Vatertag

…oder Männertag, wie es unsere Landsleute aus der ehemaligen SBZ nennen. Eigentlich ja auch viel klüger. Denn Männer sind alle und Väter wahrscheinlich nur ein paar. Während sich die weibliche Welt, auch nur die Mütter, am Muttertag beschenken lassen und den Tag gemütlich bei Kaffee und Kuchen genießen lassen es die Männer, und hier dann wirklich alle Männer, richtig krachen. Hauptnahrungsmittel an diesem Tag: Bier, Schnaps und Grillgut. Die Reihenfolge gibt die Priorität vor.

Doch vor dem Vatertag (ich bleibe bei der kapitalistischen westlichen Bezeichnung) kam das Richtefest von Friede. Und mein Gott, war das heftig. Nicht alleine das Richtefest, aber die Summe der folgenden Ereignisse. Ich war ab 1800 Uhr geladen und hatte aber vorher noch Jugendfeuerwehr. Also die Kinder zweimal über die Hindernisbahn gejagt und ab gings zu Friede. Der Abend wurde eröffnet von leckerem Bier vom Faß. Cremiges Krombacher, sehr lecker. Ich hatte dann auch den Tisch erwischt, an dem die Älteren saßen und so dauerte es nicht lange, bis mir der erste Euzenberger eingeschüttet wurde. Viel lamentieren half da nichts, früher oder später ging er eh die Kehle runter. Warum also lange wehren. Einer war dann auch erstmal genug, da er sich in meinem Magen nur mit den zwei Krombachern verbinden konnte, die ich vorher getrunken habe. Außerdem sollte ich eh grillen. Schnitzel kam dann auch irgendwann und leistete mir Gesellschaft. In der ersten Etage waren dann zwei Grillgeräte aufgebaut. Klar, das da sich mal eine Bratwurst in den Magen verirrte und das war auch besser so, denn Karlchen versorgte uns mit flüssigem Gold. Und das nicht zu knapp. Als dann alles tot gegrillt worden war gesellten Schnitzel und ich uns dann zu dem lustigen Völkchen was sich in der Zwischenzeit im Keller angesammelt hat. Weiter gings mit Bier und Schnäpsen aus kleinen Flaschen. Ich glaube ich hatte Kümmerling. Ehrlich gesagt schmeckt das Zeug wie ein leichter Schlag ins Gesicht. Gegen 2300 Uhr schlug Schnitzel dann vor, das wir noch in die Werkstatt gehen. Eigentlich ein Vorschlag den ich gerne ablehne, aber heute abend bin ich mal mit von der Partie. Von nun an verlassen mich meine Erinnerungen komplett. Ich kann kramen und kramen, aber ich finde nicht ein Fitzelchen an Erinnerung aus der Werkstatt. Selbstschutz aktiv. Alle Geschichten die über mich verbreitet werden stimmen absolut nicht und ich habe diese Dinge nie getan.

Donnerstag morgen, der Wecker zeigt 0708 Uhr. Schock, ich muß zur Arbeit. Ach halt, nein. Vatertag! Kurz nachgedacht, wann wir uns treffen wollen…..1000 Uhr bei mir. Alles klar. Noch ganze 2,5 Stunden zum Schlafen. Mein Gehirn fing langsam an zu arbeiten. Wie bin ich gestern nach Hause gekommen, was war gestern los. Nichts, Null, Nada. Naja, wird schon seinen Grund haben. Um 0930 Uhr fiel ich dann aus dem Bett und machte mich fertig für den Vatertag. Erste Aktion war es dann Handy zu checken. Felkl hatte geschrieben, das er eine halbe Stunde später kommt. Da er nicht früh genug aus Fulda weggekommen ist. Ein kleiner Code-Ausdruck für: „Gestern gesoffen und konnte nicht früher aufstehen!