Das Sängerfest

28/06/2006

Freitag, das Wochenende steht vor der Tür und es lag nichts an. So geht das aber nicht. Bis zum späten Nachmittag sah es so aus, als würde tatsächlich nichts anliegen für den Abend. Mal überlegen, was lag den für den Samstag an? Erst bei Friede helfen und dann zum Fußballturnier nach Gerblingerode. Würde ja an sich passen. Dann wäre ich nicht so fertig am nächsten morgen. Bis dann der Biensi kam und fragte ob ich heute abend mit zum Sportplatz kommen würde, da da eine große Party wäre. Er hätte keinen Bock zu Hause zu bleiben. Alles klar, die magischen Wörter wurden gesagt und ich bin dabei. Vorher haben wir uns dann einfachheitshalber ins Feuerwehrhaus gesetzt und ein paar getrunken. Mein Deckel zählte nachher dann doch ein paar Hefe und ein paar Bier. Die genau Zahl will und kann ich hier nicht sagen. Solche Deckel werden mir nochmal zum Verhängnis. Nun gut, gegen 0000 Uhr machten wir uns dann auf den Weg zum Sportplatz. Wenn ich mich jetzt ins Bett gelegt hätte und um 0800 Uhr aufgestanden wäre, was ich auch bin, dann hätte ich erholsame ach Stunden Schlaf gehabt. Der Countdown läuft und die Uhr tickt rückwärts. Allerdings wusste ich zu dem Zeitpunkt noch nicht, das ich um 0800 Uhr aufstehen werde. Die Blumenau war voll geparkt. Es gab kaum ein durchkommen und überall strukelten betrunkene Schüler rum. Wie sich herausstellte fand eine Stufenparty statt. Klasse, da haben Marco und ich wenigstens Überblick. Am Sportplatz angekommen wurde dann der Alkoholpegel der durch den unglaublichen langen 8 Minutenmarsch vom Feuerwehrhaus zum Sporthaus durch Becks ausgeglichen. Man konnte ja nicht riskieren, das man schlagartig nüchtern wird. Das anwesende Klientel war allerdings von der jüngeren Sorte. Dürfte ja an sich auch einleuchtend sein, da es ja eine Stufenfete war. Kurz nach der Ankunft traf ich Hüfte die aber zum Schützenfest nach Nesselröden wollte, weil sie kaum jemanden kannte. Spalter. Da war aber nicht besonders viel mehr los. Wie ich dann so gehört habe. Tja und dann kam der schicksalhafte Zusammenstoß mit Porno-Patrick. Der freute sich wie doof, als er uns sah und holte erstmal eine Mischung mit Jägermeister-Cola ran. Würg! Wer denkt sich denn bitte solche perversen Mixgetränke aus. Ab da verlor ich die Kontrolle. Das Bier hatte eine ordentliche Passage für die ganzen Mixgetränke geschaffen. Es lief alles rein. Wodka-RedBull, Bacardi-Cola, unglücklicherweise noch ein paar Jägermeister-Cola und was weiß ich nicht alles. Die Verrückten von der Leistungsspangengruppe waren auch da und haben ein Foto von mir ins Internet gestellt. Ich verrate aber nicht wohin, denn sonst ernte ich wieder Spott und Hohn. Wie man mir erzählt, bin ich dann irgendwann mit Porno zusammen abgehauen. Uhrzeit bleibt mir bis heute unbekannt.

Vielleicht auch besser so, denn meine Mutter weckte mich um 0806 Uhr. Wenn ich jetzt noch gewusst hätte wann ich nach Hause gegangen bin hätte ich ja vielleicht noch die Möglichkeit gehabt müde zu sein. So aber weiß ich es nicht mehr und kann meinem Körper vormachen ich wäre recht früh ins Bett gegangen und bin total fit. Aber ich muß da noch ein wenig an der Feinjustierung stimmen, denn das total fit hielt nur bis zum Zähneputzen. Dann gings mir wieder Scheiße. Wie sagte aber eine weise Frau: „Hilft ja nix…“. Also ging es ab zu Friede und ein wenig auf dem Bau buckeln. Als er mich sah ahnte er nichts Gutes und als er meine Fackel roch wurden seine Vermutungen bestätigt. Meine erste Aktion war Bretter zurecht sägen. Das ging prima. Dann sollte ich aufs Dach. War mir nicht ganz so recht, aber ich habe es probiert. Und es ging besser als ich dachte. Ich brauche jetzt nicht zu erwähnen, das es mir nicht im geringsten besser ging, seit 0806 Uhr. Aber was macht man nicht alles, für seine Freunde. Und so ein Sturz vom Dach ist ja nicht besonders schlimm. Auf dem Dach sollte ich dann Ziegel anreichen, was auch prima geklappt hat. Dann sollten Ziegel zugeschnitten werden. Also ab aufs Gerüst und die große Flex in der Hand. Habe ich schon erwähnt, das ich den Tag vorher ziemlich voll war? Ich glaube nicht. Aber das flexen ging ohne Verlust von Körperteilen von der Bühne. Zweimal kurz abgerutscht, einmal in die Bohle auf der ich sägte und einmal ins Gerüstgestänge, und alle Ziegel waren so wie sie sein sollten. Dann musste ich auch schon wieder los zum Fußballturnier nach Gerblingerode. Kurz zu Hause abgekärchert und meine Mutter hat mich dann rüber gefahren. Habe ich gesagt das ich als Belohnung für die tolle Arbeit bei Friede noch schnell ein fünf Minuten Bier gekippt habe? Egal. In Gerblingerode angekommen, war das erste Spiel gelaufen. Ach ja, wir sind mit dem Haribo-Club angetreten. Da wir voraussichtlich schwach besetzt waren wollten wir uns auf den Meterpokal konzentrieren. Jetzt wird meine Sprache gesprochen. Aber wir hatten uns Verstärkung in Form von Fasel und Anselm geholt. Also wieder nichts mit dem Meterpokal. Dafür gabs nette junge Damen in melonenfarbenen Oberteilen (Die Farbe gibt auch Hinweise auf die Form) und einen Einzug ins Halbfinale. Ich bemühte mich wirklich um den Meterpokal, aber so ganz konnte ich gegen andere Mannschaften nicht antreten. Die anderen halfen zwar auch mit, aber wir hätten alle noch ein paar Kohlen nachlegen müssen. Da an dem Tag auch Deutschland gegen Polen gespielt hatte, mußten die Organisatoren mit der Siegerehrung beeilen. Felkl und ich waren dann die letzten die noch da geblieben sind und haben dann noch Köppel und Ingo mitgenommen. Die Zeit drückte mal wieder, da das Spiel ja um 1700 Uhr war und wir sind gegen 1615 Uhr in Gerblingerode Weg. Die Stadt war wieder im Fußballfieber. Überall deutsche Fahnen und Verrückte. Wir konnten nur gewinnen. Bei David gabs es auch wieder leckeres kaltes Bier, allerdings sollte er sich ein größeres Kühlfach zulegen. :) Das Spiel war grandios und wie nicht anders zu erwarten, haben wir gewonnen. Tja, dann kam das abrechnen. Da ich nicht mehr ganz nüchtern war (den ganzen Tag nie gewesen bin), konnte ich meinen Bierkonsum nur mehr schätzen. Aber ich habe großzügig geschätzt, so das David keinesfalls Verlust gemacht hat. Wäre ja auch was. Mit angemalten Fahnen sind wir dann durch das Dorf Richtung Mehrzweckhalle gezogen um da noch ein wenig weiter zu feiern, aber da war alles dicht. Was war geschehen. Ach ja, Sängerfest. Also ab zu Borchardts in die Scheune. Angekommen, kurz die Leute begrüßt und schon ein Bier aus einem Meter den jemand freundlicherweise bestellt hat in die Hand gedrückt bekommen. So gefällt mir das und das Scheunenfest war echt gelungen. Hätte ich ja vorher nicht so gedacht, aber es war richtig Klasse. Also der Biernachschub riß also nicht ab. Meter um Meter ging über die Theke und ab gings zur Planwagenfahrt. Allerdings ohne mich, denn für mich war kein Platz mehr. Auch egal, da pfeif ich mir lieber mit den anderen ein paar Pils an der Theke rein. Zwischendurch muß ich noch mit Kathrin Schäfer telefoniert haben, weil die am Sonntag Geburtstag hatte (An dieser Stelle noch mal alles Gute nachträglich, liebe Kathrin!). Aber worum das Gespräch ging kann ich nicht mehr sagen. Ich glaube wir sollten noch nach Fuhrbach kommen, denn da war Schützenfest. Nagelt mich jetzt aber nicht fest. Ich muß jetzt eh mal sagen, das es durchaus vorkommen kann, das der chronologische Ablauf ein wenig durcheinander kommen kann. Grobe Schnitzer gibt es nicht, aber so ein paar kleine könnten durchaus vorkommen. Die Planwagenfahrt hat jedenfalls ganz schön lange gedauert. Grund war der Zwischenstop beim Memo, einer Kneipe in der Fußgängerzone in Duderstadt. Nach der Rückkehr sind irgendwie Philip und Köppel nackt durch den Kuhstall von Borchardts gelaufen. Fragt mich nicht wieso und wie es zu den Ereignissen gekommen ist, aber ich weiß es nicht mehr. Lustig war nur das Köppel beim Ausziehen in einen Heuhaufen gefallen ist und Näppchen dachte im ersten Moment es wäre ein Haufen Kuhdung. Das Gesicht war Klasse. Doch auch die Sänger wollen mal Feierabend machen und somit wurde die Party dann kurzer Hand in den Saunakeller von Borchardts verlegt. Ist klar. Alle voll, eine Sauna. So schnell konnte man gar nicht gucken, wie schnell die Sauna aufgeheizt war und Ingo und Philip nackt drinnen saßen. Plötzlich wurde mir ein wenig schwummerig vor den Augen, ich brauchte erstmal ein wenig frische Luft. Ich denke mal es lag daran, das ich zu wenig gegessen habe. Ob ich überhaupt was gegessen habe, vermag ich nicht mehr zu sagen. Doch da sind noch Erinnerungsstücke von zwei Krakauern oder war das letzte Woche? Als ich den Saunaraum verließ, stand David schon nur noch in Unterbuchse da und Köppel hatte auch schon die Hose offen. Also war ja klar, das sie da auch noch reingehen werden. Tja, ich hingegen mußte mich draußen erstmal niederlassen und das war es dann. Das nächste was ich wieder weiß, ist, das mir unwahrscheinlich kalt war, ich ein unangenehmes Drücken im Enddarm hatte und ich nicht in meinem Bett lag. Sondern auf einem Gartenstuhl von Borchardt unter deren Unterstand im Garten. Von den anderen war auch keiner mehr da und es wurde langsam hell. Zwei Möglichkeiten bleiben mir. Jetzt im Laufschritt nach Hause und ins Bett oder hier liegen bleiben und warten bis es hell wird und dann nach Hause gehen, wenn das ganze Dorf in der Kirche ist. Dann war da ja noch die Problemzone im Enddarm. Also ab nach Hause. Es war ein langer und sehr kalter Weg, der zum Ende hin immer länger wurde. Eine wahre Erlösung als ich zu Hause war.


Mannschaftsfeier

27/06/2006

Für die Leute die in Thüringen oder in Hessen arbeiten bedeutete das Wochenende mal wieder ein langes. Wenn man so spendabel war und den Brückentag genommen hat. Glücklicherweise arbeite ich ja in Thüringen und so hatte ich den Donnerstag, Fronleichnam, eh frei. Den Montag nahm ich mir frei, wegen dem Fußballspiel Ghana gegen Italien und den Freitag nahm ich mir als Brückentag. Und weil ich gerade so gut drauf war, hab eich die ganze Woche frei gemacht. Meinen Chef hats gefreut, denn so konnte ich Urlaubstage wegnehmen, die sich sonst wieder zum Ende des Jahres angehäuft hätten. Und so was sieht die Geschäftsführung gar nicht gerne. Und so eine Woche frei tut ja immer gut. Passenderweise spielte dann am Mittwoch die deutsche Nationalelf gegen Polen. Ein unglaublich spannendes Spiel. Für mich eins der besten Spiele, jedenfalls für den Zuschauer. Zwei Lattentreffer und in der Nachspielzeit dann das Siegtor. Geht’s noch besser? Ich denke nicht!

