Schörlbier = lecker und haut Dich aus dem Schuh

Freitag. Ein Tag harter Arbeit geht vorbei und ich habe meine Maschine nicht geschafft. Schöne Scheiße, muß ich halt Montag nochmal ran und eine komplette Baugruppe detaillieren. Und das mache ich ungefähr genau so gerne wie mir ins Knie schießen. Nach einem kurzen Abfragen der wochenendlichen Planung kam heraus, das nichts anlag. Sollte es etwa soweit kommen, das ich gar am Freitag zu Hause bleiben sollte. Hmm, da wird sich bestimmt was finden. Erstmal zum Fußballtraining runter gefahren und abgehorcht was dort noch an stand. Nicht das ihr jetzt denkt ich habe mich sportlich betätigt. Ich bin natürlich erst nach dem Training hingefahren. Nun gut, keiner wollte so richtig was machen und ich hatte mich wirklich schon auf einen Freitag abend in den heimischen vier Wänden vorbereitet. Bis mich Schnitzel anrief und gefragt hat, ob ich nicht mit in die Werkstatt kommen würde. Hmm, meine Begeisterung hielt sich in Grenzen. Teilnehmer? Schnitzel, Böning, Kai, Philip, Florian. Ich bin dabei. Ein Sechserträger mit Becks wurde organisiert und los gings mit den Vorbereitungen. Als der dann weggepumpt war waren wir auch schon in der Werkstatt und das Drama begann. Ich glaube wir waren keine 15 Sekunden dort da hatte Kai schon eine Flasche Wodka organisiert. Ich ahnte fürchterliches. Diese Flasche sollte nicht alleine bleiben. Und so war es auch. Florian war übrigens schon da und schon hacke voll. Der hats gut. Aber ich war ja hart am Arbeiten, das ich bald mit ihm gleichziehen konnte. Die Flaschen gingen nur so über den Tresen. Zwischenzeitlich hatte Kai mal wieder seine kleine Freundin am Wickle und merkte gar nicht das seine Mischung 0% Wodka enthielten. Irgendwann haben wir es ihm dann gesagt und er hat sich dann halt doppelte Mischungen gemacht. Sehr gute Wahl. Um schnell stramm zu werden gibt es nichts besseres, als Hammermischungen Wodka RedBull. Aber ich glaube kaum, das Kai wußte was er da tat. Schnitzel tat mir ein wenig leid, denn er hat gerade seine Stelle als Zivi (Selber schuld) angetreten und mußte Samstag früh aufstehen und für andere Zivis Frühstück machen. Wäre beim Bund ja nicht passiert. Da muß man sich nur von anderen Sagen lassen was man anzuziehen hat und was man machen muß und wer der Feind ist. Man darf noch ein wenig rumballern und Handgranaten werfen. Alles mit Sachen im Wert von mehreren tausend Euro. Tja und das darf dann jeder der zum Bund geht. Schnitzel hat sich jedenfalls früh verabschiedet und wir waren nur noch zu dritt die mit den Wodka Flaschen kämpfen mußten. Denn den Florian hat Schnitzel gleich mitgenommen weil er nicht mehr konnte. Das heißt jetzt aber nicht, das wir den Wodkadurchfluß gemäßigt haben. Im Gegenteil, ich hatte das Gefühl, das das Ventil komplett aufgedreht wurde. Nach der dritten Flasche habe ich aufgehört zu zählen, aber darf ich meinem Portemonaie glauben ist mindestens noch eine Flasche über den Tresen gegangen. Gut ein paar Mädels haben noch ab und zu eine Mischung mitgetrunken, aber das zählt ja nicht. Verglichen mit uns haben die wie Sittiche getrunken. Nächstes Mal nehme ich ein wenig Trill mit, dann haben sie noch was zu knuppern. Zwischendurch kam noch so ein Vogel an und wollte sich Wodka schnorren auf die übelste