Ollibert’s Hütte – Gefährliches Pflaster

Ganz oben auf der Tagesordnung stand die Jugendfeuerwehr. Wir hatten vor, Plakate für den Rosenmontagsumzug oder besser gesagt Rosensonntagsumzug vorzubereiten. Angesetzt war die ganze Aktion um 1700 Uhr. Keiner kam außer Schnitzel. 10 Minuten später war dann auch Theres da, die uns bestätigte, das wir um 1700 Uhr das Treffen angesetzt hatten. Ich zweifelte schon an meinem Verstand. Wir haben dann also noch eine weiter halbe Stunde gewartet und dann den Termin auf kommenden Samstag verlegt, da hat man eh mehr Zeit und man kann sich vom Freitagabend Kater erholen. Es geht doch nichts über ein paar Farbdämpfe zum Ausnüchtern. Also dann. Theres nach Hause gefahren und vorbereiten auf den Freitag abend. Eigentlich lag nichts Besonderes an. Ich beschloß nach dem Training der Fußballmannschaft zum Sporthaus zu gehen. Da gibt’s immer was zu trinken und irgendjemand hat Bock was zu machen. Und richtig getippt. Christian wollte in die Werkstatt. Da sag ich natürlich nicht nein. Doch was trinken wir vorher? Ich hatte ja schon ein paar Bier weg, doch Christian war nüchtern. Glücklicherweise habe ich ja immer einen kleinen Notvorrat zu Hause. Also Flasche Billig-Bacardi geholt und Mit Thomas B im Jugendraum vorgetrunken. Von dort aus in die Werkstatt und eine weiter Flasche bestellt. Die hielt dann auch ein wenig vor. Keiner trank so richtig und ich hatte schon Angst, das ich sie alleine vernichten muß. Oh Gott, das kann nicht sein. Doch wir haben sie dann alle bekommen. Kurz darauf kamen Teile des Elferrates rein. Also nicht nur ein paar Arme Beine und ein Arsch, sondern ein paar Leute vom Elferrat. Leider nicht das Prinzenpaar, was mich ein wenig stutzig gemacht hat. Aber egal, die die da waren, waren Bumsvoll. Die Kappen (<- da ich schreibe Kappen, damit mir keiner einen Strick drehen kann!) schon quer auf dem Köpfen (<- so, nun ist es festgehalten und kann als beweis vor Gericht geltend gemacht werden!) und ein Verlangen nach mehr auf der Leber. Weiter gings also mit Wodka Red Bull. Böses Zeug. Man wurde immer voller und hat ohne Ende Schieße gelabert. Mich wundert es heute noch, das alle ihre Kappen behalten haben. Ich hatte ja fast damit gerechnet, das Kai seine verleiert. Ja richtig, Mr Kreuzbandriss war persönlich anwesend. Die ganze Woche krankgeschrieben, aber am Freitag saufen gehen. Das kann er ganz gut. :) Jegliches Zeitgefühl, war zu diesem Zeitpunkt allerdings unauffindbar, deswegen gebe ich jetzt mal einen kurzen Abriss, der Ereignisse. Irgendwann hatten wir alle keinen Bock mehr und sind abgehauen. Ich glaube der Felkl noch früher als die anderen. Aber wenn man dann so an der frischen Luft ist, kriegt man auch schnell mal Schmacht, also zu Fuß durch den McDrive, kommt in Karnevalsuniform ganz besonders gut, auch wenn auf dem Aufnäher Westeröder Carnevals Club steht, da weiß man gleich woran man ist. Eingedeckt, mit weichen Brötchen gings dann in den Jugendraum, beliebte Anlaufstelle, für Vollstramme, die noch einen Imbiß benötigen. Aber nicht Schmierpopel mit Frau und Guido mit Frau, die faselten was von „Jetzt zu Schmierpopel“ und „Bier“. Das sind natürlich Schlüsselwörter, die in meinem Gehirn eine gewisse Reaktion auslösen. Eine Mentale Notiz mit einem Besuch bei Schmieri wurde angelegt. Im Jugendraum noch schnell was gegessen und dann auf nach Schmieri. Natürlich alleine, alle anderen waren fertig. Doch was war das, Schock! Kein Licht an, aber ich bin ja Fuchs, ein buschiger Schwanz reicht da nicht. In bester Panzergrendiermanier angeschlichen (das ich nicht hingefallen bin, war alles) und gelauscht. Man glaubt gar nicht wie laut alles ist, wenn man was hören will. Ich glaube mir hat eine Mücke ins Ohr gerülpst? Oder war ich das selber? Aber ich war erfolgreich und hörte eindeutige (lallende) Stimmen. Klasse, das war das Freilos und schon war mein Finger auf der Klingel und ich schaffte mir so Eintritt und Zugang zu einer Flasche köstlichen Beck’s! Leider währte die Freude nicht lange, denn der Gastgeber ist binnen weniger Minuten auf dem Tisch eingeschlafen. Also ab nach Hause. Später erfuhr ich dann, warum das Prinzenpaar nicht mehr mit in die Werkstatt gekommen war. Sie waren dazu nicht mehr in der Lage. So siehts nämlich aus. Erst alle anstiften und dann nach Hause farhen. Besonders die Prinzessin soll nicht merh so auf dem Dampfer gewesen sein. Na, das kann ja eine heitere Gerichtsverhandlung werden. :)

