Ein langes, volles Wochenende

Diesmal fing das Wochenende bei mir schon am Donnerstag an. Ich hatte noch einen Tag Resturlaub vom vorherigen Jahr über und den muß ich dann bis Ende März wegnehmen. Da bleib dann nur noch der 31. über praktischerweise war es ein Freitag und noch praktischer war, das wir an dem Abend Übungsabend von der Feuerwehr hatten. Ob es jemanden aufgefallen ist, das ich den ganzen Tag mit einem Grinsen im Gesicht rumgelaufen bin? Es war ja eh schon klar, das wir abend noch schön einen trinken werden. Der letzte Trappertropf der Saison wurde präpariert und ich war für die Verfeinerung mit den Gewürzen zuständig. Jeder der einmal einen T-Topf gegessen hat, weiß was das bedeutet. Geschmacksnerven ade! Doch vor den T-Topf hat der Ortbrandsmeister die Atemschutzübung gestellt. Ich durfte Atemschutzüberwachung machen, obwohl ich viel lieber mit friede im Feuerwehrhaus geblieben wäre und ein paar Weizen gekippt hätte. Aber das konnte ich ja später immer noch machen. Die ganzen Heißkisten die wir bei uns in der Feuerwehr haben sind also unter Atemschutz in die Angelbude rein und haben Personen gerettet. Es wurde auch alles stilvoll eingenebelt und fast alle Personen wurden gerettet. Bis auf einen der sich im Kellerloch versteckt hat. Kurioserweise bemerkte ein Trupp als er über die Kellerluke polterte, das sich da unten bestimmt keiner verstecken würde. Was lernen wir daraus. Verstecke Dich niemals bei einem Feuer im Keller. Nein, natürlich nicht. Als Trupp der ins Gebäude vorgeht muß man überall nachgucken, sonst gibt’s Schimpfe vom Gruppenführer. Wieder zurück im Feuerwehrhaus machte ich mich dann gleich an das würzen des T-Topfs. Nicht ganz vorher mußte ich noch ein Weizen trinken das Friede netterweise für mich im Kühlschrank kalt gestellt hat. Mmmmmmh, diese angenehme Gefühl wenn der köstliche, kalte Weizensaft die Kehle runterrinnt. Herrlich! Das Weizen bleib nicht lange alleine. Es gesellten sich noch ein paar weitere dazu und vor allem der T-Topf. Leider sind mir da dann doch ein wenig die kleingestampften Peperoniereste ausgerutscht und der Topf war extrem scharf. Aber das regt ja nur die Verdauungstätigkeit an. Nachdem der Topf gegessen war saß man noch ein wenig zusammen und das Unglück nahm seinen Lauf. Es wurde spekuliert was den abend noch gehen würde und wenn man dann erstmal in so einer wunderbaren Bierlaune ist, dann ist die Werkstatt nicht weit. Kai, Thomas und ich wollten hin, doch Kai mußte noch zu einem Termin und wollte dann nachkommen. Was Thomas und mich nicht daran hinderte schon mal vorzugehen und zu gucken was denn so ein Tablett mit Havana Club kosten sollte. Glück gehabt, 1-€-Party in der Werker. Also Mütze zu für wenig Geld. Die Werkstatt an sich war relativ leer um nicht zu sagen ausgestorben. Nur Kerle und eine junge Dame die es sich zur Lebensaufgabe gemacht hat alle Männer scharf zu machen. Allerdings fehlten da noch so ein bis zwei Flaschen Havana bei mir. Naja Thomas und ich gaben uns dann gegenseitig Tabletts aus. Auf einem Tablett waren dann zehn Mischungen Havana Club Cola. Mal mehr mal weniger stark so ganz hatte Eberhart die Sache mit den Schnapsspender noch nicht raus. Bei einigen Mischungen sind mir fast die Fußnägel hochgeklappt, glücklicherweise besitze ich Schuhe mit Stahlkappe. Während des dritten Tablett gesellte sich ein Feuerwehrmann von der Duderstädter Wehr, Schmidti, mit seiner Freundin zu uns. Er war so dankbar, das er gleich das nächste Tablett bezahlte. Gut, solche Gesellschaft kann man immer gebrauchen. Leider war es auch das letzte Tablett, da Eberhart die Werkstatt zu machen wollte. Kai hatte es leider nicht mehr geschafft. Die Gründe lassen wir hier mal hinter einem großen Vorhang verschwinden. Schmidtis Freundin hat uns dann nach Hause gefahren und ich mußte auch wirklich nach Hause da irgendetwas in meinem Darm nach draußen wollte. Könnte das schon die ersten Wirkungen des Trapertopfes sein. Verdammt das wird ein harter Tag!