Weise. Er meinte jemand um die Ecke hätte gesagt er könne sich ruhig was nehmen. Na klar, und die Erde ist eine Scheibe. Wäre er wenigstens einfallsreich gewesen hätte er gerne eine Mischung ab haben können, aber so dummdreist daher kommen und dann noch was haben wollen. Das gibt’s schon mal gar nicht. Er ist dann auch brav wieder abgezogen. Was manche Leute sich einbilden, unglaublich. Kai und Philip haben dann och versucht Billard zu spielen, aber soviel Luftlöcher wie sie geschossen haben wundert es mich ernsthaft, das der Filz noch heile geblieben ist. Wäre aber bei dem Billardtisch kein Verlust gewesen. Irgendwann haben sie es dann eingesehen, das es einfach mit der Motorik und der Hand-Auge-Koordination nicht mehr hingehauen Hand. Auf dem Nachhauseweg haben wir dann den Bus mit den Bayern Fans getroffen. Also jetzt nicht mit Steinen oder so sondern ganz normal mit nem Baseballschläger. Auch falsch. Die wollten zu irgendeiner Werft fahren und sind dann dementsprechend früh los. Muß so 0530 Uhr gewesen sein. Peter natürlich erstmal in den Bus rein und Dünnschiß gelabert. Weil ich kannte den Busfahrer, war nämlich der gleiche der uns Nach Kreuztal gefahren hat. Allerdings kannte ich den Rest des Busses auch und die mich. Friedes Schwiegermutter hat mich erkannt und sehr schnell festgestellt, das ich schon wieder in fremden Zungen redete. Zum Glück habe ich keinen mehr im Bus erkannt, denn sonst wäre ich mit ziemlicher Sicherheit noch zur Werft mitgefahren. Aber ich wurde aus dem Bus gebeten, da man los wollte. Ich bin dann natürlich ohne gro0ßes Murren sofort gegangen. Ein paar Meter weiter trafen wir dann noch einen letzten Teilnehmer, der gefragt hat ob der Bus schon weg war. War er und dann konnte man jemand laufen sehen. Soweit ich weiß hat er ihn dann noch eingeholt. Da muß es auch passiert sein, als meine Brille mit hoher Geschwindigkeit den Asphalt getroffen hat. Hüfte hatte mal wieder mit Händen und Füßen erzählt und ich war natürlich so leichtsinnig mit meinem Kopf in ihrer Reichweite zu sein. Zupp und weg war die Brille. Ist aber nichts weiter passiert. Die Brille hält was aus. Ist ja auch Spezialglas. Wäre es ganz normales Glas könnte ich auch Aschenbecher nehmen, denn so dick wären sie dann.

Samstag, der Wecker klingelt. Häää, ist schon wieder Montag, habe ich zwei Tage durchgeschlafen? Nichts dergleichen. Plötzlich fiel mir wieder ein warum ich nichts machen wollte. Frühjahrstunier der Jugendfeuerwehr und ich habe leichtsinnigerweise gesagt, wir wollen einen frühen Starttermin. Schön blöd. Hilft aber nichts, also raus aus dem Bett, schlafen kann man noch genug nach dem Tod! Vorher mußte ich aber noch meine Brille richten, denn so ganz gerade saß sie nicht. Also hier gebogen, mal da gebogen und am Nasenauflagepinöpel (keine Ahnung wie der heißt) und schon hatte ich ein Brillenpuzzle. Fuck, der Pinöpel war abgebrochen. Was tun, ich war spät dran und fand meine Ersatzbrille  nicht. Also die Brille aufgesetzt das Einzelteil eingesteckt und ab gings. Meine Jacke war aber so komisch schwer. Der Grund war schnell gefunden. Ein 8er Ball vom Billard. Der muß wohl irgendwie beim Spiel da reingehüpft sein. Frühjahrtunier ist immer Luftgewehrschießen. Fragt mich nicht was das mit Feuerwehr zu tun hat. Ich weiß es