleert hat und sichtlich begeistert war. Solche Fotos eignen sich besonders gut für runde Geburtstage. :) Wie man aus den oberen Zeilen ganz richtig entnehmen konnte, gab es Wodka Red Bull, aber ich weiß (Fotos) das ich noch Desperados getrunken habe. Und das muß wohl mit Ingo gewesen sein, denn der trinkt das Zeug ganz gerne. Erinnerungen gleich Null. Ich sollte mir echt eine kleine Kamera an die Brille machen, dann kann ich den Samstag gleich mit einer Beweisaufnahme starten. Doch halt, ich glaube die Conny aus Heiligenstadt war auch noch da. Oder das habe ich geträumt. Könnte natürlich auch gut sein.

Es wurde also Samstag morgen und ich hatte absolut keinen Bock aufzustehen, denn es erwarte mich nur die Vorbereitung für das Jugendfeuerwehrwartgrillen. Also einkaufen und das mache ich mindestens genauso gerne wie mir ins Knie schießen. Wobei das ins Knie schießen, bestimmt spaßiger ist. Aber glücklicherweise gibt’s ja den Schnitzel der mir gerne geholfen hat. Das einkaufen ging dann auch problemloser als ich dachte. Ich wäre nämlich in die Stadt, also in die Hochburg der Hammerkranken am Samstagmittag, gefahren um die Getränke beim Marktkauf zu holen. Aber wir haben ja von der Feuerwehr ein Konto bei ehemals Gottsknecht. Geil. Hingefahren, die Feuerwehrjolle voll geladen und abgehauen. Nur eine Unterschrift später und wir konnte wieder abdampfen. Kein Geld ausgegeben aber ordentlich Stoff dabei. Anschließend gings dann doch noch in die Einkaufhölle, aber nur um eine Flasche Havana zu organisieren. Man kann ja schließlich nicht den ganzen Abend Bier trinken. Und es wurde abend und der Grillabend ging unter, da es pünktlich zum Beginn der Feier angefangen hat zu regnen. So macht es doch immer wieder Spaß, aber ich glaubte ja immer noch an das Gute und hoffte auf Sonnenschein. Der kam aber nicht und so durfte ich den Grill durch den Regen in die Garage ziehen. Natürlich wurde das ganze kommentiert von Regin, der die ganze Zeit sagte, das er das ja gleich vor hatte und es schon vorher gesagt hätte. Ich stellte mir in der Zwischenzeit vor wo ich ihm den Grill hinschieben werde, wenn er erstmal an ist. Das Dumme ist nur, das er Recht hatte. Verdammt! Ich hasse es wenn Leute recht haben und es einem dann auch noch unter die Nase reiben. Aber der Tag der Rache wird kommen. Als dann das Fleisch kam wurde es auch Ruck Zuck auf dem Grill in den richtigen Zustand zum Essen gebracht. Die Mägen waren gefüllt und es wurde Zeit den Korn auf den Tisch zu bringen. Denn es waren doch ein paar neue Gesichter dabei, denen man erstmal auf den Zahn fühlen mußte ob sie wirklich alles trinken was man ihnen vorsetzt. Der Korn wurde allerdings mit Wick Blau verfeinert und stand seit geraumer Zeit im Kühlfach. Anders kann man den auch nicht trinken. Es haben dann aber nicht alle mitgezogen. Umso mehr für den tapferen Rest. Das Fußballspiel fing an und wir warteten ab. Draußen war es noch sehr angenehmen und die Unterhaltungen können dann nicht einfach so abgebrochen werden. Gerade wenn man so wichtige Themen in der Bierlaune drauf hat. Irgendwie ist dann auch das ganze Spiel an mir vorbei gelaufen. Ein wenig schäme ich