“ Alles klar, also konnten wir eine halbe Stunde vor meiner Haustür rumhängen und Bier trinken. Aber erstmal in Schale werfen. Endlich kam sie zum Einsatz meine gute alte Kutte aus der Abi-Zeit. Sie sieht zwar schon recht zerfetzt aus, aber keine Jacke habe ich lieber an. Metallica-Aufnäher an den Ärmeln und der Tag wird gut. Dazu mein Akkuraten Cowboyhut, den ich von Rebekahs Großvater bekommen habe und ich standesgemäß gekleidet. Biensi kam einigermaßen pünktlich hat aber seinen kleinen Cousin vergessen. Aber er war ja alt genug und konnte alleine den Weg zur Mühlenstätte finden. Als dann der Felkl eintrudelte konnten wir uns dann auch auf den Marsch machen. Naja, Marsch kann man nicht direkt sagen, da wir wirklich nur eine kleine Runde gegangen sind. Aber das Wetter versprach nichts Gutes. Doch vorher mußten wir am Sportplatz vorbei. Dort trafen wir auf Manni und Finker. Anhalten, Bier trinken, das scheint eine Sitte zu sein beim Vatertag. Egal wen man trifft. Erstmal wird angehalten und es wird gesoffen. Später kamen auch noch Macker, der uns allen erstmal eine Spende für Jugendtore abknöpfte, und Titte Rust, der unser Bier ausgesoffen hat. Irgendwann gings dann weiter und zwar auf dem Rübenschnellweg Richtung Mingerode. Wir verpassten eine Gruppe vom anderen Geschlecht nur um wenige hundert Meter, aber wer weiß wozu es gut war. Also ging es Richtung Mingerode und kurz vorher sind wir dann wieder Richtung Bülte abgebogen. Grillstop war für Morchels vorgesehen. Da dort eine Überdachung vorhanden war. Dort angekommen mußte ich mir erstmal ein Fahrrad besorgen, da ich mein Grillzeug schön zu Hause gelassen habe. Aber ein Rad brauchte ich dann doch nicht, da Borchardts so viel gegrillt haben, das wir davon auch noch satt wurden. Super, Fressen ohne körperliche Anstrengungen. Doch mit der herrlichen Ruhe sollte es schnell vorbei sein. Die Puttfelder fielen ein und sogleich wurde mein Hut herumgereicht. Natürlich nicht um ihn mit Geld voll zu machen, sondern damit ihn jeder mal auf seinen Schero setzen konnte. Am Schärfsten sah natürlich der Glöckner aus, wie einer der Cowboys aus Brokeback Mountain. :) Nichts für ungut Glöckner. Als sie wieder los gezogen sind, lag unserer nächster Stop schon fest: Glöckners Garage. Marco und ich sind ab und zu mal rein zu Borchardts gegangen, denn da war ja auch was los. Drinnen saß die Nachbarschaft in netter Runde rum. Bis wir dann auftauchten. Irgendwie gaben wir den Ausschlag für eine schöne Runde Schnaps. Verstehe ich gar nicht. Die anderen hatten schön normale Schnapsgläser, nur Marco und ich bekamen schöne Wassergläser, die dann auch noch ordentlich voll gemacht wurde. So ganz konnte ich die Ausrede nicht glauben, das keine Schnapsgläser mehr da waren. Egal, man ist ja nicht aus Zucker, rein damit und runter damit. Süßer Schnaps, Obstler, es ging alles rein. Als dann das Signal zum Aufbruch kam war ich ganz froh, das es weiter ging. Nächste Station Glöckner. Vorher sind wir dann bei Porno-Patrick hängen geblieben. Wie ist mir jetzt auch schleierhaft, da er gar nicht auf unserem Weg lag. Nun ja, ich will mich ja nicht beschweren. Görtler schaute auch kurz vorbei und sagte wir sollten auch noch auf ein Bier vorbei kommen. Immer gerne. Also ab zu Görtler. In der Zwischenzeit hatte es dann auch angefangen zu regnen und ich konnte meinen sicherheitshalber mitgebrachten Nässeschutz von der Bundeswehr anziehen. Nicht dieser Flecktarn-Gore-TTex-Mist, sondern noch das gute Gummi-Oliv-Modell. Da wird man nicht naß drunter. Gut, man riecht dann zwar wie ein Gummistiefel, aber Verluste hat man immer. Ab gings zu Görtler und das versprochene Bier wurde empfangen. Zu unserer aller Freude schaute seine Freundin auch mal raus. Görtler hat sich so ein Mini-Motorrad bei ebay ersteigert und das mußte er uns natürlich vorführen. Was passiert aber wenn man ein motorisiertes Fahrzeug ein paar betrunken Männern vorführt. Klar, jeder will mal mit fahren und jeder will dann noch schneller mit fahren als der Vorgänger. Ich habe es aber nicht ausprobiert, da ich der Gewichtsangabe nicht getraut habe. Nachher hätte ich ein Mini-Motorrad im Hintern gehabt und es wäre nicht mehr raus gekommen. Das wollen wir ja nicht. Also ging es nach der Fahrstunde schön weiter zu Glöckner. Dort angekommen, konnte wir uns erstmal hinsetzten und von dem unglaublich anstrengenden Fußmarsch ausruhen. Thomas spielte dann irgendwann mit ein paar anderen Dart. Leider waren die noch nicht ganz so stramm wie Thomas und deswegen verlor er recht schnell. Dumm nur, das er vorher mit den anderen gewettet hat, das der Verlierer in Unterbuchse die Einfahrt von Glöckner Purzelbäume runter schlagen muß. Geiler Wetteinsatz. Tja, Thomas hat verloren und mußte nun den Wetteinsatz leisten. Klamotten aus und los gings. Angefeuert von uns machte er einen nach dem anderen bis er dann vor Glöckners (kleines) Auto krachte. Beim Aufstehen und Rückkehr zur Garage fiel er dann noch beinahe in den Graben. Sauber, eine wirklich gute Show. Später wurde dann die Kartoffelkanone ausgepackt. Ein geiles Teil. Jeder der Zugang zu ein paar Plastikrohren hat, der sollte sich so ein Teil bauen. So, nun war es mal wieder so weit. Mein Gehirn hat vergessen die folgenden Ereignisse abzuspeichern. An das nächste an das ich mich erinnern kann ist das wach werden im Jugendraum. Wie ich da hin gekommen bin kann ich nicht sagen. Ich weiß nur das Biensi noch da war und Thomas auf einem anderen Sofa schlief. Als nächste fiel mir aus das mein Hut weg war. Also Biensi auf die Suche geschickt und selber den Raum abgesucht, in dem ich war. Nichts, große Sorgen machten sich in meinem Kopf breit. Wie sollte ich das Rebekah erklären? Biensi kam von Spürtrupp zurück und konnte auch nichts besseres berichten. Die Mädels im Nachbarraum hatten ihn nicht. Also selber noch mal nachgeguckt und Jennifer hatte ihn Frecherweise auf. Den hatte Marco natürlich nicht gesehen. Ist ja auch ein ganz kleiner Hut. Ich war ja jetzt eigentlich bereit, den Heimweg anzutreten oder wenigstens zurück zu Glöckner zu gehen. Aber das ging wohl nicht, da Marco noch Hunger hatte. Was macht man da, man geht zu McDonalds. Also rein da und was zu essen bestellt. Das uns alle angeguckt haben, als wären wir vom anderen Stern war uns relativ egal. Selber Schuld wenn sie nicht richtig Vatertag feiern können. Die Burger wurden dann schön auf dem Rückweg vernichtet und Biensi hatte genügend Willensstärke um nach Hause zu gehen. Ich hingegen wurde vom dem Licht in Glöckners Garage angezogen wie Motten vom Licht. Dort genehmigte ich mir dann auch noch ein paar Bacardi Mischungen. Nebenbei wollte ich noch dem Glöckner bei der Gartenarbeit helfen, aber in Dunkelheit erwischte ich statt dem Blumenbeet den englischen (eigene Aussage, das ich nicht lache) Rasen und zerstörte seine Schaufel. Meinem Gehirn wurde schlagartig klar, das es nun besser ist, die restliche Energie noch zu nutzen um den Heimweg anzutreten. Gewisse motorische Fähigkeiten waren noch vorhanden und bevor die dann vollends versagen, wäre es dann doch besser wenn ich dazu dann in meinem oder zumindestens in irgendeinem Bett liegen würde.

Wann der Felkl abgehauen ist, weiß ich gar nicht. Mir wurde nur berichtet, das er arge Probleme hatte den Bollerwagen in der Garage seines Bruders zu verstauen. Das ganze soll wohl ca. eine halbe Stunde gedauert haben. Das hätte ich natürlich zu gerne gesehen.

