Vatertag

31/05/2006

…oder Männertag, wie es unsere Landsleute aus der ehemaligen SBZ nennen. Eigentlich ja auch viel klüger. Denn Männer sind alle und Väter wahrscheinlich nur ein paar. Während sich die weibliche Welt, auch nur die Mütter, am Muttertag beschenken lassen und den Tag gemütlich bei Kaffee und Kuchen genießen lassen es die Männer, und hier dann wirklich alle Männer, richtig krachen. Hauptnahrungsmittel an diesem Tag: Bier, Schnaps und Grillgut. Die Reihenfolge gibt die Priorität vor.

Doch vor dem Vatertag (ich bleibe bei der kapitalistischen westlichen Bezeichnung) kam das Richtefest von Friede. Und mein Gott, war das heftig. Nicht alleine das Richtefest, aber die Summe der folgenden Ereignisse. Ich war ab 1800 Uhr geladen und hatte aber vorher noch Jugendfeuerwehr. Also die Kinder zweimal über die Hindernisbahn gejagt und ab gings zu Friede. Der Abend wurde eröffnet von leckerem Bier vom Faß. Cremiges Krombacher, sehr lecker. Ich hatte dann auch den Tisch erwischt, an dem die Älteren saßen und so dauerte es nicht lange, bis mir der erste Euzenberger eingeschüttet wurde. Viel lamentieren half da nichts, früher oder später ging er eh die Kehle runter. Warum also lange wehren. Einer war dann auch erstmal genug, da er sich in meinem Magen nur mit den zwei Krombachern verbinden konnte, die ich vorher getrunken habe. Außerdem sollte ich eh grillen. Schnitzel kam dann auch irgendwann und leistete mir Gesellschaft. In der ersten Etage waren dann zwei Grillgeräte aufgebaut. Klar, das da sich mal eine Bratwurst in den Magen verirrte und das war auch besser so, denn Karlchen versorgte uns mit flüssigem Gold. Und das nicht zu knapp. Als dann alles tot gegrillt worden war gesellten Schnitzel und ich uns dann zu dem lustigen Völkchen was sich in der Zwischenzeit im Keller angesammelt hat. Weiter gings mit Bier und Schnäpsen aus kleinen Flaschen. Ich glaube ich hatte Kümmerling. Ehrlich gesagt schmeckt das Zeug wie ein leichter Schlag ins Gesicht. Gegen 2300 Uhr schlug Schnitzel dann vor, das wir noch in die Werkstatt gehen. Eigentlich ein Vorschlag den ich gerne ablehne, aber heute abend bin ich mal mit von der Partie. Von nun an verlassen mich meine Erinnerungen komplett. Ich kann kramen und kramen, aber ich finde nicht ein Fitzelchen an Erinnerung aus der Werkstatt. Selbstschutz aktiv. Alle Geschichten die über mich verbreitet werden stimmen absolut nicht und ich habe diese Dinge nie getan.

Donnerstag morgen, der Wecker zeigt 0708 Uhr. Schock, ich muß zur Arbeit. Ach halt, nein. Vatertag! Kurz nachgedacht, wann wir uns treffen wollen…..1000 Uhr bei mir. Alles klar. Noch ganze 2,5 Stunden zum Schlafen. Mein Gehirn fing langsam an zu arbeiten. Wie bin ich gestern nach Hause gekommen, was war gestern los. Nichts, Null, Nada. Naja, wird schon seinen Grund haben. Um 0930 Uhr fiel ich dann aus dem Bett und machte mich fertig für den Vatertag. Erste Aktion war es dann Handy zu checken. Felkl hatte geschrieben, das er eine halbe Stunde später kommt. Da er nicht früh genug aus Fulda weggekommen ist. Ein kleiner Code-Ausdruck für: „Gestern gesoffen und konnte nicht früher aufstehen!“ Alles klar, also konnten wir eine halbe Stunde vor meiner Haustür rumhängen und Bier trinken. Aber erstmal in Schale werfen. Endlich kam sie zum Einsatz meine gute alte Kutte aus der Abi-Zeit. Sie sieht zwar schon recht zerfetzt aus, aber keine Jacke habe ich lieber an. Metallica-Aufnäher an den Ärmeln und der Tag wird gut. Dazu mein Akkuraten Cowboyhut, den ich von Rebekahs Großvater bekommen habe und ich standesgemäß gekleidet. Biensi kam einigermaßen pünktlich hat aber seinen kleinen Cousin vergessen. Aber er war ja alt genug und konnte alleine den Weg zur Mühlenstätte finden. Als dann der Felkl eintrudelte konnten wir uns dann auch auf den Marsch machen. Naja, Marsch kann man nicht direkt sagen, da wir wirklich nur eine kleine Runde gegangen sind. Aber das Wetter versprach nichts Gutes. Doch vorher mußten wir am Sportplatz vorbei. Dort trafen wir auf Manni und Finker. Anhalten, Bier trinken, das scheint eine Sitte zu sein beim Vatertag. Egal wen man trifft. Erstmal wird angehalten und es wird gesoffen. Später kamen auch noch Macker, der uns allen erstmal eine Spende für Jugendtore abknöpfte, und Titte Rust, der unser Bier ausgesoffen hat. Irgendwann gings dann weiter und zwar auf dem Rübenschnellweg Richtung Mingerode. Wir verpassten eine Gruppe vom anderen Geschlecht nur um wenige hundert Meter, aber wer weiß wozu es gut war. Also ging es Richtung Mingerode und kurz vorher sind wir dann wieder Richtung Bülte abgebogen. Grillstop war für Morchels vorgesehen. Da dort eine Überdachung vorhanden war. Dort angekommen mußte ich mir erstmal ein Fahrrad besorgen, da ich mein Grillzeug schön zu Hause gelassen habe. Aber ein Rad brauchte ich dann doch nicht, da Borchardts so viel gegrillt haben, das wir davon auch noch satt wurden. Super, Fressen ohne körperliche Anstrengungen. Doch mit der herrlichen Ruhe sollte es schnell vorbei sein. Die Puttfelder fielen ein und sogleich wurde mein Hut herumgereicht. Natürlich nicht um ihn mit Geld voll zu machen, sondern damit ihn jeder mal auf seinen Schero setzen konnte. Am Schärfsten sah natürlich der Glöckner aus, wie einer der Cowboys aus Brokeback Mountain. :) Nichts für ungut Glöckner. Als sie wieder los gezogen sind, lag unserer nächster Stop schon fest: Glöckners Garage. Marco und ich sind ab und zu mal rein zu Borchardts gegangen, denn da war ja auch was los. Drinnen saß die Nachbarschaft in netter Runde rum. Bis wir dann auftauchten. Irgendwie gaben wir den Ausschlag für eine schöne Runde Schnaps. Verstehe ich gar nicht. Die anderen hatten schön normale Schnapsgläser, nur Marco und ich bekamen schöne Wassergläser, die dann auch noch ordentlich voll gemacht wurde. So ganz konnte ich die Ausrede nicht glauben, das keine Schnapsgläser mehr da waren. Egal, man ist ja nicht aus Zucker, rein damit und runter damit. Süßer Schnaps, Obstler, es ging alles rein. Als dann das Signal zum Aufbruch kam war ich ganz froh, das es weiter ging. Nächste Station Glöckner. Vorher sind wir dann bei Porno-Patrick hängen geblieben. Wie ist mir jetzt auch schleierhaft, da er gar nicht auf unserem Weg lag. Nun ja, ich will mich ja nicht beschweren. Görtler schaute auch kurz vorbei und sagte wir sollten auch noch auf ein Bier vorbei kommen. Immer gerne. Also ab zu Görtler. In der Zwischenzeit hatte es dann auch angefangen zu regnen und ich konnte meinen sicherheitshalber mitgebrachten Nässeschutz von der Bundeswehr anziehen. Nicht dieser Flecktarn-Gore-TTex-Mist, sondern noch das gute Gummi-Oliv-Modell. Da wird man nicht naß drunter. Gut, man riecht dann zwar wie ein Gummistiefel, aber Verluste hat man immer. Ab gings zu Görtler und das versprochene Bier wurde empfangen. Zu unserer aller Freude schaute seine Freundin auch mal raus. Görtler hat sich so ein Mini-Motorrad bei ebay ersteigert und das mußte er uns natürlich vorführen. Was passiert aber wenn man ein motorisiertes Fahrzeug ein paar betrunken Männern vorführt. Klar, jeder will mal mit fahren und jeder will dann noch schneller mit fahren als der Vorgänger. Ich habe es aber nicht ausprobiert, da ich der Gewichtsangabe nicht getraut habe. Nachher hätte ich ein Mini-Motorrad im Hintern gehabt und es wäre nicht mehr raus gekommen. Das wollen wir ja nicht. Also ging es nach der Fahrstunde schön weiter zu Glöckner. Dort angekommen, konnte wir uns erstmal hinsetzten und von dem unglaublich anstrengenden Fußmarsch ausruhen. Thomas spielte dann irgendwann mit ein paar anderen Dart. Leider waren die noch nicht ganz so stramm wie Thomas und deswegen verlor er recht schnell. Dumm nur, das er vorher mit den anderen gewettet hat, das der Verlierer in Unterbuchse die Einfahrt von Glöckner Purzelbäume runter schlagen muß. Geiler Wetteinsatz. Tja, Thomas hat verloren und mußte nun den Wetteinsatz leisten. Klamotten aus und los gings. Angefeuert von uns machte er einen nach dem anderen bis er dann vor Glöckners (kleines) Auto krachte. Beim Aufstehen und Rückkehr zur Garage fiel er dann noch beinahe in den Graben. Sauber, eine wirklich gute Show. Später wurde dann die Kartoffelkanone ausgepackt. Ein geiles Teil. Jeder der Zugang zu ein paar Plastikrohren hat, der sollte sich so ein Teil bauen. So, nun war es mal wieder so weit. Mein Gehirn hat vergessen die folgenden Ereignisse abzuspeichern. An das nächste an das ich mich erinnern kann ist das wach werden im Jugendraum. Wie ich da hin gekommen bin kann ich nicht sagen. Ich weiß nur das Biensi noch da war und Thomas auf einem anderen Sofa schlief. Als nächste fiel mir aus das mein Hut weg war. Also Biensi auf die Suche geschickt und selber den Raum abgesucht, in dem ich war. Nichts, große Sorgen machten sich in meinem Kopf breit. Wie sollte ich das Rebekah erklären? Biensi kam von Spürtrupp zurück und konnte auch nichts besseres berichten. Die Mädels im Nachbarraum hatten ihn nicht. Also selber noch mal nachgeguckt und Jennifer hatte ihn Frecherweise auf. Den hatte Marco natürlich nicht gesehen. Ist ja auch ein ganz kleiner Hut. Ich war ja jetzt eigentlich bereit, den Heimweg anzutreten oder wenigstens zurück zu Glöckner zu gehen. Aber das ging wohl nicht, da Marco noch Hunger hatte. Was macht man da, man geht zu McDonalds. Also rein da und was zu essen bestellt. Das uns alle angeguckt haben, als wären wir vom anderen Stern war uns relativ egal. Selber Schuld wenn sie nicht richtig Vatertag feiern können. Die Burger wurden dann schön auf dem Rückweg vernichtet und Biensi hatte genügend Willensstärke um nach Hause zu gehen. Ich hingegen wurde vom dem Licht in Glöckners Garage angezogen wie Motten vom Licht. Dort genehmigte ich mir dann auch noch ein paar Bacardi Mischungen. Nebenbei wollte ich noch dem Glöckner bei der Gartenarbeit helfen, aber in Dunkelheit erwischte ich statt dem Blumenbeet den englischen (eigene Aussage, das ich nicht lache) Rasen und zerstörte seine Schaufel. Meinem Gehirn wurde schlagartig klar, das es nun besser ist, die restliche Energie noch zu nutzen um den Heimweg anzutreten. Gewisse motorische Fähigkeiten waren noch vorhanden und bevor die dann vollends versagen, wäre es dann doch besser wenn ich dazu dann in meinem oder zumindestens in irgendeinem Bett liegen würde.