Freitag war erstmal Jahreshauptversammlung vom Sportverein. Als anständiges Mitglied geht man da natürlich hin. So dachten aber nicht alle und die Veranstaltung war nicht sehr gut besucht. Lief das Bier aber umso besser und man bekam immer rechtzeitig ein neues hingestellt. Nach der Versammlung war aber noch nicht Schluß. Denn man hat ja noch andere Verpflichtungen. Zeitgleich war auch noch eine Elferratsversammlung angesetzt. Also sind Morchel und ich noch in die Mehrzweckhalle getapert. Nun weiß ich nicht ob ich von Glück sprechen kann, aber die Versammlung wurde gerade geschlossen. Was solls, da kann man sich dann gleich noch ein paar Bier rein knattern. Der Prinz nahm dann auch noch Bestellungen für Autofahnen auf. Fortgeschrittener Alkoholpegel und schon hat man so ein Teil bestellt. Dabei weiß ich noch nicht mal, ob die deutsche Flagge an mein Auto passt. Wird schon. Was macht man nun wenn man ein Haufen Männer unter 30 (Außer Schocker :)) in einem Raum hat? Richtig, entweder man holt sich ein paar Oben-ohne-Tänzerinnen oder man fährt nach Gerblingerode. Da war nämlich Schützenfest und im Festzelt war Glashaus on Tour. Naja, man kann ja mal gucken. Leider blieb es nicht mit mal eben nur gucken. Man bezahlte Eintritt und bekam so ein tolles Bändchen um das Handgelenk. Die Bändchen waren aber glaube ich für Äthiopien gemacht. Schocker und mir schnitten sie ganz schön ins Fleisch, dabei bin ich gar nicht so dick am Handgelenk. Ins Knopfloch meiner Jacke wollten die das Bändchen aber auch nicht machen, weil ich ja meine Jacke weggeben könnte. Hä, wer zieht denn freiwillig meine Jacke an? Nun wars egal. Irgendwie haben sie das Bändchen um mein Handgelenk gekriegt und nun benötige ich Bier um mein Blut ein wenig dünner zu machen, damit meine linke Hand weiterhin durchblutet wird. Bezahlt wurde mit den obligatorischen Chips. Also zweimal anstellen. Einmal an der Chips-Kasse und dann noch mal an der Theke. Aber es ging. Die Party war eher schleppend. Schocker und ich ziehen uns an das Ende des Zeltes zurück, was am weitesten vom DJ entfernt war. Die Musik war pervers laut. Ich bin ja nun kein Kind von Traurigkeit, aber das war nicht mehr normal. Unterhaltungen liefen nur ab, indem man sich anschrie und dann verstand man nur alles, wenn man die Kunst des Lippenlesens beherrschte. Für solche Fälle lohnt es sich die Zeichensprache zu beherrschen. Ich glaube so ein Buch lege ich mir bald mal zu. Naja, nach ungefähr vier Bier sind wir dann auch Mischungen umgestiegen. Bedeutete, das die Getränke einen Chip teurer waren, aber man merkte den Alkohol nicht mehr. Man ahnt es schon, das der Aufbruch in die Werkstatt nicht mehr fern lag. Und so kam es dann auch. Ankunft in der Werkstatt und, nein keine Falsche Wodka, sondern zur Abwechselung mal eine Falsche Havana Club. Endlich zu Hause. Zwischendurch habe ich mit Andre getextet, denn der war mit seiner Firma bei dem Fußballspiel Mexico gegen Angola. Aber nicht um noch selbst mitzukommen, sondern um den Biensi in der Werkstatt abzuliefern. Gesagt getan. Biensi stieß dazu und ich mußte mich wenig später schon verabschieden. Ich nutze die Gelegenheit und machte mit Heike und Sabrina die Mücke. Jetzt nicht was hier schon wieder gedacht wird. Ich hatte am nächsten Tag wieder einen Jugendfeuerwehrwettkampf. Diesmal waren es die Stadtwettkämpfe, da gings um das Ansehen in der Stadt.
Mein Aussehen am nächsten Morgen war nicht gerade das Beste, aber damit muß ich halt leben. Genauso wie meine Jugendfeuerwehrleute. Die Wettkämpfe waren in Ebergötzen. Kai Hawai, der den Abend vorher ziemlich dicke war, wenn ich das hier mal so enthüllen darf, hatte vorher zugesagt eine Fuhre Jugendlicher rüber zu fahren, da Schnitzel arbeiten musste. Und was macht der Karpartenkuckuck? Schickt seinen Vater vor, weil er noch im Bett lag. Na warte, das hat ein Nachspiel. Aber Wolfgang konnte ich dann wieder nach Hause schicken,weil Rainer noch ein paar mitgenommen hat. In Ebergötzen angekommen konnte ich mir erstmal Gemecker anhören, weil ich ohne Uniform dort aufgeschlagen bin. Erst wollte ich ja entgegenhalten, das sie froh sein können, das ich überhaupt was an hatte, denn die richtigen Sachen an die richtigen Körperteile zu machen ist gar nicht so einfach, nach einer Tour mit Schocker. Der Wettkampf war aber recht gut. Trotz vorher besprochener Fehler, werden sie mit einer geradezu kunstvollen Hartnäckigkeit wiederholt. Als wenn man vor eine Wand reden würde. Aber es hat immer noch für den 2. Platz gereicht. Haha. Wettkampf vorbei, ab gings zum Sportplatz einen Pool füllen. Wir hatten nämlich Mannschaftsfeier und da stellt man seine Fähigkeiten als Feuerwehrmann gerne mal zur Verfügung. Nämlich dicke Schläuche in große Becken halten. Oh Gott, war der schlecht. Am Besten gleich wieder vergessen. Die Siegerehrung war natürlich zeitgleich mit dem Beginn der Mannschaftsfeier. Der Dienst geht nun mal vor und so bin ich dann erstmal mit einer Stunde Verspätung zur Feier gekommen. Erster Gang, nach der Begrüßung, war die Kühltruhe. Stopper meinte, es waren nicht mal zwei Minuten von meiner Ankunft bis zum Aufreißen des Falsche Becks. Übung macht den Meister. Eigentlich war ich ja noch zur Geburtstagsparty von Bemi eingeladen, aber leider stand die Mannschaftsfeier schon vorher fest und man kann leidern ur auf einer Hochzeit tanzen. Auch wenn ich mir manchmal was anderes wünschen würde. Sorry Bemi, ich hoffe Du bist nicht böse. Nachdem ich mich dann mit Steak und unglaublich leckeren Nudelsalat gestärkt hatte, konnte ich mich weiterhin mit Bier verwöhnen. Becks, eisgekühlt eine wahre Wohltat. Gut, ich würde es auch als Fleischbrühe trinken, denn selbst da schmeckt es noch besser als manch anderes Bier eisgekühlt. Das ganze Bier, die warmen Temperaturen, eine gefüllter Pool und ein Folien-Wasserrutsche. Dazu gebe man angetrunkene Männer. Es dauerte also nicht lange bis die ersten Hüllen fielen und ich kann mit ziemlicher Sicherheit sagen, das Ingo der erste war der den Sprung in den Pool wagte. Halt, da fehlt doch was in der Zeitfolge. Klar, das Elfmeterschießen. Alle auf den Sportplatz und wer drei Dinger kassiert ist draußen. Jetzt ratet mal, wie lange ich im Tor stand! So schnell wie mir Carsten die drei Tore reingejagt hat, konnte ich gar nicht gucken. Egal, hauptsache ich war draußen konnte einen Schnaps trinken und weiter mich dem Becks widmen. Dann holte Philip noch einen Golfschläger raus und wer wollte konnte noch ein paar Bälle schlagen. Aus dem Stand klappte das bei mir nicht so gut. Was ein wenig daran lag, das ich von der falschen Seite abschlug. Vom Eishockey bin ich es halt gewohnt, die linke Hand unten am Schläger zu haben. Als ich dann natürlich ein wenig Anlauf genommen hatte klappte es auch so ganz gut. Happy Gilmore lässt grüßen. Aber wir waren ja beim Pool stehen geblieben. Nachdem dann Ingo sich ins kühle Naß begeben hatte. Ließen andere nocht auf sich warten. Glöckner, Stopper, Philip, Köppel um nur ein paar zu nennen. Später nahm ich dann den Platz am Laptop ein um ein schmissige Songs einzuspielen. Wie es denn nun mal so ist, sinkt der Musikgeschmack mit zunehmenden Alkoholpegel in Niveaulose ab. In undefinierbaren Abgründen meiner Festplatte fand ich dann Songs von den Kassierern. Die wurden dann erstmal aufgelegt. Sehr zur Erheiterung von David. Ein paar sparsame Gesichter muß man dann bei solcher Musik schon in Kauf nehmen. Näppchen sah nicht so aus, als wenn sie die Musik sehr gut fand. Der Gesichtsausdruck sagte so was wie komplettes Unverständnis aus. Aber durchaus verständlich wenn man die Kassierer zum ersten mal hört. Für jungfräuliche Ohren ist das so, als würde man als erstes alkoholisches Getränk einen doppelten Manhattan trinken. Halt wie ein Schlag ins Gesicht. Jede Party geht mal zu Ende, aber nicht für Matze und mich. So nach und nach machten sich alle aus dem Staub, doch Matze und ich machten Party bis wir nicht mehr stehen konnten. Ob es jetzt an dem wilden Geschreie oder dem vielen Alkohol lag, kann ich nicht mehr sagen. Als wir dann los wollten, probierte ich mir noch eine Mischung zu machen, die aber irgendwie in die Hose ging. Sehr stark, was mich aber nicht dazu veranlasste sie wegzuschütten. Schließlich war da Bacardi drin.

Nach dem Aufwachen, gings erstmal zum Aufräumen. Irgendwie war ich froh, als Ingo auf die Frage ob wir uns um 1000 Uhr zum Aufräumen treffen wollten, antwortete, das es um 1100 Uhr besser wäre. Um 1100 Uhr also runter zum Sportplatz und zu meiner großen Überraschung war der Morchel schon da. Warum? Er hat sich nämlich schön im Sporthaus einschließen lassen und kam erst raus als ihn Manni um 0730 Uhr aus seinem Gefängnis befreite. Titte Rust schreibt ihm jetzt erstmal eine Rechnung für die Übernachtung im Sporthaus. :) Der Rest des Sonntag gehörte der Familie. Vater hatte Geburtstag und da sollte ich später noch grillen. Hat auch was Feines.


Italien gg. Ghana

27/06/2006

Dank Christian gehöre ich zu den glücklichen Menschen, die ein WM-Spiel live im Stadion sehen dürfen. Christian hatte sich in der ersten Runde beworben und Davids, Franks und meine Daten mit angegeben. Wir wussten zwar nicht welches Spiel wir sehen werden, da die Auslosung noch lange nicht war, aber wir waren dabei. Die Auslosung ergab, daß wir Italien gegen Ghana sehen konnte. Eine gar nicht so schlechte Paarung. Die Anfahrt war wirklich sehr problemfrei. Wir parkten auf dem Expo-Parkplatz (nicht Ost) und nahmen dann die S-Bahn bis zum Stadion. Aus der S-Bahn raus und gleich in die Fan-Gemeinde. In einem Meer aus italienischen Fans gings dann zum Stadion. Natürlich waren auch ein paar ghanesische Fans dabei, aber die waren eher spärlich gesäht. Nun gut, die Anreise aus Ghana ist ja nur ungemein länger. Trotzdem Respekt den Ghanesen gegenüber, die den weiten Weg nach Deutschland gewagt haben, nur um ihre Mannschaft spielen zu sehen. Am Stadion selber war alles unproblematisch. Man wurde kurz abgetastete und schon war man drinnen. Was mich jetzt ein wenig wundert ist der ganze Aufwand, der um die ganzen Personalien getrieben wurde. Kein Schwanz wollte meinen Ausweis sehen, geschweige denn die Daten auf Ausweis und Karte vergleichen. Naja, irgendwo müssen die ganzen Verwaltungsgelder ja hinfließen. Wir hatten einen Platz hinter dem Tor. Erste Halbzeit, hinter dem italienischen Tor und die zweite dann hinter dem ghanesischen Tor. Als ich das Stadion betrat war der Anblick überwältigend. Das große Stadion die vielen Menschen, alle für ihre Mannschaft unterwegs. Das war schon Gänsehaut pur. Unsere Sitzreihe war dann ganz hinten. Und das war wirklich die letzte Reihe, weiter gings nicht. Trotzdem konnten wir astrein sehen. Ein Kompliment an die Architekten des Stadions. Nun blieb noch die Überraschung mit dem Sitzpartner. Felkl hatte Glück, hübsche Dame zur Rechten. Naja, dann konnte ich mir schon ausmalen, wenn ich bekomme. Vielleicht eine rassige Italienerin. Nicht ganz. Mein Sitznachbar war etwas stämmiger Natur und keine Frau. Egal, die 90 Minuten halte ich schon aus. Kurz vor der Halbzeit geht dann David los und holt überteuerte Getränke. Ich war so wagemutig und bestellte ein Bier. Naja, kurz vor der Halbzeit schossen die Italiener den Führungstreffer. David stand in der Schlange ganz hinten und konnte das Tor gut sehen. Die anderen nicht und liefen aus der Schlange. Gut für David. Tja, das Bier war eher kein Bier. Ich trank einen Schluck und vermisste was: Den Geschmack. Es schmeckte astrein nach Wasser. Aber es erinnerte mich an meinen Urlaub in Amerika im letzten Jahr, die haben nämlich auch hauptsächlich Wasserbier. Schrecklich. Das Spiel endete dann 2:0. Schade, ich hätte den Sieg den Ghanesen gewünscht, aber die Leistung die sie vorm Tor gebracht haben war einfach nicht ausreichend. Und Ecken konnten sie schießen, das war sensationell. Die Rückfahrt ging auch sehr unproblematisch von der Bühne. Da gehört schon einiges an Logistik zu. Und ich finde das hat sehr gut geklappt. Wenn ich mir jetzt recht überlege, das die nächste WM wieder in ca. 20 Jahren in Deutschland ist, dann kann ich da dann wohl meine Kinder hinschicken.


Nationalstolz

27/06/2006

Au Au Au. Was soll uns diese Überschrift sagen? Ganz einfach. Diese ganze Pro-Deutschland-Einstellung, die zur Zeit in Deutschland herrscht tut richtig gut. Überall sieht man deutsche Fahnen wehen. Jeder ist stolz auf sein Land und zeigt es auch. Alles Dank der Fußball-WM. Ich will jetzt nicht sagen, das so was früher gar nicht möglich wäre, aber so war es. Wenn man in der Prä-WM-Zeit eine Deutschlandfahne aufgehängt hat oder nur mal angedeutet hat, das man stolz ist ein Deutscher zu sein, wurdeman gleich schief angeguckt und schon wurde man in die rechte Ecke verfrachtet. Aber was ist falsch daran stolz auf sein Land zu sein. Meiner Meinung nach gar nichts. Gut, wir Deutschen haben es in diesem Punkt ein wenig schwer, weil wir eine sehr beschissene Vergangenheit haben. Ein verhaltensgestörter Mensch (die Nationalität ist ja egal, da er zur gleichen Gattung wie wir alle gehört) führte das deutsche Volk damals in den 2. Weltkrieg und verbrach den Völkermord an den Juden (Wobei Völkermord ja auch der falsche Ausdruck ist, denn das Judentum ist eine Religion und kein Volk, aber darum geht es ja nicht.). Dies ganze ist nun 60 Jahre her und wir sollten langsam dazu übergehen wieder Nationalstolz zu bekommen. Vergessen darf man das, was passiert ist keinesfalls. Dafür gibt es die Schule, die unsere Kinder aufklären muß und Dokumentationen, die man sich durchaus angucken sollte.

Aber ich bin dafür, das man wieder Nationalstolz leben sollte. Wir können stolz darauf sein, das wir nach dem 2. Weltkrieg wieder zu einer Wirtschaftsmacht geworden sind. Wir können stolz darauf sein, das unser Land vielen anderen Ländern in der Not hilft. Nur weil ich mich zu den deutschen Farben bekenne, heißt das noch lange nicht, das ich ein rechtsextremer Nationalist bin. Nein, denn diese Hohlköpfe schwingen bei ihren hirnlosen Verkündigungen ganz andere Fahnen. Da sieht man kaum eine schwarz-rot-goldene Flagge.
Ich hoffe das die Stimmung noch ein wenig länger andauert, auch wenn die WM vorbei ist und wir nicht Weltmeister werden.

Abschließend möchte ich alle auffordern, gegen den rechten Abschaum zu kämpfen. Gebt diesen Vollidioten keinen Platz in Deutschland. Sie sind der Grund warum man komisch angeguckt wird, wenn man sich positiv über Deutschland äußert. Ich für meinen Teil bin stolz ein Deutscher zu sein, ohne aus dem rechten Lager zu kommen!


Die WM geht los!

27/06/2006

Die FIFA WM fängt endlich. Wochenlang wurden wir darauf vorbereitet. Fußballer und deren Fans aus allen Enden der Welt kommen nach Deutschland um hier um die Krone des Fußballs zu spielen. Motto in Deutschland: Die Welt zu Gast bei Freunden. Na, dann sollen sie mal kommen. Hauptsache wir werden am Ende Weltmeister.

Freitag war Anstoß. Deutschland gegen Costa Rica. Ha, ein kleiner Stein auf dem Weg zur Herrschaft ähhh über das Fußballvolk natürlich. Wir saßen bei David und Ellen im Gartenhaus. Der Krombacher Club hatte zwar eine große Leinwand mit Beamer aufgestellt, aber bei David hatten wir das schon viel länger geplant und deswegen haben wir dort geguckt. Außerdem waren wir ein netter Kreis und man konnte sich grillen was man wollte. Also Fleisch. Ich konnte auch noch halbwegs pünktlich Feierabend machen und habe dann noch den Köppel aus der Stadt abgeholt. Die Zeit drückte und die Straßen waren gut voll, denn gleich war ja Anstoß. Ich habe also den Köppel bei David abgeliefert und wollte gerade meinen Schlitten nach Hause bringen da rief die Steini an und fragte ob ich sie noch abholen könnte und nochmal zur Tanke. Hrgrmpf. Klar, noch war Zeit. Also ab zu Steini die vorausdenkend schon an der Straße stand. Eingeladen und ab gings zur Tanke, da mußte sie für sich und Jens noch Getränke kaufen. Von der Tanke mit juckenden reifen ab wieder zu David. Steini aus dem Auto geschmissen und die Kiste nach Hause gebracht. Im  Laufschritt zurück zu David und vor der Nationalhymne noch die erste Falsche Bier geöffnet. So, jetzt kann die WM beginnen. Während des Spiels wurden dann ordentlich Bier und Steaks vernichtete. Wieviele kann ich hier gar nicht mehr sagen, aber irgendwie hatte ich zum Schluß glaube ich 12 Striche auf meinem Deckel und das war nur Bier. Deutschland hat dann überragend mit 4:2 gewonnen. Allerdings waren meine Gedanken nach dem 3:1 schon bei der weiteren Planung des Abends. Was macht man mit einem angebrochenen Abend. Logisch, man schnappt sich den Felkl und den Morchel und geht noch in die Werkstatt und hat sich ordentlich Wodka Red Bull rein. So geschehen. Vorher gingen aber noch ein paar Pils den Rachen runter und außerdem mußte ich ja mit Jens noch Vorlieben zu nicht mehr ganz so aktuellen Serien diskutieren. Buffy (Buffy selber), Angel (Cordelia) und Dark Angel (Scheiß Serie, aber Jessica Alba!!!!). Durch diese ganze Diskutiererei kamen dann wohl auch die ganzen Striche auf meinen Deckel. Verdammt, weniger Reden und mehr auf das Trinken konzentrieren, aber dann währen es am Ende wohl über 20 geworden. Wie man es macht ist es verkehrt. Tja, irgendwann zieht es einen dann in die Werkstatt. Dort angekommen kam das unvermeidliche. Die Falsche Wodka stand auf dem Tisch und daneben saßen dann Morchel und Felkl. Was solls, rein mit dem Zeug. Ich kann mich auch noch ganz dunkel daran erinnern, das Philip Walter und Schocker auch da waren. Tja, wenn die dann da waren, haben wir mit ziemlicher Sicherheit noch ein paar Flaschen Wodka mehr getrunken. Aber ich durfte ja auch nicht so lange wegbleiben, da ich am nächsten Tag zum Jugendfeuerwehrwettkampf mußte. Um 1000 Uhr war Treffen. Hört sich jetzt nicht gerade spät an, aber wenn man erst um 0600  Uhr nach Hause kommt ist das sehr früh. Wann ich dann den Heimweg angetreten habe, wurde aus meinem Gedächtnis gelöscht. Ob es Selbstschutz war, kann ich jetzt nicht mehr sagen.