nicht. Irgendwie hat es sich eingebürgert. Aber ich hatte ja gut lachen, ich mußte ja nur nach Ruhmspringe fahren, warten bis die Kinder fertig sind und wieder nach Hause eiern. Und alles mit dem Feuerwehrbock. Ergo, die Polizei wird mich schon mal nicht anhalten. Ich war fahrtauglich, davon mal abgesehen, aber ich hätte von Rechtswegen eigentlich nicht fahren dürfen. Dann kam die große Überraschung, der Jugendfeuerwehrwart muß auch mit schießen. Super, Brille kaputt und sitz schief im Gesicht, es geht einem eh nicht gut und dann soll man sich auch noch auf einen kleinen schwarzen Punkt konzentrieren. Das Ergebnis war natürlich berauschend, aber glücklicherweise keine Fahrkarte. Pflichtübung erledigt und wieder nach Hause und ausruhen. Nachmittags mußte ich dann nochmal zur Ausbilderbesprechung vom Grundlehrgang, der geht nämlich auch bald los. Akki und ich kriegen die Frauengruppe. Nicht das das jetzt von Vorteil wäre, denn das sind alles Anfänger und keiner von denen war in der Jugendfeuerwehr, wir starten also bei Null. Dann können wir ihnen das wenigstens gleich richtig beibringen. Abends gings dann zu Andre, der hatte nämlich Geburtstag. Sein Schwager, Thorsten, war auch gekommen und hatte ein 20 Liter Faß mit Schörlbier mitgebracht. Schörlbier ist Bier mit wenig Kohlensäure und wird nur zu bestimmten Zeiten gebraut. Er hatte noch mehr dazu erzählt, aber nachdem ich den ersten Schluck getrunken hatte sind meine Gedanken leicht abgeschweift. Verständlich, denn das Bier war richtig lecker und dank der wenigen Kohlensäure auch gut trinkbar. Ich muß zugeben, ich hatte eine kleine träne im Auge als ich das Faß so auf dem Küchentisch stehen gesehen habe. Am liebsten hätte ich mich dazu gesetzt und ihm ein wenig Gesellschaft geleistet, aber Andre, Nadine und sein Schwager nebst Freundin waren vorbildliche Gastgeber, denn ich hatte immer einen vollen Steinkrug. Steinkrüge tragen übrigens sehr zur Atmosphäre bei, kann ich nur empfehlen. Nun gut, das Faß wurde sehr schnell leergemacht und Thorstens Freundin mußte zugeben das sie noch nicht gesehen hat, das ein Faß so schnell alle war. Ach ja Biertrinker: 5 Mann. Das lief aber auch gut rein und im Anschluß gabs dann Bacardi und zwischendurch die obligatorischen Schnäpse aus der Hölle. Dummerweise ist mein Schnapsglas auf ganz mysteriösen Umständen abhanden gekommen, so das ich später nicht mehr mittrinken konnte. So ein Ärger aber auch! Aber das Bier hat gereicht. Nach dem Faß waren auf einmal alle so stramm. Matten redete zwar aber keiner verstand ihm. Selbst wenn man sich Mühe gegeben hat ging es nicht. Morchel schlief dann auf dem Stuhl ein und ich bin beim CDs auflegen auf dem Sofa leicht weggeschlummert. Es waren aber alle fertig, selbst die die nicht Bier getrunken haben. Und jetzt kommts. Normalerweise ist ja ein Werkstattbesuch Pflicht nach so einem Abend, aber als das Taxi zum stehen gekommen ist, hatte keiner mehr Bock. Skandal. Aber ich glaube es war besser das wir dann mit McDonalds-Umweg nach Hause gefahren sind.

Sonntag habe ich glaube ich ein paar DVDs geguckt, aber bin immer wieder eingeschlafen. Tja irgendwann macht der Körper schlapp. Sollte ich mir um das taube Gefühl im linken Arm Gedanken machen?

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