Wann der Felkl abgehauen ist, weiß ich gar nicht. Mir wurde nur berichtet, das er arge Probleme hatte den Bollerwagen in der Garage seines Bruders zu verstauen. Das ganze soll wohl ca. eine halbe Stunde gedauert haben. Das hätte ich natürlich zu gerne gesehen.

Der Freitag brachte ein wenig Ernüchterung, aber so richtig wollte ich nicht aus dem Bett raus. Also bleib ich erstmal ein wenig liegen. Ich hatte mir aber durchaus ein wenig Erholung verdient. Nachmittags habe ich es dann endlich mal gebacken bekommen, Americas Army zu installieren und zum Laufen zu bringen. Sehr geiles Online-Ego-Shooter Game und das Beste es ist absolut für lau. Gut, es ist vom amerikanischen Militär entwickelt und wird für Propagandazwecke eingesetzt, aber mich juckt das hier in good old Europe recht wenig. Abends ging es dann erstmal nach Hilkerode. Dort hatte uns Christian zum Jägermeister-Torwandschießen angemeldet. Das Wetter war eher bescheiden. Man könnte fast meinen, das der Himmel weinte, das kein Vatertag mehr ist. Ach Gott, wie poetisch. Es schüttete wie aus Eimern und dazu war es noch schweinekalt. Aber das hinderte uns nicht daran mit elf Mann dort aufzulaufen und 11 mal zu treffen. Das ich keinen von Treffern gelandet habe, brauche ich hier glaube ich nicht extra aufzuschreiben. Das würde ja auch an ein Wunder grenzen. Ich habe ungefähr so viel Ballgefühl wie ein Emu. Aber seit dem Tag weiß ich, das ich auch mit Effet schießen kann. Abgefahren, oder? Naja, nach dem offiziellen Teil haben sich die meisten verpisst, was ich bei dem Wetter durchaus verstehen kann. Christian wollte aber noch bis zur Siegerehrung dableiben. Das seine Freundin mit dageblieben ist, ist ja logisch. Zusätzlich haben sich dann noch David, Olli und ich dazu entschlossen mit da zu bleiben. David und Olli lockte in erster Linie der Jägermeister und mich das Bier und natürlich das wir Christian und seiner Freundin Gesellschaft leisten. Olli hatte sich die Jägermeister auch redlich verdient. Ist er doch auf dem aufgeweichten Rasen schön ausgerutscht und hat sich eine schlammige Rückseite geholt. So saßen wir also unter einem Zelt und lauschten dem Regen, der unaufhörlich nieder prasselte. Glücklicherweise gab es Jägermeister und Bier. Gegen 2200 Uhr war es dann endlich so weit, das es zur Siegerehrung kommen konnte. Man hatte auch ehrlich gesagt genug gefroren. Wir erreichten den vierten oder fünften Platz. Solange es nicht einer der ersten drei ist, ist die Platzierung eh unwichtig. Der Preis bestand aus zwei Würfeln Jägermeister und einem Jägermeister Leder Ball. Nach den Ankündigungen die der Moderator gemacht hatte, hatte sich Christian dann wohl doch ein wenig mehr erwartet. Naja, kann man halt nichts machen, als ins Ambiente zu fahren. Da wollten wir uns später noch treffen. Das war aber bevor wir uns ordentlich die Mütze zugeschossen haben. Leicht wankend kamen dann David und ich rein und wurden von ungläubigen Gesichtern erwartet. Aber so schlimm war es nicht. Ich habe mir dann noch zwei Weizen rein gedrückt und schon gings los ins Glashaus. Aber die große Überraschung kam dann, als wir da waren. Das Glashaus hatte nämlich zu. Der Taxifahrer wusste von nichts. Klar. Sonst fahren sie jeden Freitag Horden von Betrunkenen nach Worbis und auf einmal nicht mehr. Ich glaube schon das sich sowas bei Taxifahrern schnell rumspricht. Aber vielleicht kann man ja ein paar Betrunkene doch noch verarschen. Dank David haben wir dann aber nicht den vollen Preis bezahlt. Wir sind dann in die Werkstatt ausgewichen. War nicht so der Bringer, aber man konnte gut den Abend ausklingen lassen. Zum ersten Mal bin ich beim Bier geblieben, denn mein Körper sendete eindeutige Signale. Später gingen dann schon noch ein paar Havana Mischung rein, aber nur weil ich kein Bier mehr trinken wollte. Der Abend hätte eigentlich schön werden können, wenn dann nicht der Schmierpopel aufgetaucht wäre. Er und noch ein paar andere kamen von einem Geburtstag und hielten die Werkstatt für eine gute Idee. Wohl auch nicht mehr so schnell. Ich bin dann irgendwann mit David und Ellen nach Hause, weil es einfach gereicht hat. Ich werde nicht nur älter, sondern auch weiser. Wers glaubt!