Samstag, aufstehen und zum Jugendfeuerwehrwettkampf. Was ist das Schönste was man sich vorstellen kann, wenn man einen Abend vorher böse getrunken hat und am nächsten Tag zum Jugendfeuerwehrwettkampf muß? Wenn man pünktlich beim Feuerwehrhaus ist und der Gruppenführer mit seiner Mutter zum Einkaufen gefahren ist. Streß war für meinen nervösen Magen in dem Augenblick absolut gar nichts. Glücklicherweise erklärte sich Rainer bereit, die Supermärkte in Duderstadt abzuklappern. Gibt ja nur 7 um die Stadt rum und ein paar in der Innenstadt. Ich bin dann also mit dem Feuerwehrbock schon mal nach Gieboldehausen gefahren. Die Schreierei der Kinder war auch nicht gerade hilfreich. Nach der Anmeldung kam dann der erlösende Anruf, das Maxi unterwegs ist. So, jetzt konnte ich mich ein wenig in die Seile hängen. Außerdem war es höllisch warm und dazu der dicke Schädel vom Wodka. Kurz gesagt mir ging es Scheiße und ich wollte wieder nach Hause. Die Übung war dann nicht gerade das gelbe vom Ei und wir haben nicht ganz so toll abgeschnitten. Pah, Vorbereitungsprogramme, die sind nur zum Aufwärmen da. Nächste Woche räumen wir ab. Abends ging es dann zum Sportplatz. Die Mannschaft aus Geschwendar war zu Besuch in Westerode und hat ein Freundschaftsspiel gegen unsere alte Herren gemacht. Leider bin ich zum Spiel zu spät gekommen, da ja noch Siegerehrung war. Aber es war noch genügend Zeit zum Bier trinken. Aber vorher mußte ich mich überwinden. Durch die ganze Hitze und das bisschen Restalkohol hat sich in meinem Kopf eine ordentliche Schmerzfront gebildet, die nicht weg wollte. Doch als ich so in meinen Erinnerungen kramte, fiel mir plötzliche in Tip von meinem Sportlehrer ein der sagte, das Kopfschmerzen auch durch zu wenig Flüssigkeit kamen. Naja, wenn ich mir das so recht überlege, dann hab eich heute echt wenig getrunken. Was macht man da? Man holt sich erstmal ein Becks. Die ersten drei halfen nicht so richtig, aber dann scheine ich mit dem vierten Bier den richtigen Nerv getroffen zu haben und meine Kopfschmerzen waren weg. Vorher spielte ich wirklich mit dem Gedanken früh nach Hause zu gehen. Sollte mein Körper etwa einen Weg gefunden haben, mich vom Trinken abzuhalten? David und Christian verabschiedeten sich recht früh, aber Biensi, Matten und ich hielten noch ein wenig länger durch. Bier, Schnaps und Käsehäppchen. Hier konnte man glücklich werden. So saßen wir dort und tranken weiter, bis wir nach Hause getorkelt sind und ich endlich in mein Bett konnte. Uhrzeit war nicht mehr identifizierbar, da die Augen zu waren.

Sonntag, jetzt rechnen wieder alle mit dem Standard, aber nein. Sonntag war Fußballturnier in Werxhausen. Wir sind mit dem Haribo-Club angetreten und dort bin ich dann auch in der Mannschaft. Also richtig mit Fußballspielen und so. Ich hoffte zumindestens, das ich nicht spielen muß, sondern nur dumm am Rand herumstehen könnte und kluge Sprüche reißen. Pustekuchen. Im zweiten Spiel hatte ich meinen sensationellen Einsatz. Ich kann schon mal vor wegnehmen, das ich eine klasse Figur auf dem Rasen gemacht habe. Keine Fehlpässe, keine Fouls, keine Karten, nicht gestolpert beim Betreten des Rasen. Rein gekommen, 2 Sekunden orientiert, da wollte ich gerade zum Sprint ansetzten, als der Schlußpfiff kam. Sensationelles Spiel. Mich wundert es es ein wenig, das ich nicht als bester Spieler auf dem Platz geehrt wurde. Aber naja, vielleicht haben die Verantwortlichen gerade woanders (Bierbude, Bratwurststand) hin geguckt. Wir, sagen wir besser die Mannschaft, haben grandios gespielt. Im Halbfinale kam ein Neunmeter-Schießen, welches wir überragend durch Matten, den Torwart, gewonnen haben. Dann kam das Finale. In Führung gegangen, souverän gespielt, kleiner Schnitzer in der eigenen Hälfte, Ausgleich, Scheiße, Elfmeterschießen. Ging nicht anders. Jede Mannschaft wählte drei Schützen und die trafen dann auch einer nach dem anderen. Als wir dann so in der Reihe ist es gelungen ein Gedächtnisprotokoll zu erstellen: Los schieß vorbei – Kacke, wenn die jetzt alle treffen, dann bist du ja auch irgendwann dran – Hmmm, da ist ja die Bierbude – Fuck, schon wieder beide getroffen – Da sitzt ja auch Kathrin Schäfer und Kerstin Burkhardt, Mann hat die große… – Mmmmmmh, Bier – Jetzt ein Meter Bier – Los Matten halt – Kriegen wir etwa dieses große Weizenglas (3l), voll mit herrlichen Bier, wenn wir gewinnen – LOS, MATTEN, HALT DEN BALL – Er hat gehalten – Jaaaaaaaaa, Bier, Bier, Bier. Und somit können wir jetzt den zweiten Turniersieg mit dem Haribo-Club verbuchen. Wir sind schon eine crazy Mannschaft. Gefeiert wurde dann bei David im Gartenhaus. Schade war nur, das es keinen Pokal gab, aber ein Riesenweizenglas mit Bier. Aber die Siegprämie wird für einen ordentlichen Pokal investiert.


