Der Drucker, der aus der Hölle kam

Da ich im Moment Gleitzeit abbaue und eh nicht ausschlafen kann, da draußen die Baumaschinen wüten, dachte ich mir: „Da kannst Du ja auch gleich mal die Einladungen für das Klassentreffen fertig machen!“ A pros pros Baumaschinne. Ich glaube die Firma macht das extra. Die fragen in meiner Firma nach, wann ich Gleitzeit oder Urlaub nehme und dann rücken die an und trennen die Straße auf, bagern tiefe Löcher oder flexen irgendwelche Straßenlaternen um. Natürlich muß man da Maschinen nehmen, die ungefährt die gleiche Lautstärke haben, wie ein startender Tornado von der Bundeswehr, während man daneben steht. Gut das Ausschlafen habe ich mir eh schon abgewöhnt.

Naja, die Einladungen waren fertig und jetzt mußte ich sie nur noch ausdrucken. Aber da habe ich die Rechnung ohne meinen Drucker gemacht, der mit ziemlicher Sicherheit direkt aus der Hölle gekommen ist, nur um mich fertig zu machen. Also er fängt an das Blatt wunderbar einzuziehen und ungefähr bei der Hälfte fängt das Blatt an einzuknicken und der Drucker macht knirschende Geräusche. Solche Geräsuche sind bei Maschinen nie gut, ich weiß wovon ich rede. Es gab da mal einen Vorfall in WHV, mit einer elektrisch ausfahrenden Leinwand und Personen die sich drangehängt haben. Ich war es nicht, nur um das mal klarzustellen! Ich habe nur den Schalter betätigt. Mein erster Gedanke bei dem Geräusch war: „Scheiße, dämlicher Laserdrucker. Dabei habe ich dafür doch ganze fünf Euronen bei ebay bezahlt!“ Kein Scherz, der Versand war teuerer als der Laserdrucker! Gut nachdem die Maschine ein wenig weiter geknirscht hat kamen auf einmal aus dem Papierausgabeschacht kleine Papierfetzen. Da dachte ich: „Aaaaaaaargh! Verdammter Drecksdrucker!“ und habe schnell die verfluchte Maschine aus der Hölle aufgemacht. Nachdem ich noch ein wenig aus meinen Schimpfwörtervorrat zitiert habe, habe ich die einzelnen Papierfetzen aus dem Drucker gefriemelt und habe mich auf die Suche nach dem Problem gemacht. Dabei schossen mir diverse Gedanken durch den Kopf, einer der schönsten beinhaltete den Drucker und die Gravity Gun aus Half-Life 2. Hätte ich die jetzt zur Hand, würde ich den Drucker bis zur Suhlbergwarte schießen und hoffen das er an den uralten Gemäuern in tausend kleine Teile zerspringt. Leider habe ich keine Gravitiy Gun (geistige Notiz: Katapult konstruieren, das kann man immer mal gebrauchen, es gehen bestimmt noch mehr elektronische Geräte im Laufe der Zeit kaputt)! Aber der Fehler war schnell gefunden, ein Gewinde hatte keinen Kontakt mehr zum Gehäuse. Scheiß Plastik, hält auch nichts mehr aus. Mit Sekundenkleber bewaffnet habe ich jetzt probiert den ganzen Sermon zu kleistern.

15 Minuten sind rum, ich hoffe es funktioniert jetzt, ansonsten frage ich einfach mal die Bauarbeiter, ob ich mir nicht mal die Rüttelplatte ausleihen kann, damit ich sie an meinem Drucker ausprobieren kann.

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