Der Samstag begann und das schlappe Gefühl was ich seit Vatertag habe wird zur Gewohnheit. Beste Übung für das Schützenfest am kommenden Wochenende. Mit Grauen dachte ich an den Abend. Schnitzel feierte rein und er eröffnete mir schon am Mittwoch, das wir da ordentlich einen trinken werden. Ach was soll die Verstellerei, das kauft mir ja eh keiner ab. Natürlich fieberte ich dem Abend schon entgegen. Was mir ein wenig Kopfzerbrechen bereitete war, das es ganz schön kalt draußen war. Viel zu kalt für die Jahreszeit. Aber es gibt ja kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung. Beim Bund lernt man doch was. Also eine warme Jacke angezogen und ab gings zu Schnitzel in die Garage. Ich sicherte mir gleich mal einen Platz bei Keile-Günther, Schnitzel, Florian und Kai. Nachdem dann ein paar Biere drin waren fielen schon die Hemmungen. Philip, Florian und Kai stiegen auf Gartenstühle und gaben Klassiker des Männergesangsverein zum Besten. Allerdings mit drei Promille. Je später der Abend desto voller wurden alle. Nun behauptet Florian ja, das er Medikamente genommen hat, weil ihm die Weisheitszähne gezogen wurden. Sollte man ihm das so einfach glauben. Zu Anfang wurde mir ein Ouzo nach dem anderen eingeschüttet, selbst als ich mich in den Havana flüchtete um dem Ouzo zu entkommen mußte ich das Zeug trinken. Sollte es etwa daran liegen, das ich Schnitzel eine Flasche davon mitgebracht habe? Ich glaube nicht. Nun ja, wie der aufmerksame Leser bereits mitbekommen hat, konnte ich einfach nicht an der Flasche Havana Club vorbei. Jedes Mal das gleich, aber das Zeug ist nun mal so lecker. Jedenfalls hat Florian mal wieder den Bock abgeschossen. Die Phasen waren merklich. Erst wildes Klatschen zu diversen Leider, dann wurde irgendwann auf den Stuhl gesteigen und die Plautze entblösst. Später dann fiel er mit dem schönen Gartenstuhl erst nach vorne über und dann nach hinten. Aber für den Ausrutscher nach hinten konnte er nun wirklich nichts. In dem Boden der Garage ist ein sehr tiefes Loch für irgendwelche Balken die Schnitzel für perverse Spielchen braucht. Nein, wozu dann da Balken rein kommen kann ich auch nicht sagen, jedenfalls kommentierte Florian das Loch vorher schon mit: „Das sieht nach Kreuzbandriß aus!“ Und genau dieses Loch ist er dann mit einem Bein seines Gartenstuhl geraten. Die Motte sah wirklich preisverdächtig aus. Gegen 0300 Uhr machte Florian dann Anstalten nach Hause zu gehen. Ich bot mich gleich an ihn zu begleiten, denn auch an mir ist der Abend nicht spurlos vorbei gegangen. Man berichtete von diversen Ausrutschern mit den Augen (eins geschlossen das andere offen) und Sprachbehinderungen. Kann ich jetzt nicht bestätigen, aber wenn es bei solchen harmlosen Sachen bleibt, dann bin ich durchaus gewillt das zu akzeptieren. Ich hatte also wieder Prinzenpatrouille. Bei Florian zu Hause angekommen lud er mich spontan auf einen Kaffee ein. Erst wollte ich ja nicht mitkommen, weil ich mir schon dachte, das Patrizia ihre Ruhe haben wollte. Aber Florian bestand drauf und außerdem sei Patrizia schon auf Nachtschicht. Naja, dann. Ab zu Florian und leckeren Kaffee trinken. Als wir dann oben waren sollten mich die Stimmen eigentlich stutzig machen die da aus Richtung der Küche kamen, aber was solls. Kaffee getrunken und Florian in die Wunder von den Google maps eingeführt. Der konnte es gar nicht fassen, wie ich die zum Laufen bekommen habe, da er Google earth gar nicht zum Laufen bekommen hat. Tja, gewusst wie. Und außerdem habe ich gleich die maps aus dem Inernet genommen. Die funktionieren überall. Als ich dann in meinem Bett lag, dankte ich Gott, das ich diese vier Tage überlebt habe. Der Sonntag kann kommen. Wieder einen Tag näher dran am Schützenfest!

Es sei hier noch zu erwähnen, das wir vom Fußball den Klassenerhalt geschafft haben. Wir haben zwar verloren aber unser direkter Abstiegskonkurrent auch und somit hatten wir einen Punkt mehr und bleiben in der klasse. Ob wir uns drüber freuen sollten wusste keiner so genau. Auf jeden Fall müssen wir was tun in der nächsten Saison!


Der Überfall der Schafe

30/05/2006

Kommen wir nun zu dem zweiten Eintrag für heute. Der vom Wochenende 19./20.05. So langsam rücke ich näher an die Gegenwart ran und dieses Mal kann ich mich noch recht gut an den Freitag erinnern. Morgen oder übermorgen kommt dann der Eintrag für letztes Wochenende. Das Vatertags-Wochenende. Ein langes Wochenende, also wird es bestimmte in langer Eintrag. Aber zurück zum Thema.

Freitag nach dem Training sollte noch irgendwas gehen. Ingo hatte gefragt, ob wir nicht alle zusammen was machen wollte. Christian hatte seine Freundin dabei und wollte aber lieber mit ihr nach Göttingen fahren. Nun ja, wir entschlossen uns dann kurzer Hand in den „Halben Mond“ zu gehen und dort noch ein Pilz zu kippen. Ich bin erstmal mit Ingo und Köppel mitgefahren und wir wollten uns dann mit den anderen im Mond treffen. Ingo mußte sich noch umziehen und Köppel fuhr nochmal kurz nach Hause. Ich wartete in der Zwischenzeit bei Ingo. Wir verabredeten uns dann so gegen 2140 Uhr. Aber der Köppel kam nicht. Philip rief an und fragte wo wir bleiben würden. Kurze Erklärung und wir warteten weiter. 15 Minuten später kam dann die erste SMS von Philip: „Wir sitzen hinten rechts in der Ecke.“ So ist er wenigstens nicht alleine, dachten wir uns. Köppel kam dann irgendwann um 2215 Uhr, er hatte noch ein wichtiges Telefongespräch. Alles vergeben und vergessen. Als wir dann auf dem Fußmarsch zum Mond waren klingelte erneut mein Telefon und Philip war schon wieder dran: „Ich will euch ja nicht auf den Sack gehen, aber langsam wird’s peinlich, wenn man hier seit 45 Minuten alleine sitzt und Bier trinkt!“ Ehrlich gesagt konnte ich mir ein kleines Grinsen nicht verkneifen. Da saß der arme Philip also ganz alleine im Halben Mond und schraubte sich ein Bier nach dem anderen rein. Aber als wir dann ankamen war alles wieder vergessen. Er hatte aber nur ein Bier Vorsprung. Beachtliche Leistung, wenn man mal bedenkt, das er bereits geschlagene 45 Minuten alleine da rum hängt. In der gleichen Zeit wären auf meinem Deckel bestimmt schon fünf Bier gelandet. Die Runde war recht lustig. Nachdem Köppel, Ingo und ich uns zu Philip gesellt hatten traf noch Thomas B ein. Die Bedienung war besonders gut drauf. Nach so Stilblüten wie: „Auch ein Bier oder ein Krombacher?“ hatte sie noch ein Highlight, als Thomas sie fragte ob er denn die Speisekarte haben könnte. Ihre Antwort: „Klar!“ kurze Pause „Aber es gibt nichts mehr zu essen.“ Beabsichtigt oder Unbeabsichtigt sei jetzt mal dahin gestellt. Zwischendurch rief mich dann nochmal der Florian an, der wissen wollte ob wir noch in die Werkstatt kommen würden. Da waren sie wieder die magischen Worte die einen kleinen Hebel in meinem Gehirn umlegten. Mein Gehirn stimmt wie ein Computer zu. Ich brauchte gar nichts mehr zu machen. Und schon stand die Verabredung. Anschließend unterhielt ich mich noch mit Florians Freundin ein wenig und schon konnte ich zurück zu meinem Bier. Als wir den Mond verließen war es schon 0200 Uhr. Ingo und Köppel gingen nach Hause und Thomas und ich gingen in die Werkstatt. Philip ist in der Zwischenzeit unpässlich geworden und mußte nach Hause. Da Köppel und Ingo in die eine Richtung mußten und Thomas und ich in die andere trennten sich unsere Wege. Köppel trieb sein altes Klingelpostspiel und drückte eine bestimmte Klingel mit den Worten: „Lauf Peter!“ auf den Lippen. Meine Beine gehorchten. Als wir am Ende der Straße angekommen waren, war ich auch gut fertig. Thomas verstand das alles falsch und drückte auf die nächste Klingel. Oh Gott, so schnell war ich noch nie in der Werkstatt. Dort angekommen trafen wir auf Schnitzel, Patrick, Florian und Patrizia. Die waren wohl vorher bei Michi auf dem Geburtstag. Kai konnte nicht mehr mitkommen, da er bei Michis Großmutter auf dem Sofa lag und neben seinem Kopf stand vorsorglich ein Eimer. Das läßt wahrlich tief blicken. Und ich sag noch, das er die Finger von dem Sekt lassen soll. Aber wer nicht hören will muß fühlen. In der Werkstatt bleib uns keine andere Wahl, als eine Flasche Havana zu bestellen, hört sich jetzt komisch an, ist aber so. Die anderen hatten schon eine Flasche Wodka am Start, also mußten Thomas und ich mit einer Havana nachziehen. Schmeckt ja auch viel besser. Der Abend entwickelte sich langsam und lief zum Höhepunkt auf, als Kathrin Schäfer samt ihrer Kurze-Rock-Freundin Kerstin Burkhardt (Jaaha, ich habe gelernt mir Namen zu merken!) auftrat. Wie immer wenn Kathrin in der Nähe ist verbesserte sich die Stimmung um Längen. Florian hatte sich in der Zwischenzeit auch übelst betrunken, da Patrizia vorzeitig nach Hause gegangen ist. Als dann Schnitzel und Patrick auch nach Hause wollten und ihn mitnehmen wollten, verkündetet er lauthals der ganzen Werkstatt das er lieber mit Pitsche nach Hause gehen wollte. Nun bin ich mir nicht ganz so sicher ob das eine Ehre oder eine Bürde ist. Aber ich sehe ja die Dinge immer von der Positiven Seite. Wir bleiben also noch ein wenig und kämpften mit der Havna Club Flasche. Ein harter Kampf und die Havana Flasche mußte einiges an Federn lassen. Als wir dann den Heimweg antraten hielten wir es dann doch für besser, ein Taxi zu nehmen, nachher kommen wieder einige Leute auf den Gedanken die Straße zu vermessen. Das Taxi hielt dann an der Kirche uns somit hatten alle Mitfahrer annähernd den gleichen Weg nach Hause. Thomas die eine Richtung und Florian und ich die andere Richtung. Wenn man denn dann mit dem Vollmer nach Hause geht, erlebt man immer was. Das erste Opfer von Klingelpost-Vollmer wurde Michi Nolte, dann kam Barney und abschließend dann das Waltersche Haus. Dort rechnete Florian natürlich nicht damit, das Wolfgang schon wach war und die Türe öffnete. Weglaufen war aber feige und Florian ist mutig stehen geblieben. Aber Wolfgang kannte solcherlei Eskapaden von seinen Söhnen schon und freute sich, das wir so schön stramm waren. Bei der Molkerei schlug ich dann ein Wettrennen zu Florians Wohnung vor. Er sollte außen rumlaufen und ich nehme die Abkürzung über Klingebiels. Diese war aber durch Zäune ein wenig versperrt. Los gings. Der erste Zaun war kein Problem der anschließende Jägerzaun auch nicht, wohl aber der Höhenunterschied. Aber sauber abgefangen, gings flugs weiter. Der letzte Zaun kam näher. Ich wollte gerade zum Klettern ansetzten als ich ein mähen von rechts unten hörte. Eine Rotte Schafe hatte sich um mich versammelt. Wo waren die hergekommen? Egal, der Zaun muß noch genommen werden. Geschafft, leichte Irritationen durch die Schafe, aber am Ziel. Florian war nicht zu sehen, also wurde erstmal geklingelt. Patrizia schläft bestimmt. :) Der Summer ging und aus dem ersten Stock ertönte ein gemurmeltes „Florian?“ Darauf ich: „Er kommt gleich, leg dich wieder hin!“ Und schon war er da und war dann doch ein wenig verwirrt, das die Tür offen war. Aber das dauerte nicht lange und wir waren oben und Florian machte einen richtig guten Kaffee. Aus der Ferne höre ich aber mein Bett rufen oder waren es doch die Schafe?

Den Tag über lief nicht viel. Ich war wieder bei Friede auf dem Bau und wir bauten Teile des Gerüst auf. Mehr ging auch nicht wirklich bei mir und selbst das war schon eine hoch anstrengende Arbeit. Ich sollte weniger trinken. Wer war das? Wer schreibt hier so einen Mist hin? Den erwische ich auch noch. Abends ging es dann zu David in die Gartenhütte, denn dort wollte er seinen Geburtstag rein feiern. Wie sollte es auch anders bei solchen Anlässen sein, feil vorher noch der Strom aus und Gleichmut zu einem Feuerwehreinsatz. Allerdings war der Einsatz nur ein paar Äste auf der Straße, die die Polizisten zu faul waren selber weg zuräumen. Eine kurze Verzögerung auf dem Weg in den Rausch. Sogar der Strom war wieder da. David hatte schon Panik, das er die ganze Fete absagen muß. Durch den Heizstrahler wurde es sogar mauschelig warm in der ganzen Hütte. Zeitweise ein wenig zu warm. Zu Beginn waren nur ein paar Gäste da, da Andre auch später gekommen ist, sein Keller ist voll gelaufen. Tja, so ist das als Hausbesitzer. Zum Glück bin ich nur Hausbesetzer. :) Großen Anklang fand den Abend das Grand Prix Lied, besonders bei Sense, der dann doch recht gut abging. Besonders zu späterer Stunde, als seine Holde schon zu Hause war. Morchel mußte sich in der Zwischenzeit erstmal ablegen, da die ganze Aufregeung zu viel war. Jens malte ihm währenddessen schöne schwarze Nasenflügel. Letztes mal war es ein Bärtchen eines bekannten Österreichers und diesmal halt schöne Nasenflügel. Der absolute Hammer ist aber, das der Morchel drei Stunden auf dem Sofa schlafen kann, dann aufsteht und einen halben Würfel Löwentor wegputzt. Ich hätte danach meinen Mageninhalt (wenn überhaupt noch was drin gewesen wäre außer Löwentor) auf dem Rasen verteilt. Laut meinem Telefon und dem darauf getätigten Anruf bei einem sehr guten Kaffeekocher war es 0618 Uhr als ich nach Hause ging. Sense meinte nur, das er sich gar nicht mehr hinlegen brauchte, da Elias eh bald aufstehen würde. Klasse, da würde ich glatt umfallen.

Der Sonntag war bestimmt von seltsamen Erinnerungen und Übelkeit. Ach ja, die dummen Sprüche darf ich natürlich nicht vergessen. :)


Vokke hat Geburtstag

30/05/2006

Schande über mich Große Schande. Jetzt habe ich seit drei Wochen das weblog schleifen lassen und so viele warten auf neue Einträge. Aber das soll sich jetzt ändern. Damit ich nicht noch mehr in Verzug gerate, zwinge ich mich jetzt dazu die vergangen drei Wochen schriftlich aufzuarbeiten. Trotz das ich vor einem neuen Computer sitze und America’s Army auf mich wartet. Wie konnte ich Online-Shooter bisher nur so liegen lassen. Aber genug der Schwafelei. Los geht’s mit dem Wochenende 12./13.05.

Hier geht’s schon los. So ganz sind meine Erinnerungen an den Freitag nicht mehr da. Ich weiß wohl noch das ich mit dem Felkl in der Werkstatt war. Und es doch recht spaßig war. Auf jeden Fall haben wir ganz schön getrunken und ordentlich Spaß gehabt. Am nächsten Tag mußte ich wieder bei Friede helfen und abends hatte der Vokke noch eingeladen. Der hatte nämlich Geburtstag. Das nächste Problem war, das Jensi an dem gleichen Tag auch seinen 18. Geburtstag feierte und da war ich auch eingeladen. Die Einladung sprach er wohl leichtsinnigerweise bei der letzten Leistungsspangen Abschlussfeier der Abschlussfeier aus. Also war damit zu rechnen, das die anderen der Leistungsspangengruppe auch da sein werden. Nun gut, man kann ja alles einrichten. Ich kam durch einige Dekorationsmaßnahmen in meinem neuen Wohnzimmer ein wenig später zu Friede, aber konnte dann dennoch gut mit anfassen. Als das dann endlich geschafft war ging es nach Hause und der Felkl wurde angerufen. Dieser lag noch ziemlich tief in der Scheiße und faselte was von er könne nicht mitkommen, da er immer noch im Bett liegen würde. Alles überreden half nichts er bestand darauf, das er zu Hause bleib. Gut, wenn er unbedingt will. Den Andre konnte ich dann doch noch überreden, da er auch rummemmte und lieber zu Hause geblieben wäre. Aber bei Andre gab es kein Erbarmen. Fabian war dann auch noch mit von der Partie. Wir trafen uns also um 2000 Uhr beim Bäcker und unterschrieben die Karte. Kurz darauf wurde bei Vokke einmarschiert und die Garage besetzt. Der Abend wurde von einer sehr angenehmen Runde Bergbräu dunkel eröffnet. Schöne Erinnerungen an vergangen Brauereibesichtigungen wurden wach und man schwelgte in Erinnerungen. Hach, das waren noch Zeiten. Gemütliche zwei Stunden bei Haffner in der Abschußbude und das Bier ging literweise in unsere Schlunde. Was zu Essen gab es glaube ich auch, aber das mit den Erinnerungen ist wie mit der Büffelherde. Die Schwachen müssen zuerst dran glauben. Ein Vorteil von Vokkes Garage ist, das man keinen Empfang hat. Geht man dann zum ersten Mal zum pinkeln vor die Tür explodiert das Handy von unbeantworteten Anrufen oder SMSen. So geschehen, weil die Verrückten bei Jensi’s Fete ewig angerufen haben und wollten das wir alle noch vorbei kommen würden. Aber noch war die Zeit nicht reif. Zuerst müssten die Bierreserven von Vokke noch ein wenig dezimiert werden. Andre schwächelte, da er mit dem Auto da war. Selber Schuld kann man da nur sagen. Aber ihm ging es nicht so gut. Das ich nicht lache. Das war nur die Angst vor dem Kater. Aber nachdem Andre dann gegangen war tauchte irgendwann Biensi von der Spätschicht auf. Er mußte ja leider bei Bock zu später Stunde arbeiten und verapsste so gute drei Stunden an trinken. Schwer aufzuholen. Aber bei Marco habe ich immer ein gutes Gefühl. Er legte auch gleich gut los, in dem er gar nicht viel Umweg über das Bier nahm, sondern gleich mit Bacardi loslegte. Der Anblick und der Geruch gefiel mir irgendwie und ich steig mit ein. Vokkes Bruder und seine Schwester mit ihrem Freund waren auch und versorgten uns anfänglich mit Grillgut und dann mit ihrer Gesellschaft. Naja, Vokkes Bruder kam dann irgendwann mit einer Falsche Havana um die Ecke. Jetzt hör ich doch die ganzen Leute schon wieder sage: „War ja klar!“ Aber nichts da. Ich habe nicht einen Tropfen von der Flasche getrunken, denn Vokke hatte einmal schon eine Bacardi Flasche offen und man muß ja nicht jede Falsche aufreissen. Außerdem war abzusehen, das ich sie eh nicht schaffen würde. Daher entschied mein klarer Verstand, das ich beim Bacardi bleibe. Gut gemacht. Vorerst! Gegen 0200 Uhr setzten Fabian, Biensi und ich in Marschrichtung Jensi’s Geburtstag, da wir uns da auch noch blicken lassen sollten. Ich forderte Vokke zwar auf mitzukommen, aber er wollte nicht, da in der Zwischenzeit ein paar Kumpels von seinem Bruder reingeschneit sind. Gut, muß er wissen. Aber ich bleute ihm ein, das er auf jeden Fall noch nachkommen soll. Als wir dann bei Jensi ankamen, standen auch schon die Grün-Weißen, ich meine natürlich die Blau-Weißen (hört sich ja doch irgendwie bayrisch an) da und sorgten für Ruhe. Einer der Nachbarn fühlte sich gestört. Jetzt mal im Ernst. Ich verstehe solche Leute nicht. Klar möchte man seine Ruhe haben, aber man kann doch auch mal vorbei gehen und fragen. Nein da wird dann gleich erstmal die Polizei gerufen. Wenn ich dann irgendwann mal verbittert bin und meinen Leben hasse, dann mache ich das vielleicht auch mal. Trotz das wir angetrunken waren, verzichteten wir auf blöde Sprüche. Obwohl ich ja ein paar gute auf Lager hatte. Aber dann hätte ich den Rest des Abends wohl auf der Wache Duderstadt verbracht. Als ich dann den Garten bei Noltens betrat bewahrheiteten sich meine Vermutungen. Die gesamte Leistungsspangengruppe war anwesend. Plus Regin. Der hatte bei den weiblichen Gästen wohl einen bleibenden Eindruck hinterlassen, denn einige fragten mich nach Alter, Wohnort und sexuellen Vorlieben aus. Die Namen lasse ich hier mal dezent unter den Tisch fallen. Und kaum habe ich mich mit Regin an einen Tisch niedergelassen stand aus heiterem Himmel eine Flasche Havana vor mit. Das Schicksal will es heute wirklich wissen und ich will ja das Schicksal nicht beleidigen und gab mich geschlagen. Was soll ich sagen, es war eine süße Niederlage. Nun verlassen mich meine Erinnerungen irgendwie. Ich kann mich noch dunkel daran erinnern, das ich mehrmals das stille Örtchen aufgesucht habe und dabei stach mir immer ein unglaublich gigantische Vase ins Auge. In ihr steckte ein immens große Blume. Und wenn mich eine Vase so sehr reizt, dann muß sie einfach mit raus genommen werden und die Blume an die Erstbeste verschenkt werden. Es ging nun mal nicht anders. Gegen 0500 Uhr wurde es dann auch Zeit, das man den Heimweg antritt. Biensi, Heike und ich sind dann also abgezogen und haben den Rest, der noch anwesend war sich selbst überlassen. Manch einer wird jetzt bestimmt aufhorchen, aber was ich dort noch gesehen habe, darf nicht niedergeschrieben werden. Andererseits würde ich eine Existenz zerstören. Als ich dann so auf dem Heimweg war und mich ehrlich auf mein Bett freute, rief mich der verrückte Bienst an. Ich solle noch vorbeikommen, bei ihm gibt’s Frühstück. Ja klar, ich bin voll und müde und gehe nochmal zum Bienst. Ohne mich. Ich war froh als ich zu Hause war.


Möchtegern-Jan-Ullrichs

12/05/2006

Man fährt so nichts ahnend mit seinem Auto auf der Landstraße entlang. Das Wetter ist, der Tacho zeigt 120 km/h und man will eigentlich nur mal eben nach Göttingen und etwas erledigen. Plötzlich taucht am Horizont ein häßlicher bunter Fleck auf. Beim Näher kommen werden die schlimmsten Befürchtungen wahr. Möchtegern-Jan-Ullrichs sind wieder unterwegs. Es sind Leute mit zuviel Zeit. Sie zwängen sich nach Feierabend in enge Trikots, bei denen man manchmal Sachen sieht, die man nie wieder vergisst, und kommen sich vor als fuhren sie bei der Tour de Eichsfeld mit. Würden sie bei der echten Tour de France mitfahren würden sie nach ca. einem Kilometer irgendwo im Graben liegen und nach einen Sauerstoffzelt schreien, aber hier in der Provinz da sind sie die ganz Großen. In Ihren Trikots sehen sie aus wie eine Leberwurst im Kunstdarm mit Werbeaufklebern drauf, aber Hauptsache was Hautenges an, damit bloß kein Windwiderstand aufgebaut wird. Man kommt also von hinten angerauscht und will sie elegant überholen. Doch was ist das? Gegenverkehr! Wie man es in der Fahrschule gelernt hat bremst man natürlich um die Radfahrer nicht zu gefährden. Vollkommen klar. Also in die Eisen getreten und von 120 km/h auf 40-50 km/h. Respektable Geschwindigkeit, muß ich neidlos zugeben. Das würde ich mit meiner Rixe nicht schaffen, aber ich presse mich ja auch nicht in hautenge Sachen und fahre damit auf einer Landstraße rum. Nun hängt man also hinter den Presswürsten und kommt nicht dran vorbei da entweder Gegenverkehr oder eine kurvenreiche Strecke folgt. Doch was erspähen meine Augen da, rechts neben dem Fahrbahnrand? Ein Radweg, schön breit, so daß ein Auto drauf fahren könnte. Und wo fahren diese Pfeifen auf ihren Rädern? Klar, auf der Landstraße, da wo normalerweise die Autos fahren sollten. Wenn man sich so einen crazy Anzug kauft erhält man dann automatisch die Genehmigung auf Landes-, Bundesstraßen und Autobahnen mit dem Rad zu fahren. Ich glaube es hackt. Warum eiern die Radpfeifen auf der Landstraße rum wenn Vater Staat für teure Steuergelder Radwege baut? Sind sich die Herren zu fein für den Radweg? Bei den irrsinnigen Geschwindigkeiten geht bestimmt der Asphalt der Radwege kaputt. Vielleicht wollen sie ja auch nicht mit dem Freizeit-Radfahrer gleich gestellt werden. Die können ja auf dem Radweg fahren, aber doch nicht so „ernsthafte“ Sportler wie unsere Jan Ullrich Imitatoren. Van mir aus können sie die ganze Straße haben, wenn ich dafür auf dem Radweg mit meinem Auto fahren darf. Darf ich aber nicht und so muß ich hinter Leberwürsten auf Drahteseln her fahren. Die Schlange hinter mir wird auch immer länger und so langsam macht sich der Frust breit. Einfach neben her fahren und ein kleinen Schlenker nach rechts und schon nehmen die Pedalritter das nächste Mal den Radweg. Aber so was macht man ja nicht, also bleibt man hinter den Radfahrern und übt Geduld. Man kann sie ja noch übel beschimpfen wenn man sie dann endlich überholen kann. Manchmal wünsche ich mir dann doch das man ein MG3 in ein Auto einbauen darf.


