Grundlehrgang oder Sinnvolle Samstagbeschäftigung

31/03/2006

Am Freitag hatte mich Atze eingeladen. Er hatte das irgendwann an Karneval gesagt und eigentlich wollte ich gar nicht hingehen, aber Ellen hat mich dann doch noch überredet. Nun gut, vorher war Atze mit seiner Kegeltruppe kegeln, da gehören auch David und Ellen dazu und David wollte mir dann Bescheid sagen, wenn sie zu Atze fahren. Atze hatte am Samstag Geburtstag und wollte dann noch reinfeiern. Problem an der ganzen Sache war nur, das ich am nächsten Tag sehr früh aufstehen mußte, da ich zum Grundlehrgang mußte. Als Ausbilder darf man dann noch eine Ecke früher da sein als die anderen. Herzlichen Glückwunsch. Doch wie vertreibt man sich die Zeit bis 2300 Uhr? Klar, man geht ins Sporthaus und trinkt dort erstmal ein paar mit der ersten Mannschaft. Ingo sagte mir dort das er ins Glashaus fährt da wäre Single-Party und alle Getränke für wenig Geld. Nein, ich muß früh raus und wollte nur zu Atze und dann ab ins Bett. Da bin ich dann auch stark geblieben, obwohl es schon sehr verlockend war. Aber es gibt immer ein weiteres Mal und Singleparties erst recht, dabei bin ich da wirklich kein Fan von. Man kriegt eine dämliche Nummer angepappt, die ich dann möglichst schnell irgendwo an meiner Jacke verschwinden lasse. Da kommt man sich ja vor wie beim Schlachter. „Heute im Angebot: 20 kg Peter zum Preis von nur einer halben Kiste Bier!“ Nein danke, ohne mich! Endlich kam dann die SMS von David. Bier noch schnell in den Schlund gekippt und ab ging ich mit meiner Flasche Asbach zu Atze. War ein guter Kauf. Komplett eingepackt. So mag ich das. Bei der Ankunft in Atzes Keller ist Glöckner erstmal in Geschrei verfallen. Ich glaube seine Worte waren: „Jaaaaooooh, Pitsche ist da, der Eintrag im weblog ist gesichert!“ Es scheinen ja dann doch mehr Leute mein log zu lesen als ich gedacht habe. Ich blieb beim Bier, denn im Hinterkopf hatte ich mir festgetackert, das ich ja früh aus den Federn mußte. Nach ein paar Bieren wurde ich gezwungen Asbach zu trinken, und das war noch vor zwölf Uhr. Das ging ungefähr so ab: „Pitsche, ein Asbach?“ – „Nein danke, nein danke, nein danke! Ach, gib her!“ Denn meine Mutter hat mir beigebracht immer dreimal abzulehnen und dann kann man es ruhig nehmen, was einem auch immer angeboten wird! Nun war mein Schicksal besiegelt. Es wurde über dies und das gequatscht und zwischendurch hatte Atze mal Geburtstag. Da war ich aber schon voll im Asbach-Rausch. Ich verstehe das gar nicht. Früher hätte ich mich gleich übergeben können, wenn ich das Zeug nur gerochen habe und jetzt kippe ich eine Mische nach der anderen runter. Zwischenzeitlich war es 0130 Uhr geworden. Die leise Stimme in meinem Kopf sagte zu mir, das es besser wäre jetzt den Heimweg anzutreten, denn um 0550 Uhr klingelt der Wecker. Doch Atze sagte: „Mach mal Peter noch eine Mischung Asbach!“ Ich weiß ich bin schwach, aber ich kann doch dem Geburtstagskind nichts abschlagen. So ging es dann munter weiter bis 0330 Uhr, dann mußte ich aber wirklich nach Hause und habe die Gunst der Stunde genutzt und bin mit Glöckner abgehauen. Das glaube ich zumindest. Sicher bin ich mir nicht. Als ich im Bett lag zeigten die verschwommenen Leuchtziffern meines Weckers 0343 Uhr. Verschwommen nur, weil ich keine Brille mehr auf hatte und nicht weil ich stramm war. Haha, ich kenne euch doch! Dann hab eich die Augen zu gemacht und gleich wieder auf, denn der Wecker klingelte. Gott, war das früh. Gott, war ich müde! Aber da half kein winden und stäuben ich mußte aufstehen und losfahren. Brötchen holen, denn ich war dran. Aber ich muß sagen, das ich fitter war als ich erst dachte. Ich hatte keinen Schädel und der Magen bleib auch friedlich. Nachdem dann gefrühstückt wurde gings auch schon los. Wer war natürlich wieder zu spät dran? Die Westeröder und das fällt natürlich auf mich zurück. Schuld war Jens Nolte, der sich bis zum abwinken in der Werkstatt abgefüllt hat. Dem habe ich erstmal einen Einlauf verpasst. Aber wie sagte Schnitzel so treffend: „Klasse, da hat dann der mit 3,0 Promille dem was mit 3,5 Promille was erzählt und verstanden haben beide nichts!“ Ich muß zugeben, er hatte einen Punkt. Der erste Samstag des Grundlehrgangs verlief aber ohne weitere Probleme. Ich habe mit Akki zusammen ausgebildet und wir haben eine echt gute Truppe. Mit der kann man auch mal Quatsch machen und dann aber auch wieder ernste Ausbildung. So macht es Spaß und es macht nichts das man sich den ganzen Samstag um die Ohren haut. So soll es ein! Im Laufe des Tages war Kai mal kurz da und hat geguckt ob alles richtig gemacht wird. Klar, Mr overimportant Burningmaster muß ja überall seine Nase reinstecken. Er teilte mir dann auch gleich mit, das am Abend bei ihm großes Besäufnis ist, da seine Eltern nicht da waren. Ich wußte noch nicht so richtig ob ich da hingehen sollte, denn sowas artet ja immer aus und außerdem hatte ich ja nur zwei Stunden geschlafen in der Nacht. Ihr wisst ja eh schon was ich gemacht. Natürlich bin ich abends dahin gegangen, denn zu Hause halten mich keine 10 Pferde. Wozu auch, da kennt man mich ja. :) Also Flasche Bacardi am Start und los gings zum Abschädeln. Am Anfang kam so recht keine Stimmung auf und ich hatte schon Angst, das ich früh zu Hause sein werde. Doch dann kam Schnitzel die grandiose Idee Katrin Schäfer anzurufen, damit die noch vorbeikommt. Laut Schnitzel ist sie ein Garant für Stimmung. Ich kannte sie nicht und bin ja für neue Sachen immer offen. Irgendwann kam sie dann mit Ramona, Andreas ihm seine Freundin, an. Und Schnitzel hatte Recht. Sie ist echt symphatisch und sorgt, meistens unfreiwillig, für ordentlich Stimmung. Zum Beispiel hüpft sie bei plötzlich auftretender lauter Musik gerne mal vom Barhocker oder zeigt Kai, wie man in Basic Instinct Manier die Beine überschlägt. Keile-Günther, der Anlagen Killer, hat sich dazu bereit erklärt Musik zu machen. Tja und das wars dann mit meinem Gehör. Ich glaube Keile kennt nur zwei Zustände an der Anlage. Laut und Aus. Schlimm war es beim CD Wechsel, man hörte schon das Rauschen aus den Boxen und wusste das gleich wieder ein bischen was von der Hörleistung über den Deister sind. Aber wenigstens hat sich Katrin immer schön erschreckt und ist durch die Bude gesprungen. Was auch mir ganz neu war, ist die Feuerwehrjackensammlung von Kai. Er hat wirklich alle zu Hause. Ich hatte das ja schon immer geahnt, aber nie für möglich gehalten. Nun ja, dann sollte er sie auch gut verstauen und nicht im Flur hängen lassen. Schnitzel und ich packten die Gelegenheit beim Schopf und zogen sie gleich mal an und machten Scheiße. Kai kriegte es mit und motze rum, wir lachten ihn aus. In dem Raum vor dem Partyraum hatte Kai eine neue Matratze zwischengelagert die mußte Schnitzel erstmal umraken. Zwar unfreiwillig, aber lustig anzusehen war es schon wie er unter großem Gelächter in die Matratze fiel und dabei den Kleiderständer gleich mitriß. Philip sagte am nächsten Tag, wäre bei der Aktion die nagelneue Duschtür kaputt gegangen, dann wäre er erst eine Woche später wieder nach Hause gekommen und hätte so lange bei seiner Freundin geschlafen. Kai wars egal. Die Party ging also weiter und irgendwann kam dann noch Kai Freundin Wiebke und ein paar weitere Freundinnen von ihr. Davon weiß ich allerdings nichts mehr. Biensi erwähnte es am nächsten Tag nebenbei und ich mußte ernsthaft überlegen, welche Schnitten er meinte? Bis ich halt aufgeklärt wurde. Genau, der Bienst war nämlich auch noch da. Zwischendurch hatte Thomas B. Sabrina angerufen, sie solle doch mal eine bestimmte CD (?) vorbei bringen und im Hintergrund hörte ich Biensi. Da schlug ich gleich vor, das sie ihn auch gleich mitbringen soll. Zack, Biensi ist angekommen und schon mußte die zweite Falsche Bacardi aufgerissen werden. Was aber auch teilweise daran lag, das ich die erste schon fast ausgetrunken hatte. Man feierte sich also selber und trank sich in eine bessere Welt. Schnitzel ging, ging glaube ich als erstes verloren. Man munkelt er habe sich was zu essen gemacht und dabei aufgewaschen. Muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Er wohnt da nicht und macht den Aufwasch, während er sich ein Pizzabaguette macht. Das hat er aber auch nicht gegessen, sondern wollte es sich morgens reinpfeifen. Pech gehabt, denn irgendwann sind Biensi und ich auf Futtersuche gegangen und landeten zwangsläufig in der Küche. Tja und da lagen dann zwei sehr köstliche Baguette rum. Die haben dann nicht lange überlebt und sind in unserem Magen gelandet. Kai kam rein und sagte das es Schnitzels waren und wir sollen wieder runter gehen. Dabei aber nicht Schnitzel wecken der auf dem Sofa schläft. Das ist mal dreist. Schnitzel macht sich was zu futtern und legt sich hin und zwei Pfeifen kommen an und inhalieren sein Essen. Aber lecker wars. Kai erzählte dann noch, das Schnitzel sehr angepisst war beim wach werden und tierischen Hunger hatte, aber keine Baguette mehr. Dann mußte er halt die Packung Käse essen die Kai noch im Kühlschrank hatte. Auch nicht schlecht. Angelangt im Partykeller macht eich noch ein wenig Musik und als ich dann mitbekommen hatte, das Kai auf dem Stuhl schlief, beendete ich alle Aktionen. Ich gab Kai noch die Richtung vor die er zu seinem Bett einschlagen mußte und machte mich auf den Heimweg. Kai faselte noch was von wegen leise sein, damit wir Schnitzel nicht wecken und torkelte die Treppe hoch. Ich bollerte dann ordentlich die Haustür und klingelte noch ein paar Mal und begab mich in mein Bett. Sehr gelungene Spontanparty, so etwas macht dann doch am meisten Spaß!

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Das Havana Club Wochenende

23/03/2006

Liebes Tagebuch. Letzten Freitag sollte es soweit sein. Endlich mal zu Hause bleiben und ausruhen. Kein Zwang in die Werkstatt oder sich anderweitig zu betrinken. Was auch gut so ist, denn Samstag wollen wir ja ins Glashaus und die Eltern wollten zu Hause umräumen. Alles war so schön geplant, bis Kai anrief. „Könntest Du für mich zur AG-Versammlung gehen und die Termine für die Feuerwehr bekannt geben?“ Klar, mache ich. Ein Bierchen kann ja nicht schaden. Am Ende waren es vier. Und ich konnte meine Klappe nicht halten. Mein Platz war zwischen Florian (1. Vorsitzender Krombacher-Club) und der 1. Vorsitzenden der Frauengemeinschaft. Gegenüber saßen Schnitzel und Patrick Böning. Der Schützenhauptmann sagte was von der Vatertagswanderung und das da auch Frauen mitgehen können, nicht nur Männer (Der Schützenverein ist ganz schön weich geworden!). Da kam er der Spruch. Ich wollte ihn nicht loslassen, aber er hat so hervorragend gepasst und eine solche Gelegenheit auszulassen wäre ein Verbrechen. Außerdem hätte ich dann wieder Bauchschmerzen bekommen. Ganz leise, so daß mich nur die Umsitzenden hören konnten sagte ich: „Naja, irgendwer muß ja auch den Bollerwagen ziehen!“. Dummerweise saß ja auch die Frauengemeinschaft neben mir und machte kein sehr freundliches Gesicht. Dafür freuten sich die anderen umso mehr. Es tut mir aufrichtig Leid. Liebe Frauen, falls hier welche mitlesen sollten. So habe ich das echt nicht gemeint. Aber wenn man einen Spruch hat, dann soll er auch rausgelassen werden. Auch wenn er nicht so gut war, wie in meinem Fall! :) Nach der Versammlung ist dann die jüngere Fraktion noch in den Jugendraum gegangen um noch ein Bier zu trinken. Da hab eich mich natürlich angeschlossen. Ein Bier, zwei Bier, drei Bier und plötzlich hatte ich eine Flasche Havana Club am Hals in die jemand (war ich es vielleicht selber) den Rest-Havana mit Cola aufgefüllt hat. Es waren glaube ich auch nur drei Augenblicke später als ich auf einmal an der Kasse der Werkstatt stand und Eintritt bezahlte. Wie kommt das? Ich glaube meine Leber ist der wahre Herrscher in meinem Körper. Nicht das Gehirn. Das ist so ein weichlicher Verpisser, der sich immer von wem anders was sagen lässt. Aber vielleicht habe ich in letzter Zeit die Leber auch mehr gefordert als mein Hirn!? Who knows! Ich habe sie aber beide lieb! Nun ja, wenn man dann schon mal da ist, dann kann man ja auch ein wenig bleiben und ein paar trinken. Der Großteil von den Mitgefahrenen wollte gleich an die Theke und Wodka bestellen, aber so langsam kann ich das Zeug nicht mehr sehen und außerdem glaube ich das es nicht gut für mein Herz ist. Ich werde ja auch nicht jünger! Also schnappte ich mir Thomas B und schlug ihm vor das wir uns vielleicht eine Flasche Havana Club teilen könnte. Er war einverstanden und meine inneren Organe verfielen in einen Sprechgesang, wie im Fußballstadion. „Wir wollen den Havana sehen, wir wollen den Havana sehen!“ Und die Leber gab den Takt vor. Dann soll es auch so sein. Ich gab Thomas Geld und schon bald sollte das Paradies in einer Flasche vor mir stehen. Zur Abwechselung saßen wir recht unspektakulär an einem Tisch und da enden auch meine Erinnerungen. Außer diversen Toilettenbesuchen weiß ich nicht mehr viel. Nur das ich irgendeinen Verehrer von Hüfte vollgenaselt habe und das Keile Günther eine Zeit lang neben mir gesessen hat. Was da an Scheiße gelabert wurde reicht für ein halbes Jahr. Ich denke mal das der Besitzer der Werkstatt einen Vertrag mit den örtlichen Bauern hat, die jeden Samstag und Sonntag morgen mit ihren großen Frontladern die Werkstatt von der gelaberten Scheiße befreien. Ich hörte es soll ein hervorragender Dünger sein. Es kann auch durchaus möglich sein, das wir noch bei McDonalds waren, allerdings bin ich mir nicht sicher und meine Stuhlprobe wollte ich nicht unbedingt untersuchen. An was ich mich noch erinnern kann ist das Günther und ich beim Bäcker gestanden haben und wie die Geisteskranken diverse Leider gesungen haben. Natürlich geht so was nicht leise wenn man ordentlich getankt hat. Deswegen konnte ich jetzt schon mit konstruktiver Kritik von der örtlichen Bevölkerung rechnen. Besonders von Manni. Kein Wunder haben wir auch unsere Lieder ganz in Nähe seines Schlafzimmerfensters zum Besten gegeben.