Der Freitag brachte ein wenig Ernüchterung, aber so richtig wollte ich nicht aus dem Bett raus. Also bleib ich erstmal ein wenig liegen. Ich hatte mir aber durchaus ein wenig Erholung verdient. Nachmittags habe ich es dann endlich mal gebacken bekommen, Americas Army zu installieren und zum Laufen zu bringen. Sehr geiles Online-Ego-Shooter Game und das Beste es ist absolut für lau. Gut, es ist vom amerikanischen Militär entwickelt und wird für Propagandazwecke eingesetzt, aber mich juckt das hier in good old Europe recht wenig. Abends ging es dann erstmal nach Hilkerode. Dort hatte uns Christian zum Jägermeister-Torwandschießen angemeldet. Das Wetter war eher bescheiden. Man könnte fast meinen, das der Himmel weinte, das kein Vatertag mehr ist. Ach Gott, wie poetisch. Es schüttete wie aus Eimern und dazu war es noch schweinekalt. Aber das hinderte uns nicht daran mit elf Mann dort aufzulaufen und 11 mal zu treffen. Das ich keinen von Treffern gelandet habe, brauche ich hier glaube ich nicht extra aufzuschreiben. Das würde ja auch an ein Wunder grenzen. Ich habe ungefähr so viel Ballgefühl wie ein Emu. Aber seit dem Tag weiß ich, das ich auch mit Effet schießen kann. Abgefahren, oder? Naja, nach dem offiziellen Teil haben sich die meisten verpisst, was ich bei dem Wetter durchaus verstehen kann. Christian wollte aber noch bis zur Siegerehrung dableiben. Das seine Freundin mit dageblieben ist, ist ja logisch. Zusätzlich haben sich dann noch David, Olli und ich dazu entschlossen mit da zu bleiben. David und Olli lockte in erster Linie der Jägermeister und mich das Bier und natürlich das wir Christian und seiner Freundin Gesellschaft leisten. Olli hatte sich die Jägermeister auch redlich verdient. Ist er doch auf dem aufgeweichten Rasen schön ausgerutscht und hat sich eine schlammige Rückseite geholt. So saßen wir also unter einem Zelt und lauschten dem Regen, der unaufhörlich nieder prasselte. Glücklicherweise gab es Jägermeister und Bier. Gegen 2200 Uhr war es dann endlich so weit, das es zur Siegerehrung kommen konnte. Man hatte auch ehrlich gesagt genug gefroren. Wir erreichten den vierten oder fünften Platz. Solange es nicht einer der ersten drei ist, ist die Platzierung eh unwichtig. Der Preis bestand aus zwei Würfeln Jägermeister und einem Jägermeister Leder Ball. Nach den Ankündigungen die der Moderator gemacht hatte, hatte sich Christian dann wohl doch ein wenig mehr erwartet. Naja, kann man halt nichts machen, als ins Ambiente zu fahren. Da wollten wir uns später noch treffen. Das war aber bevor wir uns ordentlich die Mütze zugeschossen haben. Leicht wankend kamen dann David und ich rein und wurden von ungläubigen Gesichtern erwartet. Aber so schlimm war es nicht. Ich habe mir dann noch zwei Weizen rein gedrückt und schon gings los ins Glashaus. Aber die große Überraschung kam dann, als wir da waren. Das Glashaus hatte nämlich zu. Der Taxifahrer wusste von nichts. Klar. Sonst fahren sie jeden Freitag Horden von Betrunkenen nach Worbis und auf einmal nicht mehr. Ich glaube schon das sich sowas bei Taxifahrern schnell rumspricht. Aber vielleicht kann man ja ein paar Betrunkene doch noch verarschen. Dank David haben wir dann aber nicht den vollen Preis bezahlt. Wir sind dann in die Werkstatt ausgewichen. War nicht so der Bringer, aber man konnte gut den Abend ausklingen lassen. Zum ersten Mal bin ich beim Bier geblieben, denn mein Körper sendete eindeutige Signale. Später gingen dann schon noch ein paar Havana Mischung rein, aber nur weil ich kein Bier mehr trinken wollte. Der Abend hätte eigentlich schön werden können, wenn dann nicht der Schmierpopel aufgetaucht wäre. Er und noch ein paar andere kamen von einem Geburtstag und hielten die Werkstatt für eine gute Idee. Wohl auch nicht mehr so schnell. Ich bin dann irgendwann mit David und Ellen nach Hause, weil es einfach gereicht hat. Ich werde nicht nur älter, sondern auch weiser. Wers glaubt!