Ortsbrandmeister-Geburtstag

12/05/2006

Die Überschrift lässt ja auf einen geruhsamen Freitag hoffen. Aber wenn in einer Überschrift schon die Wörter Ortsbrandmeister und Geburtstag stehen, dann kann meistens nichts Gutes bei rauskommen. Es fing alles ganz harmlos an. Kai hatte Geburtstag und wollte ein wenig im Keller feiern. Ich habe mir also eine Flasche Wodka geschnappt und bin losgetigert. Nicht ohne mir meinen Vorsatz für den Abend einzubläuen. „Nur Bier, kein Schnaps!“ Denn am nächsten morgen sollte ich bei Friede auf dem Bau mit helfen. Da muß man ja frisch und ausgeruht sein, zumindest sollte man nicht allzu viel den Abend vorher getrunken haben, denn sonst kann harte Arbeit schnell seinen Tribut fordern. Nachdem ich dann also gratuliert hatte, bekam ich auch schon das erste Bier in die Hand gedrückt. „Klasse“, dachte ich mir so, „hier bleibe ich gerne!“ Es war natürlich klar, das es bei dem einen Bier nicht bleiben würde, aber als dann die Kozos eingeschenkt wurden sagte ich tapfer nein. Naja, ein wenig schielte ich schon auf die Schnapsgläser, aber ich mußte hart bleiben. Der Wille brach dann hörbar bei der zweiten Runde Kozos. Da die anderen schon ein paar mehr intus hatten half das ganze wehren und lamentieren nichts mehr und ich mußte einen mittrinken. Da ich ja vorher keinen getrunken hatte schüttete mir man großzügig einen Doppelten ein. Na herzlichen Glückwunsch. Aber es ging noch, solange keine Mischungen dazu kamen lief alles noch in geordneten Bahnen. Man trank also gemütlich und unterhielt sich nett. Alles in allem hätte es ein schöner Abend bleiben können. Bis jemand Keile-Günther an die Anlage gelassen hat. Ich glaube Günner muß nur in die Nähe der Anlage kommen und schon dreht sich der Lautstärkeregler von alleine auf maximalen Output. Das Rauschen weckte schlimme Erinnerungen in mir.  Dann war es soweit. Dr Pressure lief und es gab kein halten mehr. Dummerweise gab es auch welche die Keile-Günther anfeuerten und somit war es mit der Ruhe vorbei. Wummernde Bässe und kreischende Höhen verwöhnten das Trommelfell bis damit drohte gleich zu platzen. Unterhaltungen waren nicht mehr möglich. Man mußte schon ein Meister im Lippenlesen sein um sich mit seinem Gegenüber vernünftig zu unterhalten. Ich bin echt am überlegen ob ich nicht eine Zeichensprache lerne. Ist in solchen Fällen sehr von Vorteil zumal das Lippenlesen bei Betrunkenen bestimmt doppelt so schwierig ist, da der Lall-Faktor noch dazu kommt. Da ich nun durch den unglaublichen Lärmpegel verwirrt war nutze Kai die Gunst der Stunde und hielt mir eine Falsche Havana Club unter die Nase. Das wars. System overload! Meine Augen gaben die visuellen Eindrücke an das Gehirn weiter. Leider hat die Leber eine Überwachungseinrichtung installiert und kappte frühzeitig die Verbindung. Bevor das Gehirn den Befehl zum Ablehnen gab, hat die Leber schon alle Maßnahmen in die Wege geleitet und meine Hände machten schon die Mischung klar.  Mein Gehirn schmollte ein wenig und erinnerte den Rest des Körpers das man am nächsten Tag bei Friede buckeln mußte. Keiner hörte mehr auf das Gehirn und es ging fröhlich der Havana Club den Schlund runter. Die Lautstärke der Musik war mir in der Zwischenzeit auch egal geworden. Allerdings vollführte Günner jetzt die Disziplin „Mischung machen aus 1,5 m Abstand“. Das glas stand auf der Theke und Günner versuchte aus einer Höhe von geschätzten 1,5 m die Getränke in das Glas zu bekommen. Funktionierte nicht ganz so gut, wie man sich das jetzt vorstellen möchte. Aber er hat das Glas voll bekommen. Dumm nur, das immer mehr Alkohol ins Glas kam und somit weniger Zumischung. Was dann wiederum bewirkt, das man noch weniger treffen kann und man noch härtere Mischungen bekommt. Ein Teufelskreis der ein schlimmes Ende genommen hat. Günner war dann irgendwann richtig voll. Weitere Aktionen sollen hier verschwiegen werden. Eins muß aber noch erzählt werden. Kai und Philip waren damit beschäftigt im Vorraum der Garage etwas wegzuwischen, was eventuell Die Schuld von Keile Günther war. Keile mußte natürlich nachgucken und haut sich schön auf die Fresse und landet direkt auf den nassen Fliesen. Sein Gesicht und sein Aufzug als er wieder in den Partyraum gekommen ist, war Gold wert. Irgendwann bot ich ihm an, das ich ihn nach Hause bringe, da er doch sehr angeschlagen war. Wir sind dann losgegangen und auf halbem Wege wollte er dann doch noch mal in den Jugendraum, wahrscheinlich weil da seine Freundin war. Aber der Weg war mir zu weit, also habe ich ihn alleine gehen lassen. Am Sonntag hab eich dann erfahren, dann das er vorm Jugendraum gesessen hat und den Mädels, die gerade aus der Werkstatt gekommen sind, gesagt hat alle anderen wären im Jugendraum. Tja, Fantasie muß man haben. Irgendwann verschwand dann Philip und Kathrin Schäfer trat auf in Begeleitung von ihrer Freundin Kathrin die einen extrem kurzen Rock an hatte. Viel Alkohol, ein kurzer Rock die Reaktionen waren vorprogrammiert. Florian der neben mir saß, meinte nur das er noch nie so lange Beine gesehen hat. Und in gewisser Weise hatte er schon Recht, aber es sollte noch besser kommen. Irgendwann bewirkte der Alkohol das Florian sich unheimlich sicher fühlte und er versuchte Kathrin unter den rock zu gucken. Aber da hat er die Rechnung ohne seinen Gleichgewichtssinn gemacht. Der half ihm nämlich dabei, indem er nach vorne überfiel. Frank fing ihn dann aber sicherheitshalber auf. Sonst hätte unser Noch-Prinz ernsthaften Schaden genommen. Allerdings war das auch die letzte große Aktion an die ich mich noch klar erinnern kann. Alles weiter ist unter einen unscharfen Schleier verborgen. Ich weiß nur noch das ich mit dem Florian nach Hause gegangen bin und als ich mich in s Bett gelegt habe zeigt meine Uhr 0408 Uhr. Klasse, bald darf ich buckeln gehen.
Gefühlte fünf Minuten später klingelte der Wecker und ich durfte aufstehen um Schubkarren voll Kies bei Friede zu schieben. Wahre Begeisterungsstürme lösten die Kopfschmerzen in meinem Kopf aus. Aber da hilft kein Jammern, da muß man aufstehen und eine schönes aufgebackenes Brötchen mit Bresso essen. Kommt nicht wirklich gut. Das Buckeln war so eine Sache. Auf der einen Seite wäre ich schon gerne im Bett geblieben, aber so half die harte Arbeite den Alkohol aus meinem Körper zu vertreiben. Ich habe dann auch nur vier Flaschen Wasser bei Friede weggeputzt. Und das nur bis 1600 Uhr. Harte Arbeit, Nachdurst, das nächste Mal trinke ich gleich aus der Regentonne. Der Abschluß machten dann zwei schöne kalte Hefe in der Baubude. Die waren echt Klasse. Tja, dann nach Hause und als ich auf dem Sofa lag wollte ich einfach nicht mehr hoch. So schlimm es sich jetzt anhören sollte. Ich habe am Samstag nichts mehr gemacht. Ich wollte mir Buffy angucken und bin in der zweiten Werbepause schön eingerunzelt. Verdammte Arbeit, die hat mir das ganze Wochenende kaputt gemacht. Gegen 0130 Uhr bin ich dann aufgewacht und habe mich ins Bett gelegt. Ende vom Lied. Am Sonntag war ich um 0800 Uhr wach. Toll, was macht man mit so einem Tag? Ich muß nochmal ein ernstes Wörtchen mit meinem Körper reden. So geht das ja nicht. Einfach fertig sein und abends nicht mehr hoch kommen.


Der Tag der Arbeit

05/05/2006

Das Maifeiertag-Wochenende. Endlich mal wieder ausruhen von dem ganzen Streß. Das gute Wetter genießen und sich gepflegt die Mütze zu hauen. So feiert man doch gerne den Tag der Arbeit. Nichts da mit langweiligen Maikundgebungen in überfüllten Fußgängerzonen. Leiber im garten sitzen sich die Sonne auf die Glatze scheinen lassen, gepflegt ein Pils trinken und ein paar Schweineteile über einen Grill jagen der ungefähr 1000°C hat. Doch vor diesen angenehmen Zeitvertreib hat der leibe Gott das Wochenende gestellt. Dieses fing ungewohnt hart an. Und zwar am Mittwoch. Mittwoch, fragen sich jetzt einige. Ja, richtig gehört, ich mußte Überstunden abbauen. Wer lacht da? Mittwoch abend fuhr ich dann mit Schnitzel, Kai und Thomas ins Thanners. Die Betonung liegt hier auf: „Fuhr ich mit Schnitzel“. Denn der Arme mußte am nächsten Tag arbeiten, hat sich aber zum fahren angeboten. Solche Angebote nimmt man doch gerne an. Abends stellte sich dann heraus, das alle anderen arbeiten mußten, außer mir. Aber denen war es egal und mir erst recht. Mittwochs im Thanners, das habe ich eine Ewigkeit schon nicht mehr gemacht und es wurde mal wieder Zeit. Als wir diesen heiligen Boden betraten, machte sich mein Mund schon wieder selbstständig und bestellte wie von selbst ein Hefe. Der Laden hatte also seinen Zauber noch nicht verloren. Wir konnten einen Tisch in der Thekennähe ergattern. War auch nicht sonderlich schwer, da noch nicht allzu viel los war. Aber der Weizennachschub ging gut von der Hand. Und das Thanners ist auch dafür berühmt berüchtigt, das dort immer recht ansehnliche Mädels unterwegs sind. Und genau zwei von denen setzten sich in mein Blickfeld. Mich sollte es nicht stören. Bis eine plötzlich auf mich wies und einige Sekunden später drehte sich die andere um. Hatte sie etwa meine Weizengeschwängerten Blicke mißverstanden? Ich guckte doch nur in die Richtung weil ich Philip nicht die ganze Zeit angucken wollte. Was nun, Panik machte sich breit. Die Toilette war immer eine gute Möglichkeit. Außerdem drückte Blase gerade sehr unangenehm. Die Weizen forderten ihren Tribut. Als ich zurückkehrte waren die Mädels weg, aber ein neues Hefe stand auf meinem Platz. Der Abend war dann doch noch gerettet. Wie hätte ich auch mit ihnen reden sollen, wenn ich die ganze Zeit von einem Bein auf das andere gesprungen wäre. Und was hätte ich auf die Frage was ich denn da mache antworten sollen? Ausdruckstanz? Der Toilettengang war wirklich notwendig. Da kann ich dann natürlich wenig zu wenn die feinen Damen einfach weggehen. Vielleicht wollte sie ihrer Freundin auch nur jemanden zeigen für den sich ein Standortwechsel lohnen würde. Schnitzel wollte um 0100 Uhr nach Hause fahren und gegen 0130 Uhr waren wir dann auch schon beim Dönermann. Der hatte dann auch sehr leckere kleine Peperoni auf dem Tresen stehen. Alle Warnungen zum Trotz (Vorsicht! Extrem scharf! Tschernobyl) steckte ich mir zwei Stück davon in den Mund. Glücklicherweise kann ich ja eh nichts mehr schmecken. Philip nahm nur eine und lief weinend zum Auto.