mich schon, aber uns wurde ja immer lauthals verkündet wenn wir ein Tor geschossen hatten. Und da wir ja früh in Führung gingen konnte die Nationalmannschaft auf meine Unterstützung verzichten. Während des Spiels wurde dann auch der WickBlau-Korn geleert. Ich habe ihn lange nicht mehr zubereitet, aber er schmeckt immer noch, wobei sie aber die Bolchen in der Wick Blau Tüte wohl verringert haben , denn früher war das Zeug irgendwie blauer. Naja, hauptsache macht doof im Kopf. Irgendwann wurde es dann doch recht frisch draußen und die Party wurde nach drinnen verlegt. Dort begann das die Talfahrt. Der Havana Club wurde ausgepackt und eingeschenkt. Was nun folgt kommt mir vor wie durch einen beschlagenen Duschvorhang betrachtet (Man beachte die grandiosen Vergleiche!). Die Duderstädter und Mingeröder sind zum Schützenfest abgehauen. Der Rest scheint wohl dageblieben zu sein. Es wurde ein Menge Mist erzählt und ich trank Havana Club. Dann tauchte Keile Günther auf und war voll wie ein Eimer, besser zwei. Dann wurde mir schwarz vor Augen und ich legte mein gebeultetes Haupt auf den Tisch. Aber nicht das man mich in Ruhe gelassen hat. Erst wurden seltsame Fotos von mir gemacht und dann wurde ich in die Werkstatt mitgeschleift. Dort war ich dann wieder fit und mußte feststellen, das nur Günner und Schnitzel mitgekommen waren. Naja, ein paar Verluste hat man immer. In der Werkstatt trafen wir dann aber den Rest von Davids WM-Studio. Super, dann kann es hier ja gleich weitergehen. An die Momente an die ich mich erinnern kann, spielte jedenfalls Wodka Red Bull eine große Rolle. Der FC Quienst war auch noch da und das endet immer böse. Der Günner mußte dann leider früh nach Hause, weil es einfach gar nicht mehr ging. Da ich mich schon einigermaßen nüchtern getrunken hatte, rief ich ihm ein Taxi. Er faselte nur was, das er nicht mit Ide mitfahren würde. Mir wars egal, wo er mitfährt. Das erste Taxi was anhielt wurde natürlich von Frau Ide gefahren und vorne stieg jemand ein. Günner der gerade pinkeln war sah es, setzte zum Sprung an und saß auf der Rückbank. Aber der Fahrgast wollte eh durch Westerode durch und hat dann den Günner mitgenommen. Dann trafen wir noch einen Zickenbändiger (stand auf seinem T-Shirt, Namen sind Schall und Rauch). Der war ganz gut drauf und hat ordentlich mit gefeiert und dann waren wir zu Hause. Ich bin auch ziemlich sicher, das wir noch vor Holgers Haus gesungen haben (Wir wollen den Holger sehen), aber er ist nicht raus gekommen. Verdammt, nächstes Mal müssen wir lauter singen. Dann endlich, Bett! Sonntag, aufstehen und aufräumen, bevor das Treffen der Seniorengruppe (da gehöre ich auch zu, da kann man mal sehen wie weit es mit mir schon gekommen ist) anfängt. Als ich das Feuerwehrhaus betrat, bezweifelte ich, das ich gestern jemals dort war. Schön mit einem netten Schwindelgefühl wurden die Überreste beseitigt, keine sehr schöne Aufgabe. Dann kam noch der Friede vorbei und sprühte den ganzen Raum mit DDT ein, weil da ja so viele Fliegen waren. Das ich da abgewaschen habe, scheint keinen so richtig gestört zu haben. Aber ich lebe noch. Auch wenn es nicht immer so aussieht.


