Mannschaftsfeier

Für die Leute die in Thüringen oder in Hessen arbeiten bedeutete das Wochenende mal wieder ein langes. Wenn man so spendabel war und den Brückentag genommen hat. Glücklicherweise arbeite ich ja in Thüringen und so hatte ich den Donnerstag, Fronleichnam, eh frei. Den Montag nahm ich mir frei, wegen dem Fußballspiel Ghana gegen Italien und den Freitag nahm ich mir als Brückentag. Und weil ich gerade so gut drauf war, hab eich die ganze Woche frei gemacht. Meinen Chef hats gefreut, denn so konnte ich Urlaubstage wegnehmen, die sich sonst wieder zum Ende des Jahres angehäuft hätten. Und so was sieht die Geschäftsführung gar nicht gerne. Und so eine Woche frei tut ja immer gut. Passenderweise spielte dann am Mittwoch die deutsche Nationalelf gegen Polen. Ein unglaublich spannendes Spiel. Für mich eins der besten Spiele, jedenfalls für den Zuschauer. Zwei Lattentreffer und in der Nachspielzeit dann das Siegtor. Geht’s noch besser? Ich denke nicht!

Freitag war erstmal Jahreshauptversammlung vom Sportverein. Als anständiges Mitglied geht man da natürlich hin. So dachten aber nicht alle und die Veranstaltung war nicht sehr gut besucht. Lief das Bier aber umso besser und man bekam immer rechtzeitig ein neues hingestellt. Nach der Versammlung war aber noch nicht Schluß. Denn man hat ja noch andere Verpflichtungen. Zeitgleich war auch noch eine Elferratsversammlung angesetzt. Also sind Morchel und ich noch in die Mehrzweckhalle getapert. Nun weiß ich nicht ob ich von Glück sprechen kann, aber die Versammlung wurde gerade geschlossen. Was solls, da kann man sich dann gleich noch ein paar Bier rein knattern. Der Prinz nahm dann auch noch Bestellungen für Autofahnen auf. Fortgeschrittener Alkoholpegel und schon hat man so ein Teil bestellt. Dabei weiß ich noch nicht mal, ob die deutsche Flagge an mein Auto passt. Wird schon. Was macht man nun wenn man ein Haufen Männer unter 30 (Außer Schocker :)) in einem Raum hat? Richtig, entweder man holt sich ein paar Oben-ohne-Tänzerinnen oder man fährt nach Gerblingerode. Da war nämlich Schützenfest und im Festzelt war Glashaus on Tour. Naja, man kann ja mal gucken. Leider blieb es nicht mit mal eben nur gucken. Man bezahlte Eintritt und bekam so ein tolles Bändchen um das Handgelenk. Die Bändchen waren aber glaube ich für Äthiopien gemacht. Schocker und mir schnitten sie ganz schön ins Fleisch, dabei bin ich gar nicht so dick am Handgelenk. Ins Knopfloch meiner Jacke wollten die das Bändchen aber auch nicht machen, weil ich ja meine Jacke weggeben könnte. Hä, wer zieht denn freiwillig meine Jacke an? Nun wars egal. Irgendwie haben sie das Bändchen um mein Handgelenk gekriegt und nun benötige ich Bier um mein Blut ein wenig dünner zu machen, damit meine linke Hand weiterhin durchblutet wird. Bezahlt wurde mit den obligatorischen Chips. Also zweimal anstellen. Einmal an der Chips-Kasse und dann noch mal an der Theke. Aber es ging. Die Party war eher schleppend. Schocker und ich ziehen uns an das Ende des Zeltes zurück, was am weitesten vom DJ entfernt war. Die Musik war pervers laut. Ich bin ja nun kein Kind von Traurigkeit, aber das war nicht mehr normal. Unterhaltungen liefen nur ab, indem man sich anschrie und dann verstand man nur alles, wenn man die Kunst des Lippenlesens beherrschte. Für solche Fälle lohnt es sich die Zeichensprache zu beherrschen. Ich glaube so ein Buch lege ich mir bald mal zu. Naja, nach ungefähr vier Bier sind wir dann auch Mischungen umgestiegen. Bedeutete, das die Getränke einen Chip teurer waren, aber man merkte den Alkohol nicht mehr. Man ahnt es schon, das der Aufbruch in die Werkstatt nicht mehr fern lag. Und so kam es dann auch. Ankunft in der Werkstatt und, nein keine Falsche Wodka, sondern zur Abwechselung mal eine Falsche Havana Club. Endlich zu Hause. Zwischendurch habe ich mit Andre getextet, denn der war mit seiner Firma bei dem Fußballspiel Mexico gegen Angola. Aber nicht um noch selbst mitzukommen, sondern um den Biensi in der Werkstatt abzuliefern. Gesagt getan. Biensi stieß dazu und ich mußte mich wenig später schon verabschieden. Ich nutze die Gelegenheit und machte mit Heike und Sabrina die Mücke. Jetzt nicht was hier schon wieder gedacht wird. Ich hatte am nächsten Tag wieder einen Jugendfeuerwehrwettkampf. Diesmal waren es die Stadtwettkämpfe, da gings um das Ansehen in der Stadt.
Mein Aussehen am nächsten Morgen war nicht gerade das Beste, aber damit muß ich halt leben. Genauso wie meine Jugendfeuerwehrleute. Die Wettkämpfe waren in Ebergötzen. Kai Hawai, der den Abend vorher ziemlich dicke war, wenn ich das hier mal so enthüllen darf, hatte vorher zugesagt eine Fuhre Jugendlicher rüber zu fahren, da Schnitzel arbeiten musste. Und was macht der Karpartenkuckuck? Schickt seinen Vater vor, weil er noch im Bett lag. Na warte, das hat ein Nachspiel. Aber Wolfgang konnte ich dann wieder nach Hause schicken,weil Rainer noch ein paar mitgenommen hat. In Ebergötzen angekommen konnte ich mir erstmal Gemecker anhören, weil ich ohne Uniform dort aufgeschlagen bin. Erst wollte ich ja entgegenhalten, das sie froh sein können, das ich überhaupt was an hatte, denn die richtigen Sachen an die richtigen Körperteile zu machen ist gar nicht so einfach, nach einer Tour mit Schocker. Der Wettkampf war aber recht gut. Trotz vorher besprochener Fehler, werden sie mit einer geradezu kunstvollen Hartnäckigkeit wiederholt. Als wenn man vor eine Wand reden würde. Aber es hat immer noch für den 2. Platz gereicht. Haha. Wettkampf vorbei, ab gings zum Sportplatz einen Pool füllen. Wir hatten nämlich Mannschaftsfeier und da stellt man seine Fähigkeiten als Feuerwehrmann gerne mal zur Verfügung. Nämlich dicke Schläuche in große Becken halten. Oh Gott, war der schlecht. Am Besten gleich wieder vergessen. Die Siegerehrung war natürlich zeitgleich mit dem Beginn der Mannschaftsfeier. Der Dienst geht nun mal vor und so bin ich dann erstmal mit einer Stunde Verspätung zur Feier gekommen. Erster Gang, nach der Begrüßung, war die Kühltruhe. Stopper meinte, es waren nicht mal zwei Minuten von meiner Ankunft bis zum Aufreißen des Falsche Becks. Übung macht den Meister. Eigentlich war ich ja noch zur Geburtstagsparty von Bemi eingeladen, aber leider stand die Mannschaftsfeier schon vorher fest und man kann leidern ur auf einer Hochzeit tanzen. Auch wenn ich mir manchmal was anderes wünschen würde. Sorry Bemi, ich hoffe Du bist nicht böse. Nachdem ich mich dann mit Steak und unglaublich leckeren Nudelsalat gestärkt hatte, konnte ich mich weiterhin mit Bier verwöhnen. Becks, eisgekühlt eine wahre Wohltat. Gut, ich würde es auch als Fleischbrühe trinken, denn selbst da schmeckt es noch besser als manch anderes Bier eisgekühlt. Das ganze Bier, die warmen Temperaturen, eine gefüllter Pool und ein Folien-Wasserrutsche. Dazu gebe man angetrunkene Männer. Es dauerte also nicht lange bis die ersten Hüllen fielen und ich kann mit ziemlicher Sicherheit sagen, das Ingo der erste war der den Sprung in den Pool wagte. Halt, da fehlt doch was in der Zeitfolge. Klar, das Elfmeterschießen. Alle auf den Sportplatz und wer drei Dinger kassiert ist draußen. Jetzt ratet mal, wie lange ich im Tor stand! So schnell wie mir Carsten die drei Tore reingejagt hat, konnte ich gar nicht gucken. Egal, hauptsache ich war draußen konnte einen Schnaps trinken und weiter mich dem Becks widmen. Dann holte Philip noch einen Golfschläger raus und wer wollte konnte noch ein paar Bälle schlagen. Aus dem Stand klappte das bei mir nicht so gut. Was ein wenig daran lag, das ich von der falschen Seite abschlug. Vom Eishockey bin ich es halt gewohnt, die linke Hand unten am Schläger zu haben. Als ich dann natürlich ein wenig Anlauf genommen hatte klappte es auch so ganz gut. Happy Gilmore lässt grüßen. Aber wir waren ja beim Pool stehen geblieben. Nachdem dann Ingo sich ins kühle Naß begeben hatte. Ließen andere nocht auf sich warten. Glöckner, Stopper, Philip, Köppel um nur ein paar zu nennen. Später nahm ich dann den Platz am Laptop ein um ein schmissige Songs einzuspielen. Wie es denn nun mal so ist, sinkt der Musikgeschmack mit zunehmenden Alkoholpegel in Niveaulose ab. In undefinierbaren Abgründen meiner Festplatte fand ich dann Songs von den Kassierern. Die wurden dann erstmal aufgelegt. Sehr zur Erheiterung von David. Ein paar sparsame Gesichter muß man dann bei solcher Musik schon in Kauf nehmen. Näppchen sah nicht so aus, als wenn sie die Musik sehr gut fand. Der Gesichtsausdruck sagte so was wie komplettes Unverständnis aus. Aber durchaus verständlich wenn man die Kassierer zum ersten mal hört. Für jungfräuliche Ohren ist das so, als würde man als erstes alkoholisches Getränk einen doppelten Manhattan trinken. Halt wie ein Schlag ins Gesicht. Jede Party geht mal zu Ende, aber nicht für Matze und mich. So nach und nach machten sich alle aus dem Staub, doch Matze und ich machten Party bis wir nicht mehr stehen konnten. Ob es jetzt an dem wilden Geschreie oder dem vielen Alkohol lag, kann ich nicht mehr sagen. Als wir dann los wollten, probierte ich mir noch eine Mischung zu machen, die aber irgendwie in die Hose ging. Sehr stark, was mich aber nicht dazu veranlasste sie wegzuschütten. Schließlich war da Bacardi drin.

Nach dem Aufwachen, gings erstmal zum Aufräumen. Irgendwie war ich froh, als Ingo auf die Frage ob wir uns um 1000 Uhr zum Aufräumen treffen wollten, antwortete, das es um 1100 Uhr besser wäre. Um 1100 Uhr also runter zum Sportplatz und zu meiner großen Überraschung war der Morchel schon da. Warum? Er hat sich nämlich schön im Sporthaus einschließen lassen und kam erst raus als ihn Manni um 0730 Uhr aus seinem Gefängnis befreite. Titte Rust schreibt ihm jetzt erstmal eine Rechnung für die Übernachtung im Sporthaus. :) Der Rest des Sonntag gehörte der Familie. Vater hatte Geburtstag und da sollte ich später noch grillen. Hat auch was Feines.

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