Boßeln rückt näher

30/09/2005

Endlich ist Wochenende und die Zeit für den Spaß fängt an. Heute abend starte ich gleich durch. Da wir vor zwei Wochen erfolgreich mit der Jugendfeuerwehr die Leistungsspange erworben haben, wird das heute abend einw eig gefeiert. Die Leistungsspange ist die höchste Auszeichnung die man in der Jugendfeuerwehr erreichen kann. Unsere Truppe bestand aus mehreren Jugendfeuerwehren (Hilkerode, Immingerode und Westerode), da man ein bestimmtes Alter haben muß um die Leistungsspange zu erhalten. Naja, nach all der Anstrengung dachten die anderen Jugendfeuerwehrwarte und ich, das es vielleicht ganz nett sein könnte, wenn wir alle zusammen die Leistungsspange feiern. Natürlich nur mit Alkohol für die über 16jährigen und in kleinen Mengen. Es sind aber nur zwei Leute unter 16, wenn ich mich recht erinnere. Vielleicht wird’s für die Jugendwarte ein wenig flüssiger, wer weiß. Patrick Regin (Jugendfeuerwehrwart von Hilkerode) hat schon angedroht, seine Playstation mit SingStar mitzubringen. Mit so einer Aktion habe ich mich schon mal bei einer Wanderrally der JF ziemlich blamiert, wofür er noch mal büßen wird.

Morgen ist dann Boßeln angesagt. Trinken, bis man umfällt und dann noch ein bsichen weiter. Aber wie sagt das Sprichwort: „Betrunken ist man erst, wenn man auf dem Boden liegt und sich festhalten muß!“

Nächste Woche habe ich dann Urlaub, zwangsläufigerweise, weil ich noch so viel Tage über hatte und die müßen weggenommen werden, bevor der Kunde mit Auftrag droht. Also Urlaub genommen und gleich verplant. Aber nichts mit erholen. Nee nee, da wird schön zu Hause umgebaut. Renovierung des Wohnszimmers. Mein Vater hat schon das alte Parkett rausgenommen und ab Dienstag (weil Montag Feiertag), wird dann der alte Boden abgetragen und eine Wand rausgeballert.

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Boßeln, eine Einführung!

28/09/2005

Dann will ich mal ein wenig was zum Boßeln erzählen. Also, Boßeln ist ein friesischer Sport, wo eine Kugel (d = 100 mm; weiches Material, ähnlich einem Flummi) durch die Gegend geschmissen wird. Das läuft so ähnlich ab wie beim Kegeln, nur das man keine Pins umhaut, sondern es um erzielte Weiten geht. Man boßelt immer gegen eine andere Mannschaft und die Mannschaft die nach einem Durchgang am weitesten geboßelt hat gewinnt den Durchgang. Eigentlich ganz einfach. Sollte man meinen, aber da gibt’s ja noch den Bollerwagen mit Getränken, der eigentlich immer mitgeführt wird. Aber dazu später mehr. Jedenfalls geht es im Norden auch immer ganz gut, weil dort nicht ganz so viele Hügel oder Berge sind, wie hier am Rand des Harzes. Aber wenn es nur grade geht und nur ab uns zu mal ein wenig Seitenwind kommt und die Kugel in den Graben lenkt, dann macht das ja keinen Spaß. Als ich noch in Wilhelmshaven studiert habe, habe ich auch mal eine Boßeltruppe getroffen, die ihre Kugel durch die Gegend geschubst hat. Die hatten aber komsicherweise keinen Bollerwagen mit Getränken dabei. Als ich sie drauf angesprochen habe, haben die ganz komisch geguckt. Ob die dabei womöglich keine alkhohlhaltigen Getränke vertilgen? Geht so was überhaupt? Man weiß es nicht.

Bei uns gibt es aber pro Mannschaftspaarung einen Bollerwagen, der dann meistens mit Bier und Schnäpsen vollgepackt wird. Der übelste unter den Schnäpsen ist der „Löwentor“. Ganz widerliches Zeug was bei uns in Westerode als Nationalgetränk hoch gehalten wird. Anfangs konnte ich den auch noch trinken. Jetzt nur noch, wenn es sein muß. Also bei jeder dörflichen Festivität. Dabei gilt die Faustregel „Der Erste, der Dritte und der Dreiunddreißigste sind die Schlimmsten!“ Und es stimmt. Die anderen lässt man einfach so über sich ergehen, besser gesagt man gießt sie in sich rein und schaltet die Geschmacksnerven ab. Naja, so vollgepackt mit genügend Alkohol geht’s dann über den ca. 6 km langen Parcour nur um dann heraus zu finden, wer denn die beste Mannschaft ist. Da nicht alle auf einmal starten können, fängt man natürlich schon vorher an, die flüssigen Vorräte zu dezimieren. Manchmal ist der erste Bollerwagen schon geleert, bevor man überhaupt eine Kugel gesehen hat. Nach dem Tunier ist dann noch gemütliches Beisammensein in der MZH (Jetzt wollt ihr natürlich wissen, was das schon wieder ist – Mehrzweckhalle). Dort kommt man nie nüchtern an. Es sei denn man boßelt für die Frauengemeinschaft, die trinken im allgemeinen nicht viel und würde ich da mit machen, würde ich tatsächlich nüchtern ins Ziel kommen. In der MZH gibt’s dann leckere Sachen zu essen. Flüssige Schnitzel (7 Bier) und normale Schnitzel. Seit neustem gibt’s auch Gulaschsuppe, da bei vielen das Erbsen-Syndrom aufgetreten ist. Man stelle sich einen Teller mit einem Schnitzel, ein paar Kartoffeln und ordentlich Erbsen vor. Nun versetzte man sich in die Lage eines normalen Menschen, der die ganze Zeit an der frischen, kalten Luft gewesen ist und ca. 10 Flaschen Bier und einen halben Liter Schnaps getrunken hat und nun in einen gut beheizten Raum kommt. Dann geht’s natürlich ncht gleich zum Schnitzel sondern erstmal an die Theke. Nach weiteren 5 – 10 Bier bequemt man sich dann so langsam zu seinem Schnitzel. In diesem Zustand fällt es natürlich ein wenig schwer, überhaupt das Schnitzel mit der Gabel zu treffen, geschweige denn eine einzelne Erbse auf die Gabel zu bekommen und dort zu halten. Beim schneiden des Schnitzels funktioniert die Feinmotorik, die dazu notwendig ist auch nicht mehr so gut und man braucht schon ein wenig mehr vom Teller als darauf Platz ist. Die ersten die gehen müssen sind die Erbsen, denn sie sind klein, rund und grün, wobei die grüne Farbe nicht wirklich was damit zu tun hat. Diese Erbsen sammlen sich in einem schönen Kreismuster um den Teller an und schon hat man sein Erbsen-Syndrom, Mathias weiß wovonich rede. Letztes Jahr zum ersten Mal dabei und schon ist er den Erbsen zum Opfer gefallen. Im letzten Jahr hatte man zum ersten mal Gulaschsuppe angeboten, doch in diesem Jahr wurde das Angebot erweitert auf Gulaschsuppe „satt“, also soviel man essen kann. Mir schwant schon übeles. Gulaschsuppe in Biergläsern, Fleischstücke im Haar und an anderen Körperstellen, ich kenne doch die Westeröder.

Meistens endet der Abend früh, da man ja mittags schon mit Trinken anfängt. Einige Mutige gehen dann noch auf Entdeckungstour nach Göttigen oder zu McDonalds, denn das Schnitzel reicht ja nicht. Mal sehen, wenn ich mal richtig viel Zeit habe schreibe ich hier ein paar sehr lustige Geschichten hin.

Ich werde wieder bei der Mannschaft der Feuerwehr mitboßeln. Das hat ja schon Tradition und als Mitgleid des Kommandos (Jugendfeuerwehrwart) ist das ja schon eine Selbstverständlichkeit. Ob wir nun einen guten Platz belegen ist eigentlich egal, da zu dem Zeitpunkt der Siegererhung eh alle schon ziemlich voll sind, das es gar nicht mehr so wichtig ist. Das eine Jahr war ich schon so in „Gedanken“, das ich sogar den Pokal in der MZH vergessen habe. Naja, spätestens bei der JHV der Feuerwehr kommt das dann wieder auf den Tisch. Das die anderen sich natürlich schon wieder viel früher verdrückt haben, wird mit keiner Silbe erwähnt.

Freut euch also auf den Bericht vom Boßeltunier. Lustige Ereignisse werfen ihre Schatten voraus.


Der Anfang

27/09/2005

Moinsen

Dann will ich mal auch so ein crazy weblog führen, da das gerade mal so in ist.
Es werden zwar hauptsächlich Eintragungen vom Wochenende auftauchen, aber das kann ja auch ganz witzig sein.

Kommendes Wochenende ist nämlich Boßeln.

Wen es interessiert der kann ja öfter mal reingucken und mitlesen.
Munter bleiben

Peter


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