Der Überfall der Schafe

Kommen wir nun zu dem zweiten Eintrag für heute. Der vom Wochenende 19./20.05. So langsam rücke ich näher an die Gegenwart ran und dieses Mal kann ich mich noch recht gut an den Freitag erinnern. Morgen oder übermorgen kommt dann der Eintrag für letztes Wochenende. Das Vatertags-Wochenende. Ein langes Wochenende, also wird es bestimmte in langer Eintrag. Aber zurück zum Thema.

Freitag nach dem Training sollte noch irgendwas gehen. Ingo hatte gefragt, ob wir nicht alle zusammen was machen wollte. Christian hatte seine Freundin dabei und wollte aber lieber mit ihr nach Göttingen fahren. Nun ja, wir entschlossen uns dann kurzer Hand in den „Halben Mond“ zu gehen und dort noch ein Pilz zu kippen. Ich bin erstmal mit Ingo und Köppel mitgefahren und wir wollten uns dann mit den anderen im Mond treffen. Ingo mußte sich noch umziehen und Köppel fuhr nochmal kurz nach Hause. Ich wartete in der Zwischenzeit bei Ingo. Wir verabredeten uns dann so gegen 2140 Uhr. Aber der Köppel kam nicht. Philip rief an und fragte wo wir bleiben würden. Kurze Erklärung und wir warteten weiter. 15 Minuten später kam dann die erste SMS von Philip: „Wir sitzen hinten rechts in der Ecke.“ So ist er wenigstens nicht alleine, dachten wir uns. Köppel kam dann irgendwann um 2215 Uhr, er hatte noch ein wichtiges Telefongespräch. Alles vergeben und vergessen. Als wir dann auf dem Fußmarsch zum Mond waren klingelte erneut mein Telefon und Philip war schon wieder dran: „Ich will euch ja nicht auf den Sack gehen, aber langsam wird’s peinlich, wenn man hier seit 45 Minuten alleine sitzt und Bier trinkt!“ Ehrlich gesagt konnte ich mir ein kleines Grinsen nicht verkneifen. Da saß der arme Philip also ganz alleine im Halben Mond und schraubte sich ein Bier nach dem anderen rein. Aber als wir dann ankamen war alles wieder vergessen. Er hatte aber nur ein Bier Vorsprung. Beachtliche Leistung, wenn man mal bedenkt, das er bereits geschlagene 45 Minuten alleine da rum hängt. In der gleichen Zeit wären auf meinem Deckel bestimmt schon fünf Bier gelandet. Die Runde war recht lustig. Nachdem Köppel, Ingo und ich uns zu Philip gesellt hatten traf noch Thomas B ein. Die Bedienung war besonders gut drauf. Nach so Stilblüten wie: „Auch ein Bier oder ein Krombacher?“ hatte sie noch ein Highlight, als Thomas sie fragte ob er denn die Speisekarte haben könnte. Ihre Antwort: „Klar!“ kurze Pause „Aber es gibt nichts mehr zu essen.“ Beabsichtigt oder Unbeabsichtigt sei jetzt mal dahin gestellt. Zwischendurch rief mich dann nochmal der Florian an, der wissen wollte ob wir noch in die Werkstatt kommen würden. Da waren sie wieder die magischen Worte die einen kleinen Hebel in meinem Gehirn umlegten. Mein Gehirn stimmt wie ein Computer zu. Ich brauchte gar nichts mehr zu machen. Und schon stand die Verabredung. Anschließend unterhielt ich mich noch mit Florians Freundin ein wenig und schon konnte ich zurück zu meinem Bier. Als wir den Mond verließen war es schon 0200 Uhr. Ingo und Köppel gingen nach Hause und Thomas und ich gingen in die Werkstatt. Philip ist in der Zwischenzeit unpässlich geworden und mußte nach Hause. Da Köppel und Ingo in die eine Richtung mußten und Thomas und ich in die andere trennten sich unsere Wege. Köppel trieb sein altes Klingelpostspiel und drückte eine bestimmte Klingel mit den Worten: „Lauf Peter!“ auf den Lippen. Meine Beine gehorchten. Als wir am Ende der Straße angekommen waren, war ich auch gut fertig. Thomas verstand das alles falsch und drückte auf die nächste Klingel. Oh Gott, so schnell war ich noch nie in der Werkstatt. Dort angekommen trafen wir auf Schnitzel, Patrick, Florian und Patrizia. Die waren wohl vorher bei Michi auf dem Geburtstag. Kai konnte nicht mehr mitkommen, da er bei Michis Großmutter auf dem Sofa lag und neben seinem Kopf stand vorsorglich ein Eimer. Das läßt wahrlich tief blicken. Und ich sag noch, das er die Finger von dem Sekt lassen soll. Aber wer nicht hören will muß fühlen. In der Werkstatt bleib uns keine andere Wahl, als eine Flasche Havana zu bestellen, hört sich jetzt komisch an, ist aber so. Die anderen hatten schon eine Flasche Wodka am Start, also mußten Thomas und ich mit einer Havana nachziehen. Schmeckt ja auch viel besser. Der Abend entwickelte sich langsam und lief zum Höhepunkt auf, als Kathrin Schäfer samt ihrer Kurze-Rock-Freundin Kerstin Burkhardt (Jaaha, ich habe gelernt mir Namen zu merken!) auftrat. Wie immer wenn Kathrin in der Nähe ist verbesserte sich die Stimmung um Längen. Florian hatte sich in der Zwischenzeit auch übelst betrunken, da Patrizia vorzeitig nach Hause gegangen ist. Als dann Schnitzel und Patrick auch nach Hause wollten und ihn mitnehmen wollten, verkündetet er lauthals der ganzen Werkstatt das er lieber mit Pitsche nach Hause gehen wollte. Nun bin ich mir nicht ganz so sicher ob das eine Ehre oder eine Bürde ist. Aber ich sehe ja die Dinge immer von der Positiven Seite. Wir bleiben also noch ein wenig und kämpften mit der Havna Club Flasche. Ein harter Kampf und die Havana Flasche mußte einiges an Federn lassen. Als wir dann den Heimweg antraten hielten wir es dann doch für besser, ein Taxi zu nehmen, nachher kommen wieder einige Leute auf den Gedanken die Straße zu vermessen. Das Taxi hielt dann an der Kirche uns somit hatten alle Mitfahrer annähernd den gleichen Weg nach Hause. Thomas die eine Richtung und Florian und ich die andere Richtung. Wenn man denn dann mit dem Vollmer nach Hause geht, erlebt man immer was. Das erste Opfer von Klingelpost-Vollmer wurde Michi Nolte, dann kam Barney und abschließend dann das Waltersche Haus. Dort rechnete Florian natürlich nicht damit, das Wolfgang schon wach war und die Türe öffnete. Weglaufen war aber feige und Florian ist mutig stehen geblieben. Aber Wolfgang kannte solcherlei Eskapaden von seinen Söhnen schon und freute sich, das wir so schön stramm waren. Bei der Molkerei schlug ich dann ein Wettrennen zu Florians Wohnung vor. Er sollte außen rumlaufen und ich nehme die Abkürzung über Klingebiels. Diese war aber durch Zäune ein wenig versperrt. Los gings. Der erste Zaun war kein Problem der anschließende Jägerzaun auch nicht, wohl aber der Höhenunterschied. Aber sauber abgefangen, gings flugs weiter. Der letzte Zaun kam näher. Ich wollte gerade zum Klettern ansetzten als ich ein mähen von rechts unten hörte. Eine Rotte Schafe hatte sich um mich versammelt. Wo waren die hergekommen? Egal, der Zaun muß noch genommen werden. Geschafft, leichte Irritationen durch die Schafe, aber am Ziel. Florian war nicht zu sehen, also wurde erstmal geklingelt. Patrizia schläft bestimmt. :) Der Summer ging und aus dem ersten Stock ertönte ein gemurmeltes „Florian?“ Darauf ich: „Er kommt gleich, leg dich wieder hin!“ Und schon war er da und war dann doch ein wenig verwirrt, das die Tür offen war. Aber das dauerte nicht lange und wir waren oben und Florian machte einen richtig guten Kaffee. Aus der Ferne höre ich aber mein Bett rufen oder waren es doch die Schafe?

