Das Sängerfest

Freitag, das Wochenende steht vor der Tür und es lag nichts an. So geht das aber nicht. Bis zum späten Nachmittag sah es so aus, als würde tatsächlich nichts anliegen für den Abend. Mal überlegen, was lag den für den Samstag an? Erst bei Friede helfen und dann zum Fußballturnier nach Gerblingerode. Würde ja an sich passen. Dann wäre ich nicht so fertig am nächsten morgen. Bis dann der Biensi kam und fragte ob ich heute abend mit zum Sportplatz kommen würde, da da eine große Party wäre. Er hätte keinen Bock zu Hause zu bleiben. Alles klar, die magischen Wörter wurden gesagt und ich bin dabei. Vorher haben wir uns dann einfachheitshalber ins Feuerwehrhaus gesetzt und ein paar getrunken. Mein Deckel zählte nachher dann doch ein paar Hefe und ein paar Bier. Die genau Zahl will und kann ich hier nicht sagen. Solche Deckel werden mir nochmal zum Verhängnis. Nun gut, gegen 0000 Uhr machten wir uns dann auf den Weg zum Sportplatz. Wenn ich mich jetzt ins Bett gelegt hätte und um 0800 Uhr aufgestanden wäre, was ich auch bin, dann hätte ich erholsame ach Stunden Schlaf gehabt. Der Countdown läuft und die Uhr tickt rückwärts. Allerdings wusste ich zu dem Zeitpunkt noch nicht, das ich um 0800 Uhr aufstehen werde. Die Blumenau war voll geparkt. Es gab kaum ein durchkommen und überall strukelten betrunkene Schüler rum. Wie sich herausstellte fand eine Stufenparty statt. Klasse, da haben Marco und ich wenigstens Überblick. Am Sportplatz angekommen wurde dann der Alkoholpegel der durch den unglaublichen langen 8 Minutenmarsch vom Feuerwehrhaus zum Sporthaus durch Becks ausgeglichen. Man konnte ja nicht riskieren, das man schlagartig nüchtern wird. Das anwesende Klientel war allerdings von der jüngeren Sorte. Dürfte ja an sich auch einleuchtend sein, da es ja eine Stufenfete war. Kurz nach der Ankunft traf ich Hüfte die aber zum Schützenfest nach Nesselröden wollte, weil sie kaum jemanden kannte. Spalter. Da war aber nicht besonders viel mehr los. Wie ich dann so gehört habe. Tja und dann kam der schicksalhafte Zusammenstoß mit Porno-Patrick. Der freute sich wie doof, als er uns sah und holte erstmal eine Mischung mit Jägermeister-Cola ran. Würg! Wer denkt sich denn bitte solche perversen Mixgetränke aus. Ab da verlor ich die Kontrolle. Das Bier hatte eine ordentliche Passage für die ganzen Mixgetränke geschaffen. Es lief alles rein. Wodka-RedBull, Bacardi-Cola, unglücklicherweise noch ein paar Jägermeister-Cola und was weiß ich nicht alles. Die Verrückten von der Leistungsspangengruppe waren auch da und haben ein Foto von mir ins Internet gestellt. Ich verrate aber nicht wohin, denn sonst ernte ich wieder Spott und Hohn. Wie man mir erzählt, bin ich dann irgendwann mit Porno zusammen abgehauen. Uhrzeit bleibt mir bis heute unbekannt.

