1. Weihnachtstag

Die Feierei am Heiligen Abend lasse ich jetzt mal gepflegt unter den Tisch fallen, da sie wirklich nicht so spektakulär war. Man halt sich halt gegenseitig mehr oder weniger beschenkt (Wir Geschwister schenken uns ja nichts mehr untereinander) und ein Käsefondue gemacht. War ganz nett, obwohl ich so was nun nicht jeden Abend essen könnte, dafür mag ich Käse zu wenig.
Richtig ging’s halt erst am 1. Weihnachtstag los. Nachdem der Felkl mal wieder geschwächelt hat und rumgenaselt hat, das er sonst wieder am nächsten Tag nicht aus dem Bett kommt, weil er zu stramm war, habe ich mich kurzer Hand mit Dr. Dieck verabredet. Zuerst in die Bar, zum Vorglühen. Tobi hatte eine Kiste Becks auf seinen Geburtstag ausgegeben. Nochmal alles Gute nachträglich von dieser Stelle aus. Auf ging es zuerst ins Ambiente. So war der Plan. Ambiente, Werkstatt, vollstramm. Die Werkstatt ist nämlich zu Weihnachten immer tödlich überfüllt. Man gut das wir dann zuerst ins ambiente gegangen sind, denn es war eine der geilsten Parties des vergangenen Jahres. Muß ich wirklich so sagen. Man hat wieder mal Unmengen an alten Bekannten getroffen. Den Anfang hat glaube ich Alexandra gemacht, die es leider nicht zu unserem Klassentreffen schaffen konnte. Der durfte ich dann erstmal berichten wie es so war und sie hat sich beschwert, das es in meinen Berichten hauptsächlich ums Saufen geht. Hmmm, sollte mir das zu denken geben?! Ich glaube nicht. Aber die Beste Antwort des Abends hat Markus gegeben. Alex fragte ihn, warum er denn noch Single wäre. Daraufhin meinte der Doktor, der schon gut angeheitert war, da wir zwischenzeitlich auf Mischungen umgestiegen sind, ganz trocken: „Ich finde Masturbieren einfach geil!“ Ob Markus wohl öfter gefragt wird, warum er noch Single ist. Ich fand die Antwort einfach Klasse. Simone und Ines habe ich auch noch getroffen, die zum Klassentreffen leider eingeschneit waren. Was noch zu erwähnen ist, der Engel, der uns vor ein Paar Wochen in die Werkstatt „gefolgt“ ist, war auch da und stand ca. 2m Luftlinie von uns entfernt. Ich kann hier nur noch einmal betonen, das ich selten eine so hübsche Frau gesehen habe. Wäre ich nicht zu feige, dann hätte ich sie gerne mal angesprochen. Aber wie gesagt das Zeitfenster, wo ich Frauen gefahrlos ansprechen kann ist bei mir sehr winzig, schätzungsweise wenige Angström klein. Ich habe noch nie den genauen Zeitpunkt rausgefunden. Es ist aber auch ein schwieriges Unterfangen, da mehrer Faktoren zusammenspielen. Momentane Verfassung, hat man den Tag vorher schon gesoffen, wie gut ging es einem am Morgen, hatte man Auswurf, welche Farbe hatte dieser usw usf. Ihr seht, wenn ich mal richtig viel Zeit habe beschäftige ich mich mit diesem Thema und schreibe meine Doktorarbeit darüber (Wenn ich gerade beim träumen bin: Dr-Ing Gerhardt, hört sich gut an!). Ein paar Mischungen später gesellte sich dann Henning, der Bruder von Eike, zu mir und ich brachte ihm ein paar Erfahrungen aus dem hammerharten Arbeitsalltag näher. OK, es ist dann wieder ausgeartet und ich habe mich tierisch über meine Arbeit aufgeregt und die Tatsache, das die deutsche Bildung alles über den Haufen wirft. Klar, wir nehmen unseren Diplom-Ingenieur Titel und schießen ihn mit einem großen Katapult zum Mond und nehmen aber dafür die minderwertigeren Bachelor und Master-Titel auf. Sowas kriegt nur Deutschland hin. Gott sei Dank, kann Henning noch den Normalen Ing machen. Eike gesellte sich dann auch irgendwann dazu, aber so richtig viel konnte ich leider nicht mit ihr reden, da ich ja in das Gespräch mit Henning vertieft war, der übrigens der Meinung ist, das man als Ing eine Menge Geld verdient. Ich habe ihn erstmal kräftig ausgelacht. Irgendwann wurde es dann hinten an der Cocktailbar ein wenig zu öde, da sich aber auch Eike und Henning verabschiedet haben. Henning ist gefahren und da ist dann Eike logischerweise mitgefahren. Vorn konnte man dann diverse junge Damen beim Tanzen beobachten. Eine Standortaufwertung von nahezu 70%. Dort traf ich dann auch Ingo, der auch auf der Tanzfläche war (deswegen nur 70% Aufwertung , nein nur ein kleiner Scherz!) und Christian Rüffert, der neben der Tanzfläche stand. Nun folgte glaube ich das einmal Reihrum ausgeben. Natürlich wurden wieder ein paar Bier zwsichen geschmissen, ging ja nicht anders, auf das der nächste Tag niemals kommen wird. Irgendwann hatte man sich aber an all den Schnitten auf der Tanzfläche satt gesehen und da waren einige dabei und hat sich auf den Weg in die Werker gemacht. Das gehört ja schließlich zum Pflichtprogramm am 1. Weihnachtstag. Dort sind der Doktor, Ingo und angekommen, haben eine Mische getrunken und sind wieder nach Hause gegangen, weil der Laden dicht gemacht hat. Nein halt. Markus und ich sind ja ein wenig länger geblieben, weil wir den Töpfer noch getroffen haben. Der war aus Mexico zu Besuch und hatte seine Angetraute mitgebracht. War schön ihn mal wieder zu sehen. Irgendwann mußte man dann aber mal nach Hause gehen. Raus aus der Werkstatt und rein in die Schneepracht. Toll, es hatte geschneit und nicht zu knapp. Und alles voller Leute, die nach Hause wollten. Taxichance: 1000000:1. Aber Westerode ist ja nicht weit uns so hat man sich schön nach Hause geschlittert. Allerdings nicht ohne sich mal wieder übermütig zu schubsen. Und Bruch lag der Pitsche auf der Fresse und hatte nun auch noch das rechte Knie mit Geschwindigkeit in den Asphalt gerammt. Das linke hatte sich ja vom Eishockey noch nicht so richtig erholt. Als ich dann zu Hause war, war es dann aber auch schon 0630 Uhr und man konnte so langsam zu Bett gehen.

Nächster Tag: Zum Mittag aus dem Bett gequält, bei der Familie einen einigermaßen normalen Eindruck gemacht („Willst du Suppe?“ „Lieber nicht!“) und danach wieder ins Bett. Und ich habe sage und schreibe bis 1630 Uhr keinen Fuß aus dem Bett bekommen. Echt widerlich. Als Entschuldigung kann ich nur vorbringen, das ich zwischen den Jahren arbeiten mußte und den Schlaf brauchte.
Gott sei Dank ist jetzt Weihnachten vorbei. Ich freue mich schon auf das neue Jahr. Da geht’s nämlich munter mit Neujahrsempfängen weiter, quasi die Abart der Weihnachtsfeier. Ins Leben gerufen von den Vereinen, die ihre Weihnachtsfeier nicht rechtzeitig angemeldet haben.

Prost!

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