Die tollen Tage

So, dann fange ich mal mit meinem Karnevalsbericht an. Den Fetten Donnerstag lasse ich jetzt mal außen vor, da wir wirklich nicht viel getrunken haben. Ging ja bei mir auch nicht, da ich ja arbeiten mußte. Aber die Adler haben ganz gut geschmeckt.

Freitag

Ich wollte ja früher weg von der Arbeit, aber das ging mal wieder nicht, weil wieder mal bis zur letzten Minute diverse Sachen geklärt werden müßen. Aber das ist ja immer so. Jedesmal wenn man einen wichtigen Termin hat kommt was dazwischen und man schafft es nicht mehr. Und wenn es nur eine Schnarchnase auf der Straße ist. Naja, zum Aufbauen für die Uhlendisco bin ich dann leider ein wenig zu spät gekommen, aber dafür durfte ich ja noch den ganzen Abend Dienst schieben. Auch wenn es sich jetzt sehr verlockend anhört, das man den ganzen Abend frei trinken hat. Es ist dann doch harte Arbeit, immer die Leute zu bedienen und nach 15 Bier noch die Summen richtig zusammen zurechnen. „Hmmmmm, 3 Cola-Bac, 2 Desperados, und 5 Bier! Macht, ähhhh, öhhhhh, Scheiße 15 €!?! Kommt das hin? Egal!“ Aber die Party war Klasse. Es wurde ordentlich getrunken und so gegen 0530 Uhr war ich dann auch zu Hause. Natürlich ordentlich stramm, da man früh genug auf Cola-Bacardi umgestiegen ist und nicht wieder Leere-Flaschen-Fehler gemacht hat. Das man dann natürlich aufholen mußte war ja klar. Also doppelte Bacardi ins Glas. Kost ja nix! Hö, Tja und dann trinkt man das Zeug natürlich weiter wie Bier. Sehr großer Fehler. Ich weiß gar nicht wie ich nach Hause gekommen bin.