Samstag. „Wo war ich? Wieviel Uhr war es? Was liegt heute an?“ Sollten so Fragen sein, die einem nach einem durchgesoffenen Abend im Kopf herumschwirren. Aber nein, bei mir war es: „Boah, heute Abend schon wieder saufen? Dann aber keinen Schnaps!“ Aufstehen mußte ich auch, da wir umräumen wollten. Das ging so besser von der hand als gedacht, da wir ja glücklicherweise am Freitag schon den Schlafzimmerschrank verrückt haben. Glücklicherweise. Anschließend gings zum Entspannen nach Esplingerode. Ein paar DVDs warteten darauf geguckt zu werden. Und ganz wunderbar bei eingeschlafen. Naja, Hitchhickers Guide kannte ich aber auch schon. Abends trafen wir uns dann erst im MaxxM, wo ich meinem Entschluß treu blieb und keinen Schnaps getrunken habe. Dafür wanderten ein paar Hefeweizen den Schlund runter. Das gibt wenigstens eine ordentlich Plauze! Langsam wurde es Zeit und wir brachen allesamt in das Glashaus auf. Für die, die das Glashaus nicht kenne: Mittlere Großraumdisco, worauf sich das „mittlere“ auf die Größe bezieht. Betritt man das Glashaus wird man mit einer Flutwelle an Sinnesanregungen überschüttet. Sämtliche Sinnesorgane versagen nach wenigen Minuten gar Sekunden den Dienst. Frauen, eine hübscher als die andere. Haben nette figurbetonte Kleidung an und sind gut drauf. Aber als normaler heterosexueller Mann hält man das nicht aus. Es ist so als wenn man Essenz von Havana Club trinkt. Havana Club ist zweifelsohne ein göttliches Getränk, aber nur in der richtigen Dosis. Zuviel von allem ist niemals gut. Jetzt höre ich doch einige wieder aufschreien: „Das sagt ja der Richtige!“ Aber ich kontere mit James Hetfield: „Do as I say, not as I do!“ Mein Wille war stark. Der Großteil holte sich eine Flasche Jim Beam. Gott sei Dank, den mag ich eh nicht. Also konnte ich mich getrost an Bier halten. Leider gibt’s nur 9 Springe im Ausschank. Würg, jeder der das schon mal getrunken hat, weiß was ich meine. Man kann vielleicht fünf Liter davon trinken, spätestens dann verwandelt sich der Darm am nächsten Tag in eine Autobahn ohne Geschwindigkeitsbegrenzung. Flaschenbier mußte her. Was stand auf der Karte: Becks Gold. Naja, die kastrierte Schwester vom König. Ich weiß gar nicht warum die Brauereien sowas auf den Markt bringen. Das schmeckt doch gar nicht richtig wenn da das Herbe fehlt. Marketing-Leute, konnte ich schon während des Studiums nicht ab. Es gingen vielleicht fünf Stück rein, als Thomas die magischen Worte sagte. „Wollen wir uns ne Flasche Havana Club holen“ Das wars. Mein Gehirn stellt auf Leerlauf und die Leber übernimmt das Kommando. Toll gemacht. Sofort waren alle Frauen aus meinem Gedächtnis gelöscht und mein inneres Auge sah nur noch eine Flasche Havana Club von einer leuchtenden Corona umgeben. Leider ist das Flaschen holen im Glashaus ein wenig sehr kompliziert, deswegen mußten wir satte 15 Minuten auf den Himmel warten. Aber dann gings los. Den Platz den wir hatten war leider ein wenig daneben und außerdem spielte ein Band. Wer jetzt denkt das war eine Band die gute Musik gespielt hat, dem sei gesagt, er hat Unrecht. Die konnten zwar spielen, also sie haben die richtigen Töne getroffen, aber die Musik war dann so Richtung Almhütten-Apres-Ski-Super-Stimmung-und-alle-sind-voll. Eher nicht so mein Ding.- Wenn wir jetzt einen Platz in der Nähe der Tanzfläche hätten, dann sähe es vielleicht anders aus, aber so war es eine Tortour für die Ohren. Aber auch die schlechteste Musik geht mal vorbei, doch dann war irgendwie die Stimmung raus. Tanzen war ich glaube ich auch kurz, aber die Erinnerungen sind ein wenig verwaschen. Eigentlich wie immer. Gut war, das ich mal wieder mit Ingo ordentlich einen ballern konnte. Der war mit seiner Freundin mitgekommen und die hatte ihren Freundinnen auch Bescheid gesagt, so daß die Frauenquote ein wenig aufgestockt wurde. Nicht das das jetzt was geändert hat, aber es war dann doch besser anzugucken. Besonders Ann-Christin. Der Weg nach Hause ist aus meinen Erinnerungen ausgelöscht, ergo wird nichts Besonderes gewesen sein. Wir wollten den Morchel mitnehmen, aber der war weg, also dachten wir, das er mit Ingo und Köppel weg ist. Wie mir sein kleiner Bruder zwei Tage später berichtete war dem nicht so, denn er war noch im Glashaus, aber wo konnte er selber nicht sagen. Er hat sich dann wohl alleine ein Taxi nach Hause genommen. Tut mir ja echt ein wenig leid, aber wenn man einfach so verschwindet.

Sonntag, DVD Einsatz bei David und Ellen. David komatös, Ellen ein wenig fitter. Aber ich habs dann nach drei Stunden hinbekommen. Was ich da gemacht habe, will ich hier aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht ausführen. Der Feind hört mit!


Schörlbier = lecker und haut Dich aus dem Schuh

18/03/2006

Freitag. Ein Tag harter Arbeit geht vorbei und ich habe meine Maschine nicht geschafft. Schöne Scheiße, muß ich halt Montag nochmal ran und eine komplette Baugruppe detaillieren. Und das mache ich ungefähr genau so gerne wie mir ins Knie schießen. Nach einem kurzen Abfragen der wochenendlichen Planung kam heraus, das nichts anlag. Sollte es etwa soweit kommen, das ich gar am Freitag zu Hause bleiben sollte. Hmm, da wird sich bestimmt was finden. Erstmal zum Fußballtraining runter gefahren und abgehorcht was dort noch an stand. Nicht das ihr jetzt denkt ich habe mich sportlich betätigt. Ich bin natürlich erst nach dem Training hingefahren. Nun gut, keiner wollte so richtig was machen und ich hatte mich wirklich schon auf einen Freitag abend in den heimischen vier Wänden vorbereitet. Bis mich Schnitzel anrief und gefragt hat, ob ich nicht mit in die Werkstatt kommen würde. Hmm, meine Begeisterung hielt sich in Grenzen. Teilnehmer? Schnitzel, Böning, Kai, Philip, Florian. Ich bin dabei. Ein Sechserträger mit Becks wurde organisiert und los gings mit den Vorbereitungen. Als der dann weggepumpt war waren wir auch schon in der Werkstatt und das Drama begann. Ich glaube wir waren keine 15 Sekunden dort da hatte Kai schon eine Flasche Wodka organisiert. Ich ahnte fürchterliches. Diese Flasche sollte nicht alleine bleiben. Und so war es auch. Florian war übrigens schon da und schon hacke voll. Der hats gut. Aber ich war ja hart am Arbeiten, das ich bald mit ihm gleichziehen konnte. Die Flaschen gingen nur so über den Tresen. Zwischenzeitlich hatte Kai mal wieder seine kleine Freundin am Wickle und merkte gar nicht das seine Mischung 0% Wodka enthielten. Irgendwann haben wir es ihm dann gesagt und er hat sich dann halt doppelte Mischungen gemacht. Sehr gute Wahl. Um schnell stramm zu werden gibt es nichts besseres, als Hammermischungen Wodka RedBull. Aber ich glaube kaum, das Kai wußte was er da tat. Schnitzel tat mir ein wenig leid, denn er hat gerade seine Stelle als Zivi (Selber schuld) angetreten und mußte Samstag früh aufstehen und für andere Zivis Frühstück machen. Wäre beim Bund ja nicht passiert. Da muß man sich nur von anderen Sagen lassen was man anzuziehen hat und was man machen muß und wer der Feind ist. Man darf noch ein wenig rumballern und Handgranaten werfen. Alles mit Sachen im Wert von mehreren tausend Euro. Tja und das darf dann jeder der zum Bund geht. Schnitzel hat sich jedenfalls früh verabschiedet und wir waren nur noch zu dritt die mit den Wodka Flaschen kämpfen mußten. Denn den Florian hat Schnitzel gleich mitgenommen weil er nicht mehr konnte. Das heißt jetzt aber nicht, das wir den Wodkadurchfluß gemäßigt haben. Im Gegenteil, ich hatte das Gefühl, das das Ventil komplett aufgedreht wurde. Nach der dritten Flasche habe ich aufgehört zu zählen, aber darf ich meinem Portemonaie glauben ist mindestens noch eine Flasche über den Tresen gegangen. Gut ein paar Mädels haben noch ab und zu eine Mischung mitgetrunken, aber das zählt ja nicht. Verglichen mit uns haben die wie Sittiche getrunken. Nächstes Mal nehme ich ein wenig Trill mit, dann haben sie noch was zu knuppern. Zwischendurch kam noch so ein Vogel an und wollte sich Wodka schnorren auf die übelste Weise. Er meinte jemand um die Ecke hätte gesagt er könne sich ruhig was nehmen. Na klar, und die Erde ist eine Scheibe. Wäre er wenigstens einfallsreich gewesen hätte er gerne eine Mischung ab haben können, aber so dummdreist daher kommen und dann noch was haben wollen. Das gibt’s schon mal gar nicht. Er ist dann auch brav wieder abgezogen. Was manche Leute sich einbilden, unglaublich. Kai und Philip haben dann och versucht Billard zu spielen, aber soviel Luftlöcher wie sie geschossen haben wundert es mich ernsthaft, das der Filz noch heile geblieben ist. Wäre aber bei dem Billardtisch kein Verlust gewesen. Irgendwann haben sie es dann eingesehen, das es einfach mit der Motorik und der Hand-Auge-Koordination nicht mehr hingehauen Hand. Auf dem Nachhauseweg haben wir dann den Bus mit den Bayern Fans getroffen. Also jetzt nicht mit Steinen oder so sondern ganz normal mit nem Baseballschläger. Auch falsch. Die wollten zu irgendeiner Werft fahren und sind dann dementsprechend früh los. Muß so 0530 Uhr gewesen sein. Peter natürlich erstmal in den Bus rein und Dünnschiß gelabert. Weil ich kannte den Busfahrer, war nämlich der gleiche der uns Nach Kreuztal gefahren hat. Allerdings kannte ich den Rest des Busses auch und die mich. Friedes Schwiegermutter hat mich erkannt und sehr schnell festgestellt, das ich schon wieder in fremden Zungen redete. Zum Glück habe ich keinen mehr im Bus erkannt, denn sonst wäre ich mit ziemlicher Sicherheit noch zur Werft mitgefahren. Aber ich wurde aus dem Bus gebeten, da man los wollte. Ich bin dann natürlich ohne gro0ßes Murren sofort gegangen. Ein paar Meter weiter trafen wir dann noch einen letzten Teilnehmer, der gefragt hat ob der Bus schon weg war. War er und dann konnte man jemand laufen sehen. Soweit ich weiß hat er ihn dann noch eingeholt. Da muß es auch passiert sein, als meine Brille mit hoher Geschwindigkeit den Asphalt getroffen hat. Hüfte hatte mal wieder mit Händen und Füßen erzählt und ich war natürlich so leichtsinnig mit meinem Kopf in ihrer Reichweite zu sein. Zupp und weg war die Brille. Ist aber nichts weiter passiert. Die Brille hält was aus. Ist ja auch Spezialglas. Wäre es ganz normales Glas könnte ich auch Aschenbecher nehmen, denn so dick wären sie dann.

Samstag, der Wecker klingelt. Häää, ist schon wieder Montag, habe ich zwei Tage durchgeschlafen? Nichts dergleichen. Plötzlich fiel mir wieder ein warum ich nichts machen wollte. Frühjahrstunier der Jugendfeuerwehr und ich habe leichtsinnigerweise gesagt, wir wollen einen frühen Starttermin. Schön blöd. Hilft aber nichts, also raus aus dem Bett, schlafen kann man noch genug nach dem Tod! Vorher mußte ich aber noch meine Brille richten, denn so ganz gerade saß sie nicht. Also hier gebogen, mal da gebogen und am Nasenauflagepinöpel (keine Ahnung wie der heißt) und schon hatte ich ein Brillenpuzzle. Fuck, der Pinöpel war abgebrochen. Was tun, ich war spät dran und fand meine Ersatzbrille  nicht. Also die Brille aufgesetzt das Einzelteil eingesteckt und ab gings. Meine Jacke war aber so komisch schwer. Der Grund war schnell gefunden. Ein 8er Ball vom Billard. Der muß wohl irgendwie beim Spiel da reingehüpft sein. Frühjahrtunier ist immer Luftgewehrschießen. Fragt mich nicht was das mit Feuerwehr zu tun hat. Ich weiß es nicht. Irgendwie hat es sich eingebürgert. Aber ich hatte ja gut lachen, ich mußte ja nur nach Ruhmspringe fahren, warten bis die Kinder fertig sind und wieder nach Hause eiern. Und alles mit dem Feuerwehrbock. Ergo, die Polizei wird mich schon mal nicht anhalten. Ich war fahrtauglich, davon mal abgesehen, aber ich hätte von Rechtswegen eigentlich nicht fahren dürfen. Dann kam die große Überraschung, der Jugendfeuerwehrwart muß auch mit schießen. Super, Brille kaputt und sitz schief im Gesicht, es geht einem eh nicht gut und dann soll man sich auch noch auf einen kleinen schwarzen Punkt konzentrieren. Das Ergebnis war natürlich berauschend, aber glücklicherweise keine Fahrkarte. Pflichtübung erledigt und wieder nach Hause und ausruhen. Nachmittags mußte ich dann nochmal zur Ausbilderbesprechung vom Grundlehrgang, der geht nämlich auch bald los. Akki und ich kriegen die Frauengruppe. Nicht das das jetzt von Vorteil wäre, denn das sind alles Anfänger und keiner von denen war in der Jugendfeuerwehr, wir starten also bei Null. Dann können wir ihnen das wenigstens gleich richtig beibringen. Abends gings dann zu Andre, der hatte nämlich Geburtstag. Sein Schwager, Thorsten, war auch gekommen und hatte ein 20 Liter Faß mit Schörlbier mitgebracht. Schörlbier ist Bier mit wenig Kohlensäure und wird nur zu bestimmten Zeiten gebraut. Er hatte noch mehr dazu erzählt, aber nachdem ich den ersten Schluck getrunken hatte sind meine Gedanken leicht abgeschweift. Verständlich, denn das Bier war richtig lecker und dank der wenigen Kohlensäure auch gut trinkbar. Ich muß zugeben, ich hatte eine kleine träne im Auge als ich das Faß so auf dem Küchentisch stehen gesehen habe. Am liebsten hätte ich mich dazu gesetzt und ihm ein wenig Gesellschaft geleistet, aber Andre, Nadine und sein Schwager nebst Freundin waren vorbildliche Gastgeber, denn ich hatte immer einen vollen Steinkrug. Steinkrüge tragen übrigens sehr zur Atmosphäre bei, kann ich nur empfehlen. Nun gut, das Faß wurde sehr schnell leergemacht und Thorstens Freundin mußte zugeben das sie noch nicht gesehen hat, das ein Faß so schnell alle war. Ach ja Biertrinker: 5 Mann. Das lief aber auch gut rein und im Anschluß gabs dann Bacardi und zwischendurch die obligatorischen Schnäpse aus der Hölle. Dummerweise ist mein Schnapsglas auf ganz mysteriösen Umständen abhanden gekommen, so das ich später nicht mehr mittrinken konnte. So ein Ärger aber auch! Aber das Bier hat gereicht. Nach dem Faß waren auf einmal alle so stramm. Matten redete zwar aber keiner verstand ihm. Selbst wenn man sich Mühe gegeben hat ging es nicht. Morchel schlief dann auf dem Stuhl ein und ich bin beim CDs auflegen auf dem Sofa leicht weggeschlummert. Es waren aber alle fertig, selbst die die nicht Bier getrunken haben. Und jetzt kommts. Normalerweise ist ja ein Werkstattbesuch Pflicht nach so einem Abend, aber als das Taxi zum stehen gekommen ist, hatte keiner mehr Bock. Skandal. Aber ich glaube es war besser das wir dann mit McDonalds-Umweg nach Hause gefahren sind.

