Der 75ste!

Der Freitag nachmittag fing gut an. Feierabend um 1600 Uhr. Zwischenzeitlich rief der Andre an und fragte ob ich ihn nicht von Immingerode mitnehmen könnte. Sein Großvater feierte 75sten Geburtstag und ich mußte dort zapfen. Beginn der Feier sollte um 1700 Uhr sein, das bedeutet für mich das ich noch ein Polster von einer halben Stunde hätte, eigentlich recht ausreichend. Allerdings ohne den Andre-Faktor mit einzurechnen. Ich war dann also pünktlich um 1620 Uhr bei Andre, hätte ich ihn eingeladen und wäre gleich weiter gefahren, dann hätte ich es geschafft. Andre war aber nicht fertig. Also 20 Minuten für die Katz. Zu Hause wieder gehetzt und trotzdem noch pünktlich im Schützenhaus gewesen. Los gings mit dem Zapfen. Eigentlich hatte ich mich auf einen trinkreichen Abend vorbereitet, aber das Bier lief nur mäßig. Klar das Pensum wurde erfüllt, aber es waren weniger Leute da als erwartet. Ich war aber nicht böse darum. So konnte ich alles erledigen, plus mich zu betrinken. Angesagte Getränke des Abends waren Bier, Löwentor und Linie. Von letzterem mußte ich mir auch ein paar genehmigen. Am geilsten war aber wieder der Andre der mit einigen der älteren Damen den einen oder anderen Löwentor getrunken hat. Besonders Tante Herta hatte es ihm angetan und wurde kurz vor ihrem Aufbruch noch einmal an die Theke entführt. Dann sollte Andre noch zwei Löwentor einschenken. Auf der Flasche war eine Dosierhilfe, die genau 2 cl eingeschüttet hat. Und bis diese sich gefüllt hat dauerte es so zwei bis drei Sekunden. In dieser Zeit schaffte es Andre nicht den Inhalt ins Ziel zu bringen. Ich habe selten eine solche Zielbehinderung gesehen. Doch irgendwann gehen die schönsten Abende vorbei und die Werkstatt zog mich an. Eigentlich hatte ich ja geplant, das das letzte Wochenende ohne Werkstatt ablaufen sollte, da der letzte Abend da so bitter war, aber warum sollte ich denn an einem Freitag abend um 0100 Uhr schon ins Bett gehen. Also kurze Informationstelfonate über Standort und Zustand mit David und Christian geführt und ab gings in die Werkstatt. Dort lief der Wodka schon wieder in Strömen, klar wir waren ja auch in der Werkstatt. Mal eben eingeklinkt und schon gings los. Der Rest des Abends kommt mir im nachhinein so vor, als ob jemand einen Film eingelegt hat und nach fünf Minuten am vorspulen ist. Zwischendurch hat er ab und zu mal auf Play gedrückt und wieder ein paar Minuten angeguckt. Ganz böse Menschen behaupten sogar, da ich auf der Theke geschlafen habe. Aber ich stehe auf dem Standpunkt, das etwas nicht passiert ist, an das ich mich nicht erinnern kann, wie damals auf der Stengel-Fete auf der ich angeblich auf der Bühne war. Nie passiert!

Der Samstag war Kater geprägt. Nachdem ich meine Jacke angezogen habe und eine kurze intensive Taschenkontrolle durchgeführt habe um rauszufinden, was denn so alles los war, stieß ich auf einen Bierdeckel mit Telefonnummer. Die Schrift konnte ich nicht erkennen, aber das soll nichts heißen. Wenn ich mir stramm was aufschreibe, muß das nicht unbedingt meine Handschrift sein. Hat jemand den „Exorzismus von Emily Rose“ gesehen? Abends gings dann ins El Sol, eine mexikanische Bar in Göttingen, wo man sehr gute Cocktails trinken kann und wenn man die Happy Hour Cocktails nimmt, dann wird es auch gar nicht so teuer. Mit von der Partie waren David, Ellen, Jens und Steini. Mein Menü für den Abend sah folgendermaßen aus: Alabama Slammer, Long Island Ice Tea, Hemingway Special, Long Island Ice Tea, zwischendurch einen Albama Slammer von Ellen, die den nicht mehr mochte, weil er ihr zu stark war (!), Black Russian und als Absacker noch einen Alabama Slammer. Und ich war noch  nicht mal vollstramm, was mir ein wenig Angst machte. Gegen 0030 Uhr haben wir uns dann auf den Heimweg gemacht, da die Mädels ein wenig müde waren. Schade, ich hätte richtig Bock gehabt, noch eine schön tour durch Göttingen zumachen, aber ein wenig früher nach Hause zu gehen ist ja auch nicht verkehrt, außerdem schon t es den Geldbeutel. Damit wollte ich aber nicht zufrieden geben und stellte mal wieder Kontakt zur Werkstatt her. Kai Hawai war noch da und somit stand mein Entschluß fest. Ab in die Werkstatt. Der Weg von Göttingen dauert natürlich ein klein wenig und als wir dann in Duderstadt waren, ist die Werkstattfraktion auch schon in Aufbruchstimmung gewesen. Naja, dann wurde halt doch der Geldbeutel geschont.

Sonntag war wieder das Standard-Kater-Programm angesagt. Mental auf die Arbeitswoche vorbereiten und abpimmeln!

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