Vielleicht auch besser so, denn meine Mutter weckte mich um 0806 Uhr. Wenn ich jetzt noch gewusst hätte wann ich nach Hause gegangen bin hätte ich ja vielleicht noch die Möglichkeit gehabt müde zu sein. So aber weiß ich es nicht mehr und kann meinem Körper vormachen ich wäre recht früh ins Bett gegangen und bin total fit. Aber ich muß da noch ein wenig an der Feinjustierung stimmen, denn das total fit hielt nur bis zum Zähneputzen. Dann gings mir wieder Scheiße. Wie sagte aber eine weise Frau: „Hilft ja nix…“. Also ging es ab zu Friede und ein wenig auf dem Bau buckeln. Als er mich sah ahnte er nichts Gutes und als er meine Fackel roch wurden seine Vermutungen bestätigt. Meine erste Aktion war Bretter zurecht sägen. Das ging prima. Dann sollte ich aufs Dach. War mir nicht ganz so recht, aber ich habe es probiert. Und es ging besser als ich dachte. Ich brauche jetzt nicht zu erwähnen, das es mir nicht im geringsten besser ging, seit 0806 Uhr. Aber was macht man nicht alles, für seine Freunde. Und so ein Sturz vom Dach ist ja nicht besonders schlimm. Auf dem Dach sollte ich dann Ziegel anreichen, was auch prima geklappt hat. Dann sollten Ziegel zugeschnitten werden. Also ab aufs Gerüst und die große Flex in der Hand. Habe ich schon erwähnt, das ich den Tag vorher ziemlich voll war? Ich glaube nicht. Aber das flexen ging ohne Verlust von Körperteilen von der Bühne. Zweimal kurz abgerutscht, einmal in die Bohle auf der ich sägte und einmal ins Gerüstgestänge, und alle Ziegel waren so wie sie sein sollten. Dann musste ich auch schon wieder los zum Fußballturnier nach Gerblingerode. Kurz zu Hause abgekärchert und meine Mutter hat mich dann rüber gefahren. Habe ich gesagt das ich als Belohnung für die tolle Arbeit bei Friede noch schnell ein fünf Minuten Bier gekippt habe? Egal. In Gerblingerode angekommen, war das erste Spiel gelaufen. Ach ja, wir sind mit dem Haribo-Club angetreten. Da wir voraussichtlich schwach besetzt waren wollten wir uns auf den Meterpokal konzentrieren. Jetzt wird meine Sprache gesprochen. Aber wir hatten uns Verstärkung in Form von Fasel und Anselm geholt. Also wieder nichts mit dem Meterpokal. Dafür gabs nette junge Damen in melonenfarbenen Oberteilen (Die Farbe gibt auch Hinweise auf die Form) und einen Einzug ins Halbfinale. Ich bemühte mich wirklich um den Meterpokal, aber so ganz konnte ich gegen andere Mannschaften nicht antreten. Die anderen halfen zwar auch mit, aber wir hätten alle noch ein paar Kohlen nachlegen müssen. Da an dem Tag auch Deutschland gegen Polen gespielt hatte, mußten die Organisatoren mit der Siegerehrung beeilen. Felkl und ich waren dann die letzten die noch da geblieben sind und haben dann noch Köppel und Ingo mitgenommen. Die Zeit drückte mal wieder, da das Spiel ja um 1700 Uhr war und wir sind gegen 1615 Uhr in Gerblingerode Weg. Die Stadt war wieder im Fußballfieber. Überall deutsche Fahnen und Verrückte. Wir konnten nur gewinnen. Bei David gabs es auch wieder leckeres kaltes Bier, allerdings sollte er sich ein größeres Kühlfach zulegen. :) Das Spiel war grandios und wie nicht anders zu erwarten, haben wir gewonnen. Tja, dann kam das abrechnen. Da ich nicht mehr ganz nüchtern war (den ganzen Tag nie gewesen bin), konnte ich meinen Bierkonsum nur mehr schätzen. Aber ich habe großzügig geschätzt, so das David keinesfalls Verlust gemacht hat. Wäre ja auch was. Mit angemalten Fahnen sind wir dann durch das Dorf Richtung Mehrzweckhalle gezogen um da noch ein wenig weiter zu feiern, aber da war alles dicht. Was war geschehen. Ach ja, Sängerfest. Also ab zu Borchardts in die Scheune. Angekommen, kurz die Leute begrüßt und schon ein Bier aus einem Meter den jemand freundlicherweise bestellt hat in die Hand gedrückt bekommen. So gefällt mir das und das Scheunenfest war echt gelungen. Hätte ich ja vorher nicht so gedacht, aber es war richtig Klasse. Also der Biernachschub riß also nicht ab. Meter um Meter ging über die Theke und ab gings zur Planwagenfahrt. Allerdings ohne mich, denn für mich war kein Platz mehr. Auch egal, da pfeif ich mir lieber mit den anderen ein paar Pils an der Theke rein. Zwischendurch muß ich noch mit Kathrin Schäfer telefoniert haben, weil die am Sonntag Geburtstag hatte (An dieser Stelle noch mal alles Gute nachträglich, liebe Kathrin!). Aber worum das Gespräch ging kann ich nicht mehr sagen. Ich glaube wir sollten noch nach Fuhrbach kommen, denn da war Schützenfest. Nagelt mich jetzt aber nicht fest. Ich muß jetzt eh mal sagen, das es durchaus vorkommen kann, das der chronologische Ablauf ein wenig durcheinander kommen kann. Grobe Schnitzer gibt es nicht, aber so ein paar kleine könnten durchaus vorkommen. Die Planwagenfahrt hat jedenfalls ganz schön lange gedauert. Grund war der Zwischenstop beim Memo, einer Kneipe in der Fußgängerzone in Duderstadt. Nach der Rückkehr sind irgendwie Philip und Köppel nackt durch den Kuhstall von Borchardts gelaufen. Fragt mich nicht wieso und wie es zu den Ereignissen gekommen ist, aber ich weiß es nicht mehr. Lustig war nur das Köppel beim Ausziehen in einen Heuhaufen gefallen ist und Näppchen dachte im ersten Moment es wäre ein Haufen Kuhdung. Das Gesicht war Klasse. Doch auch die Sänger wollen mal Feierabend machen und somit wurde die Party dann kurzer Hand in den Saunakeller von Borchardts verlegt. Ist klar. Alle voll, eine Sauna. So schnell konnte man gar nicht gucken, wie schnell die Sauna aufgeheizt war und Ingo und Philip nackt drinnen saßen. Plötzlich wurde mir ein wenig schwummerig vor den Augen, ich brauchte erstmal ein wenig frische Luft. Ich denke mal es lag daran, das ich zu wenig gegessen habe. Ob ich überhaupt was gegessen habe, vermag ich nicht mehr zu sagen. Doch da sind noch Erinnerungsstücke von zwei Krakauern oder war das letzte Woche? Als ich den Saunaraum verließ, stand David schon nur noch in Unterbuchse da und Köppel hatte auch schon die Hose offen. Also war ja klar, das sie da auch noch reingehen werden. Tja, ich hingegen mußte mich draußen erstmal niederlassen und das war es dann. Das nächste was ich wieder weiß, ist, das mir unwahrscheinlich kalt war, ich ein unangenehmes Drücken im Enddarm hatte und ich nicht in meinem Bett lag. Sondern auf einem Gartenstuhl von Borchardt unter deren Unterstand im Garten. Von den anderen war auch keiner mehr da und es wurde langsam hell. Zwei Möglichkeiten bleiben mir. Jetzt im Laufschritt nach Hause und ins Bett oder hier liegen bleiben und warten bis es hell wird und dann nach Hause gehen, wenn das ganze Dorf in der Kirche ist. Dann war da ja noch die Problemzone im Enddarm. Also ab nach Hause. Es war ein langer und sehr kalter Weg, der zum Ende hin immer länger wurde. Eine wahre Erlösung als ich zu Hause war.

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