Grundlehrgang oder Sinnvolle Samstagbeschäftigung

Am Freitag hatte mich Atze eingeladen. Er hatte das irgendwann an Karneval gesagt und eigentlich wollte ich gar nicht hingehen, aber Ellen hat mich dann doch noch überredet. Nun gut, vorher war Atze mit seiner Kegeltruppe kegeln, da gehören auch David und Ellen dazu und David wollte mir dann Bescheid sagen, wenn sie zu Atze fahren. Atze hatte am Samstag Geburtstag und wollte dann noch reinfeiern. Problem an der ganzen Sache war nur, das ich am nächsten Tag sehr früh aufstehen mußte, da ich zum Grundlehrgang mußte. Als Ausbilder darf man dann noch eine Ecke früher da sein als die anderen. Herzlichen Glückwunsch. Doch wie vertreibt man sich die Zeit bis 2300 Uhr? Klar, man geht ins Sporthaus und trinkt dort erstmal ein paar mit der ersten Mannschaft. Ingo sagte mir dort das er ins Glashaus fährt da wäre Single-Party und alle Getränke für wenig Geld. Nein, ich muß früh raus und wollte nur zu Atze und dann ab ins Bett. Da bin ich dann auch stark geblieben, obwohl es schon sehr verlockend war. Aber es gibt immer ein weiteres Mal und Singleparties erst recht, dabei bin ich da wirklich kein Fan von. Man kriegt eine dämliche Nummer angepappt, die ich dann möglichst schnell irgendwo an meiner Jacke verschwinden lasse. Da kommt man sich ja vor wie beim Schlachter. „Heute im Angebot: 20 kg Peter zum Preis von nur einer halben Kiste Bier!“ Nein danke, ohne mich! Endlich kam dann die SMS von David. Bier noch schnell in den Schlund gekippt und ab ging ich mit meiner Flasche Asbach zu Atze. War ein guter Kauf. Komplett eingepackt. So mag ich das. Bei der Ankunft in Atzes Keller ist Glöckner erstmal in Geschrei verfallen. Ich glaube seine Worte waren: „Jaaaaooooh, Pitsche ist da, der Eintrag im weblog ist gesichert!“ Es scheinen ja dann doch mehr Leute mein log zu lesen als ich gedacht habe. Ich blieb beim Bier, denn im Hinterkopf hatte ich mir festgetackert, das ich ja früh aus den Federn mußte. Nach ein paar Bieren wurde ich gezwungen Asbach zu trinken, und das war noch vor zwölf Uhr. Das ging ungefähr so ab: „Pitsche, ein Asbach?“ – „Nein danke, nein danke, nein danke! Ach, gib her!“ Denn meine Mutter hat mir beigebracht immer dreimal abzulehnen und dann kann man es ruhig nehmen, was einem auch immer angeboten wird! Nun war mein Schicksal besiegelt. Es wurde über dies und das gequatscht und zwischendurch hatte Atze mal Geburtstag. Da war ich aber schon voll im Asbach-Rausch. Ich verstehe das gar nicht. Früher hätte ich mich gleich übergeben können, wenn ich das Zeug nur gerochen habe und jetzt kippe ich eine Mische nach der anderen runter. Zwischenzeitlich war es 0130 Uhr geworden. Die leise Stimme in meinem Kopf sagte zu mir, das es besser wäre jetzt den Heimweg anzutreten, denn um 0550 Uhr klingelt der Wecker. Doch Atze sagte: „Mach mal Peter noch eine Mischung Asbach!“ Ich weiß ich bin schwach, aber ich kann doch dem Geburtstagskind nichts abschlagen. So ging es dann munter weiter bis 0330 Uhr, dann mußte ich aber wirklich nach Hause und habe die Gunst der Stunde genutzt und bin mit Glöckner abgehauen. Das glaube ich zumindest. Sicher bin ich mir nicht. Als ich im Bett lag zeigten die verschwommenen Leuchtziffern meines Weckers 0343 Uhr. Verschwommen nur, weil ich keine Brille mehr auf hatte und nicht weil ich stramm war. Haha, ich kenne euch doch! Dann hab eich die Augen zu gemacht und gleich wieder auf, denn der Wecker klingelte. Gott, war das früh. Gott, war ich müde! Aber da half kein winden und stäuben ich mußte aufstehen und losfahren. Brötchen holen, denn ich war dran. Aber ich muß sagen, das ich fitter war als ich erst dachte. Ich hatte keinen Schädel und der Magen bleib auch friedlich. Nachdem dann gefrühstückt wurde gings auch schon los. Wer war natürlich wieder zu spät dran? Die Westeröder und das fällt natürlich auf mich zurück. Schuld war Jens Nolte, der sich bis zum abwinken in der Werkstatt abgefüllt hat. Dem habe ich erstmal einen Einlauf verpasst. Aber wie sagte Schnitzel so treffend: „Klasse, da hat dann der mit 3,0 Promille dem was mit 3,5 Promille was erzählt und verstanden haben beide nichts!“ Ich muß zugeben, er hatte einen Punkt. Der erste Samstag des Grundlehrgangs verlief aber ohne weitere Probleme. Ich habe mit Akki zusammen ausgebildet und wir haben eine echt gute Truppe. Mit der kann man auch mal Quatsch machen und dann aber auch wieder ernste Ausbildung. So macht es Spaß und es macht nichts das man sich den ganzen Samstag um die Ohren haut. So soll es ein! Im Laufe des Tages war Kai mal kurz da und hat geguckt ob alles richtig gemacht wird. Klar, Mr overimportant Burningmaster muß ja überall seine Nase reinstecken. Er teilte mir dann auch gleich mit, das am Abend bei ihm großes Besäufnis ist, da seine Eltern nicht da waren. Ich wußte noch nicht so richtig ob ich da hingehen sollte, denn sowas artet ja immer aus und außerdem hatte ich ja nur zwei Stunden geschlafen in der Nacht. Ihr wisst ja eh schon was ich gemacht. Natürlich bin ich abends dahin gegangen, denn zu Hause halten mich keine 10 Pferde. Wozu auch, da kennt man mich ja. :) Also Flasche Bacardi am Start und los gings zum Abschädeln. Am Anfang kam so recht keine Stimmung auf und ich hatte schon Angst, das ich früh zu Hause sein werde. Doch dann kam Schnitzel die grandiose Idee Katrin Schäfer anzurufen, damit die noch vorbeikommt. Laut Schnitzel ist sie ein Garant für Stimmung. Ich kannte sie nicht und bin ja für neue Sachen immer offen. Irgendwann kam sie dann mit Ramona, Andreas ihm seine Freundin, an. Und Schnitzel hatte Recht. Sie ist echt symphatisch und sorgt, meistens unfreiwillig, für ordentlich Stimmung. Zum Beispiel hüpft sie bei plötzlich auftretender lauter Musik gerne mal vom Barhocker oder zeigt Kai, wie man in Basic Instinct Manier die Beine überschlägt. Keile-Günther, der Anlagen Killer, hat sich dazu bereit erklärt Musik zu machen. Tja und das wars dann mit meinem Gehör. Ich glaube Keile kennt nur zwei Zustände an der Anlage. Laut und Aus. Schlimm war es beim CD Wechsel, man hörte schon das Rauschen aus den Boxen und wusste das gleich wieder ein bischen was von der Hörleistung über den Deister sind. Aber wenigstens hat sich Katrin immer schön erschreckt und ist durch die Bude gesprungen. Was auch mir ganz neu war, ist die Feuerwehrjackensammlung von Kai. Er hat wirklich alle zu Hause. Ich hatte das ja schon immer geahnt, aber nie für möglich gehalten. Nun ja, dann sollte er sie auch gut verstauen und nicht im Flur hängen lassen. Schnitzel und ich packten die Gelegenheit beim Schopf und zogen sie gleich mal an und machten Scheiße. Kai kriegte es mit und motze rum, wir lachten ihn aus. In dem Raum vor dem Partyraum hatte Kai eine neue Matratze zwischengelagert die mußte Schnitzel erstmal umraken. Zwar unfreiwillig, aber lustig anzusehen war es schon wie er unter großem Gelächter in die Matratze fiel und dabei den Kleiderständer gleich mitriß. Philip sagte am nächsten Tag, wäre bei der Aktion die nagelneue Duschtür kaputt gegangen, dann wäre er erst eine Woche später wieder nach Hause gekommen und hätte so lange bei seiner Freundin geschlafen. Kai wars egal. Die Party ging also weiter und irgendwann kam dann noch Kai Freundin Wiebke und ein paar weitere Freundinnen von ihr. Davon weiß ich allerdings nichts mehr. Biensi erwähnte es am nächsten Tag nebenbei und ich mußte ernsthaft überlegen, welche Schnitten er meinte? Bis ich halt aufgeklärt wurde. Genau, der Bienst war nämlich auch noch da. Zwischendurch hatte Thomas B. Sabrina angerufen, sie solle doch mal eine bestimmte CD (?) vorbei bringen und im Hintergrund hörte ich Biensi. Da schlug ich gleich vor, das sie ihn auch gleich mitbringen soll. Zack, Biensi ist angekommen und schon mußte die zweite Falsche Bacardi aufgerissen werden. Was aber auch teilweise daran lag, das ich die erste schon fast ausgetrunken hatte. Man feierte sich also selber und trank sich in eine bessere Welt. Schnitzel ging, ging glaube ich als erstes verloren. Man munkelt er habe sich was zu essen gemacht und dabei aufgewaschen. Muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Er wohnt da nicht und macht den Aufwasch, während er sich ein Pizzabaguette macht. Das hat er aber auch nicht gegessen, sondern wollte es sich morgens reinpfeifen. Pech gehabt, denn irgendwann sind Biensi und ich auf Futtersuche gegangen und landeten zwangsläufig in der Küche. Tja und da lagen dann zwei sehr köstliche Baguette rum. Die haben dann nicht lange überlebt und sind in unserem Magen gelandet. Kai kam rein und sagte das es Schnitzels waren und wir sollen wieder runter gehen. Dabei aber nicht Schnitzel wecken der auf dem Sofa schläft. Das ist mal dreist. Schnitzel macht sich was zu futtern und legt sich hin und zwei Pfeifen kommen an und inhalieren sein Essen. Aber lecker wars. Kai erzählte dann noch, das Schnitzel sehr angepisst war beim wach werden und tierischen Hunger hatte, aber keine Baguette mehr. Dann mußte er halt die Packung Käse essen die Kai noch im Kühlschrank hatte. Auch nicht schlecht. Angelangt im Partykeller macht eich noch ein wenig Musik und als ich dann mitbekommen hatte, das Kai auf dem Stuhl schlief, beendete ich alle Aktionen. Ich gab Kai noch die Richtung vor die er zu seinem Bett einschlagen mußte und machte mich auf den Heimweg. Kai faselte noch was von wegen leise sein, damit wir Schnitzel nicht wecken und torkelte die Treppe hoch. Ich bollerte dann ordentlich die Haustür und klingelte noch ein paar Mal und begab mich in mein Bett. Sehr gelungene Spontanparty, so etwas macht dann doch am meisten Spaß!

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