Sonntag habe ich glaube ich ein paar DVDs geguckt, aber bin immer wieder eingeschlafen. Tja irgendwann macht der Körper schlapp. Sollte ich mir um das taube Gefühl im linken Arm Gedanken machen?


Der Krautmann wird 30 (und kein bischen weiser)

11/03/2006

Freitag fing gut an. Keine Kopfschmerzen, trotz des Brauereibesuchs. Woraus man schließen kann, das Krombacher ein recht gutes Pils ist. Aber vielleicht lag es nur an mir und meinem fehlenden Gehirn, besser gesagt, meine Schmerzrezeptoren im Hirn arbeiten ja schon seit längerer Zeit nicht mehr. Wahrscheinlich haben sie irgendwann gesagt, das sie das nicht mehr mitmachen und haben ihren Dienst eingestellt und betrinken sich jetzt zweimal die Woche von dem Alkohol in meinem Blut. Richtig so, Jungs! Aber richtig ausruhen konnte ich mich trotzdem nicht. Der Matten ist nämlich 30 geworden (alter Knochen) und da mußte noch ein wenig was für die Fegerei vorbereitet werden. Erstmal den feinen Andre abgeholt und dann gings kurz zum Einkaufen zum Marktkauf. Warum Marktkauf? Weil sich das am Freitag das Einkaufen richtig lohnt! Andre weiß wovon ich rede! :) Beim Marktkauf wurden dann ein paar Fegeutensilien (Kinderzahnbürste (extra mit nem Fisch drauf) und eine Nagelbürste) eingekauft und dann gings zu Klingebeutel wo dann vier Kisten Bier auf Kommission mitgenommen wurden. Gedacht war, das wir dann den Zuschauern für günstiges Geld das Bier verkaufen. Ging aber irgendwie nicht. Ja ja, jetzt denken alle wieder ich hätte mir die vier Kisten dann alleine reingeknüppelt, aber Pustekuchen. Ich bin zwar gut, aber so gut bin ich dann doch nicht. Naja, der Matten hat dann ganz sauber den Styroporfeinstaub von der Kirchentreppe gefegt. Mit Besen kennt der sich wirklich aus. Er ist nur bis zum Kinderbesen gekommen und schon hatte er alles so gut wie weggefegt. Freigeküsst wurde er dann von Vanessa Günther (So, damit dann auch mal in meinem weblog stehst. :) ) Hinterher gings dann zu Matten auf die Scheune, wo dann weiter Bier gekippt wurden. Glücklicherweise hatte Matten auch ein wenig Becks da. Eigentlich mein Lieblingsbier. Ich kann mich noch gut an meine Studienzeit in Wilhelmshaven erinnern. Wenn ich dann freitags auf der Autobahn Richtung Eichsfeld unterwegs war kam ich bei Bremen an der Becks-Brauerei vorbei. Entweder war es Zufall oder die wussten wann ich da lang fahre, denn die netten Leutchen haben immer genau dann ihre Tanks gelüftet. Ein herrlicher Geruch. Meine Mitfahrer haben mich immer für bekloppt gehalten wenn ich zu dem Zeitpunkt immer die Lüftung volles Rohr aufgerissen habe, aber dieser Geruch war einfach unbeschreiblich lecker. Gute alte Zeit. Wo war ich, ach ja, Mattens Scheune. Irgendwann, ich habe die Biere nicht mehr gezählt, wurden dann auch noch sehr schmackhafte Bratpimmel im Brötchen gereicht. Lecker, grillen ist echt was Feines! Dann gings los. Der Schnaps kam auf den Tisch. Eigentlich wollt eich ja nie wieder Schnaps trinken, aber dann kam irgendwie ein Euzenberger in meinen Mund und später dann ein paar mehr. Diverse andere Schnäpse wurden dann später auch noch da rein gemixt. Die anderen sind ja schon früh abgehauen, aber nicht der Peter. Zusammen mit Docschen, der übrigens ein ganz großer im Scheißelabern ist, habe ich mir noch ein paar mehr Bier reingetan. Vokke war auch so lange da und hat gut mitgehalten. Respekt! Wann er gegangen ist, kann ich aber nicht mehr sagen. Zu dem Zeitpunkt war jedenfalls die Archivierung in meinem Gehirn nur noch auf „Teilweise“ gestellt. Gegen 2200 Uhr (Beginn 1530 Uhr) trat ich dann den wohlverdienten Heimweg an. Ja, ich war früh im Bett und das war auch gut so, denn es ging nicht mehr viel.

Samstag haben wir dann mein neues Wohnzimmer eingeräumt und es ging mir erstaunlich gut. Wer hat aufgepasst? Becks ist also auch ein gutes Bier. Ich hatte ja mit einigen Problemen gerechnet, die ich dann problemlos auf den Euzenberger geschoben hätte, aber meine Schmerzrezeptoren schlagen ja nur noch selten an. :) Abends gings dann ins Schützenhaus, wo der Matten seine große Party gefeiert hat. Und da gings ab. Das Essen kam wohl von Löffler, wenn mich meine Erinnerung nicht täuschen sollte, aber mit meiner Erinnerung ist es ja eh nicht weit her. Auf jeden Fall war es richtig lecker. Und der Matten hat zwei richtig hübsche Cousinen, die er uns wohlwissentlich vorenthalten hat. :) Aber kommen wir nun zu den wichtigen Sachen, dem Getränkeplan. Den Anfang hat Bier gemacht. Hasseröder in kleinen Henkelmännern. Typisches Schützenfestbier. Nun muß ich zu meiner eigenen Schande eingestehen, das ich nicht mehr so viel Bier trinken konnte, aber zu meiner Verteidigung muß ich hier mal sagen, das ich in der vergangenen Woche so viel Bier zu mir genommen habe, das es für einen ganzen Monat gereicht hätte. Bei Leuten mit normalem Bierkonsum, meine ich. Dazu kann ich mich wahrlich nicht zählen. Ist ja auch egal, denn wenn ich euch jetzt erzähle auf was ich umgestiegen bin, dann werdet ihr mich verstehen. Havana Club Cola. Dafür würde ich durch einen See mit Magma schwimmen. Und das Beste, Schnitzel hat die Mischung gemacht. Und das waren Mischungen die reingehauen haben wie ein Tritt von einem Kaltblüter. So wie ich sie mag. Alle anderen haben das Gesicht verzogen, aber die Mischungen waren genau mein Ding, Baby! Leider war nur eine Flasche da und ich habe nicht alleine den Nektar aller Rumsorten getrunken. Aber zum Glück gab es noch Bacardi. Die Mischungen waren allerdings sehr hart und deswegen war ich auch schon früh ziemlich breit. Da war ich dann aber trotzdem nicht alleine, weil Schnitzel wohl bei allen die Schnapsflasche großzügig geleert hat. Erinnerungen sind nicht mehr viele vorhanden, aber die paar will ich hier für die Nachwelt niederschreiben. Ich habe also kräftig weitergetrunken und irgendwann auch mal Musik gemacht. Der Docschen hatte seine Anlage mit und einen ganzen Arsch voll mp3 CDs. Lustigerweise waren alle Titel in Winzschrift auf dem Cover geschrieben. Jetzt stellt euch mal vor, wenn man schon ordentlich stramm ist und dann noch was lesen soll was in Schriftgröße 3 geschrieben ist. Das geht nur, wenn man die CD-Hülle ca. 40 mm vor dem Gesicht hat und dabei ein Auge oder manchmal auch Beide zukneift. Auf jeden Fall muß es wohl ein sehr ulkiges Bild gegeben haben. Wie sollte es auch anders sein, zieht es einen in die Werkstatt. Biensi, Morchel und ich sind dann noch in die [Achtung Ironie ein] angesagte Szene-Disco [Ironie aus] gefahren. Erinnerung gleich Null. Biensi und Morchel haben getanzt und wir haben noch eine Flasche Wodka in Arsch getreten. Und das Tanzen weiß ich nur von Fotos. Da muß wohl wieder der schwarze Mann (<- keine Diskriminierung) mit dem Hammer unterwegs gewesen sein.

Sonntag fühlte ich mich dann wie der langsam tauende Schnee am Straßenrand, sehr matschig und wie reingelatscht. Und zu recht!


Die Brauerei oder einen Tag im Himmel

08/03/2006

Der Traum eines jeden Bierliebhabers ist letzten Donnerstag war geworden. Eine Brauereibesichtigung. Und zwar gings nach Kreuztal zur Krombacher Brauerei. Voller Vorfreude begab ich mich in den frühen Morgenstunden  zum Parkplatz der Gaststätte Kellner. Dort erwarteten mich neben den anderen Teilnehmern mehrere Kisten Bier. Was mich sehr gefreut hat. Natürlich hat mich die Anwesenheit der anderen Mitfahrer auch gefreut, aber Bier ist dann doch was Spezielles. Es sah also gut aus, für jeden Genügend zu trinken, mich eingerechnet. Im Bus dauerte es dann auch nicht lange bis die erste Kanne aufgerissen wurde. Ein herrlicher Start für einen Morgen und wenn man bedenkt was wir vorhatten, könnte es der schönste Tag in meinem Leben sein. Wir fuhren also Bus und tranken gemütlich. Leider fing irgendwer (David, neben mir?) mit Schnäpsen an. Da hielt ich mich doch großzügig zurück, denn es lockte noch die freie Verköstigung in der Brauerei. Freie Verköstigung in der Brauerei? Manche fragen sich was das ist. Ganz einfach, ekelerregende Druckbetankung in der jeder versucht soviel Bier seinen Schlund runter zu kippen, bis nichts mehr rein passt oder das Kotzbecken überläuft. Aber dazu kommen wir (leider) erst später. Wir waren noch nicht ganz da, da wurden die ersten Rufe nach einer Pinkelpause laut. Für die Jungs wurde mal eben an der Straße angehalten und für die Mädels mußte es schon ein Rastplatz (ohne Klo) sein. Manche nicht näher genannte Damen haben es dann tatsächlich fertig gebracht hinter den Bus zu ähhh, den Schnee gelb zu machen. Aber irgendwann geht jede Busfahrt mal zu ende und wie von einer wunderbaren Corona umgeben erschien langsam aber sicher die Krombacher-Brauerei am Horizont. Sollte es doch einen Himmel geben? Erste Ausfallerscheinungen hatten wir bei der Ankunft auch schon. Jensi war dann doch schon sehr stramm, als wir in das Vortragszimmer kamen und machte sich über unseren Führer lustig. N ein, nicht DER Führer, sondern unser Bier-Führer. Der hieß nämlich Halbe mit Nachnamen und Jensi konnte nicht mehr an sich halten, weil er jeden zweiten Satz mit ein paar „Halben“ von Krombacher begann. Jedem der schon mal nüchtern unter Strammsäcken war weiß wie nervig das sein kann. Aber wir hatten ja alle zum Glück schon was getrunken. Die 90minütige Führung kannte ich schon, war also nichts Besonderes. Man sah große Kessel von oben und unten und dann wurde uns die Kistenverladung gezeigt. Leider konnten wir nicht die Abfüllung sehen. Jetzt gings los. David war beleidigt. Er hatte sich so sehr darauf gefreut und nun konnten wir wegen Umbaumaßnahmen nicht da rein. War richtig niedlich wie er bockig in seinem Bussitz saß. Aber da kann man nichts machen. Er schwor Unmengen an Schinkenbroten zu essen um sich zu rächen. Wo wir auch gleich beim Thema sind. Die Verköstigung. Das quälende Warten hatte endlich ein Ende und wir kamen zum Ende der Führung und zum Beginn der Druckbetankung. Die Braustube erwartete uns und wenn ich nicht wieder nach Hause gemußt hätte wäre ich gleich da geblieben. Wir kamen rein, wir setzten uns hin und wir tranken Bier. Gereicht wurde cremiges Krombacher in 0,2 l Tulpen. Hört sich jetzt nicht viel an, aber die kann man viel besser in den Brägen schütten, als wenn man ewig so ein großes Glas vor sich hat. Und der Nachschub war super organisiert. Mehrere junge Damen versuchten uns ständig unter Strom zu halten. Klappte nicht immer, aber ein wenig Verdauungspause brauchte man ja auch. Essen gabs auch. (Michael-)Schanzebrot und Schinken. Lecker. David, der kleine Gierschlund, schaffte aber nur eins. Weil er mal wieder kurz vorher im Bus noch eine Stulle mit Mettwurst vertilgen musste. Dafür hat er aber den Schinken auch ohne Brot nieder gemacht. Das Bier floß und floß und wir machten Striche auf den Deckel. Man wollte ja wissen, wer am meisten schaffte. Morchel legte gleich gut los und schüttete ab und zu mal ein auf es rein. Man sollte meinen das wäre eine gute Taktik, aber wie sich zeigen sollte, ist die Taktik egal, wenn die Vorbereitung Scheiße ist. Morchel und ich waren natürlich gut vorbereite durch die tollen Tage. Er schütte ziemlich schnell und trank normales Tempo, wenn man davon in einer Brauerei sprechen kann. Im Endeffekt hatten wir beide 17 Striche auf den Deckeln. Nach zwei Stunden wurden nämlich die Hähne zugedreht. Wenn wir ehrlich sind, hätten noch ein paar reingepasst in der dritten stunde, aber es hat vollkommen gereicht. Zwischendurch gabs dann eine Polonaise und Tanz, aber das ist nur für Leute die nicht zum trinken gekommen sind, also  nichts für mich. Davon mal abgesehen waren wir die jüngste Truppe in der ganzen Bude. Die nächst jüngere Truppe war der Jugend Akkorden Club von was weiß ich wo. Durchschnittsalter: 45 Jahre. Soviel zum Thema Jugend Akkordeon Club. Aber die alten haben trotzdem gut Stimmung gemacht. Irgendwann kam dann einer an unseren Tisch und stimmte mit uns das Leid der Niedersachsen an. Ich war schockiert als ich feststellen mußte, das nur wenige den Text kannten. Da besteht Nachholbedarf. Vielleicht drucke ich den Text hier mal ab. Wie gesagt, irgendwann geht auch der schönste Tag zu Ende und wir mußten abrücken. Ab in den Bus und es ging nicht mehr viel. Jedenfalls bei mir. Durch die ganzen anstrengenden Tage vorher sind mir leicht die Augen zugefallen und ich kann nicht wirklich was von der Rückfahrt berichten außer diversen Pinkelpausen und das Christian plötzlich ein Juckeheft in den Händen hielt. Als wir in Westerode wieder angekommen sind, kam David und Morchel auf die Idee noch in die Werkstatt zu fahren. Jetzt denken bestimmt alle, das Peter wieder der erste Mann an der Spritze war, aber leider konnte ich nicht mit. Mein verlängerter Rücken hatte eine dringende Verabredung mit der Toilette, die nicht aufzuschieben war. Aber wie ich im Nachhinein gehört habe, habe ich nichts verpasst. Alles in allem war es ein schöner Tag und es war nicht mein letzter Besuch in der Krombacher Brauerei. In zwei Jahren soll der Umbau fertig sein und David will ja unbedingt die Abfüllung sehen. :)


Die tollen Tage

01/03/2006

So, dann fange ich mal mit meinem Karnevalsbericht an. Den Fetten Donnerstag lasse ich jetzt mal außen vor, da wir wirklich nicht viel getrunken haben. Ging ja bei mir auch nicht, da ich ja arbeiten mußte. Aber die Adler haben ganz gut geschmeckt.

Freitag

Ich wollte ja früher weg von der Arbeit, aber das ging mal wieder nicht, weil wieder mal bis zur letzten Minute diverse Sachen geklärt werden müßen. Aber das ist ja immer so. Jedesmal wenn man einen wichtigen Termin hat kommt was dazwischen und man schafft es nicht mehr. Und wenn es nur eine Schnarchnase auf der Straße ist. Naja, zum Aufbauen für die Uhlendisco bin ich dann leider ein wenig zu spät gekommen, aber dafür durfte ich ja noch den ganzen Abend Dienst schieben. Auch wenn es sich jetzt sehr verlockend anhört, das man den ganzen Abend frei trinken hat. Es ist dann doch harte Arbeit, immer die Leute zu bedienen und nach 15 Bier noch die Summen richtig zusammen zurechnen. „Hmmmmm, 3 Cola-Bac, 2 Desperados, und 5 Bier! Macht, ähhhh, öhhhhh, Scheiße 15 €!?! Kommt das hin? Egal!“ Aber die Party war Klasse. Es wurde ordentlich getrunken und so gegen 0530 Uhr war ich dann auch zu Hause. Natürlich ordentlich stramm, da man früh genug auf Cola-Bacardi umgestiegen ist und nicht wieder Leere-Flaschen-Fehler gemacht hat. Das man dann natürlich aufholen mußte war ja klar. Also doppelte Bacardi ins Glas. Kost ja nix! Hö, Tja und dann trinkt man das Zeug natürlich weiter wie Bier. Sehr großer Fehler. Ich weiß gar nicht wie ich nach Hause gekommen bin.

Samstag

Der Tag fing gleich Scheiße an. Um 0930 Uhr gings aus dem Bett, da der Jugendfeuerwehrwagen für den Umzug am Sonntag vorbereitet werden mußte. Ich hatte am Abend vorher mit Schnitzel gewettet, das ich pünktlich bin und auch wenn er etwas gegenteiliges behauptet, war ich noch in der Zeitspanne, die für pünktlich durchgehen zu lassen ist. Nämlich 1002 Uhr. Das ist nun wirklich keine Falsche Bacardi wert, da es noch in der Kulanz zeit ist und die Kirchturmuhr hat auch noch geschlagen. Gut, zu Beginn wurden erstmal die Geschichten vom Vorabend ausgetauscht und die Jugend erheitert. Natürlich immer mit dem Einwurf das sie sich an uns kein Vorbild nehmen sollen. Alkohol ist was ganz schlechtes und sollte niemals mißbraucht werde. Merkt euch das. Nachdem dann das obligatorische Scheißelabern vorbei war gings dann den Wagen vorbereiten. Es ist gar nicht so einfach mit so vielen Kindern fertig zu werden, wenn man noch einen dicken Schero hat. Aber dafür ist der Spaß umso größer wenn man dann fertig ist. Meiner Stimme gings bis dato übrigens noch gut. Kein bisschen heiser und man konnte mich noch klar und deutlich verstehen. Als der Wagen dann fertig war, war auch die Mehrzweckhalle fertig. Der Elferrat hatte gut geschafft und ich brauchte nicht mehr mit anfassen. Es ist schon ein zweischneidiges Schwert, aber in diesem Falle geht die Jugendwehr vor. Denn im Elferrat sind genügend Leute. Dann bleib eigentlich nicht mehr viel, als sich auf den Abend zu konzentrieren. Prinzenball. Thema war Mexiko und Peter hatte sich was ganz tolles einfallen lassen. Einen billigen Sombrero bei Toy R Us erstanden und dann wollt eich mir halt einen coolen Jute Sack als Poncho überhängen. Ach ja, Toys R Us ist jetzt mein offizieller Hassladen. Nichts ist schlimmer als in einer Schlange an der Kasse zu stehen und um einen rum sind nur kleine nervenden Kinder. Und zu allem Überfluß stehen an der Kasse ein Elternpaar, die sich über Gefährlichkeit und pädagogischen Nutzen von diversen Spielsachen mit dem Kassierer unterhalten. Hallo, geht’s noch! Das waren hundertprozentig Waldorfschullehrer oder Sozialpädagogen (Meiner Meinung nach kein Studiengang, sondern eine Zumutung!). Schade, das es in Deutschland kein Waffenrecht gibt. Die zwei Spezialisten wären zuerst dran gewesen, wegen labern von gequirlter Scheiße. Kein Wunder das man manchmal gegen solche Faseler eine Hasskappe schiebt und zu Recht, muß ich jetzt mal zugeben. Ich bin ja sonst ein friedlicher Mensch, aber dies Dünnschißlaberer gehen mir so was auf die Klötze, das könnt ihr euch nicht vorstellen. Aber ich schweife ab. Meine Mutter hatte natürlich wieder eine bessere Idee, statt dem Jutesack, gabs eine Tischdecke van 1978 in die einfach in die Mitte eine Loch für den Kopf reingeschnitten wurde. Tja, als ich dann fertig kostümiert war, hat ca. 5 Minuten gedauert, so gefällt mir das, sah ich natürlich akkurat Scheiße aus. Aber das schaffe ich ja auch ohne Kostüm. Auf dem Prinzenball liefen dann ca. 70 Prozent der Anwesenden als Mexikaner mit Poncho und Sombrero rum. Aber bei einem Themenabend bleibt die Möglichkeit zu wählen halt klein. Ist aber auch egal. Da das Bier leicht jauchig geschmeckt hat (Einbecker vom Faß – Würg) bin ich früh auf Desperados umgestiegen. Großer Fehler, wie sich am nächsten Morgen rausstellen sollte. Aber zwischen durch wurden auch schön Tequila gekippt, was dem Kater nur zu gute kam. Natürlich war der Fotoapparat dabei und ich habe wieder ordentlich Schnappschüße gemacht. Unter anderem von der Prinzessin, die an meinem Poncho gehangen hat und meinte er riecht ganz toll! Häää, wie ganz toll? Naja, so nach Persil halt! War die Antwort. Bitte, wenn sie meint, mich hats nicht gestört. Den Prinzen auch nicht, da er ja die Leute unterhalten mußte. :) Hat er auch gut geschafft, an jedem Abend übrigens ganz famos die Kappe quer auf den Kopf, sehr zum Mißfallen des Präsidenten. Irgendwie habe ich auch noch getanzt, dabei mag ich das nun gar nicht. Tanzen ist so der Part an Parties den ich gar nicht mag. Ich weiß auch gar nicht warum Frauen das so gerne machen. Jetzt kommt aber der Hammer. Kai Walter der Stratege, hatte an dem Abend Schlüsseldienst. Also als letzter den Saal verlassen und abschließen. Beim Thekendienst ist er dann schon schön eingerunzelt und hat rumgememmt wegen seinem Knie. Das hackevoll war brauche ich ja jetzt nicht zusätzlich erwähnen. Also bot ich ihm an, seinen Dienst zu übernehmen, erst hat er rumgefaselt, es aber dann eingesehen. Im guten Glauben habe ich dann die Schlüssel an mich genommen und den Schlußdienst gemacht. Anschließend bin ich noch zu Guido zum frühstücken. Kaum mache ich die Tür auf sehe ich Kai Walter, wie er sich das dritte Brötchen ins Gesicht schiebt. Da wäre mir aber beinahe ein Ei aus der Hose gefallen. Nun gut, die Gerichtsverhandlung kommt ja noch und Kai muß sich warm anziehen!

Sonntag

Der Tag des Umzuges. Aufräumen, Scheiße ausgesehen, tierische Kopfschmerzen gehabt, Geschworen nie wieder Desperados zu trinken, den Spot der anderen gabs umsonst. Um 1330 Uhr trafen wir uns dann mit der Jugendfeuerwehr und begaben uns zum Umzugsstartplatz. Ich habe mich auch zurückgehalten und nur vier Bier mit in die Kiste genommen. Reicht j auch für den Umzug. Unser Wagen parodierte ein wenig die Eisflächengeschichte in der Stadt. Schön die Planken vom Wagen runtergeklappt und eine Bande drangezimmert. Der Boden wurde mit Malerfolie ausgelegt. Scheiß Idee, es war schweineglatt auf den etlichen Schichten Folie. Aber der Wagen war sensationell. Aber wie es dann bei Konstruktionen in letzter Minute so ist hat alles gehalten wie eine Eins. Ein Plakat haben wir unterwegs schon verloren. Aber es tobte auch ein arktischer Schneesturm als wir unterwegs waren. Nach dem Umzug wurde der Wagen abgeschmückt (Blauer Sack auf – Alles vom Wagen zusammengeknüddelt und rein damit – Blauer Sack wieder zu) und ab gings in die Mehrzweckhalle. Dort arbeitete man dann am nächsten Kater. Natürlich gabs wieder Desperados, da das Bier immer noch sehr jauchig war. Man lernt halt aus den Fehlern nicht, aber auch nur weil man sich nicht mehr dran erinnert. Aber das Einbecker ging absolut nicht. An dem Abend hatte ich dann Schlüsseldienst und es sollte mir schon zu denken geben, das ich vom ganzen Alkohol nichts gespürt habe. Ist mir zu dem Zeitpunkt aber gar nicht so aufgefallen. Der gesamte Elferrat ist abgedreht. Kappen wurden quer aufgesetzt, es wurde auf Stühlen getanzt und ich war mitten drin mit meiner Kamera, ein Paradies. Soviel Beweisfotos wie den Abend hatte ich schon lange nicht mehr. Die Männer mit den „goldenen Büchern“ kamen auch irgendwann wieder an. Zwar spät, aber es zählt ja, das sie wieder angekommen sind und das noch im aufrechten Gang. Was auch nicht immer gewährleistet ist. Es gab durchaus schon Vorfälle, in denen die Tour abgebrochen und am Rosenmontag fortgesetzt werden mußte. Ist dann zwar ein wenig peinlich, aber da muß man dann durch. Wann es zu Ende ging kann ich heute nicht mehr sagen, es war aber schon Rosenmontag als ich abgeschlossen hatte.

