Der Krautmann wird 30 (und kein bischen weiser)

Freitag fing gut an. Keine Kopfschmerzen, trotz des Brauereibesuchs. Woraus man schließen kann, das Krombacher ein recht gutes Pils ist. Aber vielleicht lag es nur an mir und meinem fehlenden Gehirn, besser gesagt, meine Schmerzrezeptoren im Hirn arbeiten ja schon seit längerer Zeit nicht mehr. Wahrscheinlich haben sie irgendwann gesagt, das sie das nicht mehr mitmachen und haben ihren Dienst eingestellt und betrinken sich jetzt zweimal die Woche von dem Alkohol in meinem Blut. Richtig so, Jungs! Aber richtig ausruhen konnte ich mich trotzdem nicht. Der Matten ist nämlich 30 geworden (alter Knochen) und da mußte noch ein wenig was für die Fegerei vorbereitet werden. Erstmal den feinen Andre abgeholt und dann gings kurz zum Einkaufen zum Marktkauf. Warum Marktkauf? Weil sich das am Freitag das Einkaufen richtig lohnt! Andre weiß wovon ich rede! :) Beim Marktkauf wurden dann ein paar Fegeutensilien (Kinderzahnbürste (extra mit nem Fisch drauf) und eine Nagelbürste) eingekauft und dann gings zu Klingebeutel wo dann vier Kisten Bier auf Kommission mitgenommen wurden. Gedacht war, das wir dann den Zuschauern für günstiges Geld das Bier verkaufen. Ging aber irgendwie nicht. Ja ja, jetzt denken alle wieder ich hätte mir die vier Kisten dann alleine reingeknüppelt, aber Pustekuchen. Ich bin zwar gut, aber so gut bin ich dann doch nicht. Naja, der Matten hat dann ganz sauber den Styroporfeinstaub von der Kirchentreppe gefegt. Mit Besen kennt der sich wirklich aus. Er ist nur bis zum Kinderbesen gekommen und schon hatte er alles so gut wie weggefegt. Freigeküsst wurde er dann von Vanessa Günther (So, damit dann auch mal in meinem weblog stehst. :) ) Hinterher gings dann zu Matten auf die Scheune, wo dann weiter Bier gekippt wurden. Glücklicherweise hatte Matten auch ein wenig Becks da. Eigentlich mein Lieblingsbier. Ich kann mich noch gut an meine Studienzeit in Wilhelmshaven erinnern. Wenn ich dann freitags auf der Autobahn Richtung Eichsfeld unterwegs war kam ich bei Bremen an der Becks-Brauerei vorbei. Entweder war es Zufall oder die wussten wann ich da lang fahre, denn die netten Leutchen haben immer genau dann ihre Tanks gelüftet. Ein herrlicher Geruch. Meine Mitfahrer haben mich immer für bekloppt gehalten wenn ich zu dem Zeitpunkt immer die Lüftung volles Rohr aufgerissen habe, aber dieser Geruch war einfach unbeschreiblich lecker. Gute alte Zeit. Wo war ich, ach ja, Mattens Scheune. Irgendwann, ich habe die Biere nicht mehr gezählt, wurden dann auch noch sehr schmackhafte Bratpimmel im Brötchen gereicht. Lecker, grillen ist echt was Feines! Dann gings los. Der Schnaps kam auf den Tisch. Eigentlich wollt eich ja nie wieder Schnaps trinken, aber dann kam irgendwie ein Euzenberger in meinen Mund und später dann ein paar mehr. Diverse andere Schnäpse wurden dann später auch noch da rein gemixt. Die anderen sind ja schon früh abgehauen, aber nicht der Peter. Zusammen mit Docschen, der übrigens ein ganz großer im Scheißelabern ist, habe ich mir noch ein paar mehr Bier reingetan. Vokke war auch so lange da und hat gut mitgehalten. Respekt! Wann er gegangen ist, kann ich aber nicht mehr sagen. Zu dem Zeitpunkt war jedenfalls die Archivierung in meinem Gehirn nur noch auf „Teilweise“ gestellt. Gegen 2200 Uhr (Beginn 1530 Uhr) trat ich dann den wohlverdienten Heimweg an. Ja, ich war früh im Bett und das war auch gut so, denn es ging nicht mehr viel.