Freitag morgen und mir gings schlecht. Warum muß man auch am Donnerstag abend Saufen gehen und soviel durcheinander trinken. Eigentlich wollte ich den freien Tag für Sachen nutzen, die ich schon länger auf die lange Bank schiebe. Wie zum Beispiel, zwei wichtige e-mails schreiben und nach Göttingen fahren und nach Möbeln Ausschau halten. Aber da ich unglaubliche Kopfschmerzen hatte, ging irgendwie gar nichts. Ich schleppte mich auf meinen Sessel und dort verbrachte ich mehr oder weniger den Tag. Ab und zu war ich dann doch mal am Computer um meine NHL Saison weiter nach vorne zu bringen. Ich bin immerhin schon im März angelangt und die Play Offs dürften nicht mehr lange auf sich warten. Dummerweise haben sie den Kalender rausgeschmissen, so daß ich gar nicht mehr gucken kann wie viel Mannschaften ich noch abziehen muß. Nun gut, nachdem ich den Tag so vor mich hinvegetiert hatte, dachte ich mir, das ich ja noch mal zum Sporthaus runtergehen könnte um das Abendprogramm zu klären. Training aus und der Entschluß stand fest. Werkstatt mit Biensi und Christian. Vorher haben wir noch bei Biensi eine Flasche Bac in den Arsch getreten und sind dann in die Werkstatt. Dort gings dann munter weiter mit Bacardi, doch vorher hatte Eberhart noch einen Haufen Menschen gestellt. Irgendwie haben wir nicht mitbekommen, das Schools out Party war und da ist die Bude immer gerappelt voll. Aber wir sind ja drei große Jungs und haben uns eine Ecke erkämpft. Flasche Bacardi gesichert und dann trafen wir Victor und Joschi, auch auf Tour in der Werker. Victor hat sich gleich zu und gesellt und ab gings mit zuschütten. Victor kommt aus Russland und hat glaube ich da Wodkatrinken erfunden. Er kippt das Zeug nur in sich hinein. Klar irgendwann ist er auch stramm, aber Wodka ist schon ein ekeliges Zeug. Da muß man schon in den kalten Steppen Russlands groß geworden sein um das ohne mit der Wimper zu zucken runterzuschütten. Für Felkl war es natürlich das Paradies in der Werkstatt. Junge Mädels hüpften leicht bekleidet durch die Gegend. Mein Interesse galt dann aber doch eher der Bacardiflasche, da mit die Mädels dann doch ein wenig zu jung waren. Bis dann meine entzündeten Augen Anne-Christian erblickten. Ihr wisst schon, die aus dem Glashaus, die heiße Freundin von Anne. Es war zwar eng, aber man hatte wenigstens was Nettes zum Gucken. Früher oder später zeiht es einen immer Richtung Tanzfläche. Auch weil Biensi unbedingt tanzen mußte. Das geht meistens so ab, wenn er schön stramm ist. Mittlerweile hat sich dann auch die dritte Bacardiflasche zu uns gesellt und Victor hielt tapfer seinen Platz an der Theke. Flasche Bac auf, rein ins Glas, Cola drauf. Kurz genippt und wieder Bac rein. Das ging dann bestimmt fünfmal hintereinander. Die Mischung die zum Schluss rausgekommen ist hat meinen vollen Respekt gehabt. Hart aber gut! Der Felkl trank sich langsam ins Delirium bis er irgendwann zu mir ankam und meinte er müsse jetzt nach Hause. Dabei schwankte er soweit nach vorne und wieder zurück, das mir beim hingucken schon schlecht wurde. Ich bugsierte ihn kurzer Hand auf einen Hocker neben Victor und probierte den Rest der Bagage zusammen zubekommen, damit wir mit dem Taxi nach Hause können. Zwischenzeitlich hat sich auch Hellwig unserem Bacardi-Vernichtungs-Trupp angeschlossen. Er kam an und meinte er habe eine Flasche alleine getrunken und jetzt will keiner mehr mit ihm trinken. Aber da war er bei uns genau richtig. Wir trinken mit jedem. :) Zu dem Zeitpunkt des Aufbruchs hatte Hellwig sich leider auch nicht mehr so unter Kontrolle und legte seinen Kopf  auf einen Tisch der um einen Pfeiler gebaut worden ist. Praktisch, somit hatte die Stirn Anlagefläche auf dem Tisch und der Kopf konnte sich am Pfeiler abstützen. Plötzlich fiel mir etwas brennend heiß ein. Mein Wecker würde am nächsten Tag um 0630 Uhr klingeln, denn der Grundlehrgang geht ja weiter. Kurzer Blick auf die Uhr: 0330 Uh. Sauber, ganze 2,5 h Schlaf würde ich jetzt sofort nach Hause gehen. Aber, es ging ja noch nicht nach Hause. Bis man alle zusammenhat geht dann doch ein wenig Zeit hin und man konnte noch ein paar Mischungen trinken. Ankunft Bett: 0515 Uhr. Hinlegen lohnt sich immer.