Am Donnerstag hatten wir eine Einsatzübung bei einem örtlichen Großindustriellen, der in der Prothesenbranche tätig ist (Ich will ja hier keine Schleichwerbung machen). Dort traf ich auf Patrick, den Jugendfeuerwehrwart aus Hilkerode. Wer sich leicht an den Beginn meines weblogs zurückerinnert dem kommt die Abschlußfeier der Leistungsspangentruppe in die Gehirnwindungen. Genau davon wollten wir ja immer mal ein Revival, sprich eine Abschlußfeier der Abschlußfeier, machen. Tja und die wurde dann kurzer Hand auf Freitag verlegt. Kurz abgecheckt ob alle Zeit haben und alles war klar. Ach ja, ich hatte ja eh die Woche frei und konnte abends dann noch ein paar Bier trinken.

Die Nachfeier der Nachfeier sollte dann in Hilkerode stattfinden. Schlimm genug. Ich machte vor diesem Termin drei Bedingungen klar. 1. Bier! 2. Kein Trockeneis! 3. Kein Singstar! Als wir dann freundlicherweise von Kai nach Hilkerode gefahren wurden hatte ich ein ungutes Gefühl. Jensi und Matze waren schon in Vorfreude und Schnitzel lachte mich immer noch wegen Mittwoch aus. Als wir das Feuerwehrhaus betraten sah ich schon das große Übel. Die Playstation 2 und die Micros. Soso, so wird sich also an meine Bedingungen gehalten. Gut, dann nehme ich mir erstmal ein Bier. Patrick: „Wie Bier? Ich habe jetzt nur so Bier-Mix-Getränke!“ Sollte hier noch irgendwo Trockeneis rumstehen, dann werde ich zum Berserker. Aber das gabs Gott sei Dank nicht. Aber Regin besorgte dann noch irgendwo Bier her. Der Anfang machte dann erstmal eine Runde mit solchen komischen Buzzern. Ein Musikquiz. Da sollten sich die anderen aber warm anziehen. Ich lag auch ganz gut im Rennen, bis dann diese dämliche Runde mit den langsam aufdecken Fragen kommt. Und alle anderen immer schneller drücken und dann auch noch die richtige Antwort haben. Verflucht, doch nur zweiter geworden. In der Zwischenzeit sind dann auch die Immingeröder angekommen. Die haben dann gleich mal die zweite Runde gespielt und Schnitzel, Regin und ich haben uns betrunken. Meine gesetzte Zeit um mit Mischungen anzufangen war 2200 Uhr. Um 2130 Uhr drückte mir Regin eine Mischung Wodka Red Bull in die Hand. Unter lautem Protest trank ich sie dann. Währendessen wurde es auch 2200 Uhr und Rogge bot sich an mir eine zweite Mischung zu machen. Ich sagte ihm das ich aber gerne Bacardi hätte. Er sagte kein Problem. Dann kam er zurück und drückte mir eine Mischung Bacardi Red Bull in die Hand. Ich wusste nicht was ich sagen sollte. Rogge auch nicht und ging wieder. Naja, es wäre zu Schade um den Bacardi wegzuschütten, deshalb trank ich die Mischung. Und sie schmeckte leicht fruchtig. Obwohl vorher nichts anderes (Multivitaminsaft) im Glas war. Seltsam. Aber es sollte die letzte Mischung dieser Art werden. Hinterher ging ordentlich Cola Bacardi rein. Und wie sollte es anders sein, mußte ich dann auch wieder singen. Allerdings entzieht sich die Auswahl der Leider meines Gedächtnisses. Ich kann mich noch dunkel daran erinnern, das was von Queen dabei war. Und das Regin Angst davor hatte, weil es zu schnell war. Haha, Angsthase. Queen-Lieder kennt man eh auswendig. So, nun kommt was an das meine ich mich zu erinnern, aber ich bin mir nicht sicher. Das kann ich auch geträumt haben. Wenn es denn so war, war es ein ziemlich realistischer Traum. Ich bin der Meinung das wir hinter dem Feuerwehrhaus noch Mülltonnenlaufen gespielt haben. Also Mit einem Finger auf den Boden zeigen, sich um die eigenen Achse drehen und dann irgendwann loslaufen. Ob ich da mitgemacht habe oder nicht, kann ich nicht sagen. Ich weiß auch nicht wann wir in das Taxi nach Hause gestiegen sind. Oder besser gesagt für die anderen gings nach Hause und für Schnitzel und mich gings in die Werkstatt. Aber ich glaube ich habe das Taxi bezahlt. Es war gähnende Leere in der Werkstatt, aber wenn man erstmal den Pegel von Schnitzel und mir erreicht hat geht an einer weiteren Flasche Wodka nichts vorbei. Die teilten wir uns mit einem Fuhrbacher, den ich nur vom sehen her kannte. Auch egal, hauptsche rein in den Kopf. Das waren dann auch schon die einzigen Erinnerungen an die Werkstatt und den Rest vom Freitag abend. Der ganze Schnaps hat mir dann doch ein wenig das Bein gestellt.