And the Oscar goes to…

05/07/2006

Gestern haben wir gegen das italienische Ohnesorg Theater im Halbfinale verloren. Ich habe noch nie so viel Schauspieler auf einen Haufen gesehen. Ein Italiener läuft an einem Deutschen vorbei und braucht sich nur ins Gesicht zu fassen und schon wurde abgepfiffen. Ab und zu wurden dann noch ein paar gelbe Karten verteilt. Allerdings nicht für die Italiener sondern für die Deutschen. Klar, die sind ja so aggressiv, das man vor denen Angst haben sollte. Aber der Oscar für betroffenes Gucken nachdem man ein Foul gemacht hat sollte an Totti gehen. Erst springt er einem Deutschen mit Anlauf in den Rücken und dann verlangt er auch noch die gelbe Karte für den Deutschen. Hallo, geht’s noch? Irgendwo haben die doch den Schuß nicht gehört. Das Spiel hatte von Anfang an einen bitteren Beigeschmack, dank der italienische Medien, die ja nur ihre „Pflicht“ getan haben und Fakten aufgedeckt haben. Dafür kann aber die italienische Mannschaft nichts. Frings hat zugeschlagen und wurde dafür gesperrt. Das Totti in einem früheren Spiel ebenso zugeschlagen hat, wurde mal eben dezent unter den Tisch fallen gelassen. Aber was soll es denn, wenn die Deutschen nicht mit den gleichen Waffen zurückschlagen. Das würde uns ja mit den italienischen Medien auf eine Stufe stellen. Wir würden auch fair gewinnen. Wenn, ja wenn, ein paar Tore geschossen würden. In der ersten Halbzeit hatten wir zwei Chancen und in der zweiten Halbzeit nochmal zwei. Wären die drin gewesen, wäre es gar nicht zur Verlängerung gekommen und die Italiener wären schon zu Hause. Aber die Regel ist ganz einfach. Wer keine Tore schießt der kann auch kein Weltmeister werden. Die WM ist für uns jetzt gelaufen. Aber was hört man im Radio am nächsten morgen? Da wird political correctness groß geschrieben und bloß nichts gegen die Italiener gesagt. Sowas will man aber nach einem solchen nervenaufreibenden Spiel aber nicht hören. Man will hören das die Italiener unfair waren, Schwalbenmeister, gefoult haben ohne das es geahndet wurde, einen unverdienten Elfmeter bekommen haben (gegen Schweden), Totti eigentlich gesperrt gehört soll. Und nicht „Es hat halt nicht sollen sein! Die anderen waren halt besser!“ Was ist los? Die anderen waren nicht besser. Das Spiel ging 110 Minuten auf das italienische Tor und dann gehen die einmal durch und schießen das 1:0. Dann wenn das Spiel schon längst gelaufen ist. Wenn da nicht ein riesengroßes Quentchen Glück dabei war dann weiß ich es aber auch nicht. Ok, sie waren clever und sie haben das entscheidende Tor geschossen, aber verdient haben sie es nicht.

Eine Hoffnung bleibt noch, das Italien im Finale einen auf den Sack kriegt. Doch was ist das? Ich habe gerade auf den Live-Ticker geguckt. Frankreich führt zur Halbzeit. Das wäre ja der absolute Super-GAU. Frankreich vs. Italien im Finale. Meine zwei Lieblingsländer! Egal, wer dann gewinnt, ist es ein Grund Trauer zu tragen. Wenn es einen Gott gibt und der mich liebt, dann gewinnt Portugal und zieht dann Italien am Sonntag. Und wir hämmern den Franzmännern ein paar rein. Dann ist die Welt wenigstens wieder in Ordnung. Jedenfalls ein bischen.


Schlaaaand, Schlaaaand, Schlaaaand

04/07/2006

Was für ein grandioses Spiel. Die Argentinier wiegten sich schon in Sicherheit, doch dann schlugen die Deutschen zu und dank ihrem überragenden Torwart stehen wir jetzt im Halbfinale. Saubere Leistung! Geguckt wurde bei David. Da das Spiel mal wieder um 1700 Uhr angepfiffen wurde, durfte ich mich wieder beeilen um die Hymne rechtzeitig mit zubekommen. Das Schlimme ist, ja wenn man es besonders eilig hat, dann fährt meistens irgendein Arsch vor einem her und man kann nicht überholen. In meinem Fall war es ein älterer Herr, der sich dachte, das er den Anpfiff prima um 1700 Uhr mitbekommt, wenn er nur noch 30 km/h fährt. Ist auch viel angenehmer und man kommt streßfrei an. Das andere Leute noch was anderes vor haben, daran denkt man ja nicht. Die können sich doch bitteschön genauso viel Zeit nehmen wie er und einfach ein wenig früher losfahren. Graaaaaaaah! Ich habe es dann aber doch noch rechtzeitig geschafft, doch meinem Blutdruck tat die Fahrt gar nicht gut. Während des Spiels liefen dann erstmal diverse gekühlte Bier meinen Schlund runter. Diesmal wurde aber eine akkurate Strichliste geführt, damit ich zum Schluß nicht wieder schätzen mußte wieviel ich vertilgt habe. Allerdings weiß ich nicht mehr die genaue Anzahl, da mein Hirn wahrscheinlich wieder in den Selbstschutz gegangen ist. Aber es waren ausreichend. Das 1:0 fiel und die Hoffnung sank. Die zweite Halbzeit begann und so langsam machte man sich mit dem Fakt klar, das man bis ins Viertelfinale gekommen ist. Dann kam der Gegentreffer und alles war wieder offen. Elfmeter schießen und alles war klar. Ich glaube Lehmann ist mit Matten verwandt. Der ging so ruhig in das Schießen rein, wie es nur ein echter Schwedhelm machen könnte. Als dann der Schuß der Argentinier kam und Lehmann ihn hielt, gab es kein halten mehr. Wir sind weiter. Nach dem Spiel ging es in Richtung Mehrzweckhalle. Da wurde noch ordentlich gefeiert. Ich glaube der Vollmer war so stramm, das er nicht mehr reden konnte. Allerdings darf ich mich da jetzt nicht außen vor lassen, denn meine Sprache hört sich auch nicht mehr so ganz nach Deutsch an. Aber wir haben uns verstanden. Wo wir gerade mal da oben waren konnte ich auch gleich noch Vanessa, Natascha und natürlich Kathrin Schäfer nachträglich zum Geburtstag gratulieren. Kathrin bedankte sich auch gleich lieb für meine SMS. SMS? Hatte ich doch was verschickt. Naja, umso besser. Anscheinend nimmt das Gehirn dann automatisch wichtige Tätigkeiten war. Da aber alle stramm waren bleib nur noch ein Ausweg. Die MZH dicht machen und die Party in die Werkstatt verlegen. Klingt ja eigentlich logisch oder? Heike, die Freundin von Kathrin, fuhr uns freundlicherweise noch zur Werkstatt. Wer nun aber dabei war kann ich nicht mehr genau verifizieren. Da es einfach zu viele Bier waren. Oder waren es zu viele Leute? Ich weiß es nicht mehr. In der Werkstatt labten wir uns erstmal an einer schon bestellten Flasche Wodka. Sie schien aus dem nichts gekommen zu sein. Nein, natürlich nicht. Andere Westeröder haben sie gekauft und wir haben einfach mit getrunken. Dafür haben wir dann aber auch die nächsten zwei Falschen gekauft. Gehört sich ja so. Und das war es dann auch schon mit meinen Erinnerungen für den Abend. Die Fotos habe ich (glücklicherweise (?)) noch nicht ausgewertet. Und ein wenig habe ich schon Angst davor. Ich weiß aber noch das ich mir fünf mal „Temple of love“ von den Sisters of Mercy gewünscht habe und dann hat der DJ es endlich gespielt mit der Voraussetzung das ich dann aber auch Tanzen müsse. Hmmmm, da frage ich mich wer da mehr von hatte. Ich oder der DJ, der dann gesehen hat wie ich mich zum Ei gemacht habe. Als ich am nächsten Tag meine Jacke inspizierte fand ich eine Handvoll McDonalds-Strohhalme. Ergo, muß ich wohl noch bei McDreck gewesen sein, aber bestimmt nicht alleine. Ich vermute sehr stark, da ich mit dem Biensi nach Hause getorkelt bin, da mit Holger noch von diversen Sprechgesängen vor seiner Haustür berichtet hat. Irgendwas mit „Wir wollen den Holger sehen!“ Naja, er hat jedenfalls den Biensi raus gehört, da bin ich ja schon mal fein raus.

Samstag morgen, der Wecker klingelt und ich mußte bei Friede helfen. Was heißt mußte helfen, das mache ich gerne. Zack, Arbeitsklamotten an und ab aufs Dach und mit dem Ollibert das Dach gedeckt. Er hat gedeckt und ich habe die Ziegel mit der Flex zugeschnitten. Blöde Sprüche haben wir beide gemacht. Hat Spaß gemacht, bis mir die Sonne ein wenig das Hirn verbrannt hat, denn mit wurde urplötzlich schwindelig. Eigentlich ganz praktisch, wenn man auf dem Dach steht. Da mußte ich dann estmal runter und habe danna uch Feierabend gemacht. War ja auch immerhin 5 Stunden die in der Briete gestanden habe. Das schlägt dann schon mal auf den Schero. Aber ich mußte mich dann auch fertig machen für den Abend. David hatte eine Einladung von Thomas van der Grinten bekommen, der eine Einweihungsparty für seine Hypnosepraxis machte. Und David sollten noch ein paar Leute mitbringen. Tja, die paar Leute bestanden dann aus mir. Aber ich bin ja immer da wo es was zu trinken gibt. Ankunft Party und es war nett. Bierbude und ne Menge Leute. Mein Blick ging natürlich erstmal dorthin, denn dort lagen die Antworten auf alle meine Fragen. „Gibt es hier Bier?“, Krieg ich noch ein Bier?“, „Ist das da eine Flasche Havana Club?“ und viele mehr. Doch der Blick wurde gleich abgelenkt, von Conny. Mich trifft der Schlag. Cornelia hat den weiten Weg aus Nürnberg gemacht und sagt nicht mal Bescheid, das sie in Göttingen ist. Aber ich habe mich sehr gefreut sie endlich mal wieder zu sehen. Seit dem Klassentreffen ist ja schon eine Zeit vergangen. Unterhalten konnte man sich später noch, erstmal mußte der Organismus mit Bier versorgt werden. David, Ellen und ich sicherten uns einen recht thekennahen Platz. Ok, ich gebe es zu, ich stand zuerst direkt an der Theke und wurde dort erstklassig versorgt. Später dann als ich merkte das alle ein wenig weiter weg standen, habe ich dann auch einen Anstandsabstand zwischen mir und der Theke gebracht. Aber nicht zu viel, denn wer weiß wann der Notstand eintritt. Als meine leicht verquollenen Augen (natürlich von der trockenen Hitze und der harten Arbeit und nicht vom Alkohol!) plötzlich Sie erblickten. Sie war dunkelhaarig, mit blonden Strähnen, gut gebaut, hatte tolle Augen, schaute zu mir rüber und kam mir irgendwie bekannt vor. Aber das hätten wir gleich, ich komme da noch drauf. Eine Stunde später ist es mir immer noch nicht eingefallen. Verdammte Axt! Also erstmal Ellen gefragt, die wusste es auch nicht. Eine weiter Stunde später, als der David mal wieder bei uns stand, fragte ich dann mal David, aber der wusste es auch nicht richtig und seine Vermutungen waren, sagen wir mal, falsch. Mir fällt es bestimmt noch irgendwann ein. Widmen wir uns also wieder dem Trinken, da kenne ich mich wenigstens aus. Nebenbei lief auch noch das Spiel Brasilien gegen Frankreich. Die Franzacken haben dann auch noch gewonnen. Und Frankreich gehört ja bekanntlich zu meinen Leiblingsländern. Ich habe mich also erstmal schön aufgeregt, darüber das die dämlichen Franzosen gewonnen haben und dann ist mir plötzlich aufgefallen, das der eine Typ, der das Bier zapfte einen Akzent hatte. In meinem derzeitigen Zustand konnte ich leider nicht mehr unterscheiden, ob es ein französischer oder ein polnischer war. War mir auch egal, ich mag Frankreich nun mal nicht. Aber ich im nachhinein war dann glaube ich doch Pole, denn mein Pils war immer tadellos. Ellen wollte dann auf einmal die Biege machen, weil sie es nicht so toll fand und kaum jemanden kannte. Aber die liebe Conny hatte sich dann angeboten uns mit nach Hause nehmen, da sie noch ein wenig dableiben wollte. Klasse, der Abend war gerettet. Also haben wir uns erstmal ein Tisch gesucht und haben über alte Zeiten gequatscht. Als Sie sich plötzlich an einen Nachbartisch gesetzt hat. Ihr wisst schon, dunkle Haare, mit blonden Strähnen, gut gebaut. Da fiel mir wieder was ein. Natürlich nicht der Name, aber das ich darüber nachgrübeln wollte, wer Sie war. Einfach mal Conny fragen! Conny wusste es auch nicht und sie kam ihr auch nicht bekannt vor. Grmpf! Woher kannte ich Sie? Aus heiterem Himmel trat dann der Zigarettennotstand ein. Also sind David und Conny mal eben kurz zur Tanke gefahren und haben Zichten geholt. Tja und alle anderen die ich kannte waren weg. Ach was solls. Gehe ich halt zur Theke. Dort war der Weg für den Havana Club, auf den ich schon vor geraumer Zeit umgestiegen bin, auch viel kürzer. Kaum war ich an der Theke bekam ich schon einen Wodka hingestellt. Ach du Scheiße und ich bin doch schon auf Schnaps mit Cola umgestiegen. Hoffentlich geht das nicht in die Hose. Und wenn mußte ich erblicken, kurz bevor ich das Schnapsglas ansetzte? Genau, Sie, also doppelt peinlich, wenn es in die Hose geht. Im Endeffekt habe ich den Wodka gar nicht gespürt. Mein Schlund war schon auf schlucken programmiert, wenn eine leicht alkoholische Flüssigkeit die Lippen berührte. Was mache ich mir eigentlich Sorgen. Irgendwie kannte mich die junge Dame hinter dem Bierwagen auch schon (die mir übrigens auch bekannt vorkam). Sie begrüßte mich mit einem herzlichen „Ahh, der Jim Beam Mann!“ Daraufhin konnte ich nur antworten „Nein, der Havana Club Mann!“An der Theke ging dann glaube ich auch der Abend zu Ende. Vermute ich wenigstens. Die Conny hat uns aber ohne Probleme zum Auto bekommen und die Rückfahrt habe ich dann durchgeschlafen. Bleibt dann nur noch die Frage, wie Sie denn hieß oder woher ich Sie kannte. Ich weiß es leider immer noch nicht und das ist das fatale. Ich laufe jetzt schon seit drei Tagen mit ihrem Gesicht im Kopf umher und überlege wer Sie war und woher ich Sie kenne. Das ist schlimmer als Folter wenn man auf so einfache Sachen nicht kommt. Klar, ich hätte ja auch einfach hingehen und sie fragen können, aber das wäre ja zu einfach gewesen und einfach kann jeder. Und ich hätte ja auch noch mit ihr sprechen müssen, was wahrscheinlich komplett in die Hose gegangen wäre. Naja, jetzt habe ich ein weiteres unlösbares Rätsel im Kopf. Macht ja nix.