Rosenmontag

Der härteste Tag von allen. Der Tag fängt früh an mit groben reinigen der Mehrzweckhalle. Natürlich sind alle gut drauf, da jeder eine kurze Nacht und einen ordentlichen Kater hat. Aber wenn dann erstmal das Frühstück kommt, dann geht es aufwärts. Nachdem Frühstück geht’s dann in den Kindergarten. Immer wieder in Highlight. Die Kinder führen etwas vor und man ist ja eh schon leicht angeheitert von den Vortagen. Bei den Vorführungen dann immer ruhig zu bleiben und keinen Scheiß zu labern fällt extrem schwer. Manchmal rutscht einem dann ein blöder Spruch raus und man muß einfach lachen. Niemand hat gesagt, das es leicht sein wird, aber manchmal ist es schon extrem hart. Kindergarten abgehackt und ab geht’s in die Stadt zum Rathaus stürmen. Alle Karnevalsvereine sammeln sich bei Seyffarts auf dem Hof und dann geht’s im Marsch in die Stadt. Des Prinzen Auto wurde in einer Vollstrammenaktion auf den Verkaufsplatz von Sharif gebracht. Überraschung gelungen, da der Prinz seine Kutsche sicher in seiner Garage vermutete. Ha, falsch vermutet. Ein weiterer Grund warum ich niemals Prinz werde. Da ist man vor nichts sicher! Bei dem Marsch in die Stadt ist dann auch irgendwo meine Stimme verloren gegangen. Klar, man schreit rum wie ein Geisteskranker um die übermäßige Freude rauszulassen. Und das hört dann nicht mehr auf, da man auf alles und jeden eine dreifaches kräftiges „Helau“ raushaut. Auf Schnitten die an einem vorbeigehen, auf kleine Hunde, auf das Prinzenpaar, auf einfach alles! Nach dem Rathaus geht’s unter Geschrei weiter zur Volksbank, wo man weiter Bier trinkt. Aber dieses Jahr war eine sehr hübsche Angestellte zugegen. Blond gut gebaut. Man sollte echt überlegen wieder ein Konto bei der Volksbank zu eröffnen. Man wirkt natürlich auch übermäßig anziehend wenn man ein Elferratsanzug und die dazugehörige Kappe aufhat, in Verbindung mit der unwiderstehlichen Bierfackel wird man zum Frauenmagnet. Oder auch nicht! Nach der Volksbank gings dann zum stärken ins Pfarrheim. Hinterher hätte ich mich wirklich ablegen können. Einfach nur ein wenig schlafen um für den Abend zu regenerieren, aber nein, keine Ausruhen für die geplagte Seele. Auf in die Mehrzweckhalle zum Kinderkarneval. Genau das was ich jetzt brauche. Kinder die Verkleidet sind und wild schreiend durch die Gegend springen und dazu Jauche-Bier. Jippi! Gegen 1700 Uhr mußte ich mich dann losreißen und mich auf den Abend vorbereiten. Also Nach hause und erstmal aufs Klo, dann umziehen und zu Felkl. Das Ambiente war unser Ziel und meine Füße taten jetzt schon weh. Im Ambiente war es recht leer, was sich aber bald ändern sollte. Meine Füße taten immer noch weh. Aber der Felkl sah fantastisch aus. Ein Schlabberhose und dazu einen Pelzumhang mit passender Mütze. Sensationell! Schade, das ich meinen Fotoapparat nicht dabei hatte, aber den konnte ich leider nirgends verstauen. Aber die Bilder die ich Erinnerung habe reichen schon aus. Man stand dann also im Ambiente rum und ich für meinen Teil wurde einfach nicht stramm. Erst Bier, dann Hammer Bacardi-Mischungen. Bei Felkl konnte ich richtig den Übergang sehen. Bei mir nichts. Was jetzt nicht unbedingt ein Nachteil sein sollte. Eike habe ich getroffen und mich kurz mit ihr unterhalten, aber ich glaube sie hat gar nicht so viel verstanden, denn meine Stimme hört sich ungefähr so an wie ein Flüstern, obwohl ich aus voller Kehle geschrieen habe. Dazu meine Bierfackel und wirklich beschissenes Auftreten, ja so punktete man ganz hoch bei dem weiblichen Geschlecht. Aber Karneval ist ja nicht dazu da um Frauen klar zu machen. Oder etwa doch, habe ich da was verpasst? Nun gut, irgendwann sind wir dann Richtung Schützenhaus gegangen, da ich noch Freikarten hatte. Ach ja im Ambiente haben wir noch Ingo und Viktor getroffen. Viktor wollte allen Ernstes vor dem Gang zum Schützenhaus noch schnell nach Hause und eine Flasche Wodka holen. Gute Idee, aber ich habe bezweifelte, das wir sie unbeschadet ins Schützenhaus bekommen hätten. Aber wir hätten auch gar keine gebraucht. Der Vogel der uns Mischungen gemacht hat, hat mit ziemlicher Sicherheit irgendwas genommen. Der ist wie ein Derwisch, dem man eine Heizspirale in den Hintern gesteckt hat hinter der Theke umher gesprungen. Und so haben dann auch die Mischungen geschmeckt. Lecker und so langsam merkte auch ich die Wirkungen des Alkohols. Leider war ich zu fertig und habe dann mit Dr Dieck, Sabrina und Heike, den Rückweg angetreten. Felkl wollte noch dableiben. Aber hat es sich dann schnell anders überlegt. Als ich dann zu Hause ins Bett gefallen bin, war ich so froh.

Dienstag – Prinzenessen

Dienstag ist Prinzenessen. Erst aufräumen und dann sich nett und in aller Ruhe betrinken. Mein absoluter Lieblingstag am Karneval. Auf jeden Fall ging es mir nicht mehr ganz so schlecht, denn ich war ausgeruht. Ein bischen zumindest. Das Essen läuft eigentlich immer ganz harmlos ab. Es wird sich bei allen und jedem bedankt und dann gibt’s das hohe Gericht. Dieses Jahr war dann Kai Walter dran. Er hat ja immer ein wenig auf Welpenschutz plädiert, da er ja der Jüngste ist, aber nicht in diesem Jahr. Er war dran. Und selbst die Strafe ist noch zu harmlos ausgefallen, aber jedenfalls ist er nicht ungeschoren davon gekommen. Mir sollte auch einer angemolken werden, weil ich die Prinzessin auf den Mund geküsst habe. Und es gab Fotobeweise, auf meinem Fotoapparat. Ich habs natürlich zugegeben, ist ja auch nicht wirklich was für das ich mich schämen sollte und außerdem war es nur aus Freundschaft und die Prinzessin zu küssen ist nun mal das Größte an Karneval. Dafür habe ich keine Strafe verdient. Das meinte auch der Richter. Gut gemacht, Peter!
So, das wars erstmal vom Karnevalwochenende. Ekelig wie viel Seiten das schon wieder geworden sind. Naja, heute ist erstmal Ruhe angesagt und Morgen geht’s dann in die Krombacher-Brauerei. Ich liebe das Leben!


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