Samstag morgen, der Kopf hämmert und das Handy klingelt. David fragt ob ich schon Getränke besorgt habe. Erster Gedanke: Oh shit! Zweiter Gedanke: Oh shit! Das aufstehen war noch das leichteste an dem Morgen. Die Organisation war fast unmöglich, aber ich habs geschafft. Als ich meine Jacke anzog fiel mir ein Schaumstoffußball in meiner Jackentasche auf. Ein weiteres Rätsel vom Vorabend. Wo hatte ich das Teil denn her. Der Freitag sollte echt mal rekonstruiert werden. Schade, das sich keiner mehr voll und ganz an ihn erinnern kann.  Ich sollte meine Idee mit der Mini-Videokamera wieder aufgreifen. Manchmal könnte es echt ganz witzig werden. Nachdem ich Getränke besorgt hatte und auch alles andere was man für eine ordentliche Tag-der-Arbeit-Feier benötigt fiel mir etwas Grausames auf. Verdammt ich hatte nichts mehr zu trinken zu Hause. Das bedeutete nur ein. Ich mußte noch mal in die Einkaufshölle vor dem Feiertag. Alle Leute scheinen zu glauben, das es nach jedem beliebigen Feiertag nichts mehr zu kaufen gibt. Oder das man plötzlich etwas braucht und man hat es nicht im Haus. Was passiert wenn der Opa auf einmal Lust auf Rosinen in Speck-Sauce mit Banangarnitur hat und man hat eine Zutat (Vanillin-Zucker) nicht im Haus? Er rastet aus und holt das gute alte MG42 aus dem Keller und holzt die Nachbarschaft um? Wohl eher nicht. Aber es hilft nichts, ich brauchte was zu trinken. Zum Penny gings, denn da wird bestimmt nicht so viel los sein, da gibt’s ja auch nicht so viel. Falsch gedacht. Überall volle Einkaufskörbe. Und ich hatte keine Schrotflinte dabei. Der absolute Horror. Nach sage und schreibe einer halben Stunde anstehen für einen Sechserträger Pepsi light konnte ich dann der Hölle entkommen. Man muß jetzt dazu sagen, das ich tierische Kopfschmerzen und Magenprobleme hatte. Ein nicht sehr angenehmes Anstehen. Der Samstag abend war dann mit Terminen gepflastert. Um 1800 Uhr war ein Fußballspiel um 2000 Uhr war die JHV des Karnevalsvereins und um 2100 Uhr wollten wir uns schon in der Stadt treffen. Nach der 1. Halbzeit bin ich dann zur JHV gefahren. Dort habe ich dann erstmal wieder zu einem weitern Jahr Elferrat zugestimmt. Wenn man einmal nicht aufpasst und vorher genügend Biere getrunken hat ist man schon wieder verhaftet. Dann um 2100 Uhr hat mich Ellen abgeholt und wir trafen uns mit Christian, Sabrina, Köppel, Näppchen, Ingo und Anne im Ambiente. Die Platzverhältnisse waren leicht beengt. Da Pokalfinale war. Leider konnte ich nichts sehen, da ich die Leinwand quasi auf meinen Schultern trug. Aber die Weizen gingen auch so ganz gut rein. Da Christian seiner Freundin ein wenig was bieten wollte, sind wir dann nach einiger Diskussion in die Werkstatt. Ellen fuhr also die erste Truppe (Christian, Sabrina und mich) hin und wollte dann die zweite Truppe holen. In der Werkstatt war eher so was wie ein Totentanz. Wir dachten uns das wir erstmal auf die anderen warten. In der Zwischenzeit rief dann Ingo an, das David, Jens und Morchel gerade ins Ambiente gekommen waren. Nun gings los. Kurze Diskussion mit Christian und Sabrina. Und es wurde entschieden, das die Beiden nach Hause fahren und ich ins Ambiente zu den anderen gehe. Die Zwei sind also ins Taxi eingestiegen und ich habe mich auf den Weg gemacht. Gleichzeitig telefonierte ich noch mit Ingo, das ich unterwegs sei. Der wiederum sagte mir, das jetzt doch alle in die Werkstatt kommen würden und wir da richtig Party machen. Das Taxi war gerade am wenden, als ich es im Sprint eingeholt hatte. Ich brauchte ein Sauerstoffzelt und Christian und Sabrina sind aus dem Taxi wieder ausgestiegen. Als die anderen dann kamen stand auch schon die Flasche Wodka auf der Theke. So richtig Stimmung wollte aber dennoch nicht aufkommen. Trotz Synchrontänzen auf der Tanzfläche. Als jemand der schon öfter in der Werkstatt war fällt mir dazu nur ein Begriff ein: Schaurig. Wir wollten halt die Flasche trinken und dann wieder nach Hause gehen. Eigentlich ein ganz guter Plan, allerdings kamen dann irgendwann Schocker, Morchel und Görtler noch in die Werkstatt. Schocker hat natürlich gleich mal eine weitere Flasche Wodka geordert. Als wir unsere dann alle hatten und uns auf den Weg machen wollten. Hielt mich Schocker fest und ich mußte noch da bleiben. Naja, ich mußte ja nur um 0600 Uhr aufstehen und der Feuerwehrfahrt einen guten Verlauf wünschen das klappt schon. Im Verlauf des weiteren Abends wurde ich aber gar nicht so richtig stramm. Das könnten eventuell die Nachwirkungen des Freitags sein. Dafür waren die anderen aber megahacke. Schocker fiel zum dritten Mal in der Werkstatt um und dann sagte der Rausschmeißer nur, das wir nach Hause gehen sollen. Ich zog mir also noch die letzte Mischung rein und ab gings. Vor der Werkstatt hat sich dann erstmal der Morchel auf den Asphalt gelegt. Toll, das kann ja eine lustige Heimfahrt werden. Schocker wollte auch noch allen Ernstes zu Fuß gehen. Aber ich habe sie dann doch irgendwie ins Taxi bugsiert. In Westerode angekommen machte Morchel die Tür auf und fiel der Länge nach hin. Ich habe erstmal die Taxifahrerin bezahlt und dann den Morchel an den Füßen unter dem Taxi raus gezogen. Dort war er nämlich hingefallen. Dann kam das nächste Problem. Wie bekommen wir jetzt den Morchel nach Hause. Görtler und Schocker waren keine große Hilfe und nachdem ich erstmal ein paar Beweisfotos geschossen habe, habe ich Morchels Schwester angerufen. Die soll ihren kleinen Bruder wach machen und mit einer Schubkarre zum Bäcker kommen. Damit wir Markus nach Hause bringen können. Nun hieß es warten. Nach 10 Minuten regte sich der Morchel wieder und schlurfte Richtung Heimat. Wir begleiteten ihn noch, damit er nirgends liegen bleib und kurz bevor wir bei ihm zu Hause ankamen, kamen uns auch schon seine Schwester und seine Mutter mit einem Bollerwagen entgegen. Markus erkannte die heikle Situation und ging gleich ins Bett ohne über Los und ohne 2000 € einzuziehen. Dann gings endlich nach Hause. Ankunft auf dem Sofa: 0500 Uhr
Der Wecker klingelte um 0600 Uhr. Ich wollte aufstehen um der Feuerwehrfahrt ein guten Verlauf zu wünschen. Da konnte ich ja leider nicht mitfahren. Allerdings wollte mein Körper nicht so richtig und entschloss, es wäre besser für ihn sich ins Bett zu begeben. Dort fand ich dann die wohlverdiente Ruhe. Bis um 0730 Uhr das Telfon klingelte und Schnitzel mich übel beschimpfte wo ich den bleibe zum winken. Was ich ihm alles erzählt habe, weiß ich gar nicht mehr so genau auf jeden fall muß es ganz schön genuschelt gewesen sein. Um 1000 Uhr mußte ich dann aufstehen, denn wir wollten ja in den Tag der Arbeit reinfeiern. Geduscht, Klamotten gepackt und ab gings zu David und Ellen in den Garten. Dort angekommen mußte ich feststellen, das nur David und Ellen das mit der Pünktlichkeit etwas genauer nahmen. Der Rest war nämlich noch nicht da. Aber ich konnte ja schon mal anfangen meine Musikanlage aufzubauen. Dazu ein kleines Pils und der Tag war mein Freund. So ging es dann munter weiter. Die Musik lief und das Pils ebenso. Zwischendurch kam dann auch mal etwas Gegrilltes in meinen Magen, denn so ganz ohne feste Nahrung ging es dann doch nicht. Nadine kam dann ohne Ehegatten um die Ecke und ich dachte schon das Andre etwas sehr schlimmes zugestoßen sein mußte, wenn er sich den Maisprung entgehen lässt. Florian hatte Geburtstag und Andre wollte hin zum gratulieren. So ein Sack, da hätte er auch mal Bescheid sagen können, dann wäre ich nämlich mitgegangen. Aber wenn er lieber alleine trinkt, bitte. Er wollte ja auch nicht lange da bleiben. Nicht lange hieß dann ca. 2,5 Stunden oder 6 Bier und 6 Schnaps. Aber das war ja nur die Grundlage für den Tag. Es hätte ein richtig schöner Tag werden können, aber nein, es mußte ja anfangen zu regnen. Und es wurde kalt. Mit einem weinenden Auge legte ich meine Kutte weg und zog dann meine Winterjacke wieder an. Meine Kutte stammt noch aus meiner Schulzeit und hat stilvolle Metallica-Aufnäher dran. Das waren noch Zeiten. Dementsprechend sieht sie auch aus und meine Mutter wollte sie schon mehrer Male wegschmeißen. Ein solches Kulturgut einfach dem Mülleimer zu übergeben. Ein Frevel sondergleichen. Diese Jacke wird dann immer am 1. Mai und am Vatertag hervor geholt und einen Tag kann ich wieder in alten Zeiten schwelgen. Herrlich. Trotz der Kälte hielt sich die Gesellschaft rechtlange zusammen. Doch irgendwann gehen auch die Harten nieder. Zu späterer Stunde kam dann der Sense noch mal vorbei. Er hatte am Nachmittag schon mal mit Elias und Jasmin reingeguckt und jetzt war er ohne Begleitung da. Do gingen dann noch ein paar Bier rein. Und wie es so kommen mußte wurde wieder heftigste angefangen zu diskutieren. Ich zog mich wohlweißlich an meinen Laptop zurück und lauschte der Musik. Ach ja, gegen 1530 Uhr (gesetzte Zeit war 1500 Uhr, ein Krocket-Spiel ist dazwischengekommen) bin ich auf Havana Club umgestiegen. Aber es waren harmlose Mischungen, denn ich mußte ja den Tag überleben. Ich machte dann so ein wenig Musik vor mich hin und zwischendurch wurde ich immer mal wieder gefragt was den wichtiger sei Öl oder Weizen. Und was ich noch so alles auf eine Insel mitnehmen würde. Erste Antwort: Eine Kiste Bier die niemals alle wird. Also war eine hochinteressante Diskussion im Gange. Später dann telefonierte ich noch mit Ingo, der gerade im Ambiente unterwegs war und auf dem Weg in das Schützenhaus war. So wie ich es aber raushören konnte waren beide Events nicht so prickelnd (Acapella im Ambiente (?!?!?!) und Kinderdisco im Schützenhaus). Zum krönenden Abschluß kamen dann noch Schnitzel, Thomas und eine Horde jüngerer Mädels vorbei. Schnitzel, der Gute, hat mir doch tatsächlich von der Feuerwehrfahrt ein Schnapsglas mitgebracht. Sie waren nämlich noch in der Nordhäuser Kornbrennerei und da hat er dem Führer ein Glas extra abgeschwatzt. Irgendwann war dann auch bei David und Ellen Schluß und man begab sich nach Hause. Einige jedenfalls. Andere mußten noch bei ehemaligen Elferratsmitgliedern einkehren, aber über das alles wird der Mantel des Schweigens gehüllt. Manche Dinge sind einfach nicht für die Öffentlichkeit bestimmt.

Der Tag der Arbeit ging dann so los, wie jeder andere Sonntag. Ein komisches Gefühl im Magen und so langsam machte mein Körper Anstalten zu sagen, das es so nicht weiter geht. Also ein guter Tag um mit der vom Doktor verschriebenen Antibiotika-Kur zu beginnen.


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