Eine gute Stunde später und der Samstag fängt mit Metallica an. Mein Handy klingelte und ich mußte aus dem Bett. Super, ich sah aus als hätte ich keine Augen. Aber sie waren da, auch wenn man sie von außen nicht gesehen hat. Umziehen zum Feuerwehrhaus und alle Mann mit dem roten Auto rübergekarrt. Als ich die anderen Ausbilder getroffen habe, gingen die dämlichen Sprüche schon wieder los, aber mir wars egal, denn der vergangen Abend war klasse. Eine kleine mentale Notiz macht eich mir noch. Wasser, das durfte ich nächste Woche nicht vergessen. Die Grundausbildung ging ohne größere Probleme von statten. Die Aspiranten durften sich abseilen und die Ausbilder glücklicherweise ausruhen. Ein wenig zumindest, denn zwischendurch mußte man den angehenden Feuerwehrfrauen und –männern noch mehrmals den Rettungsbund zeigen und alle Ängste vorm Abseilen verjagen. Das ist wirklich nicht so schlimm und wenn sie dann erstmal unten sind, würden sie am liebsten die Leiter wieder hochklettern und noch mal runter. Am Ende des Übungstages konnte ich mich dann auch schon wieder auf Günners Geburtstag freuen. Der hatte nämlich eingeladen. Ich muß zugeben, als ich losgezogen bin war ich schweinemüde und wäre am liebsten ins Bett gekrochen, aber ich wäre ja nicht Peter, wenn ich das gemacht hätte. Also die Falsche Bacardi unter dem Arm ging ich los. Schlau wie ich war, nahm ich die Abkürzung an den Bahnschienen entlang. Toll, schön matschig. Naja, Günthers haben ja Fliesen im Keller. Im Keller angekommen grinste mich gleich wieder der Glöckner an. Kann ja nur gut werden, aber der Sack ist nach einer halben Stunde wieder abgehauen, da er um 0500 Uhr nach Lanzarote fliegt. Das kann es echt nicht sein. Nächstes Jahr frage ich auch beim Bafögamt an, ob die nicht eine Stelle haben. Der Mensch hat es so gut. Sein Arbeitsplatz liegt in der Uni, das heißt er sieht den ganzen Tag heiße Studentinnen in aufreizenden Klamotten. Und dann auch noch auf dem Bafög-Amt. Ich möchte nicht wissen was der da alles bewilligt. Aber lassen wir ihm das Vergnügen, schließlich hat jeder mal Urlaub verdient, auch der Glöckner. Bei Günner gings hoch her. Ich schaffte tatsächlich zwei Bier und bin dann auf Wodka-Red-Bull umgestiegen, weil meine Augen immer zugefallen sind und weil ich nicht stramm wurde. Zwei Stunden später eskalierte alles. Biensi war in der Zwischenzeit gekommen und war schon vollstramm. Kai Hawai und Günner tanzten zu „I still burn“ und Günners kleiner Bruder war mittendrin und hat alles beobachtet. Als dann noch Borchardt kam gings los. Eigentlich hatte ich ja eh geplant ins Ambiente den abend noch zu gehen, hatte aber schon mit dem Gedanken abgeschlossen. Markus konnte noch fahren und Biensi wollte noch wohin. Also forcierte ich den Trip ins Ambiente. Da war Ü-25 Party und zu der Zeit (0130 Uhr) könnte die Frauenquote da noch sehr hoch sein. Leider war eine bestimme Person nicht mehr da, war aber egal, da ich schon vollstramm war. Als wir rein gekommen sind wurde ich erstmal auserko0ren die erste Runde zu holen. Ja klar, immer der der am meisten Durst hat. Nun gut, da hilft kein wehren auf ins Thekengetümmel. Ein Blick und