Samstag, früh und das Telefon klingelt. David wollte weitermachen in meinem Wohnzimmer. Uhh, da hatte ich ja gar nicht mehr dran gedacht, also alte Klamotten an und auf David gewartet. Mal eben die Decken fertig tapeziert und ein paar Wände fertig gemacht. Ich war stolz auf uns, wir haben gut geschafft und ich konnte mich noch auf den folgenden Abend vorbereiten. Wir wollten bei Ollibert in der Hütte saufen. Und das war nicht nur saufen, das war Amok! Vor zwei Jahren sind Friede und ich mal von Westerode nach Berlingerode gewandert und haben uns danach in Olliberts Bude abgeschossen. Seit dem ist das Wandern zu anstrengend und wir treffen uns nur noch da zum Trinken. Es fing ruhig an. Um 1800 Uhr waren wir da, denn ich mußte vorher noch das Eishockeymatch der Damenmannschaften von Schweden (Yeah! Blonde Frauen in Eishockeydresses!) und Rußland gucken. Schweden hat 3:1 gewonnen. Auf dem Weg nach Berlingerode haben wir noch den Tobli mitgenommen. Ollis Bude war schon mauschelig warm, als wir dort eintrafen und das sollte mich eigentlich vorwarnen, denn draußen waren es mit ziemlicher Sicherheit Minusgrade und das ist nie gut wenn man zum Pinkeln raus muß. Ich sage nur Männer mit großen Hämmern. Zu viert saßen wir also in der Hütte und tranken aus halben Liter Gallonen und wie schon Helge Schneider sagte: „Vier Mann in einem Raum, da siehts schlecht aus mit…“ Den Rest verschweige ich jetzt hier mal. Friede grillte wie ein Rohrspatz und wir warteten wie ausgehungerte Säbelzahntiger auf Fleisch. Das wurde auch stehenden Fußes vernichtet sobald es in den Schutz der Hütte gebracht wurde. Als das Grillen vorbei war ging es richtig los. Schnäpse. Ich hätte es wissen müßten. Mein Erzfeind, der Schnaps, ist also auch hier. Aber fliehen ist feige und deswegen hab eich mich auf ihn gestürzt. Leider habe ich mit Olli getrunken. Erst Eiskorn (very nutty, very nutty indeed!) und dann Wurzelpeter (Root-Pete und wieder ein neuer Spitzname). Dieser Wurzelpeter war so ein Schierker Feuerstein oder Löwentor-Verschnitt. Ist eigentlich egal, schmeckt Beides Schieße. Nur mit dem Zusatz das Schierker so aussieht und so Fließeigenschaften wie Motoröl hat. Wie viel ich im Endeffekt getrunken habe, vermag ich jetzt nicht mehr zu sagen, aber es waren zu viele und in viel zu kurzer Zeit. Ich war gerade austreten und betrachtete mein Werk. Es gibt doch nichts schöneres als die Leistung zu bewundert, das man es mal wieder geschafft hat und seine Initialen in den Schnee zu schreiben. Ist gar nicht so einfach. „Bierpumpe“ ist ein ganz schön langer Name und soviel Druck muß man erstmal aufbauen. Auf meinem Weg zurück zur Hütte, der komischerweise immer länger wurde, stand er mir plötzlich gegenüber. Ein schwarzer Mann vor schwarzem Hintergrund mit einem Hammer so groß wie der Kölner Dom. Und er traf mich mitten zwischen die Augen, auch das ist nicht so einfach mit so einem großen Hammer. Tja, den Rest des Abend scheine ich wohl auf dem Tisch in Olliberts Hütte verbracht zu haben. Schlafend. Aber nicht alleine, denn Friede ist fein auf dem Sofa eingerunzelt und davon gibt’s Fotobeweise. Markus Wüstefeld, der später gekommen war, hat uns dann nach Hause gefahren. Die Uhrzeit weiß glaube ich, nur er. Friede und ich saßen hinten in einem dreitürigen Golf. Und wie jeder weiß erreicht man die Rückbank in einem Dreitürer nur über den Vordersitz. Was Friede aber nicht daran hinderte trotzdem zu probieren die klinke an der vermeintlichen hinteren Tür zu suchen. Alles kommentiert von mir auf Englisch. Ein herrlicher Anblick. Eigentlich wollte ich dann ja nach Hause, aber mein dämlicher Körper geleitete mich in den Jugendraum. Dort war aber nichts mehr los, da ein Teil in die Werker gefahren ist und die Mädels im Jugendraum geblieben ist. Was jetzt nicht heißen soll, das die Mädels langweilig sind, es gab aber auch kein Bier mehr. :) Ich glaube auch Jennifer hat mich dann auch noch nach Hause gefahren und ich glaube ich habe noch irgendwann die Anlage volles Pfund aufgedreht. Aber da bin ich mir nicht so sicher!

Sonntag morgen, Mein Kopf meldete sich mit bestialischen Kopfschmerzen, die glücklicherweise bis Montag anhielten. Am Nachmittag war ich noch mit Frank und Christian in Göttingen im Schucan, wo ich von einer sehr hübschen Bedienung bedient wurde. Ca. 30 Jahre alt und ein umwerfend schönes Gesicht. Also genau mein Typ! :)

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