Der Jahreswechsel

Das war also 2005. Tolles Jahr. Ich habe eine Anstellung in der Heimat gefunden, was schon recht gut ist, denn die nervenaufreibenden Abenteuer auf der Autobahn vermisse ich nicht die Bohne. Der Stau, die ganzen Schnarchnasen, das sind so Sachen auf die ich gerne verzichte. Und natürlich habe ich dieses sensationelle weblog gestartet und es macht richtig Spaß, was ich am Anfang gar nicht gedacht habe. Aber bevor ich jetzt mit einem weiteren langweiligen Jahresrückblick langweile, schreibe ich mal was von der Sylvesterparty auf.
Gefeiert wurde im Tennishaus. Und bis wir soweit waren hat es ganz schön lange gedauert und ich hatte mich echt schon damit abgefunden, das wir gar nicht mehr feiern werden, da wir keinen Raum hatten. Aber ist dann doch nochmal gut gegangen. Ordentlich Getränke rangeschafft und einen leckeren T-Topf aufgesetzt und los ging’s. Irgendwie ist Sylvester immer so eine Party, die schwer in Gang kommen möchte. Alle machen einen leicht genervten Eindruck und warten auf die eine Minute. Aber egal, nach zwei Runden Mäxchen wurde die Stimmung schon ein wenig lockerer. Früher konnte ich das Spiel mal recht gut und mußte wenig trinken. Doch alles Glück geht über den Jordan, wenn man neben Matten sitzt. Auch wenn einer mit einer total niedrigen Zahl vorlegt, würfelt der Matten einen 5er-Pasch und schon sitzt man in der Tinte. Nach sieben Babalou, verweigerte mein Körper die Aufnahme von zusätzlichen Zuckerreserven. Gott, ist das Zeug ekelerregend süß. Da half nur ein. Umstieg auf Havana Club Cola (light, wegen der Figur! Prust) und Tequila. Davon mit Steini drei und mein Körper setzte eindeutige Signale, das ich keinen Tequila mehr trinken sollte. Auch gut, mein Körper wird schon wissen was gut für ihn ist. Der Jahreswechsel war eigentlich wie immer, nicht sonderlich spektakulär. Der arme Andre wollte, schlau wie er nun mal ist, am Sylvester nachmittag (ein Samstag) um 1500 Uhr sich noch Böller holen. Irgendwie stand er dann doch ohne da, wird daran gelegen haben, das die Geschäfte wohl zu hatten. Dafür das er keine Böller hatte, hat er dann aber doch erstaunlich viele angezündet. Am Anfang hatte dann David doch ein wenig Mitleid mit ihm und hat ihm ein Päckchen Knallerbsen geschenkt und der Detschbeutel hat natürlich nichts besseres zu tun als mir davon eine vor die Glatze zu werfen. Hat dann auch schön geknallt. Aber sonderlich weh getan hat es nicht. So was schafft er immer. Habt ihr mal was, was ganz schnell kaputt gehen soll, dann gebt es einfach Andre in die Hand. Im Handumdrehen hat er irgendwas abgebrochen oder das Teil ist komplett kaputt. Die Party wurde dann zu späterer Stunde (0400 Uhr) in die Mehrzweckhalle verlegt. Dort feierte nämlich die Dorfjugend, zu der wir nun wirklich nicht mehr gehören. Unterwegs wurde sich noch eine schöne Flasche mit Havana Club Cola angemixt, denn es könnte ja sein, das man plötzlich, wie aus heiterem Himmel stock nüchtern wird und der ganze Alkohol verläßt schlagartig den Körper. Sicher ist sicher. Unterwegs hat man dann noch jede Menge Leute getroffen, denen man ein frohes neues Jahr gewünscht hat. Es ist schon erstaunlich, kaum ist so was wie Jahreswechsel oder der Sieg bei der Fußball-WM liegt man sich mit wildfremden Leuten in den Armen und drückt sich. Da kann einer ankommen, der die Pest oder Lepra hat oder der Fan von Patrick Nuo ist. Egal, schön in den Arm nehmen und knuddeln. Allerdings war die Party in der Mehrzweckhalle auch schon im Auflösen begriffen. Naja, das hat dann uns nicht daran gestört die Anlage zu übernehmen, diverse Verrenkungen auf der Tanzfläche zu machen (manche nannten es Tanzen) und noch ein bischen zu trinken. Es war nun aber nicht so, das wir den anderen alles weggetrunken haben. Nein, wir waren Selbstversorger, zumindest was die Mischungen angeht. Ach ja, eine Anekdote gibt es noch. Der Morchel hat es tatsächlich fertig gebracht und ist im vollstrammen Kopf über den A-Platz zum Tennishaus gefahren. Danach wollte er uns noch zur Mehrzweckhalle hochfahren, aber ich habe ihm sicherheitshalber seine Schlüssel weggenommen und seinem Vater gegeben. Manchmal kommt der echt auf komische Ideen. Liebe Kinder ein weiterer Grund keinen Alkohol zu trinken. Gegen 9500 Uhr war ich dann auch froh und zu Hause und konnte mich ins Bett legen. Ein weiteres Jahr, welches man zu den Akten schreiben kann. Was freue ich mich doch aufs das kommende!

Beinahe vergessen. Die guten Vorsätze: Weniger trinken (Wer lacht da?), mehr Sport treiben (He, hört auf und setzt euch wieder hin!)….. Ach was soll’s, ihr glaubt mir ja doch nicht!

Frohes 2006!

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