Der Samstag begann und das schlappe Gefühl was ich seit Vatertag habe wird zur Gewohnheit. Beste Übung für das Schützenfest am kommenden Wochenende. Mit Grauen dachte ich an den Abend. Schnitzel feierte rein und er eröffnete mir schon am Mittwoch, das wir da ordentlich einen trinken werden. Ach was soll die Verstellerei, das kauft mir ja eh keiner ab. Natürlich fieberte ich dem Abend schon entgegen. Was mir ein wenig Kopfzerbrechen bereitete war, das es ganz schön kalt draußen war. Viel zu kalt für die Jahreszeit. Aber es gibt ja kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung. Beim Bund lernt man doch was. Also eine warme Jacke angezogen und ab gings zu Schnitzel in die Garage. Ich sicherte mir gleich mal einen Platz bei Keile-Günther, Schnitzel, Florian und Kai. Nachdem dann ein paar Biere drin waren fielen schon die Hemmungen. Philip, Florian und Kai stiegen auf Gartenstühle und gaben Klassiker des Männergesangsverein zum Besten. Allerdings mit drei Promille. Je später der Abend desto voller wurden alle. Nun behauptet Florian ja, das er Medikamente genommen hat, weil ihm die Weisheitszähne gezogen wurden. Sollte man ihm das so einfach glauben. Zu Anfang wurde mir ein Ouzo nach dem anderen eingeschüttet, selbst als ich mich in den Havana flüchtete um dem Ouzo zu entkommen mußte ich das Zeug trinken. Sollte es etwa daran liegen, das ich Schnitzel eine Flasche davon mitgebracht habe? Ich glaube nicht. Nun ja, wie der aufmerksame Leser bereits mitbekommen hat, konnte ich einfach nicht an der Flasche Havana Club vorbei. Jedes Mal das gleich, aber das Zeug ist nun mal so lecker. Jedenfalls hat Florian mal wieder den Bock abgeschossen. Die Phasen waren merklich. Erst wildes Klatschen zu diversen Leider, dann wurde irgendwann auf den Stuhl gesteigen und die Plautze entblösst. Später dann fiel er mit dem schönen Gartenstuhl erst nach vorne über und dann nach hinten. Aber für den Ausrutscher nach hinten konnte er nun wirklich nichts. In dem Boden der Garage ist ein sehr tiefes Loch für irgendwelche Balken die Schnitzel für perverse Spielchen braucht. Nein, wozu dann da Balken rein kommen kann ich auch nicht sagen, jedenfalls kommentierte Florian das Loch vorher schon mit: „Das sieht nach Kreuzbandriß aus!“ Und genau dieses Loch ist er dann mit einem Bein seines Gartenstuhl geraten. Die Motte sah wirklich preisverdächtig aus. Gegen 0300 Uhr machte Florian dann Anstalten nach Hause zu gehen. Ich bot mich gleich an ihn zu begleiten, denn auch an mir ist der Abend nicht spurlos vorbei gegangen. Man berichtete von diversen Ausrutschern mit den Augen (eins geschlossen das andere offen) und Sprachbehinderungen. Kann ich jetzt nicht bestätigen, aber wenn es bei solchen harmlosen Sachen bleibt, dann bin ich durchaus gewillt das zu akzeptieren. Ich hatte also wieder Prinzenpatrouille. Bei Florian zu Hause angekommen lud er mich spontan auf einen Kaffee ein. Erst wollte ich ja nicht mitkommen, weil ich mir schon dachte, das Patrizia ihre Ruhe haben wollte. Aber Florian bestand drauf und außerdem sei Patrizia schon auf Nachtschicht. Naja, dann. Ab zu Florian und leckeren Kaffee trinken. Als wir dann oben waren sollten mich die Stimmen eigentlich stutzig machen die da aus Richtung der Küche kamen, aber was solls. Kaffee getrunken und Florian in die Wunder von den Google maps eingeführt. Der konnte es gar nicht fassen, wie ich die zum Laufen bekommen habe, da er Google earth gar nicht zum Laufen bekommen hat. Tja, gewusst wie. Und außerdem habe ich gleich die maps aus dem Inernet genommen. Die funktionieren überall. Als ich dann in meinem Bett lag, dankte ich Gott, das ich diese vier Tage überlebt habe. Der Sonntag kann kommen. Wieder einen Tag näher dran am Schützenfest!

Es sei hier noch zu erwähnen, das wir vom Fußball den Klassenerhalt geschafft haben. Wir haben zwar verloren aber unser direkter Abstiegskonkurrent auch und somit hatten wir einen Punkt mehr und bleiben in der klasse. Ob wir uns drüber freuen sollten wusste keiner so genau. Auf jeden Fall müssen wir was tun in der nächsten Saison!

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