Weizenbier und Büttenabend

31/01/2006

Freitag! Der Tag hörte wunderbar auf mit einer Konstruktionsbesprechung. Normalerweise wollte ich um 1600 Uhr Feierabend machen, aber das ging irgendwie nicht. Denn um 1625 Uhr sollte ich meine Maschine vorstellen und die ganze Veranstaltung ging dann noch bis 1800 Uhr. Super, Freitags arbeite ich doch gerne etwas länger. Aber egal, da kann man halt nichts dran ändern. Auf dem Heimweg teilte mir Dr Dieck am Telefon mit, das am Abend Bundesligaauftakt bei Schötti wäre. Klasse, die Abendplanung schon erledigt. Der Dr holte mich um 2015 Uhr ab und ab gings nach Immingerode. Nebenbei erfuhr ich, das der Lange am Donnerstag Geburtstag hatte und der hatte dann auch praktischerweise eine Kiste Hefe im Gepäck. Mein Herz blühte auf. Lecker Hefe und dazu gabs scharfe Chips. Genau das richtige für eine ordentlich Verdauung. Fußball war nicht so sehr spannend, ich glaube die Bayern haben gewonnen, aber das machen sie ja immer. Mir egal, solange, bis Eintracht Braunschweig wieder in der 1. Bundesliga spielt, dann hat keiner mehr eine Chance. Ja ja, jetzt höre ich wieder ein paar Leute Lachen und sich amüsieren, aber Kollegen, die Eintracht ist der einzige niedersächsische Club, der einmal deutscher Meister war (66/67), das wird Hannover wohl nie hinbekommen. Aber ich schweife ab, nach dem Fußball gings dann in den berüchtigten Partykeller von Schöttler und der Rest der Kiste wurde vernichtet. Irgendwann war dann Aufbruchstimmung und Peter ließ sich vom Dr in die Werkstatt fahren. Ja, ihr habt richtig gelesen, der Dr Dieck ist gefahren. Fragt mich nicht was mit dem Jungen los ist, aber so langsam mache ich mir Gedanken, sollte er etwa dem Alkohol abgeschworen haben. Ich hoffe nicht und werde alles Menschenmögliche daran setzen ihn wieder auf den rechten Pfad zu leiten. In der Werkstatt erwarteten mich dann noch Schnitzel und Patrick. Naja, Patrick erwartete wohl eher den Transport nach Hause, denn er war ein wenig vollstramm. Während Schnitzel dann damit beschäftigt war, den Patrick in ein Taxi zu bugsieren, hielt ich mich mit Mischungen bei Laune, bis der Schnitzel dann irgendwann zurück kam und es ging munter im Duett weiter. Doch auch die Werkstatt macht mal zu und so waren wir dann zu einer gemäßigten Zeit (0530 Uhr) zu Hause.

Der Samstag war geprägt vom Büttenabend. Der regelmäßige Leser wird bemerkt haben, das ich Mitglied im Elferrat bin. Klar, da gibt’s ja auch immer ordentlich was zu trinken. 1000 Uhr Restaufbauen in der Mehrzweckhalle, 1900 Uhr Anstoß in der Mehrzweckhalle. Beim Büttenabend ist es so, das der Elferrat auf der Bühne in einem speziellen Schaukasten sitzt und vor dem Publikum eine gute Figur machen muß. Bei uns sah das so aus. In die letzte Reihe des Elferrates verzogen und sich ordentlich die Kante gegeben. In meiner Reihe saßen noch Kai, Görtler, Morchel und Schocker. Ganz böse Konstellation. Die Bedienung brachte am Anfang immer fünf Bier. Nach einer Stunde bestand die Lieferung aus 10 Bier und 5 Bismarck, denn der Peter hatte an Brausepulver gedacht. Leider nicht genug, da hinter uns die Prinzengarde saß und natürlich gibt man den Mädels was ab. Irgendwann kann man eh nichts mehr von der alten Brause in den Schlund kippen, da einem die Innenseite der Backe schon in Fetzen hängt. Der Büttenabend war vorbei und ich bin wieder so davon gekommen. Ich hatte ja schon fast mit gerechnet, das irgendeine meiner Aktionen vorgebracht wird, aber die Peinlichkeit wurde mir erspart. Nach dem Büttenabend wird natürlich feste weiter getrunken und der Elferrat muß dann schon beweisen, warum er der Elferrat ist. Die geilste Aktion hat aber wieder der Köppel gestartet. Bei Andres Hochzeit hat er ja die Schützenjacke vom Schützenhauptmann angezogen und sich von mir ablichten lassen. Sensationelle Fotos übrigens. Beim Büttenabend hat er dem Bürgermeister seine Krawatte abgeschwatzt. Eigentlich wollte er nur ein Foto damit von sich machen lassen, aber unser Bürgermeister hat es sich nicht nehmen lassen ihm die Krawatte zu schenken. Hut ab vor soviel Dreistigkeit. Und es war wirklich eine schöne Krawatte. David, Ellen und ich sind dann noch in eine weiter oben erwähnte Zappelhölle gegangen, weil man ja nie genug bekommt, aber es hat sich nicht wirklich gelohnt.

Dafür konnte ich leider am Sonntag nicht um 1000 Uhr zum Aufräumen erscheinen, wofür mir bei der Gerichtsverhandlung am Rosendienstag mit ziemlicher Sicherheit einer angemolken wird. Egal, Spaß muß sein. Der Sonntag war trotzdem schlimm. Büttennachmittag. Das gleiche Programm nur mit Rentner als Zuschauer. Was ja nicht weiter schlimm ist, wenn man die ganzen Witze und Büttenreden nicht schon gehört hätte. Ich träumte ein wenig von meinem Sessel und trank keinen Tropfen Bier, denn ich mußte ja am Montag wieder arbeiten. Florian, unser Prinz, war mächtig stolz auf mich, was er mir leicht lallend versicherte, aber die Prinzessin wollte mich nicht gehen lassen. Aber irgendwann konnte ich mich dann mit der Versprechung die ganze Rosenmontagswoche frei zu haben und ordentlich mit ihr zu trinken losreißen und den Heimweg antreten. Büttenabend erfolgreich abgeschlossen!


Des Volvo’s Gespür für Schnee

27/01/2006

Gestern hat mich der Schlag getroffen. Mein Volvo, aus hartem Schwedenstahl fuhr nicht mehr. Aaaaaargh! Ich erwachte morgens früh voller Elan für einen weiteren Arbeitstag. Naja, ganz so war es nicht. Meine Augen gingen langsam auf und das erste was ich dachte war: „Scheiße, schon wieder so weit?“. Dann kroch ich in die Kälte und guckte nach draußen: „Scheiße, es hatte die Nacht noch mehr geschneit!“ und kein Räumfahrzeug hielt es für nötig seinen Fahrer zu wecken um die Straßen befahrbar zu machen. Aber ich konnte der weißen Gefahr ja ins Gesicht lachen. Fühlte ich mich doch sicher mit meinem Schneesturmerprobten Volvo S40 in der Garage. Das Auto kommt aus Schweden und ist mit Schneetreiben groß geworden, mit einem müden Lächeln würde ich über sämtliche Schneeverwehungen fahren. Aber vorher noch das Gesicht einigermaßen herrichten, das ich unter normalen Menschen nicht weiter auffalle, was am Morgen schon schwer ist. Nachdem ich gerettet habe was zu retten war, begab ich mich in die Garage um das Schwedenmonster frei zu lassen. Als ich den Motor anwarf hörte ich schon das wilde Knurren, er hatte Schnee gewittert. Oder sollten es andere Geräusche sein. Kaum auf dem Schnee angekommen pflügte er wie wild los. Bis nach Desingerode, wo es beim einkuppeln ein kleinen Knack gab und die wildgewordenen Maschine aus dem hohen Norden kein Antriebsmoment mehr auf die Vorderräder gab. Schöne Scheiße! Heute rief mich dann der Mechaniker an und meinte das meine Antriebswelle gebrochen (!!) sein. Hallo wie geht denn das? Antriebswelle ist schon ein Mordsding und muß ordentlich was übertragen und die bricht!? Naja, muß ich halt mit Leben, das Gute ist, das das Autohaus die Reperaturkosten trägt und ich muß 70% vom Materialwert übernehmen. Da kann man mit Leben. Ärgerlich ist es aber schon.


Der 75ste!

25/01/2006

Der Freitag nachmittag fing gut an. Feierabend um 1600 Uhr. Zwischenzeitlich rief der Andre an und fragte ob ich ihn nicht von Immingerode mitnehmen könnte. Sein Großvater feierte 75sten Geburtstag und ich mußte dort zapfen. Beginn der Feier sollte um 1700 Uhr sein, das bedeutet für mich das ich noch ein Polster von einer halben Stunde hätte, eigentlich recht ausreichend. Allerdings ohne den Andre-Faktor mit einzurechnen. Ich war dann also pünktlich um 1620 Uhr bei Andre, hätte ich ihn eingeladen und wäre gleich weiter gefahren, dann hätte ich es geschafft. Andre war aber nicht fertig. Also 20 Minuten für die Katz. Zu Hause wieder gehetzt und trotzdem noch pünktlich im Schützenhaus gewesen. Los gings mit dem Zapfen. Eigentlich hatte ich mich auf einen trinkreichen Abend vorbereitet, aber das Bier lief nur mäßig. Klar das Pensum wurde erfüllt, aber es waren weniger Leute da als erwartet. Ich war aber nicht böse darum. So konnte ich alles erledigen, plus mich zu betrinken. Angesagte Getränke des Abends waren Bier, Löwentor und Linie. Von letzterem mußte ich mir auch ein paar genehmigen. Am geilsten war aber wieder der Andre der mit einigen der älteren Damen den einen oder anderen Löwentor getrunken hat. Besonders Tante Herta hatte es ihm angetan und wurde kurz vor ihrem Aufbruch noch einmal an die Theke entführt. Dann sollte Andre noch zwei Löwentor einschenken. Auf der Flasche war eine Dosierhilfe, die genau 2 cl eingeschüttet hat. Und bis diese sich gefüllt hat dauerte es so zwei bis drei Sekunden. In dieser Zeit schaffte es Andre nicht den Inhalt ins Ziel zu bringen. Ich habe selten eine solche Zielbehinderung gesehen. Doch irgendwann gehen die schönsten Abende vorbei und die Werkstatt zog mich an. Eigentlich hatte ich ja geplant, das das letzte Wochenende ohne Werkstatt ablaufen sollte, da der letzte Abend da so bitter war, aber warum sollte ich denn an einem Freitag abend um 0100 Uhr schon ins Bett gehen. Also kurze Informationstelfonate über Standort und Zustand mit David und Christian geführt und ab gings in die Werkstatt. Dort lief der Wodka schon wieder in Strömen, klar wir waren ja auch in der Werkstatt. Mal eben eingeklinkt und schon gings los. Der Rest des Abends kommt mir im nachhinein so vor, als ob jemand einen Film eingelegt hat und nach fünf Minuten am vorspulen ist. Zwischendurch hat er ab und zu mal auf Play gedrückt und wieder ein paar Minuten angeguckt. Ganz böse Menschen behaupten sogar, da ich auf der Theke geschlafen habe. Aber ich stehe auf dem Standpunkt, das etwas nicht passiert ist, an das ich mich nicht erinnern kann, wie damals auf der Stengel-Fete auf der ich angeblich auf der Bühne war. Nie passiert!

Der Samstag war Kater geprägt. Nachdem ich meine Jacke angezogen habe und eine kurze intensive Taschenkontrolle durchgeführt habe um rauszufinden, was denn so alles los war, stieß ich auf einen Bierdeckel mit Telefonnummer. Die Schrift konnte ich nicht erkennen, aber das soll nichts heißen. Wenn ich mir stramm was aufschreibe, muß das nicht unbedingt meine Handschrift sein. Hat jemand den „Exorzismus von Emily Rose“ gesehen? Abends gings dann ins El Sol, eine mexikanische Bar in Göttingen, wo man sehr gute Cocktails trinken kann und wenn man die Happy Hour Cocktails nimmt, dann wird es auch gar nicht so teuer. Mit von der Partie waren David, Ellen, Jens und Steini. Mein Menü für den Abend sah folgendermaßen aus: Alabama Slammer, Long Island Ice Tea, Hemingway Special, Long Island Ice Tea, zwischendurch einen Albama Slammer von Ellen, die den nicht mehr mochte, weil er ihr zu stark war (!), Black Russian und als Absacker noch einen Alabama Slammer. Und ich war noch  nicht mal vollstramm, was mir ein wenig Angst machte. Gegen 0030 Uhr haben wir uns dann auf den Heimweg gemacht, da die Mädels ein wenig müde waren. Schade, ich hätte richtig Bock gehabt, noch eine schön tour durch Göttingen zumachen, aber ein wenig früher nach Hause zu gehen ist ja auch nicht verkehrt, außerdem schon t es den Geldbeutel. Damit wollte ich aber nicht zufrieden geben und stellte mal wieder Kontakt zur Werkstatt her. Kai Hawai war noch da und somit stand mein Entschluß fest. Ab in die Werkstatt. Der Weg von Göttingen dauert natürlich ein klein wenig und als wir dann in Duderstadt waren, ist die Werkstattfraktion auch schon in Aufbruchstimmung gewesen. Naja, dann wurde halt doch der Geldbeutel geschont.

Sonntag war wieder das Standard-Kater-Programm angesagt. Mental auf die Arbeitswoche vorbereiten und abpimmeln!


Geschafft!

21/01/2006

Jetzt habe ich es geschafft. Bemi hat mich drauf hingewiesen. Gibt man bei Google „heidegeist schnaps“ ein, wird in der Link-Liste mein weblog angezeigt.

Ab jetzt geht es aufwärts!


Und die Wochen ziehen ins Land…

18/01/2006

Und die Wochen ziehen ins Land, wieder ein Wochenende vergangen und ich finde kaum die Zeit mein Log zu führen. Kann aber auch daran liegen, das das schreiben mit meiner kaputten Tastatur kein Vergnügen ist. Aber nächste Woche fahre ich mal zum Mediamarkt und kaufe mir für 4,95 € einen neue Tastatur. Ob ich mir die Ausgabe leisten kann!?

Der Freitag war begleitet von einer dunklen Vorahnung. Ich wusste, das ich den Abend wieder ordentlich was trinken werde und trotzdem hatte ich am nächsten Morgen das Tannebaum-Sammeln angesetzt. Jedes Jahr sammelt die Jugendfeuerwehr Westerode an dem Samstag nachdem die Heiligen drei Könige durch sind die ausgedienten Christbäume ein. Dieses Jahr war die Jahreshauptversammlung des Schützenvereins vor diesem besagten Samstag angesetzt. Die Versammlung verlief ohne größere Zwischenfälle, was auch ganz gut war, denn ich habe schon andere JHVs mitgemacht, an denen es richtig zur Sache ging. Es gab aber auch nur kleine Bier, trotzdem passten 13 davon in den Peter rein und das waren nur die, die ich selber bezahlt habe. Oberstes Gebot: Keine Schnäpse! Woran ich mich auch gut dran gehalten habe. Dann ging’s in die Werkstatt. Kaum da befahl eine innere Stimme eine Flasche Wodka zu bestellen. Und los ging’s. Natürlich war ich nicht allein und so kam dann auch schnell die zweite Falsche ins Spiel. Ich glaube den Ingo habe ich auch noch getroffen und wir haben zusammen irgendeine Frau zugequatscht, aber daran erinnere ich mich nur noch schemenhaft. So richtig weiß ich echt nicht mehr was den Abend los war. Auf jedenfall war ich irgendwann zu Hause und dann klingelte auch schon der Wecker. 0900 Uhr – Tannebäume einsammeln. OK was sein muß, muß sein. Aufgestanden, das nötigste im Gesicht gerichtet, das man nicht allzu sehr wie eine Leiche aussieht und ab zum Feuerwehrhaus. Klamotten angezogen und auf Schnitzel gewartet, der fuhr den Trecker. In der Zwischenzeit trudelten auch die ganzen Jugendlichen ein und guckten entsetzt. Verdammt, dann sieht man also doch, das ich gestern gesoffen hatte. Egal, Schnitzel sah schlimmer aus. Und so machten wir uns dann am frühen Morgen auf  um die ausgedienten Christbäume zu sammeln. Ständig auf der Hut, ob nicht womöglich die Presse um die Ecke scharwenzelt kommt. Im letzten Jahr wurde ich von einer jungen Reporterin überrascht. Natürlich wurde auch da den Abend vorher ordentlich getrunken und somit hatte ich ne schöne Fackel und sah auch noch Scheiße aus. Also noch beschissener als sonst, wenn ich nüchtern bin. Das sollte mir in diesem Jahr nicht passieren. Hat auch gut geklappt, vielleicht hatte sie vom letzten Jahr auch noch genug. Im Anschluss gab’s dann lecker Mittag im Feuerwehrhaus. Brötchen und Mett, vollkommen ausreichend und es schmeckt jedem. Unser schlauer Herr Ortsbrandmeister hat dann natürlich gesagt er holt noch ein Sicherheitspfund, was dann auch, zu aller Sicherheit, über geblieben ist. Wir mußten uns allerdings sputen, da ab 1400 Uhr die KCW (Krombacher Club Westerode, ja ich bin in jedem Verein drin, wo getrunken wird) Neujahrswanderung anstand. Es ging auf den Euzenberg, mit ordentlich was zu trinken. Oben hat man die Aussicht genossen und wir mußten uns beeilen, das wir vor dem Kältetod wieder in der Tennishütte sind. Wir haben es auch gerade so geschafft. Im Tennishaus gings dann munter weiter mit Schnaps und Bier. Dieses Mal konnte ich mich nicht wehren und mußte Roten mittrinken. Vokke saß neben mir und hat ordentlich mit reingekippt. So gings ihm dann auch. Gegen 0000 Uhr habe ich mich dann mit David und Ellen verabredet um in die Werkstatt zu fahren. Vorher saßen wir noch bei Felkls. Die Idee mit der Werkstatt war ganz übel. Es war nichts los und die die da waren, waren absolut Scheiße und aggressiv drauf. Matten haben wir noch getroffen und der war so voll, das er Schwierigkeiten hatte seine Bestellung aufzugeben. Es gab dann auch noch Streß mit einer Pfeife, aber das konnten wir nochmal abwenden. Man hatte echt das Gefühl, das sie Samstag wieder die ganzen Verrückten rausgelassen haben. Naja, den Abend konnte man getrost abhaken und so schnell gehe ich da auch nicht wieder hin. Aber das sage ich jetzt, wer weiß was am Wochenende ist.

Sonntag war dann wieder mal Sesseltag angesagt. Umso besser, denn der Samstag hat mich doch ganz schön geschafft. Man wird halt alt (aber nicht weiser!)


Das fängt ja gut an…

09/01/2006

Das erste Wochenende im neuen Jahr ist vorbei und meine guten Vorsätze befinden sich gerade auf einer Umlaufbahn um unserer geliebten Erde. Manche von euch können sich bestimmt noch dunkel daran erinnern, das ich in meinem letzten Bericht meine guten Vorsätze erwähnt habe. Die gibt es nicht mehr. Gleich am Freitag habe ich sie genommen und in den Orbit geschossen. Aber das Wochenende war’s wert.
Eigentlich hatte ich Freitags nichts besonderes vor. Niemand wollte was machen, da ja die Neujahrsfeiern noch nicht so lange zurück lagen und so bereitete ich mich auf einen ruhigen Fernsehabend vor. Zack ne Tüte Calamari in den Ofen geschmissen und los ging’s. Eine halbe Stunde saß ich vorm Fernseher und schon klingelte das Telefon. Dr Dieck war am anderen Ende der Leitung und fragte ob ich was besonderes vor hätte. Dem war dann zum Glück nicht so und ich begab mich auf den Weg nach Florian Conrady um DVD zu gucken. Im Gepäck war eine angebrochene Flache Havana Club. Die wäre ja sonst so traurig gewesen wenn ich sie im Schrank stehen gelassen hätte. Das brachte ich nicht übers Herz. Bei Conrady gabs erstmal Bier und als Abendunterhaltung „Die fantastischen Vier“. Eigentlich ein Scheißfilm, aber Jessica Alba als „Invisible Girl“ reißt einiges raus. Wegen der Frau habe ich mir zwei Staffeln „Dark Angel“ angetan, da werde ich „Fantastic 4“ auch aushalten. Es war dann wie erwartet, der Film war eher Banane, aber dafür liefen dann das Bier und der Havana Club gut rein. Anschließend noch „Per Anhalter durch die Galaxie“ angetan (Auch ein eher mäßiger Film. Hatte einige gute Stellen, aber das Buch ist im Längen besser!) und dann stand man mal wieder vor der Frage, was man denn mit dem angebrochenen Abend (Uhrzeit: 2330 Uhr) noch so machen würde. Der Plan war schnell gefasst und in die Tat umgesetzt. Wir fuhren in den „Halben Mond“. Helena ist gefahren, erste Tour: Der Lange und ich, zweite Tour: Markus, Schötti und Conrady. Als der Rest ankam hatten der Lange und ich schon ein Weizen vor uns stehen. Komischerweise war meins dann doch schneller alle als die von den anderen. Ich habe da ja so einen Plan. Entweder gibt es kleine Winzaliens die immer mein Getränk abzapfen, weil sie es gerade als Treibstoff für ihre Raumschifflotte benötigen oder aber die anderen trinken heimlich aus meinem Glas. Wer weiß! Nach dem „Mond“ kam der spontane Entschluß noch ins Ambiente zu gehen. Sehr spontan, aber es wird noch besser wartet es nur ab. Das Ambiente machte dann aber gerade zu und Dario wollte uns nicht s mehr zu trinken geben. Kann man ja verstehen. Also Abmarsch in die Werkstatt. Allerdings nur noch Dr Dieck (Passender Spruch aus Fantastic 4: „Vincent!“ „Ich bin nicht mehr Vincent, nenn mich Dr Doom!“ Umgemünzt: Alexandra zu Markus: „Markus!“ „Ich bin nicht mehr Markus, nenn mich Dr Dieck!“) Schötti, Conrady und ich. Helene und der Lange haben einen Abgang gemacht. In der Werkstatt war einigermaßen was los. Unter anderem haben wir Tessa getroffen. Eine alte Bekannt aus den Jugendraum Stadtbergzeiten. Die war gerade aus Bayreuth zu Besuch und hatte ein paar Kommilitonen und Freunde mitgebracht. Allerdings war in der Werkstatt nur doch der Mark (ich hoffe ich erinnere mich richtig an den Namen) mit und ihre Kommilitoninnen sind schon zu Hause gewesen. Schade, die hätten mich viel mehr interessiert. :) Im Laufe des Abends kamen sich dann Schötti und Tessa ein wenig näher. Aber darauf wollen wir mal hier nicht näher eingehen. Man hat also weiter getrunken und Scheiße gelabert. Irgendwann war es dann 0500 Uhr und es wurde dann doch Zeit den Heimweg anzutreten. Aber doch nicht ohne was zu essen. Nachdem Auskunft von den Taxifahrern eingeholt wurde, war klar, das McDonalds erst um 0600 Uhr aufmacht. Also was macht man so lange. Klar, man geht wieder zurück in die Werkstatt und haut sich noch ein paar Mischungen rein. Doch die Zeit ging nicht rum und wir machten uns zu sechst zu Fuß auf den Weg um bei Tessa zu frühstücken. Zuerst Bei ihren Eltern Brötchen geholt und dann noch ein Pfund Mett und Zwiebeln bei dem Schlachter nebenan. Tessa bereitet uns dann noch leckere Sekt mit Gin. Eigentlich trinke ich ja keinen Sekt, aber zu dem Zeitpunkt hatte meine Leber echt Angst, das mein Kopf wieder klar wird und ich habe mir bestimmt fünf von den Dingern reingeschüttet. Die waren aber auch lecker. Die Krönung war allerdings als sich Conrady ca. 250 g Mett auf eine Pizza Laugenstange geschmiert hat. Das sah nun nicht gerade sehr appetitlich aus. Als dann die ersten Kaffeetassen umfielen sind wir dann auch gegangen. Allerdings nur Conrady, Dr Dieck und ich. Schötti mußte noch dableiben, da Tessa irgendwelche Probleme mit ihren Mandeln hatte, so sah es jedenfalls aus, als wir gegangen sind. Gegen 0730 Uhr lag ich dann endlich im Bett und sinnierte ein wenig über den vergangenen Abend. Klasse, das nenne ich mal einen gelungenen ersten Freitag von einem eher alkoholfreien Jahr. Ab jetzt kann es nur aufwärts gehen.
Samstag. Der Tag fing für mich erst gegen 1400 Uhr an. Verständlich wenn man erst um 0730 Uhr im Bett gelegen hat. Abends bin ich dann erst mit Ellen ins ambiente gefahren, da die anderen bei einem Fußballtunier in Kirchheim waren. Ich war froh, das ich an dem Tag mein Leben hatte. Ellen und ich haben dann halt die Zeit mit Reden überbrückt, bis die anderen in der Werkstatt waren, dann sind wir hinterher gefahren. Die Werkstatt war wie gewohnt voll. Und die erste Flasche Wodka stand auf der Theke. Endlich zu Hause. Irgendwann kamen dann noch der Lange, Zöpfgen und ein paar von deren Freunden. Die hatten vorher eine Art Treffen gehabt und waren schon gut voll. Je später der Abend desto leerer die Flasche und die Zweite kam auf den Tresen. Und der Matten ist Tanzen gegangen. Aber wie, das kann ich hier gar nicht beschreiben. Unglauiblich wie beweglich der Matten ist und wieviel Abfuhren er bekommen hat. Fantastisch. Diesmal sind wir aber auch früher nach Hause gegangen. Gegen 0500 Uhr war der Abend gelaufen und endlich zu Hause. Sonntag war wie immer im Arsch. Aber das bin ich ja noch vom alten Jahr gewohnt und wie die Sterne so stehen wird das neue Jahr nicht viel besser. Macht aber nichts denn das alte war ja schon ziemlich gut. :)


Der Jahreswechsel

02/01/2006

Das war also 2005. Tolles Jahr. Ich habe eine Anstellung in der Heimat gefunden, was schon recht gut ist, denn die nervenaufreibenden Abenteuer auf der Autobahn vermisse ich nicht die Bohne. Der Stau, die ganzen Schnarchnasen, das sind so Sachen auf die ich gerne verzichte. Und natürlich habe ich dieses sensationelle weblog gestartet und es macht richtig Spaß, was ich am Anfang gar nicht gedacht habe. Aber bevor ich jetzt mit einem weiteren langweiligen Jahresrückblick langweile, schreibe ich mal was von der Sylvesterparty auf.
Gefeiert wurde im Tennishaus. Und bis wir soweit waren hat es ganz schön lange gedauert und ich hatte mich echt schon damit abgefunden, das wir gar nicht mehr feiern werden, da wir keinen Raum hatten. Aber ist dann doch nochmal gut gegangen. Ordentlich Getränke rangeschafft und einen leckeren T-Topf aufgesetzt und los ging’s. Irgendwie ist Sylvester immer so eine Party, die schwer in Gang kommen möchte. Alle machen einen leicht genervten Eindruck und warten auf die eine Minute. Aber egal, nach zwei Runden Mäxchen wurde die Stimmung schon ein wenig lockerer. Früher konnte ich das Spiel mal recht gut und mußte wenig trinken. Doch alles Glück geht über den Jordan, wenn man neben Matten sitzt. Auch wenn einer mit einer total niedrigen Zahl vorlegt, würfelt der Matten einen 5er-Pasch und schon sitzt man in der Tinte. Nach sieben Babalou, verweigerte mein Körper die Aufnahme von zusätzlichen Zuckerreserven. Gott, ist das Zeug ekelerregend süß. Da half nur ein. Umstieg auf Havana Club Cola (light, wegen der Figur! Prust) und Tequila. Davon mit Steini drei und mein Körper setzte eindeutige Signale, das ich keinen Tequila mehr trinken sollte. Auch gut, mein Körper wird schon wissen was gut für ihn ist. Der Jahreswechsel war eigentlich wie immer, nicht sonderlich spektakulär. Der arme Andre wollte, schlau wie er nun mal ist, am Sylvester nachmittag (ein Samstag) um 1500 Uhr sich noch Böller holen. Irgendwie stand er dann doch ohne da, wird daran gelegen haben, das die Geschäfte wohl zu hatten. Dafür das er keine Böller hatte, hat er dann aber doch erstaunlich viele angezündet. Am Anfang hatte dann David doch ein wenig Mitleid mit ihm und hat ihm ein Päckchen Knallerbsen geschenkt und der Detschbeutel hat natürlich nichts besseres zu tun als mir davon eine vor die Glatze zu werfen. Hat dann auch schön geknallt. Aber sonderlich weh getan hat es nicht. So was schafft er immer. Habt ihr mal was, was ganz schnell kaputt gehen soll, dann gebt es einfach Andre in die Hand. Im Handumdrehen hat er irgendwas abgebrochen oder das Teil ist komplett kaputt. Die Party wurde dann zu späterer Stunde (0400 Uhr) in die Mehrzweckhalle verlegt. Dort feierte nämlich die Dorfjugend, zu der wir nun wirklich nicht mehr gehören. Unterwegs wurde sich noch eine schöne Flasche mit Havana Club Cola angemixt, denn es könnte ja sein, das man plötzlich, wie aus heiterem Himmel stock nüchtern wird und der ganze Alkohol verläßt schlagartig den Körper. Sicher ist sicher. Unterwegs hat man dann noch jede Menge Leute getroffen, denen man ein frohes neues Jahr gewünscht hat. Es ist schon erstaunlich, kaum ist so was wie Jahreswechsel oder der Sieg bei der Fußball-WM liegt man sich mit wildfremden Leuten in den Armen und drückt sich. Da kann einer ankommen, der die Pest oder Lepra hat oder der Fan von Patrick Nuo ist. Egal, schön in den Arm nehmen und knuddeln. Allerdings war die Party in der Mehrzweckhalle auch schon im Auflösen begriffen. Naja, das hat dann uns nicht daran gestört die Anlage zu übernehmen, diverse Verrenkungen auf der Tanzfläche zu machen (manche nannten es Tanzen) und noch ein bischen zu trinken. Es war nun aber nicht so, das wir den anderen alles weggetrunken haben. Nein, wir waren Selbstversorger, zumindest was die Mischungen angeht. Ach ja, eine Anekdote gibt es noch. Der Morchel hat es tatsächlich fertig gebracht und ist im vollstrammen Kopf über den A-Platz zum Tennishaus gefahren. Danach wollte er uns noch zur Mehrzweckhalle hochfahren, aber ich habe ihm sicherheitshalber seine Schlüssel weggenommen und seinem Vater gegeben. Manchmal kommt der echt auf komische Ideen. Liebe Kinder ein weiterer Grund keinen Alkohol zu trinken. Gegen 9500 Uhr war ich dann auch froh und zu Hause und konnte mich ins Bett legen. Ein weiteres Jahr, welches man zu den Akten schreiben kann. Was freue ich mich doch aufs das kommende!

Beinahe vergessen. Die guten Vorsätze: Weniger trinken (Wer lacht da?), mehr Sport treiben (He, hört auf und setzt euch wieder hin!)….. Ach was soll’s, ihr glaubt mir ja doch nicht!

Frohes 2006!


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