Freude überkam mich. Helena zapfte, da war ich schon mal sicher, das ich was zu trinken bekommen würde. An der Theke traf ich dann auch gleich Ballhausen, Helenas Freund, und Helen stellte mir gleich ein Bier hin. So ist das super, wenn es man doch immer so wäre! Kurz darauf stellte Ballhausen mir eine junge, hübsche, blonde Dame vor. Sehr nett und gut aussehend, das weiß ich noch, aber der Name war nach ca 2Minuten wieder Schall und Rauch. Man muß sich das mal vorstellen. Das männliche Gehirn ist darauf getrimmt eine Sache zu machen und die richtig gut. Fütterte man nun das Gehirn mit einem Befehl (Geh trinken holen: 3 Bier, 1 Bacardi Cola) dann werden alle Ressourcen auf diesen einen Befehl konzentriert. Nun wird das Gehirn mit einer weitern Information konfrontiert (Peter, darf ich vorstellen: … (gut aussehend, blond, in Deinem Alter)). Bei manchen folgt nun der Totalausfall und bei machen wird dann dem wichtigeren Befehl sämtliche Ressourcen zugechanct. Das war nun in meinem Fall die Bestellung. Manchmal frage ich mich ob mein Gehirn das extra macht! Aber ich kann den Ballhausen ja noch mal nach dem Namen fragen. Das nennt man dann Emergency Backup! Nun ja, die junge Dame stand dann auch noch die ganze Zeit in meiner Nähe. Aber wenn jetzt der geneigte Leser denkt das da eventuell noch was gelaufen wäre, dann darf ihm jetzt schon alle Illusionen nehmen. Ich wäre nicht Peter, wenn ich es gebacken gekriegt hätte. Es war aber nicht alles meine Schuld. Aber lasst mich fortfahren. Wir waren also im Ambiente und Biensi war schon vollstramm und zwar so stramm, das gerade stehen nicht mehr zum Programm gehörte. Dann traf ich noch Jürgen aus Immingerode. Vollstramm. Und alle standen um mich herum und versuchten das Gleichgewicht zu halten. Das dabei der eine oder andere mal den Ausfallschritt in Richtung der Gruppe Mädels machte ist ja wohl klar. Und wer kannte alle Strammsäcke an dem Abend. Genau, meinereiner. Das kommt bei jungen Damen ganz besonders gut an, wenn man selber sich gerade noch so beherrschen kann und das Gleichgewicht hält und dabei noch alle anderen Grobmotoriker kennt. Die hat sich bestimmt gedacht: „Boooah, was muß der für eine crazy cunt sein, wenn der all die vollstrammen Leute kennt!“ Buchen wir das alles mal unter ferner liefen ab. Und was wäre ein Abend ohne den Besuch in der Werkstatt. Dort trafen wir dann noch den Matze. Auch stramm, aber wieder seine nette Begleitung vom vorherigen Abend dabei. Davon wusste er aber am nächsten Tag nichts mehr. :) Susanne, Görtlers Freundin, hat uns dann netterweise nach Hause gefahren. Aber wegen ihr gingen schon wieder böse Gerüchte über mich herum. Es wurde gemunkelt, das ich keinen Alkohol mehr trinke sondern nur noch heiße Schokolade. Auf die Frage wo denn solche an den Haaren herbeigezogenen Gerüchte herkommen, meine Schötti nur, das es in der Bar erzählt wurde. Aha, ich hatte ja für Susanne eine heiße Schokolade im Ambiente bestellt und schon heißt der Peter trinkt nur noch kakaohaltige Heißgetränke. Stimmt aber nicht, jedenfalls nicht solange in dem Heißgetränk ordentlich Rum drin ist.

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