Schützenfest

15/06/2006

Oder auf Pfingsten wie es im katholischen Glauben heißt. Aber in Westerode ist da hauptsächlich Schützenfest. Ich kann mich noch dunkel dran erinnern, das ich in der 9. Klasse mal eine Religionsarbeit geschrieben habe und eine Frage war, was an Pfingsten geschieht. Richtig wäre gewesen, das der Heilige Geist in die Jünger Jesus gefahren ist und sie die Botschaft des Herren in Welt raus trugen. Da ich aber damals schon nicht normal war, antwortete ich mit „Schützenfest in Westerode“. Der Lehrer hatte Humor und gab mir volle Punktzahl. In gewisser Weise hatte ich ja recht. :)

Fangen wir mal beim Freitag an. Eigentlich wollte ich ja beim Fähnchen aufhängen mitgehen, aber da ich ja Jugendfeuerwehrwart bin habe ich auch Pflichten und mußte mit zur Delegiertenversammlung. Nicht gerade das schlechteste, denn dort gabs ja auch Bier und im Anschluß noch was leckeres zu essen. Wobei Fähnchen aufhängen wohl die ungezwungenere Veranstaltung gewesen wäre. Man geht halt durch die Straßen und hängt Fähnchen über die Straßen um der ganzen Welt oder zumindestens denen die durch Westerode fahren zu zeigen, das über Pfingsten der Ausnahmezustand über Westerode herrscht und man keine Betrunkenen überfahren sollte. Los geht es bei der Kirche und spätestens bei der achten Fahnenreihe ist man voll, da man fast überall Bier und Schnaps kriegt. Besonders lustig ist es dann wenn man mit 3 Promille die Leiter hoch muß und ein weiterer der ca 4 Promille drin hat die Leiter festhält. Bis jetzt ist aber noch nichts Schlimmes passiert. Aber ich mußte ja zur Delegiertenversammlung. Also Uniform angezogen und ab gings. Die zwei Freigetränke Marken haben bei mir ungefähr 20 Minuten gehalten, danach mußte ich für das Bier löhnen. 90 Cent pro Glas. Wer denkt sich solche bekloppten Preise aus. Trinkgeld gibt’s doch bei solchen Veranstaltungen eh nicht. Man hat sich also Berichte der verschiedensten Arten angehört und nebenbei schön einen geplempert. Allerdings war das Bier eher untere Kategorie. Man mußte also erstmal drei Liter runter würgen und dann waren die Geschmacksnerven betäubt und man merkte nichts mehr. Aber jede Versammlung geht auch mal vorbei und wir konnten von dannen ziehen. Ab ins Feuerwehrhaus und der Stadtbrandmeister gab noch einen aus. Dann ab nach Hause, denn der Orstbrandmeister wollte nicht, das wir mit Uniform ins Schützenhaus zur Disco gehen. Gut, er hatte Recht, aber umziehen ist ja immer so anstrengend. Nachdem dann die leichte Trinkerkluft angelegt wurde gings also ins Schützenhaus. Und wie sollte es anders sein, waren die Fähnchenaufhänger auch da. Voll wie die Granaten. So ist das Richtig. Ich war dann schon ein wenig neidisch. Aber alles herumnörgeln half nichts, es mußten dann Havana Club Cola rein. Ansonsten war es glaube ich ein reiner Thekenabend. Also die richtige Einstimmung für das Schützenfest. Die Theke wird mich mit ziemlicher Sicherheit öfter sehen als ihr lieb ist über Pfingsten. Ansonsten war an dem Abend nicht mehr sehr viel los, glaube ich zumindestens, denn meine Erinnerungen trüben schon ein wenig. Kathrin Schäfer war noch da und hat ihre Freundin Kerstin Burkhardt mitgebracht. Und diese Frau hat wirklich überzeugende Argumente. Ich vermute mal das ich mal wieder der letzte auf der Disco war und das ich alleine nach Hause gegangen war. Zu mindestens ging es mir am Samstag morgen so.
Der Samstag lief nur so an mir vorbei. Sonderlich schlecht ging es mir nach dem Aufstehen nicht. Aber die Sachen die ich machen wollte, habe ich irgendwie nicht hingekriegt, zwecks Zeitmangel. Abends mußte ich dann erstmal Verkehrssicherung bei dem Schützenumzug machen. Die Könige wurden abgeholt und damit niemand die Schützen um fährt passt die Feuerwehr auf. War auch recht einfach, da sich so ziemlich alles auf Nebenstraßen abgespielt hat. Wieder im Schützenhaus lohnte sich das nach Hause gehen auch nicht, da ich ja eh zum Vereinsvergleichsschießen mußte. Natürlich für die Feuerwehr. Das Schießen wurde auf sogenannten Jux-Scheiben gemacht. Gewundene Linien gaben den Unterschied an. Schwarze waren positive Zahlen und die Zwischenräume dann negative Zahlen. Weiterhin gab es einen Joker, dessen Punkte Doppelt zählen. Im letzten Jahr war es Kai, der hat dann tatsächlich -150 geschafft. In diesem Jahr sollte ich dann der Joker sein. Gefragt wurde ich nicht, davon mal abgesehen. Nun ist es so, das jeder Verein ein Startnummer ziehen muß. Normalerweise zieht dann die Feuerwehr immer ein Nummer die man ziemlich zum Ende der Veranstaltung einordnen kann. Das es da mit der Zielgenauigkeit nicht mehr so gegeben ist dürfte Klar sein. Dieses Jahr war es die 12. Zwar besser, aber nicht unbedingt von Vorteil. Die Mannschaft bestand aus Kai, Holger, Schnitzel, Peter M und mir. Die Marken wurden auf den Tisch geschmissen und los ging die Rundentrinkerei. Als wir dann dran waren, haben wir unseren ersten Aufruf glatt verpasst. Dann rein in den Schießstand und drei Schüsse auf die Juxscheibe abgegeben. Ehrlich gesagt sieht man durch das Visier nur noch einen grauen Brei, wenn überhaupt. Es sollte aber dennoch keine Schwierigkeiten bereiten, die Scheibe zu treffen. Peter M hat es trotzdem hingekriegt. 0 von 3 Treffern. Saubere Leistung. Wenn man dann fertig geschossen hat, könnte man eigentlich nach Hause gehen, aber das macht man ja nicht. Man will ja noch gemütlich in der Runde sitzen und ordentlich einen heben. Gesagt getan. Wann der Abend zu Ende war kann ich nicht mehr sagen. Ich weiß nur noch das sich später die eine oder andere Havana Club Mischung in meine Hand verirrt hat.

Sonntag morgen Gottesdienst. Der Schützenverein geht an Pfingsten immer geschlossen in den Gottesdienst. Leider habe ich ein wenig verschlafen und bin zu spät gekommen. Als ich dann hinterher gegangen bin nahm ich die Abkürzung durch die Gasse. Zum Glück, kann ich hier nur sagen, denn bei Gojo war Frühschoppen im Garten. Tja, was soll ich sagen, ich habe dann noch ganzen zwei Minuten vom Gottesdienst mitbekommen, aber schon zwei Bier am Sonntag morgen getrunken. Aber ich war noch da als es zum Kriegerdenkmal ging. Ist ja immerhin etwas. Nachdem das auch erledigt war gings dann zurück zum Schützenhaus. Dort wurde dann der schon traditionelle Frühschoppen eingeläutet. Draußen, am Getränkestand wurden Marken um Marken vernichtet. Und der Frühschoppen artet immer aus. Meistens geht er immer bis 1500 Uhr oder 1530 Uhr, da kommen dann nämlich die Leute die Kaffee trinken wollen und man selber sieht, das es nun Zeit wird den Nachhauseweg anzutreten. In diesem Jahr bin ich aber um 1200 Uhr nach Hause gegangen, denn Familie war angesagt. Und es war auch besser so, den was ich so gehört habe wurde wieder vollstramm bei irgendwelchen Leuten eingekehrt und man kam zu spät zu allem. Abends mußte man aber wieder fit sein, da der Schützenball anstand. Das bekommen die meisten Leute aber auch immer gut hin. Ankunft Schützenhaus, extra früh, damit wir noch einen recht guten Tisch bekommen und die Überraschung war groß. Tischreservierungen waren in der Zwischenzeit mysteriöserweise auf den Tischen gelandet. Auch was ganz neues und bestimmt erst in letzter Minute überlegt, da sie ziemlich krakelig geschrieben wurden. Naja, im nächsten Jahr ist man schlauer. Unser Tisch war dann eher Bescheiden, aber man gesellte sich ja eh früher oder später an die Theke. Vorher kamen aber noch etliche Proklamationen und Ehrungen. Alles Sachen die man dann über sich ergehen lässt, weil es immer genügend Bier gibt. Köppel kam dann auch irgendwann, allerdings ohne Daniela, die lag leider mit gezogenen Weisheitszähnen zu Hause. Schade eigentlich. Und wie es nun mal nicht anders geht landeten wir an der Theke. Dort wurde kräftig weiter getrunken und den Leuten beim Tanzen zugeguckt. Tanzen ist ja grundsätzlich nichts für mich. Rhythmische Bewegungen ohne was zu trinken in der Hand. Aber die Rechnung ging nicht auf. Irgendwann kommen dann die Damen an und fordern einen auf. Verdammt. Da kann man dann ja nicht einfach nein sagen. Den Anfang machte Steini und dann folgten irgendwie alle. Nadine, Ellen, Elke, Hüfte, Diana. Gut das ich extra meine Tanzschuhe angezogen habe. Zur allgemeinen Freude der männlichen Schützen tauchten auch irgendwann Kathrin, Kerstin und Heike auf. Widere Umstände verbieten mir hier näher auf diese Ereignisse einzugehen. Auf jeden Fall freue ich mich ja immer wenn Kathrin kommt. Der Abend ging dann irgendwann auch zu Ende und diverse Schützen bändelten dann noch mit diversen Bedienungen an.

Montag morgen. Mittlerweile der vierte Tag unter Strom und dieser Tag wird meistens der heftigste, denn die Könige werden erst ausgeschossen und dann proklamiert. Doch bevor ich zum Königschuß gehe müssen erstmal zwei bis drei Bier rein, damit die Hand ruhiger wird. Eigentlich ist es Quatsch, aber man soll ja nicht mit Traditionen brechen. Nachher werde ich noch Schützenkönig, wenn ich vorher nichts trinke. Nachdem dann alles erledigt war wartete man auf das Essen und die Proklamationen. Gott sei Dank hatte ich eine 9. Ein zufriedenstellendes Ergebnis. Kein ernstzunehmnder Königsschuß, aber dennoch nicht in die Binsen. Aber wir hatten auch andere Kanditaten an unserem Tisch. Fabian, letztjähriger König, wollte es nicht wieder werden, Vokke, sonst immer eine Fahrkarte und Steini, die war so aufgeregt, das sie zitternd neben mir saß. Ich schob das Zittern jetzt mal auf die Aufregung. Kann natürlich auch an der Tatsache gelegen haben, das sie neben mir sitzen mußte. Aber es ist dann keiner von uns geworden. Besonders gemein, fand ich das sie Steinis Ergebnis vergessen haben vorzulesen, denn sie war gar nicht in der engeren Auswahl gewesen. Aber ein wenig Adrenalin hat noch nie jemanden geschadet. Tja, nachdem dann die ganze Aufregung vorbei war gingen wir dann los um die neuen Könige abzuholen. Früher war es noch ganz lustig, denn da gabs bei jedem König was zu trinken. Mit dem ganzen Stoff, denn man sich vorher schon angetan hat, dauerte es bis zum dritten König und alle waren stramm. Beim letzten König könnte es dann schon mal vorkommen, das einige vom Schützenverein auf der Strecke bzw. beim König blieben und sich opferten um die letzten 10 Bierkisten die schändlicherweise nicht ausgetrunken wurden zu vernichten. Aber nun gibt es nur noch zwei Getränkestationen. Die werden dann natürlich umso sehnsüchtiger erwartet. Anschließend ging es dann ins Schützenhaus zurück und die Könige geben nochmal einen aus. Aber wenn man bedenkt, das nun seit vier Tagen die Grundnahrungsmittel Bier und Schnaps sind. Geht da nicht mehr viel. Aber lustig war es trotzdem noch, auch wenn es früh vorbei war. Und vor allem das Essen war sehr lecker.

Das war dann also Pfingsten und ich bin froh das es vorbei ist. Auch wenn es sich immer sehr lustig anhört kann das Schützenfest sehr anstrengend sein. Ich weiß wovon ich rede.


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