Samstag haben wir dann mein neues Wohnzimmer eingeräumt und es ging mir erstaunlich gut. Wer hat aufgepasst? Becks ist also auch ein gutes Bier. Ich hatte ja mit einigen Problemen gerechnet, die ich dann problemlos auf den Euzenberger geschoben hätte, aber meine Schmerzrezeptoren schlagen ja nur noch selten an. :) Abends gings dann ins Schützenhaus, wo der Matten seine große Party gefeiert hat. Und da gings ab. Das Essen kam wohl von Löffler, wenn mich meine Erinnerung nicht täuschen sollte, aber mit meiner Erinnerung ist es ja eh nicht weit her. Auf jeden Fall war es richtig lecker. Und der Matten hat zwei richtig hübsche Cousinen, die er uns wohlwissentlich vorenthalten hat. :) Aber kommen wir nun zu den wichtigen Sachen, dem Getränkeplan. Den Anfang hat Bier gemacht. Hasseröder in kleinen Henkelmännern. Typisches Schützenfestbier. Nun muß ich zu meiner eigenen Schande eingestehen, das ich nicht mehr so viel Bier trinken konnte, aber zu meiner Verteidigung muß ich hier mal sagen, das ich in der vergangenen Woche so viel Bier zu mir genommen habe, das es für einen ganzen Monat gereicht hätte. Bei Leuten mit normalem Bierkonsum, meine ich. Dazu kann ich mich wahrlich nicht zählen. Ist ja auch egal, denn wenn ich euch jetzt erzähle auf was ich umgestiegen bin, dann werdet ihr mich verstehen. Havana Club Cola. Dafür würde ich durch einen See mit Magma schwimmen. Und das Beste, Schnitzel hat die Mischung gemacht. Und das waren Mischungen die reingehauen haben wie ein Tritt von einem Kaltblüter. So wie ich sie mag. Alle anderen haben das Gesicht verzogen, aber die Mischungen waren genau mein Ding, Baby! Leider war nur eine Flasche da und ich habe nicht alleine den Nektar aller Rumsorten getrunken. Aber zum Glück gab es noch Bacardi. Die Mischungen waren allerdings sehr hart und deswegen war ich auch schon früh ziemlich breit. Da war ich dann aber trotzdem nicht alleine, weil Schnitzel wohl bei allen die Schnapsflasche großzügig geleert hat. Erinnerungen sind nicht mehr viele vorhanden, aber die paar will ich hier für die Nachwelt niederschreiben. Ich habe also kräftig weitergetrunken und irgendwann auch mal Musik gemacht. Der Docschen hatte seine Anlage mit und einen ganzen Arsch voll mp3 CDs. Lustigerweise waren alle Titel in Winzschrift auf dem Cover geschrieben. Jetzt stellt euch mal vor, wenn man schon ordentlich stramm ist und dann noch was lesen soll was in Schriftgröße 3 geschrieben ist. Das geht nur, wenn man die CD-Hülle ca. 40 mm vor dem Gesicht hat und dabei ein Auge oder manchmal auch Beide zukneift. Auf jeden Fall muß es wohl ein sehr ulkiges Bild gegeben haben. Wie sollte es auch anders sein, zieht es einen in die Werkstatt. Biensi, Morchel und ich sind dann noch in die [Achtung Ironie ein] angesagte Szene-Disco [Ironie aus] gefahren. Erinnerung gleich Null. Biensi und Morchel haben getanzt und wir haben noch eine Flasche Wodka in Arsch getreten. Und das Tanzen weiß ich nur von Fotos. Da muß wohl wieder der schwarze Mann (<- keine Diskriminierung) mit dem Hammer unterwegs gewesen sein.

Sonntag fühlte ich mich dann wie der langsam tauende Schnee am Straßenrand, sehr matschig und wie reingelatscht. Und zu recht!

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