Der Sonntag ist ja eigentlich zum Ausruhen gedacht, aber nicht für den Jugendfeuerwehrwart, der auch am Sonntag mit seinen Schützlingen los darf und sich bei sengender Hitze Probleme aussetzten darf, die normale Menschen nicht haben. Wie zum Beispiel Drehungen in C-Schläuchen oder sehr seltsamen Fragen. Ich lese zum Beispiel Schnitzel was aus der Wettkampfordnung vor, da kommt der Fabian an und fragt ob über ihn was da drin stehen würde. Daraufhin meinte ich das es nur mit dem Läufer 9 was zu tun hat und nichts mit ihm. Anstatt wieder von dannen zu ziehen fragt er Warum. Das war zuviel für die Denkmurmel. Mein Gesicht was wohl totales Unverständnis ausgedrückt haben mußte klärte dann den Rest und er zog ab. Manchmal frage ich mich ob die mich absichtlich in den Wahnsinn treiben wollen. Die Übung war alles in allem gar nicht so schlecht, aber andere Wehren sind so heiß, das sie schon jetzt mit Üben für das nächste Jahr anfangen. Ich würde gerne mit der Truppe nochmal zum Bezirk fahren und das schaffen wir auch im nächsten Jahr. Das hat bisher erst eine Truppe aus der Stadt geschafft. Nämlich wir vor ca. 6 Jahren und da war ich auch schon Jugendfeuerwehrwart. Oh Gott, mache ich den Job schon mehr als 6 Jahre, kein Wunder wo die nervösen Zuckungen herkommen. Auf der Rückfahrt ist dann auch noch die Kupplung der Feuerwehrjolle kaputt gegangenen. Ich wollte gerade in den dritten Gang schalte, als plötzlich Klang machte. Hmm, die Kupplung ließ sich nicht mehr betätigen. Na super und da vorne kommt ein Kreisel. Also mit 80 km/h durch den Kreisel und versucht anzuhalten. Ich glaube ich war das erst Feuerwehrfahrzeug, was auf zwei Reifen durch den Rosdorfer Kreisel gefahren ist. Als ich dann nach geguckt habe hat sich der kleine Verbindungsbolzen, der das Kupplungspedal mit dem Zylinder, der dann die Kupplung betätigt, verbindet gelöst. Wer hat das jetzt verstanden? Lange Rede kurzer Sinn, ich habe den Bolzen wieder in die dafür vorgesehene Position geschoben, mir schnell mal das Hemd eingesaut und den Kindern wo ich gestern gefeiert habe. Und ab gings nach Hause und ich hatte Ruhe. Bis auf die permanente Frage, die mir jetzt schon seit 80 Stunden durch den Kopf saust. Wer ist Sie?


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