Das frühe Aufstehen hat ein Ende (vielleicht)

Was soll ich jetzt vorher wieder langwierige Ausreden auf den Tisch bringen. Man kann sich ja eh schon denken wie mein Wochenende war. Hart, wie immer. Die Illusion das ich Freitags mal nichts mache und mich genügend ausruhe um für den Grundlehrgang fit zu sein gebe ich mich schon lange nicht mehr hin. Irgendwie passt es immer das an diesen drei Wochenende gerade was läuft. Also auch an diesem Wochenende. Aber es ist dann auch das letzte Mal Truppmann-Ausbildung Teil 1 für dieses Jahr. Im nächsten Monat geht es dann weiter mit der Truppmann-Ausbildung Teil 2. Also die Granaten vom letzten Jahr kommen in die zweite Runde. Aber fangen wir mal beim Freitag an. Das übliche Prozedere nahm seinen Lauf. Von der Arbeit nach Hause schnell was in den Magen geworfen und sich abgekärchert. Gegen 2030 Uhr habe ich mich dann in Richtung Sportplatz begeben um zu gucken ob ein paar von der Mannschaft Bock hätten irgendwo was trinken zu gehen. Ingo hatte ja schon ein paar Andeutungen gemacht, als er am Dienstag bei mir war und sich „Die Insel“ mit Scarlett Johansson (Hier gibt’s von mir ein Daumen nach oben für Scarlett in dem Film. Köppel und bestimmt auch Ingo werden meine Meinung bestimmt bestätigen) mitgenommen hat. Leider war Ingo nicht da, denn er hatte Probleme in der Leistengegend. Verdammt, naja dann muß ich wohl auf das ursprüngliche Angebot von Kai zurückkommen und mit in die Werkstatt gehen. Hilft ja nichts! Zu Hause kennt man mich schon. Also noch ein paar Bier im Sporthaus getrunken und ab gings Richtung Jugendraum, von wo wir aus starteten. Kaum waren wir in der Werkstatt angekommen vielen gleich mehrere junge Mädels über Kai her. Schnitzel, Patrick und ich orientierten uns erstmal Richtung Theke, da wo die wahren Schätze sind. In einem Bruchteil von einer Millisekunde stand dann auch schon die Flasche Wodka vor mir auf dem Tisch, bevor ich überhaupt sagen konnte, das ich was anderes trinken möchte. Alles lamentieren half nichts, das Geld war weg und jetzt mußte ich halt Wodka Red Bull trinken. Nun gut, dann muß ich halt das Beste draus machen. Da ich erstmal einen ordentlich Zug vorgelegt hatte, war die erste Flasche auch schon verbraucht. Meine Hoffnung lag ja ein wenig da drin, das wir jetzt eventuell was anderes holen. Aber das war ein Wunschtraum, wie heißt es so schön die Hoffnung stirbt zuletzt, sie ertrank in einem See aus Wodka Red Bull. Man trank also so gemütlich vor sich hin, bis plötzlich mein Handy klingelte, ich haßte es schon von Anfang an. Wer könnte es sein? Mein ehemaliger Spieß, der mich für einen Spezialeinsatz braucht (OG Gerhardt, wir haben hier ein 1000 l Faß Bier und schaffen es nicht, melden sie sich sofort in ihrer Kompanie), Die Kölner Haie, die einen neune Starstürmer brauchen? Es war Jensi, einer der Schergen die ich in der Grundausbildung habe. Lallend versuchte er mir klar zumachen, da ich  nicht so viel trinken sollte, da ja am nächsten Tag Grundausbildung war. Ja klar, das sagt der Richtige. Das Telefon klingelte noch ein paar mal und jedes Mal war Jensi dran und versuchte mir was zu erzählen oder vorzusingen. Die absolute Krönung war, als eine Freundin von Jensi vor mir stand und fragte ob ich Peter sei! Jetzt klingelten alle Alarmglocken. Ich wollt es erst leugnen, aber das hat ja keinen Sinn. Sie drückte mir ihr Handy in die Hand und dran war Jens der mir zum wiederholten Male sagte ich solle nichts trinken, ich verstand ihn kaum noch. Sie sagt es mir auch nochmal und verschwand. Manche Leute müssen sich echt Sorgen machen. Der weitere Abend verlief dann ohne weitere Vorfälle. Ich traf noch Martin Kellner, einen ehemaligen Spieler von uns, der jetzt in Köln, glaube ich, Personal-Trainer ist. Er war mit seinem Zwillingsbruder da. Erst wollte ich es nicht glauben, da die zwei sich absolut nicht ähnlich sahen, aber es stimmt. Klar, weiß ich das es zweieiige Zwillinge gibt, aber eine gewisse Ähnlichkeit muß doch da sein! Im Bett war ich dann so gegen keine Ahnung. Ich weiß nur noch das der kleine Zeiger auf der drei stand und der große Zeiger sich ganz schnell um Achse der Uhr gedreht hat.

0630 Uhr, der Wecker klingelt. Im günstigsten Fall habe ich 3,5 h geschlafen im ungünstigsten 2,5 h. Eine wahre Steigerung wenn man meine letzten Samstage beachtet. Und diesmal war ich sogar pünktlich am Feuerwehrhaus. Wenn ich jetzt sage das es mir gut ging, dann müßte ich nur drauf achten, das ich nicht unter freiem Himmel stehe, damit mich kein Blitz trifft. Die Sprüche die ich an die Ohren bekam, als ich die anderen Ausbilder traf kannte ich alle schon. Also schnelle einen Kaffe gekippt, auf die Uhr geguckt, festgestellt, das ich noch Zeit für eine leckeres Mettbrötchen habe und gegessen. Der Vormittag bestand in Wiederholung des gelernten. Also Rödeln bis der Arzt kommt. Nach dem Mittag gings dann zur Großübung immer ein Highlight. Nicht nur für die Lehrgangsteilnehmer, auch für die Ausbilder. Ich fuhr unser TSF und kam mir zwischen der Drehleiter und einem großen LF ein wenig verloren vor, aber egal, dafür fuhr ich den heißesten Reifen. Das Gemaule ging schon vor der Fahrt los. „Warum fahren wir nicht mit Blaulicht und Sirene?!?“, „So ’ne Scheiße!“. Natürlich wir fahren zu einer Übung mit Sirene durch den Stadtkern, aber sonst ist alles klar. Als wir dann das Gewerbegebiet erreichten und die öffentliche Straße verließen ging dann auch die große hupe und das Licht an. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaube bei machen wurde schon ein wenig die Hose feucht. Dumm nur, das auf den Straßen im Gewerbegebiet Kopfsteinpflaster liegt. Und zwar die tollen blauen Rundköpfe. Beinahe wäre mir der Bock abgehauen, aber ich habe ihn dann doch noch halten können. Das hätte was gegeben, Übungsfahrt und Pitsche legt den Bock auf die Seite. Die Übung verlief ganz gut, bis auf das mein Angriffstrupp die zu rettenden Schaumstoffpuppen für Müll gehalten hat und gleich erst mal zwei Stockwerke weiter nach oben gegangen ist. Es hat ihnen ja vorher auch keiner gesagt, das sie Schaumstoff retten sollen. :) Anschließend gab es dann noch die schriftliche Prüfung und den Ausbildern wurde schon mal ein Bier in die Hand gedrückt. Und glaubt mir, bei der Feuerwehr hilft kein wehren. Eins kann man ja trinken, denn ich mußte ja noch den Bock fahren. Die Prüfung war vorbei und anschließend wollten wir noch ein wenig zusammensitzen und trinken. Allerdings wollte ich vorher noch nach Hause und mich umziehen und den Bock wegbringen. Eigentlich sollte mich ja unser Ortsbrandmeister wieder hinfahren, aber der war schon stramm und saß bei meinem Nachbarn Titte in der Garage und trank. Nach dem ich mich umgezogen habe, bin ich also dort noch mal hin und habe ein Bier mit den ganzen Holzmachern getrunken. Anwesende: Titte, Pille, Carsten, Manni und Kai. Promillezahl: zweistelliger Bereich. Schnitzel fuhr mich dann wieder zur Wache nach Duderstadt. Dort war dann nicht mehr allzu viel los. Viele waren schon weg und hauptsächlich die Ausbilder waren noch da. Ach ja und der harte Kern, meine Gruppe. Lange rede kurzer Sinn, es wurde geschüttet, das war schon nicht mehr schön. Ich bin da nach grob geschätzten 2,5 h wieder raus und hatte 20 € auf meinem Deckel (Bier 1 €, Mischung 2 €) und hatte gut getankt. David und Ellen holten mich ab, denn wir wollten noch nach Göttingen. Ruben, Ellens Bruder saß schon im Auto und dann luden wir noch Jens und Steini ein. Wer auch immer mitgezählt hat, hat sich mit ziemlicher Sicherheit verzählt. :) In Göttingen sind wir dann in die Villa Cuba gegangen. Nette Bar, mit ziemlich coolem Ambiente. Mein erster Gang war Richtung Toilette, da die Fahrt doch recht holperig war und das ganze Bier drückte irgendwie an meiner Blase. Auf der Toilette wurde ich dann mit Revulotionsreden von Che Guevera berieselt. Nicht gerade das was ich Entspannung nenne, aber immerhin. Man trank und man aß. Ich brauchte nichts mehr, da sich das Hungergefühl vorm Durstgefühl versteckte. Hat alles seine Vorteile. Ellen bestellte sich irgendwas mit Schafskäse, aber bekam einen Salat. Nun ja, es war schon das richtige, aber der Schafkäse bestand nur aus einer kleinen Portion ungefähr so groß wie ein Spülmaschinentabs und der Rest von dem gigantischen Teller war mit Salat aufgefüllt worden. Die Begeisterung war unbeschreiblich. Mein erstes Getränk war ein Rum Sour. Ich guckte auf die Karte und da stach mir sofort ein Getränk mit Havana Club und sonst gar nichts außer Eis und Zucker ins Gesicht. „Haben wollen“, gab meine Leber von sich. Der Wunsch ist Befehl. Sehr lecker, aber ich mußte beim Bier bleiben. Teils durch den Preis und teils durch meinen Zustand. Die Wahl fiel auf Hefe, sehr weise wie ich hier mal bemerken darf. Hefe ist eins der leckersten Getränke auf diesem Planeten. Eins der wenigen guten Sachen aus Bayern. Das Schicksal setzte mich neben Jens und danach einigem Scheißelabern, kamen wir irgendwie (fragt mich nicht wie) auf das Thema Star Wars. Endlich jemand der meine Passion teilte. Wir tauschten unsere Lieblingsszenen aus und die anderen Blicke konnte man nur mit Unverständnis deuten. Entweder man liebt Star Wars oder man kann nichts mit anfangen. Ich für meinen Teil liebe Star Wars. Lang ging der Abend nicht und ich bezweifele das es an dem Star Wars Thema lag. Wir machten noch einen Abstecher zum Burger King und dann gings nach Hause. Ellen ist immer noch fest der Überzeugung, das die Burger beim Burger King nach Metall schmecken. Ich konnte da nichts feststellen, aber ich bin ja auch keine Referenz, da meine Geschmacksnerven nur noch rudimentär vorhanden sind. Hauptsache Alkohol oder Fleisch. Auf der Rückfahrt bin ich leicht eingenickt und saß nichtgerade bequem. Am nächsten Tag hatte ich leichte Schienbeinschmerzen, welche vom Handschuhfach herrührten. Aber lustig wars auf jeden Fall.

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