Samstag

Der Tag fing gleich Scheiße an. Um 0930 Uhr gings aus dem Bett, da der Jugendfeuerwehrwagen für den Umzug am Sonntag vorbereitet werden mußte. Ich hatte am Abend vorher mit Schnitzel gewettet, das ich pünktlich bin und auch wenn er etwas gegenteiliges behauptet, war ich noch in der Zeitspanne, die für pünktlich durchgehen zu lassen ist. Nämlich 1002 Uhr. Das ist nun wirklich keine Falsche Bacardi wert, da es noch in der Kulanz zeit ist und die Kirchturmuhr hat auch noch geschlagen. Gut, zu Beginn wurden erstmal die Geschichten vom Vorabend ausgetauscht und die Jugend erheitert. Natürlich immer mit dem Einwurf das sie sich an uns kein Vorbild nehmen sollen. Alkohol ist was ganz schlechtes und sollte niemals mißbraucht werde. Merkt euch das. Nachdem dann das obligatorische Scheißelabern vorbei war gings dann den Wagen vorbereiten. Es ist gar nicht so einfach mit so vielen Kindern fertig zu werden, wenn man noch einen dicken Schero hat. Aber dafür ist der Spaß umso größer wenn man dann fertig ist. Meiner Stimme gings bis dato übrigens noch gut. Kein bisschen heiser und man konnte mich noch klar und deutlich verstehen. Als der Wagen dann fertig war, war auch die Mehrzweckhalle fertig. Der Elferrat hatte gut geschafft und ich brauchte nicht mehr mit anfassen. Es ist schon ein zweischneidiges Schwert, aber in diesem Falle geht die Jugendwehr vor. Denn im Elferrat sind genügend Leute. Dann bleib eigentlich nicht mehr viel, als sich auf den Abend zu konzentrieren. Prinzenball. Thema war Mexiko und Peter hatte sich was ganz tolles einfallen lassen. Einen billigen Sombrero bei Toy R Us erstanden und dann wollt eich mir halt einen coolen Jute Sack als Poncho überhängen. Ach ja, Toys R Us ist jetzt mein offizieller Hassladen. Nichts ist schlimmer als in einer Schlange an der Kasse zu stehen und um einen rum sind nur kleine nervenden Kinder. Und zu allem Überfluß stehen an der Kasse ein Elternpaar, die sich über Gefährlichkeit und pädagogischen Nutzen von diversen Spielsachen mit dem Kassierer unterhalten. Hallo, geht’s noch! Das waren hundertprozentig Waldorfschullehrer oder Sozialpädagogen (Meiner Meinung nach kein Studiengang, sondern eine Zumutung!). Schade, das es in Deutschland kein Waffenrecht gibt. Die zwei Spezialisten wären zuerst dran gewesen, wegen labern von gequirlter Scheiße. Kein Wunder das man manchmal gegen solche Faseler eine Hasskappe schiebt und zu Recht, muß ich jetzt mal zugeben. Ich bin ja sonst ein friedlicher Mensch, aber dies Dünnschißlaberer gehen mir so was auf die Klötze, das könnt ihr euch nicht vorstellen. Aber ich schweife ab. Meine Mutter hatte natürlich wieder eine bessere Idee, statt dem Jutesack, gabs eine Tischdecke van 1978 in die einfach in die Mitte eine Loch für den Kopf reingeschnitten wurde. Tja, als ich dann fertig kostümiert war, hat ca. 5 Minuten gedauert, so gefällt mir das, sah ich natürlich akkurat Scheiße aus. Aber das schaffe ich ja auch ohne Kostüm. Auf dem Prinzenball liefen dann ca. 70 Prozent der Anwesenden als Mexikaner mit Poncho und Sombrero rum. Aber bei einem Themenabend bleibt die Möglichkeit zu wählen halt klein. Ist aber auch egal. Da das Bier leicht jauchig geschmeckt hat (Einbecker vom Faß – Würg) bin ich früh auf Desperados umgestiegen. Großer Fehler, wie sich am nächsten Morgen rausstellen sollte. Aber zwischen durch wurden auch schön Tequila gekippt, was dem Kater nur zu gute kam. Natürlich war der Fotoapparat dabei und ich habe wieder ordentlich Schnappschüße gemacht. Unter anderem von der Prinzessin, die an meinem Poncho gehangen hat und meinte er riecht ganz toll! Häää, wie ganz toll? Naja, so nach Persil halt! War die Antwort. Bitte, wenn sie meint, mich hats nicht gestört. Den Prinzen auch nicht, da er ja die Leute unterhalten mußte. :) Hat er auch gut geschafft, an jedem Abend übrigens ganz famos die Kappe quer auf den Kopf, sehr zum Mißfallen des Präsidenten. Irgendwie habe ich auch noch getanzt, dabei mag ich das nun gar nicht. Tanzen ist so der Part an Parties den ich gar nicht mag. Ich weiß auch gar nicht warum Frauen das so gerne machen. Jetzt kommt aber der Hammer. Kai Walter der Stratege, hatte an dem Abend Schlüsseldienst. Also als letzter den Saal verlassen und abschließen. Beim Thekendienst ist er dann schon schön eingerunzelt und hat rumgememmt wegen seinem Knie. Das hackevoll war brauche ich ja jetzt nicht zusätzlich erwähnen. Also bot ich ihm an, seinen Dienst zu übernehmen, erst hat er rumgefaselt, es aber dann eingesehen. Im guten Glauben habe ich dann die Schlüssel an mich genommen und den Schlußdienst gemacht. Anschließend bin ich noch zu Guido zum frühstücken. Kaum mache ich die Tür auf sehe ich Kai Walter, wie er sich das dritte Brötchen ins Gesicht schiebt. Da wäre mir aber beinahe ein Ei aus der Hose gefallen. Nun gut, die Gerichtsverhandlung kommt ja noch und Kai muß sich warm anziehen!

