Weizenbier und Büttenabend

Freitag! Der Tag hörte wunderbar auf mit einer Konstruktionsbesprechung. Normalerweise wollte ich um 1600 Uhr Feierabend machen, aber das ging irgendwie nicht. Denn um 1625 Uhr sollte ich meine Maschine vorstellen und die ganze Veranstaltung ging dann noch bis 1800 Uhr. Super, Freitags arbeite ich doch gerne etwas länger. Aber egal, da kann man halt nichts dran ändern. Auf dem Heimweg teilte mir Dr Dieck am Telefon mit, das am Abend Bundesligaauftakt bei Schötti wäre. Klasse, die Abendplanung schon erledigt. Der Dr holte mich um 2015 Uhr ab und ab gings nach Immingerode. Nebenbei erfuhr ich, das der Lange am Donnerstag Geburtstag hatte und der hatte dann auch praktischerweise eine Kiste Hefe im Gepäck. Mein Herz blühte auf. Lecker Hefe und dazu gabs scharfe Chips. Genau das richtige für eine ordentlich Verdauung. Fußball war nicht so sehr spannend, ich glaube die Bayern haben gewonnen, aber das machen sie ja immer. Mir egal, solange, bis Eintracht Braunschweig wieder in der 1. Bundesliga spielt, dann hat keiner mehr eine Chance. Ja ja, jetzt höre ich wieder ein paar Leute Lachen und sich amüsieren, aber Kollegen, die Eintracht ist der einzige niedersächsische Club, der einmal deutscher Meister war (66/67), das wird Hannover wohl nie hinbekommen. Aber ich schweife ab, nach dem Fußball gings dann in den berüchtigten Partykeller von Schöttler und der Rest der Kiste wurde vernichtet. Irgendwann war dann Aufbruchstimmung und Peter ließ sich vom Dr in die Werkstatt fahren. Ja, ihr habt richtig gelesen, der Dr Dieck ist gefahren. Fragt mich nicht was mit dem Jungen los ist, aber so langsam mache ich mir Gedanken, sollte er etwa dem Alkohol abgeschworen haben. Ich hoffe nicht und werde alles Menschenmögliche daran setzen ihn wieder auf den rechten Pfad zu leiten. In der Werkstatt erwarteten mich dann noch Schnitzel und Patrick. Naja, Patrick erwartete wohl eher den Transport nach Hause, denn er war ein wenig vollstramm. Während Schnitzel dann damit beschäftigt war, den Patrick in ein Taxi zu bugsieren, hielt ich mich mit Mischungen bei Laune, bis der Schnitzel dann irgendwann zurück kam und es ging munter im Duett weiter. Doch auch die Werkstatt macht mal zu und so waren wir dann zu einer gemäßigten Zeit (0530 Uhr) zu Hause.

Der Samstag war geprägt vom Büttenabend. Der regelmäßige Leser wird bemerkt haben, das ich Mitglied im Elferrat bin. Klar, da gibt’s ja auch immer ordentlich was zu trinken. 1000 Uhr Restaufbauen in der Mehrzweckhalle, 1900 Uhr Anstoß in der Mehrzweckhalle. Beim Büttenabend ist es so, das der Elferrat auf der Bühne in einem speziellen Schaukasten sitzt und vor dem Publikum eine gute Figur machen muß. Bei uns sah das so aus. In die letzte Reihe des Elferrates verzogen und sich ordentlich die Kante gegeben. In meiner Reihe saßen noch Kai, Görtler, Morchel und Schocker. Ganz böse Konstellation. Die Bedienung brachte am Anfang immer fünf Bier. Nach einer Stunde bestand die Lieferung aus 10 Bier und 5 Bismarck, denn der Peter hatte an Brausepulver gedacht. Leider nicht genug, da hinter uns die Prinzengarde saß und natürlich gibt man den Mädels was ab. Irgendwann kann man eh nichts mehr von der alten Brause in den Schlund kippen, da einem die Innenseite der Backe schon in Fetzen hängt. Der Büttenabend war vorbei und ich bin wieder so davon gekommen. Ich hatte ja schon fast mit gerechnet, das irgendeine meiner Aktionen vorgebracht wird, aber die Peinlichkeit wurde mir erspart. Nach dem Büttenabend wird natürlich feste weiter getrunken und der Elferrat muß dann schon beweisen, warum er der Elferrat ist. Die geilste Aktion hat aber wieder der Köppel gestartet. Bei Andres Hochzeit hat er ja die Schützenjacke vom Schützenhauptmann angezogen und sich von mir ablichten lassen. Sensationelle Fotos übrigens. Beim Büttenabend hat er dem Bürgermeister seine Krawatte abgeschwatzt. Eigentlich wollte er nur ein Foto damit von sich machen lassen, aber unser Bürgermeister hat es sich nicht nehmen lassen ihm die Krawatte zu schenken. Hut ab vor soviel Dreistigkeit. Und es war wirklich eine schöne Krawatte. David, Ellen und ich sind dann noch in eine weiter oben erwähnte Zappelhölle gegangen, weil man ja nie genug bekommt, aber es hat sich nicht wirklich gelohnt.

Dafür konnte ich leider am Sonntag nicht um 1000 Uhr zum Aufräumen erscheinen, wofür mir bei der Gerichtsverhandlung am Rosendienstag mit ziemlicher Sicherheit einer angemolken wird. Egal, Spaß muß sein. Der Sonntag war trotzdem schlimm. Büttennachmittag. Das gleiche Programm nur mit Rentner als Zuschauer. Was ja nicht weiter schlimm ist, wenn man die ganzen Witze und Büttenreden nicht schon gehört hätte. Ich träumte ein wenig von meinem Sessel und trank keinen Tropfen Bier, denn ich mußte ja am Montag wieder arbeiten. Florian, unser Prinz, war mächtig stolz auf mich, was er mir leicht lallend versicherte, aber die Prinzessin wollte mich nicht gehen lassen. Aber irgendwann konnte ich mich dann mit der Versprechung die ganze Rosenmontagswoche frei zu haben und ordentlich mit ihr zu trinken losreißen und den Heimweg antreten. Büttenabend erfolgreich abgeschlossen!

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: