Die Schnarchnase

30/11/2005

Jeder kennt sie, die Schnarchnase (nasus sterto). Sie fährt vor einem her, wenn man unbedingt nach Hause muß. Man hat Feierabend und der Termin bei der Sparkasse oder dem Bewährungshelfer ist wirklich wichtig. Man will ja nicht zu spät kommen. Und dann taucht sie plötzlich vor einem auf. Man kann gerade noch so von 140 km/h auf ca 30 km/h runterbremsen nur um das Auto der Schnarchnase nicht zu rammen. Hätte man es doch getan, dann hätte man zwar eine Beule aber weiterhin freie Fahrt. Nun kommt meistens eine Strecke auf der man nicht überholen kann oder gerade dann eine weiter Schnarchnase von vorne kommt, wo eine einzige gute Strecke zum überholen auf 50 km ist. Also zuckelt man dann hinter der Schnarchnase hinterher. Fies grinst einen das Kissen oder die Toilettenpapierrolle mit Häkelmütze von der Hutablage an. Meisten verziert dann die Blechschleuder der Schnarchnase noch Aufkleber vom Heide-Park oder dem Ziegenpark irgendwas. Gerne genommen auch Aufkleber von der Insel Sylt. Bevorzugtes Fahrzeug der Schnarchnase ist der Jetta oder ein Citroen, beides älteres Baujahr. Sie zuckelt mit Vorilebe
10 – 20 km/h unter der vorgeschriebenen Höchstgeschwindigkeit über die Landstraße. Bekommt man dann tatsächlich die Gelegenheit die Schnarchnase zu überholen (kommt sehr selten vor) und wirft einen flüchtigen Blick zur Seite wie denn so ein Verkehrhindernis im Gesicht aussieht, erblickt man meistens einen Menschen der ca. 1000 Jahre alt ist. Geschlecht ist egal, kommt Beides vor. Dieser guckt ganz seltsam, als ob er zum ersten mal ein Auto gesehen hat das mehr als drei Gänge hat. Hat man ihn dann überholt, muß man gleich den Spiegel verstellen, da der Fahrer (darf man das überhaupt sage, ohne „richtige“ Autofahrer zu beleidigen) total vergessen hat das er noch Fernlicht anhat. Wahrscheinlich hat er auch schon vergessen, das er es jemals angemacht hat. Hat man die Schnarchnase dann hinter sich gebracht, dauert es meistens nicht lange, bis man die nächste vor sich hat. Man heizt ja auch wie ein Bekloppter um die verlorengegangen Zeit irgendwie wieder gut zu machen. Aber das interessiert ja die Geronten nicht, da sie ja unendlich viel Zeit zur Verfügung haben. Das scheint auch der Grund zu sein, warum sie immer zur Feierabendzeit oder am Samstag einkaufen gehen und mit ihren Einkaufswagen, in denen 2 Teile drinliegen, die breiten Wege in den Supermärkten versperren.

Ganz hart trifft die Schnarchnase der Winter. Gut vorbereitet mit Winterreifen, die schon im September aufgezogen werden, scheint sie super gerüstet zu sein für die Schneemassen die uns jährlich erwarten. Doch was passiert wenn die erste Flocke am Himmel auftaucht? Genau, es wird auf der Stelle auf ca. 10 km/h runtergebremst und in diesem Schneckentempo weitergefahren. Mich wundert ja nur, das die Schnarchnase nicht anhält und sofort die Schneeketten aufzieht. Doch jetzt kommt der absolute Clou. Das ist mir erst heute passiert. Auf meinem Rückweg von der Arbeit hatte ich dann eine Schnarchnase vor mir. Sie fuhr mit ca. 30 km/h auf einer 100-km/h-Straße lang. Natürlich, es wurde ja auch langsam dunkel und eventuell könnte es auf der total trockenen Straße plötzlich glatt sein. Sie könnte ins Schleudern geraten und in den Graben fahren und dort könnten wilde Eisbären über sie herfallen, die durchaus vorkommen zu dieser Jahreszeit in unseren Breitengraden. Naja, so zuckelten wir also auf der kurvigen Straße dahin als plötzlich und aus heiterm Himmel Gegenverkehr kam. Was macht also Freund Schnarchnase (von hinten konnte ich erkennen, das er einen Hut aufhatte, was mich vermuten ließ, das es sich um einen 1000jährigen handeln müßte), er wird langsamer und langsamer, bis er zum stehen kommt. Auf einer Straße an der zwei holländische 40-Tonner hätten aneinander vorbeifahren können. Unfaßbar. Was denken sich solche Leute. Man kann doch nicht auf einer Straße einfach anhalten, nur weil einer von vorne kommt. Wo kommen wir denn dahin, der Königstiger hat ja auch nicht einfach angehalten, als er der Stalin-Orgel in der russischen Steppe begegnet ist. Nein, er ist wild feuern weiter gefahren. Was würde ich jetzt für einen Königstiger geben. Bei der nächsten Gelegenheit überholte ich dann den Geronten und ich hatte Recht. Tausend Jahre alt und einen Blödmannshut auf dem Kopf!

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Klassentreffen und Logbuchlesungen

28/11/2005

Freitag war dann endlich der Termin für das Klassentreffen. 10 Jahre ist es jetzt her, das ein paar andere und ich den Realschulabschluß gemacht haben und das ist doch mal ein Grund zum Feiern. Oder nicht? Die Einladungen waren vor Wochen schon verteilt (hüstel, mehr oder weniger) und nun konnte gefeiert werden. Ich hatte im Maxx M ein bzw. mehrere Tische gemietet, damit die Party steigen konnte. Leider hatte ich vergessen wieviel Uhr es losging und Einladungen hatte ich dann auch nicht mehr. Also um 1900 Uhr hin (ist immer eine gute Zeit) und gleich die Happy Hour mitgenommen. Ellen hat mich in die Stadt gefahren und ich war schön 10 Minuten vorher da. Aber es war ja Happy Hour und da kann man dann schon mal am Zombie lecken. Gesagt getan. Der hielt dann auch an bis die erste ehemalige Klassenkameradin kam. Gut die Leute die dann die erste halbe Stunde vorbeigekommen sind hatten so einen mitleidigen Ausdruck in den Augen, aber egal. Conny war die erste und es hat mich auch sehr gefreut, sie endlich mal wiederzusehen, da sie jetzt in Nürnberg wohnt. Dann kam glaube ich der Oems und dann Hacer und Katharina. Danach verließ mich meine Aufmerksamkeit und die Leute trudelten nach und nach ein. Teilnehmer den Abend waren: Conny, Schötti, Eike, Dorothea, Katharina S., Florian C. Hacer, Katharina G. Oems, Andre, Nolte, Bemi, Lars, Dr. Dieck, Susan und ich. Es wurden viele Geschichten von früher ausgetauscht und eine Menge getrunken. Ich bin dann nach dem ersten Cocktail auch auf Weizen umgeschwenkt, weil mir das Süße nicht ganz so bekommen ist. Wenn ich mir einen Zombie mache, dann schmecke ich meistens kaum was von der Grenadine, dafür aber mehr von den drei Sorten Rum.  Nachdem die Stimmung im Maxx M ordentlich gelockert wurde, mit Alkohol und freizügigen Fotos von Dorothea, gings dann im Kollektiv in den „Halben Mond“. Sehr angesagte Szene-Kneipe in Duderstadt.  Scherz beiseite, das ist echt eine gemütliche Kneipe und es lohnt sich auf jeden Fall ein Besuch, wenn man mal in Duderstadt ist. Denn dort gibt es Heidegeist. Ein leicht bekömmlicher Schnaps der den Gaumen kitzelt. OK, genüg der Lügen. Heidegeist schmeckt wie Odol, nur man darf es nicht ausspucken. Meisten nimmt man diese Spiriutuose zu später Stunde zu sich, wenn man schon mehrere Liter Bier in sich drin hat. Da zu diesem Zeitpunkt die Augen schon leicht glasig geworden sind schüttet der Wirt, Kalle Marschall, den Heidegeist mit einem kleinen „Tschüß“ auf den Lippen ein. Aber so schnell wird er mich nicht los. Es ging erstmal weiter mit Bier, denn der Heidegeist sollte ja noch kommen. Erste Runde Heidegeist und ich hörte meinen Mund sagen: „Einen Cola-Bacardi, bitte!“ Verdammt, ich hasse es wenn das passiert. Meine Leber hat die Kontrolle übernommen und fordert Hart-Alk. Aber darauf war ich vorbereitet. Andere wohl nicht. Oems hat schon leichte Augepflege gemacht und Nolte und Dr. Dieck mußten Buletten einfahren. Bei dem Anblick mußte ich plötzlich and die Brauereibesichtigung denken und wie ich so ein Riesenteil am nächsten Morgen in meiner Tasche fand. Ähhhh, Ich meine natürlich so eine Riesenfrikadelle. Einer jungen Dame schmeckte der Heidegeist ganz gut. O-Ton: „Mmmmmh, das schmeckt ja richtig gut!“ Da frage ich mich ob Kalle den Damen immer etwas anderes einschenkt und nur die Männer bekommen den richtigen Heidegeist. Ich kriege immer wahre Krämpfe wenn ich einen Schnaps vom Kaliber eines Heidegeist oder Löwentor trinken muß und manche Frauen schlucken den einfach so weg und mögen das Zeug auch noch. Normalerweise dürfte ich doch eh nichts mehr schmecken, wenn man an die Geschichte mit der Schote denkt. Raus aus dem „Halben Mond“ und Bemi hat vergessen zu bezahlen. Ein Großteil ging dann noch in die Werkstatt zum kollektiven Abschädeln. In der Werkstatt gings dann munter weiter mit Havana-Club-Cola (ENDLICH!). Dort habe ich auch noch Felkl, David und Ellen, Morchel und ein paar andere Westeröder getroffen, die gerade entweder aus Göttingen oder von der KCW-Sitzung kamen. Der Abend klang dann gemütlich (wenn man das so sagen kann) aus. Schötti hatte noch ein wenig Streß mit einem unterbelichteten Ausländer, aber ansonsten gings. Versteht mich nicht falsch. Ich bin keinesfalls Ausländerfeindlich, aber dieser Vogel war wirklich brotdumm. Schötti hat irgendwas zu mir gesagt und der Typ fühlte sich gleich angesprochen und wollte ihn gleich eine „drücken“. Trotz aller Beschwichtigungsversuche ließ er nicht ab, bis ich ihn dann soweit hatte, das er und sein nicht minder intelligenter Kumpel die Biege machten nur um dann fünf Meter weiter den nächsten Streit anzufangen. Naja, manchen Leute ist einfach nicht zu helfen. Nach Hause gings dann mit dem Felkl und den Borchardts. Das hat sich aber alles aus meinem Festplattenspeicher verabschiedet.

Der nächste Morgen fing sehr geruhsam an. Von gar lieblichen Klänge wurde ich geweckt. Textstelle: „Mein schwarzes Blut versaut Dir das Kleid!“ (Harter Gitarrenriff) Ahhh, Rammstein in ziemlich lauter Lautstärke. Also gestern zum Einschlafen noch schnell die Rammstein-CD eingelegt und auf Endlos-Schleife gestellt. Gut, das ich alleine wohne. Der Morgen ging dann auch irgendwann vorüber. Mittags ging leider nichts Festes die Speiseröhre runter. Ich wollte es auch gar nicht versuchen. Also gabs ne schöne Bihun-Suppe. Scharf wie die Hölle! Verdammtes Billigzeug. Nur weil da Abfälle drin sind, machen sie es so scharf, das man am liebsten drei Toastbrot essen und fünf Liter Wasser auf Ex trinken möchte. Gegen 1400 Uhr hatten dann meine Jugendlichen von der Jugendfeuerwehr die Abnahme der Jugendflamme. Mit ihnen zusammen waren noch Jugendliche aus Mingerode da, die auch die Jugendflamme verliehen bekommen sollten. Bei der Jugendflamme werden Grundlagen der Feuerwehren abgehandelt, wie zum Beispiel Schlauch ausrollen und wieder einrollen oder aufsuchen eines Unterflurhydranten. Der Jugendwart aus Mingerode hat die Prüfung bei meinen Jugendlichen abgenommen und ich bei seinen Jugendlichen. Alle haben bestanden und ich war foh, das auch das vorrüber war. Es war nämlich schweinekalt draußen und in Verbindung mit einem leichten Kater kommt das nicht ganz so gut. Wieder in Erfolgserlebnis, was ich in meinem Jahresbericht abhandelt darf. Abends ging es dann zur Lesung von Dietmar Wischmeyer vom FSR. Friede und Björn haben mich begleitet. Zuerst haben wir auf dem Weihnachtsmarkt geguckt und innerhalb einer Stunde drei Glühweine geleert. Nicht sehr empfehlenswert. Das Zeug ist echt zu süß. Die Lesung war erste Sahen, kann ich nur empfehlen. Falls Wischmeyer mal in eure Stadt kommen sollte, geht hin, selten so gelacht. Bei der Lesung an sich, gab es noch einen kleinen Zwischenfall mit ein paar Hohlfrüchten die meinten sie müssten sich schlagen. Es gehörte definitv nicht zur Show und Wischmeyer hat es nicht so gefallen. Klar, wer würde es gerne sehen, wenn seine Lesung durch ein paar Vollidioten gestört wird. Hinterher gings noch ins Thanner’s (Weizen, Weizen) und dann noch ins Irish Pub (Guiness, Guniness). Friede mußte sich natürlich ein paar Schlafnüsse im Thanners gönnen und hat dann schön im Irish Pub auf dem Tisch geschlafen. Aber es war ja auch spät genug und wir konnten uns auf den Heimweg machen.


9. Barjubiläum

22/11/2005

So, am Freitag war Barjubiläum. Zum neunten Mal jährte sich nun das Bestehen der Bar bei Kühne’s im Keller. Manch nette Stunde bei einem netten Gläschen haben wir da verbracht. Ach was schreibe ich. Jedes Mal wenn ich da war wurde hemmungslos gesoffen, bis man nicht mehr wusste, welche Staatsangehörigkeit man hat. Es gab Geburtstage, Grillen, Jubiläen, Weihnachtsfeiern usw usf. Spaß gemacht hat es immer. Wenn ich jetzt recht zurückrechenen kann, dann war ich damals bei der Bareröffnung ca. 17 Jahre alt. Also genau das richtige Alter um Party zu machen. Irgendwie konnte ich seit damals nicht damit aufhören. Natürlich habe ich vorher nichts getrunken!  Ich kann sogar von mir behaupten auf der Einweihungsparty-Unterschriften-Liste zu stehen und ich habe einen Jugendraum-Stadtberg-Ausweis. Hat auch nicht jeder.  Zu trinken gab es dann alles was das Herz begehrte. Bier, Schnaps, Mixgetränke und Cocktails. Von den Cocktails habe ich lieber gleich die Finger gelassen. Naja, wem will ich was vormachen. Ein paar Caipis gingen dann schon rein, aber die zählen ja nicht zu den Cocktails, da ja eh nur eine Alkoholsorte drin ist. Den Anfang hat das Bier gemacht, dann gings weiter zum Caipi, anschließend gabs dann noch Havana Club (hmmmm, lecker) und Bacardi (hmmmmm, auch lecker). Zwischendurch floß dann ab und zu nochmal ein Bier zur Leber und jede Menge Schnäpse. Ach ja, was zu essen gab es auch. Selbstgemachte Pizzabrötchen, quasi der Havana Club im Warmen-Kleinigkeiten-Bereich. Sehr lecker. Man hat sich als ordentlich betrunken und ne Menge Spaß gehabt. Leider wollten mein Vater und ich am nächsten Tag (SAMSTAG) Estrich bei mir im neuen Wohnzimmer machen. Diese Tatsache hatte ich allerdings zu dem Zeitpunkt als der Havana Club (hmmmm, sehr lecker) auf den Tisch kam schon längst vergessen. Gut, es ging als wieter mit trinken. Glaubt man den Fotos, war ich ganz schön voll, aber Fotos schummeln ja immer so 3-4 Promille dazu. Irgendwann wollte dann Dr. Dieck und noch andere nach Hause fahren, da habe ich mich dann angehängt, da ich ja auch nach Westerode musste und außerdem war es schon 0400 Uhr und ich mußte in 4 Stunden aufstehen. Ganz dunkel konnte ich mich daran erinnern, das wir noch bei McDonalds waren, das kann ich aber auch geträumt haben.