Sonntag

Der Tag des Umzuges. Aufräumen, Scheiße ausgesehen, tierische Kopfschmerzen gehabt, Geschworen nie wieder Desperados zu trinken, den Spot der anderen gabs umsonst. Um 1330 Uhr trafen wir uns dann mit der Jugendfeuerwehr und begaben uns zum Umzugsstartplatz. Ich habe mich auch zurückgehalten und nur vier Bier mit in die Kiste genommen. Reicht j auch für den Umzug. Unser Wagen parodierte ein wenig die Eisflächengeschichte in der Stadt. Schön die Planken vom Wagen runtergeklappt und eine Bande drangezimmert. Der Boden wurde mit Malerfolie ausgelegt. Scheiß Idee, es war schweineglatt auf den etlichen Schichten Folie. Aber der Wagen war sensationell. Aber wie es dann bei Konstruktionen in letzter Minute so ist hat alles gehalten wie eine Eins. Ein Plakat haben wir unterwegs schon verloren. Aber es tobte auch ein arktischer Schneesturm als wir unterwegs waren. Nach dem Umzug wurde der Wagen abgeschmückt (Blauer Sack auf – Alles vom Wagen zusammengeknüddelt und rein damit – Blauer Sack wieder zu) und ab gings in die Mehrzweckhalle. Dort arbeitete man dann am nächsten Kater. Natürlich gabs wieder Desperados, da das Bier immer noch sehr jauchig war. Man lernt halt aus den Fehlern nicht, aber auch nur weil man sich nicht mehr dran erinnert. Aber das Einbecker ging absolut nicht. An dem Abend hatte ich dann Schlüsseldienst und es sollte mir schon zu denken geben, das ich vom ganzen Alkohol nichts gespürt habe. Ist mir zu dem Zeitpunkt aber gar nicht so aufgefallen. Der gesamte Elferrat ist abgedreht. Kappen wurden quer aufgesetzt, es wurde auf Stühlen getanzt und ich war mitten drin mit meiner Kamera, ein Paradies. Soviel Beweisfotos wie den Abend hatte ich schon lange nicht mehr. Die Männer mit den „goldenen Büchern“ kamen auch irgendwann wieder an. Zwar spät, aber es zählt ja, das sie wieder angekommen sind und das noch im aufrechten Gang. Was auch nicht immer gewährleistet ist. Es gab durchaus schon Vorfälle, in denen die Tour abgebrochen und am Rosenmontag fortgesetzt werden mußte. Ist dann zwar ein wenig peinlich, aber da muß man dann durch. Wann es zu Ende ging kann ich heute nicht mehr sagen, es war aber schon Rosenmontag als ich abgeschlossen hatte.

Rosenmontag

Der härteste Tag von allen. Der Tag fängt früh an mit groben reinigen der Mehrzweckhalle. Natürlich sind alle gut drauf, da jeder eine kurze Nacht und einen ordentlichen Kater hat. Aber wenn dann erstmal das Frühstück kommt, dann geht es aufwärts. Nachdem Frühstück geht’s dann in den Kindergarten. Immer wieder in Highlight. Die Kinder führen etwas vor und man ist ja eh schon leicht angeheitert von den Vortagen. Bei den Vorführungen dann immer ruhig zu bleiben und keinen Scheiß zu labern fällt extrem schwer. Manchmal rutscht einem dann ein blöder Spruch raus und man muß einfach lachen. Niemand hat gesagt, das es leicht sein wird, aber manchmal ist es schon extrem hart. Kindergarten abgehackt und ab geht’s in die Stadt zum Rathaus stürmen. Alle Karnevalsvereine sammeln sich bei Seyffarts auf dem Hof und dann geht’s im Marsch in die Stadt. Des Prinzen Auto wurde in einer Vollstrammenaktion auf den Verkaufsplatz von Sharif gebracht. Überraschung gelungen, da der Prinz seine Kutsche sicher in seiner Garage vermutete. Ha, falsch vermutet. Ein weiterer Grund warum ich niemals Prinz werde. Da ist man vor nichts sicher! Bei dem Marsch in die Stadt ist dann auch irgendwo meine Stimme verloren gegangen. Klar, man schreit rum wie ein Geisteskranker um die übermäßige Freude rauszulassen. Und das hört dann nicht mehr auf, da man auf alles und jeden eine dreifaches kräftiges „Helau“ raushaut. Auf Schnitten die an einem vorbeigehen, auf kleine Hunde, auf das Prinzenpaar, auf einfach alles! Nach dem Rathaus geht’s unter Geschrei weiter zur Volksbank, wo man weiter Bier trinkt. Aber dieses Jahr war eine sehr hübsche Angestellte zugegen. Blond gut gebaut. Man sollte echt überlegen wieder ein Konto bei der Volksbank zu eröffnen. Man wirkt natürlich auch übermäßig anziehend wenn man ein Elferratsanzug und die dazugehörige Kappe aufhat, in Verbindung mit der unwiderstehlichen Bierfackel wird man zum Frauenmagnet. Oder auch nicht! Nach der Volksbank gings dann zum stärken ins Pfarrheim. Hinterher hätte ich mich wirklich ablegen können. Einfach nur ein wenig schlafen um für den Abend zu regenerieren, aber nein, keine Ausruhen für die geplagte Seele. Auf in die Mehrzweckhalle zum Kinderkarneval. Genau das was ich jetzt brauche. Kinder die Verkleidet sind und wild schreiend durch die Gegend springen und dazu Jauche-Bier. Jippi! Gegen 1700 Uhr mußte ich mich dann losreißen und mich auf den Abend vorbereiten. Also Nach hause und erstmal aufs Klo, dann umziehen und zu Felkl. Das Ambiente war unser Ziel und meine Füße taten jetzt schon weh. Im Ambiente war es recht leer, was sich aber bald ändern sollte. Meine Füße taten immer noch weh. Aber der Felkl sah fantastisch aus. Ein Schlabberhose und dazu einen Pelzumhang mit passender Mütze. Sensationell! Schade, das ich meinen Fotoapparat nicht dabei hatte, aber den konnte ich leider nirgends verstauen. Aber die Bilder die ich Erinnerung habe reichen schon aus. Man stand dann also im Ambiente rum und ich für meinen Teil wurde einfach nicht stramm. Erst Bier, dann Hammer Bacardi-Mischungen. Bei Felkl konnte ich richtig den Übergang sehen. Bei mir nichts. Was jetzt nicht unbedingt ein Nachteil sein sollte. Eike habe ich getroffen und mich kurz mit ihr unterhalten, aber ich glaube sie hat gar nicht so viel verstanden, denn meine Stimme hört sich ungefähr so an wie ein Flüstern, obwohl ich aus voller Kehle geschrieen habe. Dazu meine Bierfackel und wirklich beschissenes Auftreten, ja so punktete man ganz hoch bei dem weiblichen Geschlecht. Aber Karneval ist ja nicht dazu da um Frauen klar zu machen. Oder etwa doch, habe ich da was verpasst? Nun gut, irgendwann sind wir dann Richtung Schützenhaus gegangen, da ich noch Freikarten hatte. Ach ja im Ambiente haben wir noch Ingo und Viktor getroffen. Viktor wollte allen Ernstes vor dem Gang zum Schützenhaus noch schnell nach Hause und eine Flasche Wodka holen. Gute Idee, aber ich habe bezweifelte, das wir sie unbeschadet ins Schützenhaus bekommen hätten. Aber wir hätten auch gar keine gebraucht. Der Vogel der uns Mischungen gemacht hat, hat mit ziemlicher Sicherheit irgendwas genommen. Der ist wie ein Derwisch, dem man eine Heizspirale in den Hintern gesteckt hat hinter der Theke umher gesprungen. Und so haben dann auch die Mischungen geschmeckt. Lecker und so langsam merkte auch ich die Wirkungen des Alkohols. Leider war ich zu fertig und habe dann mit Dr Dieck, Sabrina und Heike, den Rückweg angetreten. Felkl wollte noch dableiben. Aber hat es sich dann schnell anders überlegt. Als ich dann zu Hause ins Bett gefallen bin, war ich so froh.

Dienstag – Prinzenessen

Dienstag ist Prinzenessen. Erst aufräumen und dann sich nett und in aller Ruhe betrinken. Mein absoluter Lieblingstag am Karneval. Auf jeden Fall ging es mir nicht mehr ganz so schlecht, denn ich war ausgeruht. Ein bischen zumindest. Das Essen läuft eigentlich immer ganz harmlos ab. Es wird sich bei allen und jedem bedankt und dann gibt’s das hohe Gericht. Dieses Jahr war dann Kai Walter dran. Er hat ja immer ein wenig auf Welpenschutz plädiert, da er ja der Jüngste ist, aber nicht in diesem Jahr. Er war dran. Und selbst die Strafe ist noch zu harmlos ausgefallen, aber jedenfalls ist er nicht ungeschoren davon gekommen. Mir sollte auch einer angemolken werden, weil ich die Prinzessin auf den Mund geküsst habe. Und es gab Fotobeweise, auf meinem Fotoapparat. Ich habs natürlich zugegeben, ist ja auch nicht wirklich was für das ich mich schämen sollte und außerdem war es nur aus Freundschaft und die Prinzessin zu küssen ist nun mal das Größte an Karneval. Dafür habe ich keine Strafe verdient. Das meinte auch der Richter. Gut gemacht, Peter!
So, das wars erstmal vom Karnevalwochenende. Ekelig wie viel Seiten das schon wieder geworden sind. Naja, heute ist erstmal Ruhe angesagt und Morgen geht’s dann in die Krombacher-Brauerei. Ich liebe das Leben!

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: