Doppelkopf, JHV und ein Geburtstag

Freitag abend. Nach einer längeren Pause haben wir es mal wieder zustande bekommen einen Doppelkopfabend zu machen. Gespielt wurde bei Atze im Keller. Die Teilnehmer: Atze, Olli, Friede und meinereiner. Alles ging ganz friedlich los. Nachdem dann ein paar Bier geleert wurden und der Kasten sich der Neige nährte packte Atze eine halbe Flasche Asbach aus. Wer mich kennt, weiß, das ich davon nun absolut kein Freund bin. Asbach ist wohl echt das fieseste Zeug was ich kenne. Zu den guten alten Checker-Zeiten haben sich die anderen das Literweise reingeschüttet, ich habe mich damals schon lieber an Bier und Weizen gehalten. Was waren das noch für Zeiten. Man stand an der Theke und machte das typische Will-ein-Bier-haben-Gesicht und schon kam Inka um die Ecke gefegt mit einem herrlichen Hefe in der Hand. Aber alles Gute muß einmal zu Ende gehen und außerdem ist das eine andere Geschichte. Wie schon gesagt hat Atze dann den Asbach auf den Tisch gestellt und ich bin beim Bier geblieben. Vorerst! Nachdem nun munter Asbach getrunken wurde kam die Megahammer-Runde. Peter – Re, Atze – Contra, Olli – keine 90 auf mein Re, Friede – wär am liebsten nach Hause gegangen. Und das alles in einer Bock-Runde. Ende vom Lied, Olli und ich haben die Runde gewonnen und Friede und Atze hatten keine 60. Dazu hatten wir wohl noch den Fuchs gefangen, macht zusammen satte 41 Punkte. Das hat mich natürlich ganz weit nach vorne gebracht und Atze ein wenig nach hinten. Ende vom Lied, ich habe dann auch Asbach getrunken und Friede war vollstramm. Beim letzten Stich wusste er gar nicht mehr was er für Karten spielen sollte, so weit standen die Klüsen vor dem Kopf. Aber Spaß gemacht hats allemal.

Samstag, mir gings scheiße. Dämlicher Asbach! Eigentlich wollte ich zum Aufbauen in die Mehrzweckhalle, da dort abends die Jahreshauptversammlung der Feuerwehr statt finden sollte. Aber daraus ist dann nichts geworden, da David bei mir im neune Wohnzimmer Tapeten an die Decke bringen wollte und dazu brauchte er meine Hilfe. Wir haben auch gut geschafft und am späten nachmittag konnte ich mich dann mental auf meinen Jahresbericht vorbereiten. Als Jugendfeuerwehrwart muß man sowas nämlich machen. Eine der weniger erfreulichen Pflichten. Aber egal, ich habe schon schlimmeres überstanden. Gegen 1800 Uhr hab eich mich dann fertig für die Versammlung gemacht und hoffte das es diesmal nicht ganz so hart werden würde, da ich noch zu einem Geburtstag mußte. Weit gefehlt. Die Versammlung verlief ohne größere Zwischenfälle. Mein Bericht kam ganz gut an und während der ganzen Zeit lief ordentlich Bier rein. Als die Versammlung vorbei war gabs dann Korn dazu. Auf ganz mysteriöse Weise haben sich dann drei Päcken Brausepulver in die Tasche meines Unformrocks verirrt und die wurden dann auch vernichtet. Sogar mit den mitgliedern der Altersabteilung habe ich Kron-Brausepulver getrunken. Was man nicht alles tut für die Verständigung zwischen Jung und Alt. Gegen 2300 Uhr konnte ich mich dann endlich losreißen und nach Hause gehen um mich umzuziehen. Der Abend war noch lange nicht für mich vorbei. Mein Vater hat mich dann in die Stadt gefahren und um 2352 Uh war ich dann bei Conrady. Anja, seine Freundin, hatte nämlich um 0000 Uhr Geburtstag. Wenn das nicht Timing ist. Geklingelt, reingekommen. Folgende Situation: Jungs in der Küche, Mädels im Wohnzimmer. Erster Satz, den ich einigermaßen klar aufnehmen konnte: „Hallo Peter, wir haben ein Frau für Dich!“ Hmmm, mein Körper machte eine natürliche Abwehrreaktion und ergriff gleich wieder die Türklinke, aber ich wurde dann doch noch zurück gehalten. Als dann kam die Begrüßung. Da die Anzahl der Leute in meinem Zustand unschätzbar war klopfte ich einfach auf jeden Tisch der an mir vorbeikam, passen mit den Worten „Ich mach mal so!“. Geil, das geht immer. In der Küche angekommen wurden der Biervorrat aufgefüllt. Nachher dehydriere ich noch, schließlich hab eich schon seit 15 Minuten kein Bier mehr getrunken. So lange hat das Umziehen und die Fahrt gedauert, auf dem Rückweg von der Mehrzweckhalle zur Mühlenstätte hatte ich wohlwissentlich ein Glas Bier mitgenommen. Wo war ich, ach ja, Bier getrunkne. Plötzlich fielen meine Augen auf Wodka mit Vanille-Aroma. Geil, sehr lecker das Zeug und gibt’s glaube ich nur bei Conrady in der Wohnung. Huch, jetzt hätte ich beinahe das wichtigste vergessen. Keine 10 Minuten da und schon durfte gratuliert werden. Irgendwie ist dann mein Fotoapparat im Wohnzimmer liegen geblieben und es wurden eine Menge lustiger Fotos gemacht. Als die am nächsten Tag gecheckt habe, konnte ich das eine oder andere Grinsen nicht verkneifen. Doch sind richtig schöne Party-Fotos geworden. Also gut ich war ca. eine halbe Stunde da und dann verschwimmen die Erinnerungen. Ich war glaube ich überall und habe mich mit fast jedem unterhalten und irgendwann bin ich auf der Couch eingeschlafen. Ich weiß davon nichts mehr, aber diesmal gibt’s untrügerische Fotobeweise. Dämliche Kamera, dämlicher Wodka, dämliches Müde sein. Wann ich zu Hause war kann ich nicht mehr sagen, auf jeden Fall war es per Taxi.

Sonntag. Scheiße ist das spät. Wurde böse ausgelacht, als ich zum Aufräumen in die Mehrzweckhalle gekommen bin. Es war scheißkalt draußen. Ich will nicht mehr, nur noch liegen. Selbst das bleibt mir nicht erspart. Sportliche Betätigung am nachmittag…

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