Naja, 4 Stunden später hat dann auch der Wecker gerappelt und ich mußte aufstehen und Estrich machen. Schön den ganzen Tag an einer rumpelden Maschine (Betonmischer) stehen und Kies und Zement reinknallen. Ganz Klasse, wenn man einen dicken Kopf hat und der Magen Seilspringen macht. Aber da muß man durch, schließlich will ich ja mein Wohnzimmer fertig haben. Nach ca. 20 Karren Estrichmischung (gefühlte 200 Karren) war dann die Bude auch voll und mein Vater hat schön alles gerade gemacht. Jetzt muß das Zeug erstmal vier Wochen liegen bleiben und hart werden. Gott sei Dank!

Abends „musste“ ich dann zum 40. Geburtstag von unserem Stadtbrandmeister. Ich hatte ja gar keine Lust, weil ich da ja wieder so viel trinken muss. Naja, aber ich bin ja keiner der sich drückt.  Also mit dem Ortsbrandmeister hin zu Gojo und schon gings los mit Bier. Dann ein wenig Spanferkel eingeschmissen und Schnäpse hinterhergeschüttet, damit das Spanferkel ja gut durch den Darm geht. Klasse, das Bier schmeckte schon wieder ganz gut, die Schnäpse eher weniger. Ein Löwentor und dann gingen nur noch Obstler rein, was nun nicht wirklich ein Geschnk war. Es war wie die Wahl zwischen Pest und Cholera. Später habe ich mich dann noch mit dem stellvertrenden Stadtbrandmeister ordentlich über Kai, unseren Ortsbrandmeister lustig gemacht. Alles in allem ein sehr lustiger Abend. Gegen 0100 Uhr bin ich dann nach Hause, weil die Party einfach vorbei war. Unterwegs habe ich dann noch Julia, Heike, Maren und Dorina getroffen und wir haben bei Julia noch einen Tequila getrunken. Ach ja, Günner, der Freund von Maren kam auch noch vom Schützenabschluß (da wollte ich ja eigentlich hin) und konnte allerdings seinen Vornamen nicht mehr sagen. Deswegen ist er dann wohl auch nach Hause gegangen. Tja, gegen 0130 Uhr war ich dann zu Hause und dann auch bald im Bett. Der Sonntag war dann wie gewohnt kalt und naß. Häßliches Wetter. Gott sei Dank ist nächste Woche Weihnachtsmarkt angesagt (YEAH!).
So jetzt muß ich Schluß machen, denn die Werbung ist vorbei und ähhh…. die ähhhh
Hee, ist das der Papst?


Knobeln und Karnevalsauftakt

14/11/2005

Am Freitag hatten wir Knobelabend von der Feuerwehr. Es war eigentlich eine spontane Idee, diesen Knobelabend ins Leben zu rufen. Keiner konnte ahnen, daß er so grausam enden wird. Naja, nachdem angefangen wurde zu knobeln. Dauerte es nicht lange bis die ersten Biere oder in meinem Fall, Weizen, auf dem Tisch standen. Ehrlich gesagt, war ich kaum 10 Sekunden im Feuerwehrhaus und schon hatte ich ein schönes gekühltes Weizen vor mir stehen. Es wurde als ein wenig geknobelt und eine Menge getrunken. Irgendwann später kamen dann auf einmal ein paar Korn dazu und es wurde immer lustiger. Tja, trotz des dilettantischen Versuches mich abzufüllen konnte ich dann doch den ersten Platz erknobeln, was den Ortsbrandmeister doch sichtlich geärgert hat.  Harharhar! Ganz plötzlich war ich voll (ich weiß gar nicht wie das passieren konnte) und ich glaube auch der Häuptling Schwere-Zunge (Chief Heavy-tounge, für insider) hat mal vorbei geguckt. Aber der war wohl hauptsächlich wegen Friede da. Naja, jedenfalls saß ich dann bei Thomas B. im Auto und sah mich Geld vom Kontoautomaten abholen. Und dann waren wir in Rhumspringe bei der Stufenfete. Fragt mich nicht ob ich eingewilligt habe dorthin zufahren, denn ich weiß es absolut nicht mehr. Dort war es aber recht günstig Mix-Getränke und Bier für einen Euro. Klasse, hier gehe ich nicht so schnell weg. Die Klientel war etwas jung, aber egal, die mit denen ich da war konnten ja auch gut was vertragen. Und später habe ich dann noch Dirk getroffen (weiß ich aber nur von Fotos). Anhand der Fotos konnte ich auch den Abend gut nachvollziehen, obwohl ich 70% der Leute die auf den Fotos drauf waren nicht kannte und ich weiß auch nicht wie die auf den Fotoapparat gekommen sind. Ich glaube Joschi hatte damit was zu tun. Warum er allerdings auf einem Foto auf dem Boden des DGH lag, kann ich mir nicht erklären. Schnitzel meinte er müsste kotzen. Dann wird es wohl auch so gewesen sein. Ich vermute mal, daß wir so gegen 0600 Uhr zu Hause waren. Am nächsten Tag ging’s mir dementsprechend Scheiße. Aber ich hatte ja nur eine Naßübung mit der Jugendfeuerwehr und den Auftakt hinter mich zu bringen.

Die Naßübung mit der Jugend lief wunderbar. Tatkräftige Unterstützung hatte ich von Marco (mein Stellvertreter), Kai und Tobias. Wir haben eine normale Übung durchgeführt und die Jungs durften alle mal mit echtem Wasser umherspritzen. Ist als kleine Belohnung für das ganze Jahr gewesen. Hauptsache die Jugendlichen hatten ihren Spaß. Abends ging’s dann zum Auftakt. Auftakt? Was ist das denn. Tjaaa, der Auftakt ist der Start in die Karnevalssaison und da muß ich leider hin, weil ich im Elferrat bin. Fragt mich nicht wie ich das hingekriegt habe, aber ich war ja schon mal dem Elferrat entflohen, bis man mich in der Werkstatt wieder überredet hat. Vorher hatte ich mit Schocker (Neumitglied im Elferrat) eine Flasche Havana Club in der Werker getrunken und plötzlich stand der Präsi hinter mir und bevor ich die nächste Flasche bestellen konnte, hatte ich schon mal wieder Ja gesagt. Ein guter Tip. Nehmt nie eine Kugelschreiber mit, wenn ihr beim Saufen seid und nehmt auch keinen in die Hand, ihr wisst nie was man euch zum unterschreiben hinhält und dann steht man da und muß irgendwelchen Kram machen. Der Elferrat geht noch, ich bin froh, das ich nicht in Frankreich wohne, denn da gibt’s die Fremdenlegion. Aber nicht nur deswegen bin ich froh nicht in Frankreich zu wohnen. Naja, der Auftakt war eigentlich wie immer. Spärlich besucht und der Elferrat hat sich ordentlich aus dem Leben geschossen. Allerdings verstehe ich die Besucherflaute nicht ganz, denn wenn man erstmal da ist, ist es echt ganz lustig. Das neue Prinzenpaar wurde auch bekannt gegeben. Vorher wurde viel gemutmaßt, wer es ist, aber als der Präsi dann die Tips gab, konnte ich mir ein „ich gehe kaputt!“ nicht verkneifen. Leider ist es lauter als gewollt rausgerutscht und der ganze Saal hat mich angestarrt. Egal, man lebt nur einmal. Florian und Patrizia sind es geworden. Und ich muß sagen, es war eine gute Wahl. Das Prinzenpaar bringt den Elferrat auf Vordermann. Danach haben sie sich standesgemäß an jedem Tisch vorgestellt. Mit Löwentor und Bismarck, da kann man natürlich nicht nein sagen, vor allem nicht beim Prinzenpaar. Es wurde also eine menge getrunken und der Prinz mußte natürlich überall mittrinken, weswegen er dann auch relativ schnell sehr voll war. Da wir den gleichen Heimweg hatten, hatte ich dann den Abend noch Prinzenpatroullie. Ich habe zusammen mit der Prinzessin den Prinz nach Hause gebracht, da er weder sprechen noch gehen konnte. Unterwegs hat er dann gegurrt wie eine Taube und steif und fest behauptet er habe die Vogelgrippe. Wie man sieht kann es nicht gut sein Karnevalsprinz zu sein.  Patrizia hat mir dann am nächsten Tag erzählt, das er sich sofort auf den Boden gelegt hat, als er zu Hause angekommen ist und sie ihn nur mit sehr viel Mühe ins Bett bekommen. Das war aber nicht gegen Borchardt. Der hat die komplette Nacht in seiner kompletten Karnevalsuniform verbracht. Schuhe, Hose, Hemd, Fliege und Sacko. Die Kappe hat er wohl zum Glück durch umherdrehen im bett verloren. Klasse, das nenne ich mal Einsatz.
So, Freitag ist Barjubiläum und Samstag morgen machen wir Estrich. Super Kombination. Vollstramm, Estrichmischungen machen (Waren das jetzt 5 Schaufeln oder erst drei? Egal, rein den Mist!).


Der Tag der Jäger und Sammler

09/11/2005

Morgen ist Sperrmüllsammlung in Westerode. Und was heißt das? Genau, Bagaluden aus allen Himmelsrichtungen (90% aus östlicher Richtung) fallen ein und kämpfen um den Müll. Es ist einfach nur herrlich, wenn man nach einem stressigen Tag an der Arbeit (Dokumentation machen = grob geschätzt 2 Millionen Zeichnungen gefaltet) nach Hause kommt und dann sieht man, das die Straße mit irgendwelchen Transportern und Autos mit angehängten Klau-Fixen vollgestopft ist und man einfach nicht durchkommt. Zu allem Überfluß haben sie dann auch noch das Fernlicht angestellt, damit man das ganze Geraffel auch sieht. Auffällig ist dann aber doch, das die Kennzeichen an den vermeintlichen Fahrzeugen meistens aus den Gebieten der (geplanten) EU-Osterweiterung kommen. In solchen Momenten wünscht man sich dann doch, das der TÜV die frontmontierten MG3’s genehmigt hätte. Dann hätte man jetzt einfach zwei neue Gurte eingelegt, auf „F“ wie Frieden gestellt und es würde heißen „Freie Fahrt für freie Bürger“. Aber nein, wir sind ja alle friedlich und man quält einfach nur seine Hupe, was aber die netten Ostblock-Leute nicht weiter stört. Selbst Sachen die total zerstört sind, aber irgendwie nach Elektronik aussehen, werden einfach mitgenommen. Erinnert sich noch irgendjemand an meinen Drucker aus der Hölle? Genau, das satanische Drecksding, was ca. 20 Seiten Papier gefressen hat. Als ich es rausgebracht hatte ist er mir leider mit Geschwindigkeit auf den Teer gefallen (Glaubt mir, das hat dieser Drucker verdient) und ist in 20 Teile zerfallen. Manche davon waren so klein, das sie nicht mal mehr das CSI wieder zusammensetzen könnte. Naja, den ganzen Schrott habe ich dann auf einem tausend Jahre alten Sofa platziert. Kaum kommt einer dieser Urzeitsammler vorbei und sieht da was mit Elektroanschlüssen und einem Laseraufkleber drauf wird das Monster, was er als Auto bezeichnet, aufgerissen und der Höllendrucker reingeschmissen. Total sinnlos. Was glauben diese Jäger und Sammler eigentlich? Das ich funktionstüchtige Elektrogeräte zum Sperrmüll gebe? Hat denen jemand den Brägen entfernt, das die glauben ich könnte Laserdrucker scheißen? Wenn es so wäre, dann würde ich für viel Geld beim Media Markt arbeiten. Mir wäre es ja egal, wenn sie das Ding mitnehmen und dann damit umkommen, aber das Schlimme ist ja, das sie dann auf einem ihrer Sammelplätze unter wildem Geschrei feststellen, das der Drucker Schrott ist und sie lassen ihn dann einfach so in der Natur liegen. Hätten sie ihn gleich da liegen gelassen, wo sie ihn gefunden hätten, dann wäre er morgen einfach so in den Sperrmüll-LKW verschwunden und gut ist. So aber liegt er irgendwo rum und verschmutzt unseren Planeten. Glaubt mir, das Ding sah nun wikrlich nicht mehr funktionstüchtig aus, nicht mal annährend. Ich hoffe der Drucker nimmt noch den einen oder anderen von diesen Vollidioten mit in den Tod, bevor er entsorgt wird.


Halloween-Party

07/11/2005

Am Samstag war Halloween-Party im Ambiente. Vorher hatten wir noch in Bernshausen ein Fußballspiel, welches wir gerade so gewonnen hatten. Wir lagen zwar in Führung, aber es war dann dochcnoh eine Zitterparty bis zum Schluß. Es wurde immer dunkeler und wir hatten schoon die Befürchtung das der Schiedsrichter die Partie vorher abpfeift, weil man eben nichts mehr sehenkonnte. Als dann der Schußpfiff kam, fiel uns allen ein Stein vom Herzen. Vor allem gleube ich Köppel, der einen Elfmeter versemmlet hat. Hinterher gings noch in Sporthaus, wo wir erst ein 40 Liter Faß Jever mit Selbstkühlung in den Arsch getreten haben und dann noch einpaar Flaschenbier getrunken haben. Dann gings ins Ambiente, da warteten Ellen und Näppchen schon auf uns. Sehr nette Party nette Leute (vor allem nette Mädels ) und ordentlich was zu trinken. Man munkelt ich wurde irgendwann mit einer Zigarette gesehen, aber ich halte das für eine böse Verleumdung. Wer weiß was manche Leute im Alkoholrausch sehen. Irgendwann ging es dann nach Hause, fragt mich abe rnicht wann das war. Auf jeden Fall war es schon nach 0500 Uhr, da McDonalds schon zu hatte. Aber was macht man da wenn man noch einen tierischen Schmacht hat. Genau, man fährt zum Felkl und isst die Reste, die vom Sporthausbesäufnis ein paar Stunden vorher noch über sind. Der Sonntag war halt wie immer im Arsch. Gott sei dAnk mußte man nicht zum Fußball und konnte in Ruhe ausschlafen. Ich hatte zwar Bock nochmal nach Göttingen und sich ein wenig in irgendeinem Kaffee breit zumachen, aber beim Felkl ging gar nichts. Naja, haben wir halt bei ihm ein wenig Scheiße gelabert. Aber was für einen großen Hucken.


Umbau

01/11/2005

Gestern wurde Estrich gemacht. Da ich ja praktisherweise frei hatte, Feiertag in Thüringen, konnte man es gut ausnutzen um den Estrich zu machen. Es war zwar „nur“ der Grundestrich, aber das hat schon gereicht. Schön auf dem Hof den Betonmischer an rumpeln und dann die guten Mischungsverhältnisse einhalten. Dreiviertel Eimer Wasser, drei Schaufeln Kies, drei Schaufeln Zement und nochmal zwei Schaufeln Kies. Das ganze gut durchmischen lassen, also die Maschine weiterrumpeln lassen. Dann nochmal sieben Schaufeln Kies hinterher und fertig ist der Estrich. Das ganze dann in eine Karre geladen und ab dafür. Ich kam mir vor, als wäre ich 10 Jahre zurück versetzt und mache gerade Ferienjob bei meinem Vater. Mit der Karre ging es dann durch Waschküche und Küche. Wäre man woanders hätte man durchaus die Schuhe nicht abgetreten oder mal ein wenig Estrich in der Küche verloren. Kann ja mal passieren, aber wenn man es bei sich selber macht, dann ist man schon doppelt vorsichtig. Man muß ja hinterher alles wieder selber saubermachen.

Nun hoffe ich mal, das wir am Samstag den restlichen Estrich machen können, also den Hauptestrich und dann kann es bald losgehen mit Fliesen legen. Ich habe ja noch einen kleinen Hoffnungsschimmer, das ich Ende des Jahres das neue Wohnzimmer beziehen kann.


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