Den Tag über lief nicht viel. Ich war wieder bei Friede auf dem Bau und wir bauten Teile des Gerüst auf. Mehr ging auch nicht wirklich bei mir und selbst das war schon eine hoch anstrengende Arbeit. Ich sollte weniger trinken. Wer war das? Wer schreibt hier so einen Mist hin? Den erwische ich auch noch. Abends ging es dann zu David in die Gartenhütte, denn dort wollte er seinen Geburtstag rein feiern. Wie sollte es auch anders bei solchen Anlässen sein, feil vorher noch der Strom aus und Gleichmut zu einem Feuerwehreinsatz. Allerdings war der Einsatz nur ein paar Äste auf der Straße, die die Polizisten zu faul waren selber weg zuräumen. Eine kurze Verzögerung auf dem Weg in den Rausch. Sogar der Strom war wieder da. David hatte schon Panik, das er die ganze Fete absagen muß. Durch den Heizstrahler wurde es sogar mauschelig warm in der ganzen Hütte. Zeitweise ein wenig zu warm. Zu Beginn waren nur ein paar Gäste da, da Andre auch später gekommen ist, sein Keller ist voll gelaufen. Tja, so ist das als Hausbesitzer. Zum Glück bin ich nur Hausbesetzer. :) Großen Anklang fand den Abend das Grand Prix Lied, besonders bei Sense, der dann doch recht gut abging. Besonders zu späterer Stunde, als seine Holde schon zu Hause war. Morchel mußte sich in der Zwischenzeit erstmal ablegen, da die ganze Aufregeung zu viel war. Jens malte ihm währenddessen schöne schwarze Nasenflügel. Letztes mal war es ein Bärtchen eines bekannten Österreichers und diesmal halt schöne Nasenflügel. Der absolute Hammer ist aber, das der Morchel drei Stunden auf dem Sofa schlafen kann, dann aufsteht und einen halben Würfel Löwentor wegputzt. Ich hätte danach meinen Mageninhalt (wenn überhaupt noch was drin gewesen wäre außer Löwentor) auf dem Rasen verteilt. Laut meinem Telefon und dem darauf getätigten Anruf bei einem sehr guten Kaffeekocher war es 0618 Uhr als ich nach Hause ging. Sense meinte nur, das er sich gar nicht mehr hinlegen brauchte, da Elias eh bald aufstehen würde. Klasse, da würde ich glatt umfallen.

Der Sonntag war bestimmt von seltsamen Erinnerungen und Übelkeit. Ach ja, die dummen Sprüche darf ich natürlich nicht vergessen. :)

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: